Blume

die vergessene Blume

Die Erde unter meinen Füßen
duftet nach Regen und eben diesem Frühling
der nur weiche Brotkrumen hinterlässt
und lässt die Schweigepflicht auch Poren
öffnen ist die eine Blume doch verloren
wenn sie als einzige blüht

So welkt sie trotz des vielen Regens
und verliert das kleine Glück des Lebens
ich doch nur ein Weg zurück
verspreche mir doch weiter geradeaus
und breche dieses nicht
die kleine Blume längst vergessen
trinke ich von deinem wortsanften Regen
auch dann nicht, wenn er mich
mit weichen Lippen küsst

© Amy Herzog

Von der kleinen Blume…

Am Wegesrand zwischen dem Gras,
da war ich einmal viel zu klein,
konnt übers Gras hinweg nicht schauen,
und war zudem auch noch allein.

Ich trank die Sonne und den Regen,
und war im Grün in Sicherheit,
dann kamst du und pflücktest mich,
und nahmst mir diese Einsamkeit.

Du stelltest mich in ein Glas Wasser,
beschützt im Fenster konnt ich blühn,
nun sah ich strahlend über Häuser,
doch sah ich auch kein einzig Grün.

Das Wasser wurde bald schon trübe,
mein Kopf sich welk zum Boden neigt,
du schaust mich längst schon nicht mehr an,
um mich herum nur alles schweigt.

Ich wünscht du hättst mich nie gepflückt,
denn ich war wohl ein wenig klein,
doch zwischen Regen und dem Grün,
war ich, wie hier, nicht so allein.

Nun sterbe ich und niemand sieht,
du kamst nur heute früh nach Haus,
kamst plötzlich unsanft auf mich zu,
und warfst mich mit dem Müll hinaus..

 

© Amy Herzog

Alles und nichts

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nur weiß und schwarz
alles und nichts
darauf ich
bin ich fremd
in ketten
nicht zu blühen
blind im innern
taub
verwelken

© Amy Herzog

Allein.

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