regenbogen

Dreiundzwanzig Tage Regenbogengarten

Regenbogenbilder regnen mir ins Haus
und zieh’n mit Freud die Freude aus
wo weiße Strände ungeküsst
die Küste mit den Krallen kratzen
lebe ich mit schmerzverzerrten Fratzen
laufe doch auf weichen Tatzen
der stummen Akzeptanz

Wolken legen lauter nieder
als der Tod ans Häuschen klopft
tropft mein Hirn mit jedem seiner Lieder
immer stärker stürmend wieder
bis mein Herze an den Trümmern
mit dem Wind am Abgrund steht

Weht der Wind noch frage ich
und erreicht der Schmerz auch dich
frage ich wo ist die langgezog’ne Zeit
doch längst ist sie mir nicht mehr weit
und doch kann ich mein Blut nur lecken
nicht aus diesem Traum erwecken

Zieh an meinen kalten Kippen
denk‘ im Rauch an bittersüße Lippen
dacht es würd ein Ende auf mich warten
doch schlaf ich fest in meinem
Regenbogengarten…

© Amy Herzog

Meine Asche…

Wie Regenbogenfarben in den Augen brennen,
so rennen sie doch schnell an mir vorbei,
ungesehen, in meinem schwarzen Kämmerlein,
wünsch ich mir nicht mal mehr den Trost herbei.

Nur die Träume senden meine Asche noch dem Himmel,
und treiben meine Tränen durch die Nacht,
vermissen sie im Sonnenschein wohl noch das Gold,
erliegen letztlich lieber dieser größten Macht.

Und wenn die letzte Farbe schon verschluckt ist,
was nützt mir dann noch dieses letzte Wort,
ich bleibe schweigend sitzen, während du nie warst,
und sehne mich so kraftlos nach dem warmen Hort.

© Amy Herzog

glänzender Regenbogen
im Springbrunnen strahlt
hell über den großen See
wartet der kühle Wind
in den kleinen Wellen
auf winterlichen Schnee

© Amy Herzog