Stunden

Von allen Seiten

Minuten ziehen sich wie Stunden,

dort wo Momente nie vergehen,

die Ängste laufen dabei schneller,

zudem sie auch von hinten sehen.

(c) Amy Herzog

In dunklen Nächten…

Schlaflos singen Stunden durch die Nacht,
wie sanft die Hand des Mondes mich begleitet,
er kämpft und hält mich fest mit aller Macht,
bis sich mein Herze auch dem Tage weitet.

So sind die Wolken gleich der aller andern,
wenn sie so zaghaft doch von dannen ziehen,
und könnte ich mit einer sicher wandern,
ich würde niemals mehr dem Tag entfliehen.

Doch bleibt in allen Nächten dieser Wind,
der durch die Tage auf der Freiheit reitet,
und wenn wir dann des Nachts alleine sind,
dann weine ich dem Mond, der mich begleitet.

© Amy Herzog

Reisender…

So bist du gegangen, weit fort von mir,
doch lebst du im Herzen auf ewig hier,
wanderst über Meere, Berge und Tal,
durch Stunden und Nächte ohne die Wahl.

So bist du gegangen, der Suche voran,
sag nur, ja sage mir, wann kommst du an,
bin ich zu müde mit langsamen Schritt,
und ging deine Reise nur ohne dich mit.

So bist du gegangen, und finde die Ruh,
ich schaue solange den Träumen noch zu,
bis sich im Herbste das Blatte sich wendet,
dann sind uns’re Zeiten für alles beendet.

© Amy Herzog

Geheime Träume…

Draußen wird es langsam dunkel,
der Mond bald hoch am Himmel steht,
der Winter bringt die kühle Nacht,
der Wind durch unser Haar kurz weht.

Wir blicken zu den Sternen auf,
der Traum fließt in die Herzen rein,
und liegen in getrennten Betten,
doch fühlen uns nicht mehr allein.

Die Stunden zieh’n an uns vorbei,
und heller scheint der Mondenschein,
von was wir nun beginn‘ zu Träum‘,
das bleibt im Herzen nur geheim.

 

© Amy Herzog