Es kann nicht lyrisch werden

Es kann nicht lyrisch werden. Es kann nicht, wenn es sich anfühlt wie Dünnpfiff im Darm und Verstopfung im Hals. Und diese Herz auf Schmerz Reimpisse ertränkt sich selbst in Delirium und Schüttelfrost, während sich Unbekannt 1.odt – OpenOffice Writer darüber totlacht, dass mir die Worte fehlen. Schweigend natürlich, schweigend. Und die Lichtschimmer zwischen meinen Fingern, behutsam berührt. Dann treibt es mir ein Lächeln aufs Gesicht und drückt die Tränen tiefer in die Magengrube. Hämatome zählen und Gefühle scheißen. Dehydriert. Der ohrenbetäubende Geruch von Verwesung fließt durch die Flure und ich ziehe den Schleierhut Richtung Beton. Die Zeilen ertränken sich selbst und die Ordnung der Gedanken gleich mit. Zitternde Hände, zitternde Knie, zitternder Körper. Schriftgröße sechzehn, damit es so groß aussieht, wie es sich anfühlt. Und dann wirkt doch alles nur wie eine einzige große Lüge, oder wie viele kleine Lügen, die in geselliger Runde Dynamit zum Nachtisch servieren. Einsturzgefahr küsst meine Ohnmacht in den letzten Albtraum. Und ich will mich ja evakuieren, aber es kann nicht lyrisch werden. Es kann nicht, weil es so kalt ist. Und brennt.