Ins Meer geworfen…

Die Lippen kalt und blass,
sie schweigen durch die Luft,
als atmeten sie Wasser,
und schmeckten deinen Duft.

Die Augen traurig müd,
als wollten sie dich fragen,
doch tranken sie die Tränen,
die viel zu leise sagen.

Das Herz zerschlägt Sekunden,
die viel zu schnell vergehen,
und doch scheinen sie nutzlos,
weil sie nur unter gehen.

Die Seele schwach und matt,
doch schreit sie dennoch laut,
nur niemand kann sie hören,
weil sie auch Mauern baut.

Doch fehlt mir eine Tür,
für dich stand sie weit offen,
nun zieht es hier so kalt,
und nimmt mir all das hoffen.

Das Lächeln, es ist fort,
das Herz, es schlägt nicht mehr,
die Seele bittet leise,
und du wirfst sie ins Meer.

 

© Amy Herzog

3 Kommentare

    1. Danke 🙂
      Selbstverständlich darfst Du! Sowas ehrliches kommt leider so selten. :/

      Über die dritte Zeile stolpere ich auch, wenn ich das ’scheinen‘ normal ’schnell‘ ausspreche. Beim Nachlesen betonte ich das ’nen‘. So passte es dann eigentlich. 🙂

      Liebe Grüße,
      Amy

      Gefällt mir

      1. Danke Amy! Bei Gedichten ist es eher unüblich, so hab ich’s gelernt 🙂

        Jetzt bin ich mal ganz frei und denke laut:

        … doch nutzlos sie zu scheinen …

        Was meinst Du? Zu sehr sinn-verändernd?

        Liebe Grüße
        Mies

        Gefällt 1 Person

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