Wünsche

ich sage, dass ich mir die sonne
wünsche
doch sie brennt
wie eine lüge auf meiner haut

die wahrheit ist
ich ersehne den regenfall
stark, fegend, den sturm
wie hinter dem rauschen und pfeifen
leise tropfen auf fensterbänken tanzen
leere straßen, freiheit atmen

ich will triefende haare
nasse wangen
blaue lippen
geschlossene augen
kreuzende hände
suchende perlen finden
die sich ineinander winden

kalte kleidung, warme körper
rennen, schutz suchend
sich selbst im einander findend finden
lachen, blicke, abschweifen
wortlos enden
lieben
schlafen
trocknen

© Amy Herzog

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