Tausend Worte..

In mir schreien tausend Worte,
doch keines traut sich an das Licht,
zu schön war’s dort um wahr zu sein,
nun bleiben sie, wo’s Herz zerbricht.

Und liegen in mir tausend Scherben,
das Blut aus meinen Augen fließt,
wo einst mein Herz die Lieder sang,
von nun an nur die Trauer ließt.

So bade ich in diesen Schmerzen,
und weiß, dass ich am leben bin,
zum Schluss doch frage ich ganz leis‘,
die tausend Scherben nach dem Sinn.

Nun schreien in mir tausend Worte,
und keines traut sich mehr ans Licht,
mein totes Herz versperrt den Weg,
das Wort ertrinkt in dem Gedicht.

© Amy Herzog