unsichtbar

War…

ich bin
ein hauch
auf langem seil
fall tief ins nichts
im grauen qualm
ich war mal hier
mal war ich da
doch ist die welt
längst unsichtbar

© Amy Herzog

Unsichtbar…

Schweigen
ich bin stillschweigend
doch ist es zu laut
meine Stille
schreit sie noch zu laut
meine Stimme
sie soll schweigen

Größe
bin ich zu groß
nein, ich bin klein
doch nicht klein genug
die Größe soll schwinden
sie ist nur ein Trug
bin nicht genug
für die Größe

Unsichtbar
bin ich auffallend
doch unwichtig genug
will ich nicht erscheinen
einfach alles meiden
klein, schweigend
unsichtbar bleiben

© Amy Herzog

Bleibe allein…

Ich fühle mich so verloren
als würde ich fortlaufend
nur über mir schweben.
Niemand sieht mich,
ich bin unsichtbar
in stiller Stimme,
die keiner hört.

Bin hier allein,
bleibe einsam
und verliere
im Leben
niemals
jemanden..

© Amy Herzog

Staubkorn im Wind

Unsichtbar du schwebst,
hoch oben geschwind,
fällst rasend hinab,
am Abgrund verbleibst.

Der nächste Stoß,
erneutes hoch schweben,
und wieder fliegst du,
unendlich hoch oben.

Rast durch die Wüste,
legst Meilen zurück,
bevor du kommst an,
beim Winde der Küste.

Ziehst deine Strecken,
durch Städte und Land,
siehst Schönheit und Hass,
kannst alles erblicken.

Quer durch die Welt,
suchst du dein Ziel,
wo du dann aufschlägst,
das unsichtbare Zelt.

Doch wie leider so oft,
wirst du wieder verjagt,
bleibst stets unerwünscht,
wenngleich du’s anders hoffst.

So eilig geschwind,
suchst du den Platz,
wo bleibst du willkommen,
du Staubkorn im Wind.

© Amy Herzog

Maske…

Umgeben von Dunkelheit
mit rasender Geschwindigkeit
stark und einsatzbereit
für jede kleine Kleinigkeit
verstecken die Einsamkeit
keine Gesundheit
gebe die Sicherheit
trotzdem nur Neid
doch stets gescheit
fühllose Vergänglichkeit
niemals befreit
bis in die Ewigkeit…

 

© Amy H.