Die Hüllen der Geister werden schlichter,
die Dämmerung malt die müden Gesichter,
trinken sich zu und beginnen zu lachen,
hoffnungslos am Boden ohne Erwachen.
Irgendwer grinst in den Ecken verstohlen,
trappeln umher auf verschlissenen Sohlen,
versuchen die kleinen Flammen zu betören,
als könnten sie fröhliche Geister beschwören.
Die großen Laternen sind längst erloschen,
und wenn sie erhellen werden Tränen vergossen,
dahinten werden noch Erinnerungen getauscht,
solange sie sind noch ein wenig berauscht.
So fristen sie ihr Dasein im blassen Nass,
suchen weiter den Grund im bodenlosen Fass,
ummantelt in warmen Decken beisammen,
trinken sie, bis sie in Gefühlen ankommen.
© Amy Herzog

Eine schöne, dunkle, poetische Stimmungsbeschreibung.
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Dankeschön, Kadee 😊
Liebe Grüße!
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die Dämmerung erkennt die Lieder,
die unsere Sehnsucht in uns singt,
verschwiegenes wird laut verkündet,
weil es bis in das Herz wohl klingt…
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