Farben die einst hell erleuchtet waren,
tanzten und einander glücklich besangen,
dabei Feuer und auch Wasser überstanden,
und immerzu nacheinander verlangten.
Waren sie die Farben, die weiter reisten,
Meile um Meile große Steine fort warfen,
doch all das war nur noch längst vergangen,
als sie verblassten, sich nicht mehr besangen.
Nach all den Zeiten waren sie verblasst,
die schönste Farbe war nur noch verhasst,
am Ende des Wegs warten neue Farben,
sie, die noch immer am hellsten strahlen.
Und so trennten sich die alten Farben,
blieben ihnen nur noch einige Narben,
doch überall warten verlassene Farben,
warten wie sie darauf sich zu mischen.
So lassen sich blasse Farben verwischen,
indem sie sich einfach ganz neu vermischen,
im Meer aus Farben kann man nur gewinnen,
wo das Alte verblasst, kann neues beginnen.
© Amy Herzog
