Zurück bleiben…

Mit deinen Liedern aufgewacht,
die Saiten waren nur nie warm,
ziehen bis zum Ende der Welt,
und fliehen doch in deinem Arm.

Geklammert an die Melancholie,
der Kopf vom Dampf gefroren ist,
verbleibt da nur der graue Nebel,
der hin und wieder Sonne vermisst.

Nun küsst ihr Teufelslippen nah,
vor Augen hängen schwere Ketten,
und weil ich Worte niemals sah,
muss jetzt das Eis die Wunden lecken.

Letzte Lebensstunden rauben,
die im Nebel noch verweilen,
Seelen, die nach Wärme zehren,
nie in stummen Liedern heilen.

Bleiben an dem Ort zurück,
wo kein Lied jemals Sonne traf,
ich bitte nur zuletzt und leis‘,
wecke nicht, wenn ich dann schlaf.

 

© Amy Herzog

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