Überfordert das Leben, selbst im aufgeben

Überfordert
Auf brüchigen Ästen wandern
Klammern an den letzten Wind
Auf der Suche nach dem Honigbaum
Im Mantel schützend vor dem Nebel
Vor dem Sturm
Doch bleibt es weiter
Schwarz im Raum

Im Traum
Noch nach den Fliegen fischen
Sollen sie mich tragen
Weit fort in warme Länder
In Glück und Freiheit
Bis an alle Meeresränder
Schlendern unterm Sonnenschein
Doch halt! Das ist der falsche Sender

Kein Freund greift nach
Müden Ästen
Kleiden sich in warme Westen
Lasten – lass sie liegen
Am Boden im Eis erfrieren
Siegen werden die, die fliegen

Herz und Seele war’n versetzt
Zerbrochen bekam ich beides zurück
Am Boden liege ich, zu kalt, zu schwach
Um weiter noch zu stehen
Zu hören, zu schreiben
Diese Worte
Sollen leise für mich
Schreien

Die Monster –
Ich habe Angst
Sie halten mich gefangen
Fern dem Traum, verschlossen
Vor Licht, der Welt, von allem verstoßen
Zu schwach zum rennen
Allein muss ich nachgeben
Aufgeben, die anderen siegen
Und ich kann loslassen

Wo sind meine Tränen?
Sie haben mich verlassen
Sie hassen mich und meine Taten
Das Weinen, das Leben bleiben unerreicht
Glück, fühlen, sehen im Sand
Sind in Wüsten verloren

Bleiben Schmerzen und Klingen
Die von Liebe singen, drum ringen
Wer das Leben bekommt
Mich fern halten vom Baum
Von Licht, in Schatten gestellt
Vergessen, zerrissen, fallen gelassen
Im freien Fall, würfeln sie aus
Wer den Honig gewinnt

© Amy Herzog

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