Zeigt der Spiegel
ein junges Gesicht
langsam die Hand
die Tränen verwischt
Der Körper verbraucht
gestresst vom Leben
nur ist es noch jung
keiner kann es nehmen
Unter schwarzem Haar
das Seelengeheimnis
sieh, alt grau ist sie
ehrlich nur in Finsternis
Kann die Seele sein
wie sie ist im Dunkel
dort gibt’s über das Grau
kein großes Gemunkel
Narbengebilde
zeichnen die Haut
Blicke schweifen
über ihr Haupt
Vorverurteilt
bleibt sie stehen
lassen die Blicke
sie nicht gehen
Blicken sie weiter
kommen die nächsten
stechen weiter zu
mit neuen Blicken
Wer starrt nicht
wer kann auch bleiben
niemand will altes
bis zum Ende lieben
© Amy Herzog
