Stille

Adieu

Hach,
immer nur Enden
Adieu
in der Stille
aber
irgendwann
fahre ich aus der Haut
bevor mich
der Himmel zwingt

© Amy Herzog

schmerz

schmerz ist still
geworden
in mir
viel zu groß
die rissigen Erinnerungen
auf der Haut
das Loch im Herzen
so tief wie der Marianengraben
ich stehe am Rand
und genieße den Wind
in meinem Haar
nur ratlos
bereit zu springen
oder warten
auf den
Fall

© Amy Herzog

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© Amy Herzog

w i e

Zeige mir w i e
SCHMERZhaft es sein kann
lass mich d e i n e n
Schmerz spüren
dein traumtötendes Leid
in verborgener Angst
und in zärtlichstiller Dunkelheit
wispere ich nah w i e
Hingebungsvoll meine Liebe ist

© Amy Herzog

Still

Einsamkeit fällt
am Rande des Rahmens
in meinen Wahnsinn
und bezieht die Nacht neu
unbarmherzig infiltriertes Malignom
du liegst mir auf der Zunge
und wärmst
was abkühlen soll
blute dich
aus meinen dunklen Träumen
damit ich endlich
Badewasser schmecke
sehnsuchtsstill

© Amy Herzog

Kaltes Herz


Suche nichts, mein Liebster
was nicht gefunden werden kann
kein Kompass ist dein
und die Sternbilder blenden
mein Herz in der Truhe
am Grund des tiefschwarzen
schimmert nur an der Oberfläche
anmutig salzigblautürkis
dein Herz aber muss schweigend still
zwischen den Welten verloren
gehen, leiden, enden
wenn’s mein erkaltetes Herz
schlagend finden will

© Amy Herzog

stille

heute ruft stille
in mir
offen und verwundet
die nackte liebe begreifen
schweifen, beben, irgendwo stranden
nicht mehr und nicht weniger
als leben und landen
wiederfinden
in weit entfernten sternen
von lust trinken
tiefer sinkend liebe finden
die stille sterben
lassen

© Amy Herzog

Wölfin

Junge Wölfin schläft
von jeher
tief im Traum
tanzend mit Geliebtem
Tod reißt, zerrt, lehrt
das Lieben, Sex und Blut
jung schleppend, stammelt
sammelt, trinkt vom fahlen Nichts
vermag sie zu wecken
kann sich trunken
voll Sehnen die Lippen lecken
Kopf im Wahn der Stille
Lebenswille kratzt
an deiner Tür rufen gebrochen
nackte Knochen kochen
im eigenen Saft

©  Amy Herzog

(Vor-)Gelesen: Stille

Nach sehr langer Zeit hatte ich mal wieder Lust etwas zu lesen. Bin da kein Profi, mache es aber trotzdem.

Stille:

Stille

nicht deine wohltuenden Worte
säen die Angst in mir
es ist deine absolute Stille
welche mich in deine Tiefen
stürzen lässt und Furcht
auf meine Haut zeichnet

und wenn du dann in meine
schutzlosen Augen blickst
siehst du auch in meine Tiefen
spürst die Hingabe meiner Glieder
und noch tiefer empfundene Liebe
die aus meiner Seele tropft

wie mein zitternder Körper
dir leise dein Lieblingslied spielt
so atmest du noch lauter
immer schwerer, immer tiefer
bis ein Kuss die Stille bricht

© Amy Herzog

Stumm

so wird sie nicht erwähnen
das was sie ersehnt
sei Wind zu laut, das Licht zu grell
so wie der Weg auch geht
geht er sich selbst
und das was niemand hört
ward dann auch niemals gesagt
und verschwimmt als wär es nie gewesen
verstummt im nächsten Tag

© Amy Herzog

Freisinn


Schlaflos war der Tag
und schlaflos die letzte Nacht
aber Müdigkeit ist ehrlich
und Gedanken frei

Zeit mich dem zu widmen
abzuschweifen und weiter zu ziehen
was bedeutsam für die Seele
aber nichtmal der Traum
zu kennen vermag


© Amy Herzog

Offenbarung

Ich lebe im Wort
nur im Anfang ist Nichts
stört die Stille meinen Schrei
die in der Nacht erstickt

Papier zeichnet lauten Sturm
die Seiten tonnenschwer
mehr, immer mehr
Leer.

Ich lebe zum Ende
blutverkleckst auf Seite zehn
kann ich atmend, schwebend steh’n
die Offenbarung endlich seh’n

© Amy Herzog

Kalter Kuss..

Wie der Schnee auf meinen Poren,
so der Rauch um Hirn und Kuss,
auch das Herz in meinem Magen,
der noch schwer verdauen muss.

Wie das Eis in meinen Welten,
blau zersplittert schläft das Glas,
nur der ferne Sturm lässt hören,
wie mein Geist erstickt im Gas.

Wie die Wärme in den Bergen,
doch mein Schritt versinkt im Blei,
muss ich stumm im Hier verharren,
doch der Regen tönt den Schrei.

© Amy Herzog

Was will das Herz?

Ich lese deine schwarzen Worte,
und frage mich nur noch „warum“,
so unnötig sind all die Wunden,
doch bleibe ich nur weiter stumm.

Ich sehe noch in meinem Herzen,
wie sich das Glück mit uns verband,
die Reise ohne diese Schmerzen,
sie war gemeinsam Hand in Hand.

Ich sehne nur nach diesen Zeiten,
und frage mich noch einmal still,
warum kein Glück, nur Seelenwunden,
was ist es, was das Herz denn will?

© Amy Herzog

In der Stille

Ach wenn doch jemand höre
mein Ächzen danach flehe
nicht länger mehr mein Herze
die Hoffnung in sich sehe

Allein im Schrei der Leere
was ich dem Nichts entsenden
der bunten Welt gar zeigen
im Traum sich Blätter wenden

Nur wenn doch niemand höre
was ruft hier laut mein Herz
so bleibt in all der Stille
das Leben tief im Schmerz

© Amy Herzog

Lieder deines Herzens

Ich höre Lieder deines Herzens,
ob du mir fern bist oder nah,
es singt von Liebe durch die Winde,
wo vorher nur der Regen war.

Ich spüre Lieder deines Herzens,
sie wehen durch mein Haar geschwind,
vertreiben all die grauen Wolken,
im Kuss, wenn wir zusammen sind.

Ich sehe Lieder deines Herzens,
in deinen Augen sternenklar,
ein glitzernd Funkeln auf dem Meer,
wo ohne dich nur Stille war.

© Amy Herzog

Traumtod…

In den Augen strahlte Hoffnung,

bis der Traum bei Nacht verstarb,

so weint die Zeit durch stilles Eis,

bis auch das Herz der Nacht erlag.

© Amy Herzog 

?

Es ist doch längst ruhig!
Doch ist meine Ruhe echt?
Oder ist es nur die Stille,
die mich langsam erdrückt?

© Amy Herzog

Letzter Gang…

Und wie sich all die Zeit verirrt,
zwischen denkenden Tränen verlangt,
so füllt ein Wort dem Lächeln gleich,
noch auf dem Seil der Stille wankt.

Und wie sich all die Zeit verliert,
in ewig dauernder Stille ertrinkt,
lässt mich noch halten, fester halten,
bis dies Leben zum Grunde sinkt.

Und wie doch diese Zeit noch lebt,
im allzu brennend süßen Klang,
mein Herz verliebt in Traurigkeit,
geht mit der Zeit den letzten Gang.

© Amy Herzog

Wir sind die Mitte…

In sanft gedehnten Träumen,
schwimmen wir im kalten Meer,
schauen zum Grund, schwarz,
und unsere Seelen sind noch leer.

Irritierte Gedanken schwanken,
blicken sich in glänzende Augen,
und sehen am Grund des Meeres,
nur die Welt und ihren Glauben.

Aber hier sind wir unsere Mitte,
in dieser sanft ruhenden Stille,
das Meer ist tief und wir atmen,
atmen nur uns und unsere Sinne.

Wir atmen uns ein, so ungewiss,
zaghaft schwimmen wir noch hier,
Gefühle, sie beben, sie verführen,
in unserer Mitte, hier sind nur wir.

Die Wellen schlagen höher, näher,
liegen wir uns sanft in den Armen,
es ist kalt, wir können nicht atmen,
nur uns, die Mitte und wir wärmen.

© Amy Herzog

Stürmische Worte…

Wie ein stürmischer Wind im Nebel,
du mein leise schreiendes Wort,
geliebt wirst du in all deinen Facetten,
zu allen Zeiten und an jedem Ort.

Wache, schlafe und träume mir dir,
reise zuweilen bis zu den Sternen,
der Mond küsst mit dir zur guten Nacht,
nichts und niemand kann dich entfernen.

Still und heimlich schleichst du herum,
wanderst durch all meine Gedanken,
wächst in mir, wirst stark und Groß,
ich beginne langsam zu schwanken.

Deine Macht, sie ist gut verhüllt,
in ewig schimmernder Seide,
erst viel zu spät erkenne ich dann,
ich laufe schon auf Messers Schneide.

Doch du, mein Wort in meinem Herzen,
ich kann dich bedingungslos lieben,
treibst mich bis hin zu den Schmerzen,
und dann schließen wir wieder Frieden.

© Amy Herzog

Das Karussell…

Gedanken kochen
Laute Stimmen brodeln
Im bunten Karussell
Lassen Nerven brennen
Drehen durch stumme Zeiten
In wortlos schreienden Ruinen
Doch es steht niemals still
Das bunte Karussell

© Amy Herzog

wortlos geboren…

wortlos geboren
in bittersüßer
melancholie
kann nach dem ende
den anfang sehen
in lebenssymphonie
die musik bleibt
der mund schreit-
still, rennt davon
das recht zu sprechen
bleibt verloren

nur in gedanken
kann ich um verzeihung
bitten…schweigen

© Amy Herzog

Vergangene Worte…

Wärmende Worte
die liebevoll schienen
schenkten reich Hoffnung
und linderten die Schmerzen

Was ist geblieben
die bittere Erkenntnis
die Worte waren
nicht weiter
als Leere

Kalte Stille
vermissen der Worte
waren sie noch so leer
sie linderten Schmerzen
die nun stärker scheinen
als je zuvor

© Amy Herzog

Unsichtbar…

Schweigen
ich bin stillschweigend
doch ist es zu laut
meine Stille
schreit sie noch zu laut
meine Stimme
sie soll schweigen

Größe
bin ich zu groß
nein, ich bin klein
doch nicht klein genug
die Größe soll schwinden
sie ist nur ein Trug
bin nicht genug
für die Größe

Unsichtbar
bin ich auffallend
doch unwichtig genug
will ich nicht erscheinen
einfach alles meiden
klein, schweigend
unsichtbar bleiben

© Amy Herzog

Im Vakuum…

Die Zeit steht still
wie in einem Vakuum
bekomme ich keine Luft
Die Welt rennt
mit ihr der Duft
der sie erfüllt
Macht was sie will
und ich vergess
hier ist es nur stumm
Nur leise höre ich
die rennende Welt noch summ
wohin ich auch gehe
mit mir das Vakuum

© Amy Herzog

Emotionen…

Stillstehend am Wegesrand,
dunkelschwarz beängstigend,
unverstanden distanziert,
an der Welt desinteressiert.

In der Leere hoffnungslos,
erstickend schweigsam nutzlos,
unbehaglich nachdenklich,
verschlossen unerschütterlich.

Melancholisch sehnsüchtig,
wichtig wandel unwichtig,
im Vakuum zu abwesend,
Zeit nur so dahinrasend.

Gefangen einsam Liebloses,
denkend an zu Sinnloses,
starr wartend eingefroren,
mitten im Nichts verloren.

© Amy Herzog

Sinnlose Worte…

Mehr und mehr
verlerne ich es zu reden,
mich normal auszudrücken,
normale Sätze zu formulieren,
meine Gefühle zu beschreiben.

Jedes solcher Worte,
gesprochen, geschrieben
erscheint mir so sinnlos,
wertlos und unverständlich,
oder zu verständlich.

Gefühle versteckt
hinter fremden Worten,
wartend, dass sie jemand versteht,
wirklich versteht.

Fühlt.

Mich fühlt.

© Amy Herzog

Lebenssaft…

Das Wesen in ihr längst erwacht,
es wandelt still von Nacht zu Nacht,
für Menschen eine Maskerade,
bleibt es stets die Namenlose.

Schatten ist ihr Tageslicht,
Worte nutzt sie mit bedacht,
schweigen ihre Muttersprache,
niemand weiß was sie gebrauche.

Energie durchzieht den Körper,
Begierde schon von weitem hörbar,
nähert sich, der Puls erschnellt,
das ist das was sie gewollt,

Leidenschaftlich wird geschnitten,
schon benetzt es ihre Lippen,
süßlich, warm und hoch erfreut,
trinkt sie das so heilige Blut!

© Amy Herzog