Mittag..

Der Mittag scheint mir wie die Nacht,
dort wo mein Herz noch leise lacht,
ein Traum, die Hoffnung überwacht,
dass Schmerz und Leid hat keine Macht.

Doch grell der Himmel wie ich seh,
und das was fehlt tut hier zu weh,
wär’n Tränen nicht so kalt wie Schnee,
dann würden sie zu Meer und See.

Die Seele hier noch zitternd fleht,
dass Hoffnung nicht zu weit weg geht,
doch Rauch und Asche um mich steht,
das Gold’ne Herz vom Wind verweht.

Und Stunden sich in Schwärze färben,
wo Angst und Sehnsucht um mich werben,
lieg‘ liebend, starr und leer auf Scherben,
wartend im letzten Seelensterben.

 

© Amy Herzog