Kuss?
Was ist ein Kuss?
Aus Gewohnheit ein
für immer sanftes Muss.
Wenn niemand fehlt,
in dem Moment
den Fluss der Zeit
mit Zuckerguss.
Immer?
Was ist für immer?
Das letzte Wort flüstert
näher mein Ohr
und doch habe ich
am Ende keinen
Schimmer.
Zeit?
Was ist schon Zeit?
Wenn sie auf Lücken
der Erinnerung verweilt.
Zum Mond rennt
und zurück,
ihn nicht erkennt
und auch nicht reicht.
Moment
Dieser Moment!
Keine Fragen, kein blabla
lass uns lieben, küssen
ehe dieser rennt,
und zwischen uns
die Zeit verbrennt.
© Amy Herzog

Das ist Dir mal wieder fantastisch gelungen! Liest sich trotz der eher kurzen Verse sehr flüssig. Schön ist auch die Thematik und Deine Wortwahl! Gefällt mir! 🙂
LG
kreativschatz
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so beautiful depicting
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Danke, das ist genial, wie die Worte springen – klingen – küssen.
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Herzlichen Dank, phelotom!
Freut mich, dass es Dir gefällt! 🙂
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Ich schrieb vor kurzem ein Drama zu einem ähnlichen Thema. Darf ich Dein Gedicht den Regisseuren zeigen, mit der Option, das es evtl. auf der Bühne auftaucht?
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Sehr gern, es wäre eine Ehre!
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