Hoffnung

lache das Ende ein

Meine Haut
dünn
wie Papier
entzündet mit jedem Funken
Hoffnung
doch
nur ein Ölbrand
aus Lügen
egal
und etwas Charme
ich vergesse zu denken
aber zucke noch
gelassen mit den Schultern
dabei lache ich
mein Ende
ein
bevor es begonnen hat
– ich weiß.

© Amy Herzog

Aufhören

Moos wächst
auf meinen Worten
und Schwalben nisten sich ein
die Hoffnung sitzt mit gelassen baumelnden
Beinen auf der morschen Planke
ich höre auf durch dich durchzuschauen
– diese ausdruckslosen Blicke
weil es da draußen
nur noch leichte Fingerspuren
glattgeriebene Gedanken
und Nebelschwaden
für mich gibt

© Amy Herzog

[hier aussagekräftigen titel einfügen]

© Amy Herzog

mein Winter

lebe im winter
haut wie pauspapier
mit deinen bildern auf mir
dein streichholz
zündet
den funken hoffnung
im innern
und verbrennt
mich zur kalten asche
im schnee
blutspur farblos
zwischenwelt schweigt
bis mein winter
schmilzt
tragen schneeflocken
dieses leid

© Amy Herzog

Angst

In letzter Zeit bist abgelenkt von deinen Gedanken, versuchst sie zu verdrängen, dich in Kunst zu flüchten, in Musik und in deine Arbeit, eine klare Sicht behalten ist die Hauptsache, sagst du dir immer wieder, willst stark sein, dein Kopf sieht das anders, sieht in deiner Hauptsache nur noch eine unbedeutende Nebensache. Deine Bemühungen nur, um dich am Ende wieder in diesen Gedanken zu verlieren, welche dir jeden Tag, den ganzen Tag im Hinterkopf klemmen, fast wie ein Parasit. Diese Gedankenöffnung voll Lust und Tiefe, aber dann diese Gedanken, die du nie wieder fühlen wolltest, weil sie dir einmal zu viel beinahe das Leben gekostet hätten. Du hast Angst, du bist erwachsen, aber du fühlst dich wie ein Kind, das niemand sieht, bist allein mit diesen Gedanken, der Angst. Nein, sagst du dir immer wieder, NEIN! Jetzt wird gearbeitet. Und heute Abend trinkst du dich in den Schlaf und hoffst, in deinen Träumen nicht zu denken, nicht zu fühlen. Hoffst, dort die Angst nicht zu verlieren, die Erde unter deinen Füßen, die dir, wenn du wach bist, sowohl das Leben rettet, als auch nimmt. Jeden Tag ein bisschen mehr.

Es ist zwar kein Drabble (das hatte ich bereits geschrieben), trotzdem sind dort die aktuellen drei Worte von Lyrix untergebracht 🙂 Nur so aus Spaß an der Freud.

Wenn gestern morgen ist…

Manchmal, wenn ich dran denke,
aber nur wenn auch eine Träne
in die Wunde fließt,
kommt’s mir vor, als wäre es erst gestern gewesen
und wünsche mir dann,
es wäre doch das gestern von morgen

Aber sag mal, sagst du Bescheid,
wenn es soweit ist, wenn es morgen ist?
Denn heute lebe ich nicht.
Sind alle meine Figuren schon tot
und ich sehe nur den Staub.

Und.
Ich ersehne.
Dich. Und.
Dein Wort.

(das weiß nur ich)

© Amy Herzog

Furcht bleibt

tränen verschweißen meine augen
starre in verschwommenes
schreibe in fingerspuren auf sandpapier
glattgeschmirgeltes gedankengut
albträume räumen die nacht
und lassen die leiche spurlos verschwinden
ich denke an nichts, nichts, nichts..
aber wenn ich wieder klar sehe
atme ich tiefblutentkleidete furcht
in deine kalte richtung

(furcht sitzt da, wo das herz verblutete)
- der platz war noch warm

© Amy Herzog

Beerdigung

sehnsucht liebt leben 
leben stirbt
und ich spiele auf der beerdigung 
die hauptrolle 
dabei kannte ich leben nicht 
die sehnsucht legt sich in hoffnungslose arme 
und weint bitterlich 
mir hingegen wird einfach nur kalt 

© Amy Herzog

taumelnd

Die tagelange Schlaflosigkeit
macht mich taumelnd im Kreis
und zurück bleibt nur dieses Sehnen
nach zurückgerufenen Gedanken
die sich gegen dich wehren

Und dein Schweigen schlägt
lauter in meiner Brust
als dein Schreien jemals wiegt
und zurück bleibt nur dieses Hoffen
dass du in meinen Träumen liegst

Zu dunkel spüre ich die Anmut
deiner allumkreisenden Anwesenheit
doch zurück bleiben nur bleierne Lider
wieder wartend auf einen Hauch
sinken meine Gedanken nieder

© Amy Herzog

Anfangsmondlicht

Versteck dich nicht mein Liebster
im Mondlicht sehen wir alle gleich aus
und er kommt, er kommt gleich
um uns zu holen, damit wir uns finden

Schäme dich nicht mein Liebster
deine dunklen Narben sind mir Kunst
und im lilafarbenen Schimmer
meiner Hämatome sonnen wir uns

Und fürchte dich nicht mein Liebster
die Klingen zerschneiden Fäden
die wir uns auf unsere Lippen Nähten
doch wir brechen unser Herz nicht

So lasse dich fallen mein Liebster
meine Wunden bedecken nur das Ende
ich zeige dir den Anfang des Mondes
und gleich nimmt er uns mit nach Haus

© Amy Herzog

Fehlen

Mich kurz dabei erwischt,
dass du mir fehlst
und gehofft,
dass auch du mich suchst.
Dann doch nur
die Hoffnung verflucht,
denn bis zu mir ist’s nicht weit.
Und Zeit ist nur ein Wort,
macht noch längst kein Gefühl.

Starrte noch etwas auf’s Ticken der Uhr,
träumte drauf los, dachte an Liebe,
an mit nach Hause nehmen.
Wurd dann wieder wach
von meinem Leben.
Und denke dran,
dass du mir nicht fehlst,
während die Hoffnung den
Sekundenzeiger unaufhörlich zählt.

© Amy Herzog

Suche nach Land (Drabble-Dienstag)

Lyrix hat die Drabble-Parade wieder wachgerüttelt und ich mache sehr gerne mit. Ein Drabble besteht aus genau einhundert Worten, in denen drei Worte vorkommen müssen. An diesem Drabble-Dienstag sind es die Worte: Auge, Frage und Magnet.

Suche nach Land

Eine Frage lässt mich nicht einschlafen. Die Ungesagte, im Raum schwebende, die ziellos an die Decke starrt, dann wieder gen Himmel, in den Sternen suchend. So bleibt mein Auge zu viel Meer und deines das Land, schlafend unter einer dichten Nebeldecke. Treibe ohne Kompass übers Wasser mit einem Magnet in meiner Seele und der Sehnsucht im Hirn. Dein Hafen ist zum greifen nah, fände ich ein Wort. Schöpfe Nacht um Nacht die Hoffnung aus meinem Schiff, möchte nicht ertrinken. Noch nicht. Erst wenn ich einschlafe, kann ich es sehen. Dieses große Nichts, das Bilder malt, in denen wir leben können.

© Amy Herzog

Scherben

wie ich irrte
mich in den Gesängen
waren sie doch lieblich
zart – so folgten Schritte
schleichend durch die Scherben
deines Herzens – über Schnitte
brach mir Bein und Seele
schreibst du heiter
über deine Leere

schreitest weiter
und ich trage diese
schwere deines Herzens
wie mich Hoffnung trägt
und lauschend deinem Klang
wartend an warmen Sommer-
tagen, ersehne deine fragen
wie Jahrelang ein Herz
solch große Scherben
tragen kann

© Amy Herzog

Schlussendlich..

Ewigkeiten sind vergangen,

Nebelschwaden ziehen vorbei,

und die Seele liegt in Ketten,

wann nur bin ich endlich frei?

Ist die Kehle fast vertrocknet,

und ich sah ein Leben zieh‘n,

welches ich nie leben würde,

also begann ich zu flieh‘n.

Auf der Suche nach der Sonne,

war ich fast schon endlich da?

doch das Leben rannte hinten,

und schlussendlich ist es nah.

(C) Amy Herzog

Wenn fremde etwas besser wissen..?

Und ich vermisse dieses Leben,
welches Fremde mir einst nahm,
hämisch lachend über Herzen,
die fortan gebrochen warn.

Was mir bleibt ist eine Lehre,
und ein Weg entlang dem Fluss,
weg vom Bösen nur zur Liebe,
weil mein Herz dort leben muss.

Ohne Takt kann es nicht singen,
übertönt die Fremden nicht,
doch lachen sie nur ewig einsam,
und ich wandere zum Licht.

© Amy Herzog

Unter Steinen..

Und täglich lauern tausend Steine,
nur oftmals falle ich doch hin,
dann dreh‘ ich mich kurz an die Seite,
und plötzlich hat der Stein den Sinn.

Denn schaue ich nur stetig drunter,
was sich dann unterm Stein verbirgt,
es zaubert bunt ins graue lachen,
weil dieser auf mein Leben wirkt.

So falle ich dann in die Zukunft,
die ich zuvor noch nie geahnt,
ich steck‘ ihn einfach in die Tasche,
denn hier war Glück als Stein getarnt.

 

 

 

© Amy Herzog

Meine Wurzel..

Woran denn klammert sich meine Wurzel,
in dunklen Stunden, in Stürmen, im Sand,
leise getrieben von Furcht in den Flammen,
Gedanken getrieben bis zum Meeresrand.

Wo denn hier finde ich schützende Wände,
in Flammen, im Treiben, im ängstlichen Mut,
stehe mit nichts als den Händen voll Asche,
und warte verloren am Rande auf Flut.

Wo denn noch finde ich blühende Wege,
umgeben von Asche bleibt Hoffnung ergraut,
ich springe in meterhoch schlagende Wellen,
in Hoffnung die Wurzel dann Liebe erbaut.

© Amy Herzog

Bis zum Ozean..

Und so liege ich im Dunkeln ganz alleine,
trage Hoffnungslosigkeiten vor mir her,
atme immer schwerer wenn ich sie verteile,
sehe zwischen Staub und Steinen gar kein Meer.

Und so atme ich im Dunkeln ganz alleine,
höre nur noch Schweigen und den leisen Wind,
doch was wäre wenn ich sie einfach vereine,
baue Steine bis das Meer wieder erklingt.

Und so baue ich im Dunkeln ganz alleine,
bis ein jeder Seelenriss verschlossen ist,
vielleicht fände ich mit jedem dieser Steine,
einen Ozean, den noch mein Herz vermisst.

 

© Amy Herzog

Furcht…

Ich fürchte mich vor deiner Stimme,
denn dort hab ich mich einst verirrt,
verstecke mich vor deinen Worten,
wo mein Herz doch nur fallen wird.

Ich fürchte mich vor deinen Worten,
wo eines mir die Hoffnung spricht,
wenn du doch niemals dazu stehst,
erlischt zugleich mein kleines Licht.

Ich fürchte mich vor deiner Sonne,
vielleicht erscheint sie nicht für mich,
ich bleibe ängstlich in den Schatten,
und warte letztlich dort auf dich.

© Amy Herzog

Meine Asche…

Wie Regenbogenfarben in den Augen brennen,
so rennen sie doch schnell an mir vorbei,
ungesehen, in meinem schwarzen Kämmerlein,
wünsch ich mir nicht mal mehr den Trost herbei.

Nur die Träume senden meine Asche noch dem Himmel,
und treiben meine Tränen durch die Nacht,
vermissen sie im Sonnenschein wohl noch das Gold,
erliegen letztlich lieber dieser größten Macht.

Und wenn die letzte Farbe schon verschluckt ist,
was nützt mir dann noch dieses letzte Wort,
ich bleibe schweigend sitzen, während du nie warst,
und sehne mich so kraftlos nach dem warmen Hort.

© Amy Herzog

Wolkenschlaf..

Wenn ich in den Wolken schlafe,
zeichne ich die Zukunft auf,
und am Abend in den Sternen,
blicke nur, mein Schatz, hinauf.

Tausend Sterne formen Bilder,
wie sie unser Leben zeigt,
die zwei Herzen in der Mitte,
mit dem Traum zum Himmel steigt.

Unser Traum, er bleibt unendlich,
wie die Liebe uns einst traf,
und am Abend in den Sternen,
wiegen wir uns in den Schlaf.

© Amy Herzog

In der Stille

Ach wenn doch jemand höre
mein Ächzen danach flehe
nicht länger mehr mein Herze
die Hoffnung in sich sehe

Allein im Schrei der Leere
was ich dem Nichts entsenden
der bunten Welt gar zeigen
im Traum sich Blätter wenden

Nur wenn doch niemand höre
was ruft hier laut mein Herz
so bleibt in all der Stille
das Leben tief im Schmerz

© Amy Herzog

Nur das Meer kennt…

Nur das Meer kennt meine Tränen,
wenn die Flut mich überrollt,
in schwarzer Tiefe liegt die Wahrheit,
wenn ich doch daran glauben sollt.

Nur das Meer kennt meine Stimme,
wie sie zu oft einfach schweigt,
und tief verborgen liegt mein Kämpfer,
wenn die Angst im Innern steigt.

Nur das Meer kennt meine Sehnsucht,
und sie spricht durch diese Flut,
bis sich irgendwann die Schwärze,
glänzend zeigt, so wird es gut.

© Amy Herzog

…und die Farben – brüchig kalt.

Blicke fallen durch den Nebel,
in der sehnsuchtskranken Nacht,
Sterne leuchten tausend Bilder,
doch der Mond hat keine Macht.

Dieses Mädchen, voller Hoffnung,
kämpft noch für den ew’gen Kuss,
mit aller Liebe für die Farben,
bis sie sich letztlich sehen muss:

Durch die Seele tausend Nägel,
rostig stechend durch die Wand,
nur am Boden glänzt die Pfütze,
niemand sah und niemand fand.

Dieses längst erstarrte Mädchen,
kämpfend ward sie stumm und alt,
glanzlos sind schon all die Tränen,
und die Farben – brüchig kalt.

© Amy Herzog

Vom erkennen…

Wie viel Glück doch liegt
um die blasse Traurigkeit
so fliegt sie erst zum Himmel
und blickt nicht mehr zurück…

Doch könnte sie nur sehen
fällt doch stets so flügellos
warum nur, niemand weiß es
am wenigsten sie selbst…

Was bleibt ist der Stein
der heiß unter Sonne brennt
den niemand näher kennt
und Tränen von uns nimmt…

Gar Hoffnung schenkt er
wenn wir glauben zu wissen
und nebenher anderes ahnen
was wir in der Seele missen…

Morgen fliegen Töne wieder
und am Ende liegen wir tief
ob glücklich, der Fluss fließt
wenn wir erkennen was war…

© Amy Herzog

Inspiriert von Jin Shi – Narrate

Blühender Weg…

Und flüsternd atmen all die Worte,
ahnungslos – doch Hand in Hand,
wohin der Weg auch führen mag,
so wage ich den Schritt zum Rand.

Und schweigend wehen laue Winde,
als schwebten sie mich hin zum Glück,
und schlaf‘ ich ruhig in deinem Schutz,
die Hoffnung weht mich nicht zurück.

Und schaltet sich die Welt dann aus,
in Wärme schwimme ich durchs Meer,
saphirblau strahlt dein Liebesblick,
so blüht der Weg in Zukunft sehr.
© Amy Herzog

Sehnsuchtskrank..

So wie das triste Schwarz der meinen Seele,
so lauscht die Träne noch dem Lied im Wind,
nur müde blickt mein Schweigen in die Leere,
gar hoffnungsvoll, dass er die Schmerzen lind‘.

So wünschte ich, der Wind er könnte tragen,
so schreiend doch mein Herz zu leis‘ erklingt,
die Beine viel zu schwach um einst zu wagen,
was längst in meiner Brust im Fluss versinkt.

So weckt mich doch das Eis in jeder Nacht,
so trinke ich der Wärme ihre Sehnsucht,
doch krank bleib ich am Tage stets erwacht,
und doch gedenkt mein Herz an keine Flucht.

© Amy Herzog

Lärm…

So lausche ich dem grellen Lärm,
und sehne mir den Wind herbei,
er könnt mich tragen wie ein Kind,
doch fegt er nur zu schnell vorbei.

Die Sehnsucht immer schneller treibt,
sind meine Beine schwer wie Blei,
erdrückt von Masken dieser Welt,
so wünscht ich nur, ich wäre frei.

Und Blicke ich der Straßen trist,
so scheint der Wind noch allzu fern,
doch trägt die Zeit die Freiheit mit,
in Hoffnung endet bald der Lärm.

© Amy Herzog

Graue Wolken..

Unter all den allzu grauen Wolken,
die mir am Himmel stetig folgen,
jage ich des frohen Herzens Blut,
das die meine Herzenslast vergolden.

In Brust und Haaren liegend schwer,
das trübe Leben jener grauen Last,
doch jede Liebesmüh darin erstickt,
so hängt allein am müden, fahlen Ast.

Fällt doch Regen auf die Wiese heut‘,
der Hoffnungsschimmer gar verdrängt,
folgt der Wind auf jene grauen Wolken,
der mein Herz zum Gold’nen lenkt.

© Amy Herzog

Und wie ich liebe, …

Und wie ich liebe, nicht –
was nie war, doch begehre,
das Licht, das um mich strahlt,
doch nie gewesen, nie geschah.

Und wie ich liebe, nicht –
so laut geschrieen, ungesagt,
die Herzen bis zum Himmel ragt,
doch nie gesehen, ohne Licht.

Und wie ich liebe, nicht –
die flüsternde Leidenschaft,
in Lücken tief im Herzen klafft,
ungesehen, ungesagt, dahingerafft.

Und wie ich liebe, nicht –
ein Fall in Arm, Warm und Sucht,
nur eine Flucht in Phantasie,
doch passiert die Liebe nie.

Und wie ich liebe, nicht –
vom frei sein zu leben, schweben,
schwere Sehnsuchtslasten heben,
ohne Beben, heimlich, stumm.

Und wie ich liebe, nicht –
drum Worte auch verenden,
wird die Liebe sich nicht wenden,
nur schweigend im Kusse enden.

Und wie ich liebe, nicht –
das Wort, im warm, im Kuss,
ungewollt und nie geschah,
wo das Herz verlassen muss.

Und wie ich liebe, nicht –
man merkt, es will nicht enden,
hoffen auf Hoffnung, Zukunft, Licht,
bis zum Schluss dem Himmel senden.

(c) Amy Herzog

Wärme in kaltem Wasser…

In meinem Nebel,
suchte ich nur Halt…
Halt am Wasser,
Wasser so glänzend
und doch bitterkalt.

Im fremden Wasser,
fürchtete ich dem Halt…
Halt am Bitterkalt,
kalt und doch reißend
machte es mich alt.

Alt in Eiseskälte,
so hoffe ich auf Halt…
Halt in der Einsamkeit,
einsam in der Dunkelheit
hoffe ich auf Leben bald.

Lebe ich im Nebel,
in Einsamkeit neben dir…
Und suche ich weiter,
mit schlagendem Herzen
die Wärme im Wasser hier.

 

© Amy Herzog

Glück in Geschichten..

Vielleicht war es schon zu spät,
als die Zeit um mich geschah,
die Hoffnung wurde dort gesät,
wo es einst am schönsten war.

Wie der Kopf dann mit mir spielt,
spielt das Herz ein kleines Glück,
und wie der Wind dann weiter zieht,
lässt er mich Verzweifelt zurück.

Nun steckt die Zeit im Regen fest,
und ich kann nur schweigend weinen,
das Schöne war wohl nur ein Rest,
und Glück wird in Geschichten scheinen.

 

© Amy Herzog

Vermissen…

Sie lag so sanft in meinem Ohr,
und drang tief in die Seele ein,
bestückt mit Liebe und noch mehr,
fühlte ich mich nicht mehr allein.

Sie nahm mein Herz in ihre Macht,
und sprang als Lächeln stets heraus,
die Menschen fragten sich nur: Hä?
Doch bautest du das warme Haus.

Sie war ein mal die ganze Hoffnung,
ließ mich aber im Schweigen zurück,
behalten hab ich die Verzweiflung,
und auch das Herz zerbrach ein Stück.

Sie fehlt mir nun zu jeder Zeit,
bei Sonne, Mond, an jedem Ort,
verliebte Tränen regnen hier,
und warten auf ein kleines Wort.

Ein Wort, das sich im Ohr verirrt,
und sich ganz sanft im Herzen wiegt,
die Stimme, die in mir erklingt,
und sich an meine Seele schmiegt.

 

© Amy Herzog

Wirre Gedanken…

Die wirren Gedanken ranken sich,
klettern Dächer hoch, verirren,
verwirren, treffen Dunkelheit,
und versuchen sich zu entwirren.

Versuchen ein Licht zu finden,
lindern, Schmerzen, Heilung,
zu trinken, aus Regen schöpfen,
zu baden in reinster Hoffnung.

Könnten sie nur lauter schreien,
diese stillschweigenden Gedanken,
an Worten kleben, singen, tanzen,
nicht nutzlos in die Höhe ranken.

Doch hier bleiben Worte, still,
an Dächer geschrieben, lesen,
das kann keiner, sie Weinen,
weinen bitter über ihr Wesen.

Das Haus, es wird brüchig,
flüchtig nehmen Menschen,
die Fassade, die mal schöner,
gehüllt nun wahr in Wünschen.

Doch das Wort, es lebt,
rankt sich weiter hoch, bebt,
lässt das Haus zerfallen, egal,
bis das Licht Gedanken webt.

© Amy Herzog

  

Eine Seele im Nebelwald…

Eine Seele, die den Abstand sucht,
Gleichzeitig um etwas Liebe ruft,
Sich nachts im Bett nur ewig quält,
Und dann nur falsche Wege wählt.

Eine Seele, lägst zu Eis gefroren,
Hat sich im Irrgarten verloren,
Einsam sucht sie etwas Wärme,
Sieht nur lauter schwarzer Bäume.

Eine Seele, sinkt in Einsamkeit,
Zum sterben ist sie nicht bereit,
Sucht sie nur ein warmes Leben,
Doch in Kälte muss sie schweben.

Eine Seele, sehnt sich nach Wärme,
Liegt diese nur in weiter Ferne,
Hofft, dass sie ohne Leben kann,
Bis irgendwann, nur wann, nur wann.

Eine Seele, sie kann immer hoffen,
Doch hat sie diese nie getroffen,
Erkenntnis hier nur widerhallt,
Im einsam, kalten Nebelwald.

© Amy Herzog

Sie flattern nur…

Sie wissen nicht warum,
und sie wissen nicht wo hin,
sie flattern einfach nur,
doch ohne jeden Sinn.

Flattern durch mein Hirn,
vorbei an meinem Herz,
hinterlassen ein Lächeln,
stets bereit für den Schmerz.

Heute sind sie bunt,
schon morgen wieder schwarz,
sie haften nur in mir,
wie zähflüssiges Harz.

Meist warten sie im Bauch,
schlafen tief und fest,
erweckt durch die Begegnung,
geben sie mir den Rest.

Dann sind es wilde Wesen,
die einst so zahmen Tierchen,
die bunten Schmetterlinge,
sie bringen mich zum lachen.

Bis wie wieder schlafen,
dann sind sie wieder schwarz,
dann suchen sie die Tränen,
und brechen mir das Herz.

Wartend auf den Menschen,
die einzige Begegnung,
die ihnen Farbe bringt,
und mit ihm eine Hoffnung.

Es kommt der Tag an dem,
sie ewig bleiben bunt,
und wenn es so weit ist,
dann kennen sie den Grund.

© Amy Herzog

Wo nur, Tod?

Ein Kuss im Schatten, ich krall mich fest.
Umklammere und wärme mein Fleisch,
der Kälteschauer erdrückt mich heut.
Fester, küss mich und nimm mein Herz
trenne mich von Sternen und zeige mir, wo nur
lässt du heute meinen Schmerz?
Wär´s nicht mehr dein prunkvolles Fest,
zu sehen, wie nur du mich durchs Leben fickst?

Vermisse deinen schmalen Grat,
der mich des Nachts verwundet hat.
Sinnlos ist die Dunkelheit,
zu leuchtend der Mond des Glücks.
Die Folterqualen, die einst geliebt,
gespürt hab ich, wie du in mir wohnst.
Halte mich und fessle mich,
fest und fester in deinen Klauen.
Reiße mich, zerfleische mich
am Ende weiß ich, liebst du mich.

Die Hoffnung kommt, verdammt!
Du Schatten sei der gnadenlose Tod,
der wieder in mein Leben tritt.
Sieh wie leicht, das Erdbeereis.
Glück, Gelächter über dich!

Verzeih, doch wo nur, zeige dich.
Tanzen will ich, kalt geschwächt.
In Lust die Schmerzen Leben nennen,
lieben dich im Todesschatten.

Nur im Traum, ja der Traum! Da sehe ich
und sehne mich nach deinem Schmerz.
In See betrunken schwimmende Schatten,
retten Peitschen aus Todeszellen.
Angst, nein, ich nehm mich nicht in Acht,
wiege mich in Hoffnung, dass du bald Qualen,
gar folternde Schmerzen über mich bringst.

© Amy Herzog

Nicht hoffen – hoffen…

Sie zeigt sich gestärkt
Dass niemand bemerkt
Die zermürbende Kraft
Und das niemand ihre
Schwäche versteht

Die Maske ist groß
Die lässt sie nicht los
Doch schwach ist sie
Zwingt sie diese Maske
In die Knie

So sehr hofft sie
Hofft sie das nie
Dahinter jemand sieht
Die Schwäche versteht
Und sie fängt

Hofft dass jemand sieht
sie versteht
und fängt

© Amy Herzog

Menschengift…

Jedes mal habe ich gehofft
und hoffe ich weiter,
dass diese Emotionen
der Menschen,
für mich sind kein Gift.

Doch kommen sie mir Nahe
und bleiben sie dort,
dringt es ein,
das Gift
und jagt mich fort.

Fühle sie zu stark,
die Emotionen dringen ein,
werden zu Gift,
das mich beinah zerfrisst,
und schwächt mich klein.

© Amy Herzog

Herbstlaub…

vom Himmel
fallen riesige Tropfen
kraftgeballt rund
schlagen auf
bunt Zerbrechliches
Herbstblattlaub
können Hoffnung schöpfen
fortan nicht weiter
allein zu fallen

mitgerissen fliegen
ohne Flügel
die durchnässten Blätter
zu Boden bildend
immer größere Hügel
und Enden taub
im Hauflaub

nur die Sonne
vertreibt die Tropfen
lassen sie ins
Erdreich sickern
und im Winde stumm
verdunsten

so bleibt das Laub
von nun allein
vertrocknet einsam
ganz gemein
wird es einfach
fortgeweht
vom Winde
bis es Tropfen sieht

© Amy Herzog

Emotionen…

Stillstehend am Wegesrand,
dunkelschwarz beängstigend,
unverstanden distanziert,
an der Welt desinteressiert.

In der Leere hoffnungslos,
erstickend schweigsam nutzlos,
unbehaglich nachdenklich,
verschlossen unerschütterlich.

Melancholisch sehnsüchtig,
wichtig wandel unwichtig,
im Vakuum zu abwesend,
Zeit nur so dahinrasend.

Gefangen einsam Liebloses,
denkend an zu Sinnloses,
starr wartend eingefroren,
mitten im Nichts verloren.

© Amy Herzog

Schwarze Augen…

Ein Blick in ihre Augen
lässt Menschen erstarren
sie können sich kaum trauen
sich verführen zu lassen

Diese Augen sind finster
und rauben jede Hoffnung
in ihnen schweben Geister
sie schreien um Vergeltung

Das Rauben der Seelen
hat ihre Augen verfärbt
was die Geister erleiden
dass niemand sie liebt


In dieser Finsternis
sind ihre Augen schwarz
es bleibt ihr Geheimnis
die Seelen frisst Nachts

© Amy Herzog

Zwinge mich zum Glück…

Viel zu lange schon
suche ich das Glück
doch meine Seele ist zerrissen
und ich sehe es nicht…

Immer, immer wieder
will man es mir geben
doch denke ich dann
das kann es doch nicht sein
warum sollte ich es nehmen…

Ist es jetzt geschehen
die Hoffnung ist gestorben
meine Seele bleibt zerrissen
und die Hoffnung entnommen…

Die Träume sind verschwunden
nur mal ein schlechter ruft
mich in den tiefen Nächten
und kratzt an meiner Haut…

Nur einen Wunsch habe ich
und dieser ist wahr
auch wenn ich nicht glaube
verbürge ich mich dafür…

Bitte komme näher
verschrecke mich nicht
sei nur ein Mal stark genug
und zwinge mich zum Glück…

© Amy Herzog

vergraben in
schwarztiefdunkelblau
während leuchtraketen
bunt gefunden
im blumenmeer
auftauchen

© Amy Herzog

Einsamer Tanz

bei abenddämmerung
tanzt sie vereint
mit hoffnung
schwebend
über der erde
entrinnen jahre
zugleich erscheint
das dasein
hellgrün
unter ihr
zu erblühen
das leuchtend gras
es beginnt
wie sie
zu lieben
den wind
voll anmut
auf ewig
traurig
allein

© Amy Herzog

Am Klavier

schlaflos
am klavier
suchen
die melodie
hoffnungsvoller
tanz
auf tasten
endet
hoffnungslos

© Amy Herzog