Wir kamen auf die bunte Welt,
und wurden einst gelenkt,
wir lernten, wie wir selber lenken,
der Kopf dann zu viel denkt.
Wir sanken unser Haupt nieder,
und standen wieder auf,
schreiten durchs bunte Paradies,
denn wir flogen hoch hinauf.
Wir sitzen lange Zeiten ab,
und geben uns zufrieden,
denn wir sind nun festgefahren,
in Gewohnheiten, die wir lieben.
Wenn die Zeit zu lange braucht,
schwankt Glück nur hin und her,
die Herzen dabei wortlos schreien,
die Sehnsucht schmerzt zu sehr.
Und wo wir lernten mitzudenken,
wird uns das Steuerrad entrissen,
es lenkt und wütet durch das Leben,
versperrt das eigene Denken.
Es lenkt durch Leichtsinn,
und hält bei Zweifeln kurz an,
doch lenkt es in ein Paradies,
woran man noch nicht denken kann.
Sollten wir das Denken lernen,
denn das Denken wird entrissen,
das Schicksal hat das letzte Wort,
und es kämpft sehr verbissen.
© Amy Herzog
