Gute Nacht…

 

Wie lange noch?

Stehen Zuckerwattewolken
und sehen stehend schwer süß aus
tollen, stampfen, fressen
und lassen mich im –
Tsunami ertrinken?

Fallen Blätter…
und sind längst fort
dorthin, wo der Gärtner –
den Samen sät.

Verdammt!
ich schleppe die Wolken
zum Schuppen ohne Luft
im Ersaufen und suche…
das laute Laubblasgerät!

Bin ich nur die Honigwabe?

Ohne Honig zu verdienen –
lass mich also achtlos hier liegen
darf ich sterben ohne je Honig –
gefressen zu haben…

Nur die Wolke
– seht wie süß, seht wie groß
ertränkt die Bienen und so werden
sie den Honig los…

Nimm mir die Luft
nimm die allerletzte Luft
aus dem Wasser, aus dem Duft

Lass mich fallen
in bodenlosen Brunnen
geh!

Wolke geh!

Die leere Wabe
ist deiner Schönheit nicht mehr Wert
nein, du bist unschuldig!
Dein Regen ist Leben, er mehrt –
und ich soll sterben…!

Gute Nacht…
Sagt der Fluss ohne Wasser
im trockenen Land
– gute Nacht…!
war die Wabe
ohne Honig
tot…

 

© Amy Herzog

 

2 Kommentare

  1. Du bist mehr als eine Wolke,
    wie ein ganzes Firmament,
    eine Wabe für die Biene,
    die die Königin erkennt.

    Lass es regnen über Felder,
    dass die Saat nun endlich sprießt,
    fülle Brunnen und die Flüsse,
    das sich Leben neu erschließt.

    Ein Tsunami wie der Frühling,
    dort wo sich das Blatt nun regt,
    eine Wabe voller Honig,
    dieser Baum im Garten steht…

    © Maccabros 14.03.2016

    Inspiriert von becauseimdeadinside

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