Von Innereien, nem Büchlein und den Katakomben.

Gerade ist alles etwas unstrukturiert. Sowohl im Leben, viel mehr aber im Kopf. Vielleicht habe ich dahingehend einfach zu viel Zeit.

Auf Insta bin ich nun seit einem Monat mit meiner Lyrik unterwegs und da passieren einige Dinge. Hauptsächlich sehr viele Kontakte, selten persönlicher, meist weniger persönlich. Oftmals bin ich überfordert, jeder Interaktion gerecht zu werden. Menschen an mich heranzulassen fällt mir derzeit extrem schwer. Und ich fühle mich eben auch nur sehr selten angezogen.

Zumal ich immer noch nicht begreife, wie das eine oder andere funktioniert. Aber ich bin schon glücklich, wenn mein PC nicht in Flammen aufgeht, von daher… Aber ich räume dort fleißig auf.

Ich hatte Gelegenheit, all meine Texte/Lyrik durchzugehen und muss sagen, manchmal bin ich selbst erschrocken, was ich so vor Jahren geschrieben habe. Auf dieser Seite habe ich mich jedoch dazu entschlossen, nichts zu löschen. Denn irgendwie gehört das ja alles zu mir. Selbst das Meiste, bei dem ich denke…was für’n Scheiß.

Menschen werden mir gerade zu viel, gleichzeitig zu wenig. Oder es sind nicht die richtigen. Für meine autistischen Verhältnisse ist gerade viel los, vor allem in mir. Viel Spontanität…dementsprechend viel Masking. Ich suche Nähe, die ich brauche, obwohl meine Batterie komplett leer ist. Dazu bin ich in mir sehr verschlossen…ich glaube nicht, dass irgendwer noch durchblickt, was ich wirklich denke/fühle. Irgendwie finde ich das gut, andererseits wär’s wie immer leichter, wenn jemand einfach alles sehen könnte.

Immer wieder an meine Grenzen in Sachen Kommunikation zu stoßen, ist frustrierend.

Eine schöne Entwicklung ist die, dass ich an meinem Büchlein arbeite und wenn ich nur ein klein Wenig strukturierter vorgehe, könnte das 2023 endlich mal etwas werden. Nach zahlreichen Kontakten, Gesprächen und Überlegungen habe ich mich da definitiv für’s Self Publishing entschieden. Alles Andere macht da keinen Sinn.

Ich kann nicht behaupten, mich selbst finden zu müssen. Ich weiß genau, was ich will. Gleichzeitig bin ich irgendwie verloren und manche Tage sind unsagbar schwer. Aber ich halte den Kopf hoch und bemühe mich um Struktur in allen Bereichen. Natürlich könnte ich mit Menschen reden und der ein oder andere Mensch fragt auch ehrlich danach, wie es mir geht. Aber diese Frage kann ich einfach nicht mehr beantworten. So verschlossen zu sein tut weh, andererseits schützt es mich gerade auch. Ich weiß nicht was nötig ist, damit ich mich jemandem anvertraue, mich jemandem öffne und im Moment will ich das auch gar nicht herausfinden. Ich denke, wenn Zeit, Ort und Mensch richtig ist, werde ich das erfahren.

Das Schreiben bereitet mir natürlich weiterhin Freude und trotz aller Überforderung, finde ich es auch schön, wenn ich andere Menschen erreiche. Ich bin sehr dankbar und freue mich tatsächlich über jeden einzelnen Menschen, der hier oder auf Insta liest wie ein Honigkuchenpferd!

Nun, das wollte ich einfach mal abtippen, nur so für mich und die Katakomben hier. Obwohl das Meiste zwischen den Zeilen steht.

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