Keine großen Worte…

Ich kann darüber
kein Gedicht mehr schreiben
wie ich hier sitze, leide, in Tränen mich kleide,
als seien sie aus Seide
obwohl sie doch schneiden in meine Beine
in meine Haut, mein Hirn, mein Herz,
doch siehst du mich nicht
hinter den Saiten der Geige..

Und wie ich sie nicht sehe
deine Worte nicht fühle, lese, höre, verstehe
sei deutlich, endlich! Siehst du denn nicht
wie ich im metaphorischen Regen stehe
und mich so sehr sehne, mich verzehre
nach dir, deinem Wort, deiner Nähe..

Aber wehe..!
ich verliere auch nur ein Wort
an diesem Ort – herrscht Angst
und selbst wenn du sagst
dich nur wortlos beklagst
wo ich sag, ich sei kalt
– ich bin es nicht
ich bin nur alt
mit meiner Angst..

Soll die Zeit für mich schreiben
sich auch mit deinen Tränen kleiden
dich verstehen, mit dem Herzen
deine Worte lesen
große Worte für dich weben
aus meinem Schweigen
– ich kann es nicht, bin es nicht
ich bin nur ein alter Seelenbesen..

© Amy Herzog

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