Einsiedler

Dieses dicke Freundschaftsding verstehe ich nicht. Ich bin gern allein in meiner Welt. Draußen muss ich so tun als ob, Maske auf und wie die Pinguine aus Madagascar „lächeln und winken“ – funktionieren im Rädchen der Gesellschaft. „Wie gehts dir…gut und dir…mir auch…was machst du…nichts und du…ehrliche Antwort? Zeit verschwenden“ Ich bin weiterhin bemüht, diese schlechte Angewohnheit abzulegen. Vermutlich mag ich eine Sache an dir, vielleicht auch zwei, aber der Rest interessiert mich vermutlich nicht. Ist nicht persönlich gemeint. Ich kanns eben einfach nicht. Über den Rest müsste ich hinwegsehen. Macht das jemanden zum Freund? Ich respektiere dich und bin höflich, wenn du es auch bist. Mit unfairness kann ich nicht umgehen. Als Freund hat man die Verpflichtung sich zu melden. Da hört’s schon auf bei mir. Wenn ich in meiner Welt bin, dann kann mir niemand auf den Sack gehen, weil ich nicht mal wahrnehme, dass jemand existiert. Wie soll ich dann einen freundschaftlichen Kontakt pflegen. Keine Zeit. Der Vorteil ist, dass nahezu niemand etwas mit so einem Menschen anfangen kann. Und sind wir somit am Ende nicht beide zufrieden?

Wenn ich nicht leben müsste um zu leben, würde ich meine Wohnung nie verlassen und wäre der glücklichste Einsiedler der Welt.

5 Kommentare

  1. Mir geht es phasenweise ähnlich, mit dem Unterschied, dass es bei mir ins absolute Gegenteil umschlagen kann. Ich weiß aber nicht, wie es für mich als dauerhafter Normalzustand wäre.
    Was jemanden per Definition zum Freund macht, finde ich nicht wichtig. Man geht Wege zusammen, verschiedene Formen von Bindung entstehen, irgendwetwas hat oder findet man aneinander, … sehr individuell … Hauptsache, es funktioniert für die Beteiligten.
    Liebe Grüße in deine Wohnung, Sanguine 🙂

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    1. Definitionen sind mir sehr wichtig. Ich verstehe, dass jede Freundschaft anders/individuell definiert werden kann. Das Gegenteil kann ich zwar nicht nachempfinden (sofern das Gegenteil viele gute Freunde sind), aber der Wunsch nach einem Freund kommt selbst mir gelegentlich in den Sinn. 🙂
      Hab einen schönen Tag und auch ein schönes Wochenende, Lyrix 🙂

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      1. Das Gegenteil heißt in meinem Fall eher, dass ich aus der Zurückgezogenheit heraus komme, das Bedürfniss habe, Menschen um mich zu haben, Freundschaften zu pflegen und dies auch kann und mache. Ich bin dann empathischer, ein aufmerksamerer, interessierter Zuhörer, plappere beizeiten häufiger selbst wie ein Wasserfall, usw. Die Anzahl der Freunde finde ich unwichtig. Bei mir sind es sehr viel weniger als früher, was in den meisten Fällen klar an mir liegt.
        Das ist alles ein krasser Kontrast zu meinen Tiefphasen. Die ähneln eher dem, was du von dir beschreibst.
        Vielen Dank, Sanguine, ich erwarte tatsächlich ein sehr schönes Wochenende zu haben, werde auch unterwegs sein und das Wetter in der Natur genießen und meine Mutter besuchen.
        Ich wünsche Dir auch ein schönes Wochenende 🙂

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      2. Wie wahr, lieber einen loyalen Freund als fünf, die nur da sind, wenn man so ist, wie es ihnen angenehm ist. Das ist letztendlich Zeitverschwendung. Schön, dass du so gute Freunde finden konntest, die sowohl dein Geplappere, als auch deine Zurückgezogenheit akzeptieren. 🙂

        Dann eine schöne Zeit mit deiner Mutter. 🙂 meine war letztes Wochenende zu Besuch. Sie wohnt leider sehr weit weg. Aber auch dieses Wochenende werden wir ein bisschen draußen sein. 🙂

        Vielen Dank 🙂

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