Sterne

Kastanienbaum

Spontan im Nachtdienst geknipst

albtraum

Sehnsucht malt in die Nacht
– du albtrügerisches Zaubermärchen
im luftleeren Raum
und für den Moment halte ich den Atem an
wünschte, ich könnte es ewig
doch erwache ich dem Traum und trauere darum
wie Angst in mir tanzt
(und mein Skelett pulverisiert)
mich beinahe selbst verloren zu haben
liegt im Ende erst der gnadenlose Anfang
wenn Verzweiflung ein neues Bild
mit einem Blick
aus Nachtsternen formt

© Amy Herzog

stille

heute ruft stille
in mir
offen und verwundet
die nackte liebe begreifen
schweifen, beben, irgendwo stranden
nicht mehr und nicht weniger
als leben und landen
wiederfinden
in weit entfernten sternen
von lust trinken
tiefer sinkend liebe finden
die stille sterben
lassen

© Amy Herzog

nah

wenn ich suche
dann nach dem Mond
und nach Sternen
denn es sind immer die selben
zwischen uns
liegen fremde Welten
doch dieser Mond
macht uns nah
fühle

© Amy Herzog

eine träne der erinnerung

alles ist anders
ruhiger – ruhe ist gut
das reden wir uns ein
wir haben platz
gefunden

erinnerung
ist ein wertvolles gut
damals brauchten wir mut
und selbst wenn wir’s nicht wussten
wir haben ihn gefunden

nun haben wir platz
unseren ganz persönlichen
der uns ewig erhalten bleibt
schön, ruhig und sicher
der mut kann geh’n

und die sehnsucht
wenn wir tief in der nacht
zu den sternen blicken
und an szenen denken
die nie gedreht wurden

doch warum nicht
warum tauschten wir diesen
aufregend wunderbaren mut
gegen ruhe – damals richtig
heute ist sie zu ruhig

und wir haben gelernt
dass sehnsucht nur noch
wenn verantwortung schläft
ein stern hoch oben trägt
schwebend und ruhig

das schönste auf der welt
in einer kleinen träne
der erinnerung

© Amy Herzog

Träume beweinen.

Wolltest du einmal meine Sprache lesen,
dann würdest du meine Träume verstehen,
und würden dann meine Worte verstanden,
würden sie nicht mit dem Restwind verwehen.

Wolltest du einmal zu den Sternen blicken,
könntest du meine Fragen dort sehen,
sie strahlen und schreien bei Tag und Nacht,
doch möchtest du an ihnen nur vorbei gehen.

Wolltest du einmal meine Liebe hören,
und dich nicht verhüllen im Schweigen,
dann könnten wir mit den Träumen reisen,
und ich müsste sie nicht weiter beweinen.

 

© Amy Herzog (17.12.2015)

Leises Sehnen…

Oh, spürst du nicht mein Sehnen
mein Liebster, und mein leises Flehen
verborgen hinter tausend Sternen
so hoch oben zwischen Wolken
wie könnt ich dich nicht begehren
Liebster, spürst du nicht mein Sehnen

Strahlt ein Lied, ein Licht in Tränen
spiegelt mich in allen Pfützen
sag bloß, kannst du Bilder sehen
durch dein Haar die Stürme wehen
kann dich wärmend sanft beschützen
Spürst du nur mein leises Sehnen

 

 

© Amy Herzog

Blind…

Tränen brennen auf der Wange,
Scherben fallen viel zu laut,
weiß und starr sind meine Wände,
kalter Staub liegt auf der Haut.

Niemand kann das winseln hören,
jeder flieht in seine Welt,
bunte Lichter wahren Scheine,
nur nicht den der wirklich zählt.

Drückt der Staub zur Erde nieder,
überhört den lauten Knall,
Regen nährt das falsche Leben,
und ich reise ins Sternenall.

 

 

© Amy Herzog

In der Wüste…

Einsam ging ich durch die Wüste,
schrieb im Sand „ich liebe dich“,
hoffnungslos verging die Nacht,
doch unerwartet fand ich mich.

Einsam ging ich durch die Wüste,
und fand darin dein blaues Meer,
traf dein Blitz in meinem Herzen,
Liebe – doch sie trägt sich schwer.

Einsam ging in durch die Wüste,
wenn das Schweigen mich geleit,
genügt ein Blick in deine Sterne,
wo Zweisamkeit mein Herz befreit.

© Amy Herzog

In meinem Traum..

So fiel ich tief in einen Schlaf,
worin ich tausend Träume traf,
von Sternenlicht um Wolkenbank,
und in des Herzens Arme sank.

So träume ich durch einen Traum,
zuweilen glaube ich ihn kaum,
doch lebe ich im hier und jetzt,
und träume all das bis zuletzt.

So sitz‘ ich auf der Wolkenbank,
und trink der Wolken Liebestrank,
verweil‘ im Sternenlichte warm,
solang ich sink‘ in deinen Arm.

So wenn der Morgen aufgewacht,
mein Herze dennoch weiter lacht,
denn führt der Sternenweg zum Traum,
und schafft für meine Liebe Raum.

© Amy Herzog

…und die Farben – brüchig kalt.

Blicke fallen durch den Nebel,
in der sehnsuchtskranken Nacht,
Sterne leuchten tausend Bilder,
doch der Mond hat keine Macht.

Dieses Mädchen, voller Hoffnung,
kämpft noch für den ew’gen Kuss,
mit aller Liebe für die Farben,
bis sie sich letztlich sehen muss:

Durch die Seele tausend Nägel,
rostig stechend durch die Wand,
nur am Boden glänzt die Pfütze,
niemand sah und niemand fand.

Dieses längst erstarrte Mädchen,
kämpfend ward sie stumm und alt,
glanzlos sind schon all die Tränen,
und die Farben – brüchig kalt.

© Amy Herzog

Das Abbild meiner Seele…

Du bist das Abbild meiner Seele
auf der größten Bühne unter der Sonne
als erstrahlte ich im neuen Glanz
trägst mich durch die Flüsse der Welt
ohne mich im Meer zu verlieren
bis unterm dunklen Sternenhimmelstanz

Worin sollte ich mich länger sehen
wenn nicht im Glanze meines Herzens
der mein Haar vor Winden schützt
schneller gar scheine ich zu entgleiten
in meine unsichtbare Melancholie
wenn kein Fels in der Brandung stützt

Bleiben all die Sterne an ihrem Platz
auch wenn auf meinem Wege Dürre herrscht
so bin ich doch nur Mensch zu halb
ohne das Bild, das einst von dir gemalt
verliert die Farbe ihre Kraft
und ich, ich verliere meinen Halt

© Amy Herzog

Wahrhaftig..

Ich spüre sie, die Straßen,
und doch liege ich im Schlaf,
sanft, wie wir unter Sternen saßen,
und den Himmel auf Erden traf.

So plötzlich doch, es bebte,
und doch bin ich in meiner Welt,
bunt und wunderschön sich webte,
der Traum, der mich am Leben hält.

Im meinem Sein, ich spüre,
die Visionen in meiner Poesie,
wahrhaftig doch im Licht berühre,
als lebte ich im Traume nie.

© Amy Herzog

Frei..

Dort stürze ich ins Leben,
das mir den Wind geraubt,
erdrückt von tausend Tränen,
doch nur dem Traum geglaubt.

So träume ich die Zukunft,
und kann sie doch nicht sehen,
sie schläft in tausend Sternen,
und wird einfach geschehen.

Doch träume ich zum Ende,
als trägt mich kurz der Wind,
könnt ich die Sterne sehen,
und frei sein wie ein Kind.

© Amy Herzog

Sternenwege..

Unter abertausend hellen Sternen,
da reise ich durch viele kleine Zellen,
und lausche tief in eine dunkle Stund,
welch Sehnsuchtsfragen sie mir stellen.

Unterm Monde scheine ich zu klein,
so unsichtbar bin ich doch in der Zeit,
doch auch in diesen Zellen stets allein,
als wär der Weg zum Traume viel zu weit.

Unter abertausend hellen Sternen,
da lausche ich auch deinem Atem hier,
im hellen Schein erspüre ich den Weg,
zum Traum aus meinen Zellen zum Wir.

© Amy Herzog

 

Sternentraum…

Ein Flug zum Himmel hoch hinauf,
die Wolken küssen im Sonnenlicht,
dort schmiege ich mich sanft hinein,
mein Herz sieht dort nur dein Gesicht.

Doch bricht die tiefe Nacht hinein,
und Wolkenlos fall‘ ich samt Herz,
so kalt und dunkel mich umwirbt,
der tiefe dunklere Seelenschmerz.

Ein Schweben zu den Sternen bleibt,
dort wo meine Erinnerungen liegen,
der Schmerz der Nacht nun innewohnt,
werd‘ ich mit Sternenträumen fliegen.

 

© Amy Herzog

Glück…

Ich wanke müde durch den Tag,
der ohne jedes Glück sich neigt,
so denke ich mal kurz daran,
was mir der helle Mond gezeigt.

Das Schlaflied ward gesungen dort,
wo all die Meere lauter rauschen,
nur damit ein Niemand hört,
dass Mond und Sterne Träume tauschen.

So träum‘ ich leise durch den Tag,
auf dass das Lied woanders klingt,
wo wir uns finden, oder dort,
wo uns ein wenig Glück zuwinkt.

 

© Amy Herzog

Freudentränen…


Die Nebelschwaden zieh’n vorbei,

der Himmel strahlt und scheint,

bei Nacht in tiefes schwarz getränkt,

im Bild der Traum erscheint.

 

Milliarden Sterne funkeln hell,

im Traum klopft Regen an,

das Glück blüht in der Wolke auf,

dass sie nur weinen kann.

 

Der Nachtwind trägt die Wolke fort,

ein Herzgeschenk von mir,

die Freudentränen hält sie fest,

und regnet sie bei dir.



© Amy Herzog

Lebenszeit…


 

Was ist schon Leben und was ist die Zeit,

Wenn das Grün uns viel zu weit fern liegt,

Wenn die schreiende Sehnsucht hier auf der Welt,

Für unsere Herzen noch zu schwer wiegt.

 

Wo sind denn hier nur unsere Träume,

Sie sind viel zu weit weg in den Sternen,

Sag, was muss passieren, damit wir ihnen nah sind,

Sag, müssen wir zwei zuerst sterben.

 

Als sei unsere Lebenszeit ewiges warten,

Und irgendwann kommen wir oben an,

Irgendwann werden die Wolken uns tragen,

In die Sterne, wo der Traum im Garten begann.

 

Und wenn unsere Lebenszeit aufgebraucht ist,

Dann zeigt sich uns der geheime Garten,

Der Garten, der nicht existiert auf der Welt,

Darauf müssen wir dann nicht mehr warten.

 



© Amy Herzog

Geheime Träume…

Draußen wird es langsam dunkel,
der Mond bald hoch am Himmel steht,
der Winter bringt die kühle Nacht,
der Wind durch unser Haar kurz weht.

Wir blicken zu den Sternen auf,
der Traum fließt in die Herzen rein,
und liegen in getrennten Betten,
doch fühlen uns nicht mehr allein.

Die Stunden zieh’n an uns vorbei,
und heller scheint der Mondenschein,
von was wir nun beginn‘ zu Träum‘,
das bleibt im Herzen nur geheim.

 

© Amy Herzog

Lügen…

Vor dem Träumen denke ich,
heute darfst du nicht lügen,
doch kann dieser Gedanke nur,
mich jede Nacht neu trügen.

Denn wenn der Himmel wartet auf,
den sanften Kuss vom Mond,
dann sehe ich in jedem Stern,
dass du in meinem Herzen wohnst.

Und vor dem letzten Wimpernschlag,
sag ich, und niemand kann hören,
du fehlst mir nicht, zu keiner Zeit,
so beginnt und endet das Lügen.

 

© Amy Herzog

warten auf den Traum…

 

Von tausenden Menschen umgeben,

verweilst nur du in meinen Träumen,

was würde ich noch darum geben,

keinen Traum mehr zu versäumen.

 

Doch ich wache hell durch Nächte,

wünsche kennt nur noch der Mond,

die Sterne zeichnen große Ängste,

der Wunsch nur tief im Traume wohnt.

 

Lasse mich von Sehnsucht tragen,

verweile hier bis zum langen Schlaf,

bis ich dich kann im Traume fragen,

wann ich in deinem Arm liegen darf.


© Amy Herzog

Flüchtiger Wind…

Mädchen

Das Mädchen fühlt keinen Sinn im Leid,
nur dauert der Schmerz eine Ewigkeit,
entfernt liegt das Glück, kaum zu fangen,
sie schafft es nicht, dort hin noch zu rennen.

Sie blickt in die Sterne, beneidet den Mond,
um Freiheit, Leben, und wär doch lieber tot,
nur der Wind sei ihr noch ein guter Freund,
mit ihm kann sie sein noch ein wenig verträumt.

Doch auch er wendet sich ab und lässt sie zurück,
lässt sie im dunkeln sitzen im ganzen Stück,
sie wartet vergebens, blickt dem Rauch hinterher,
der Wind, er ist fort, wer kommt jetzt noch, wer?

© Amy Herzog

Glühwürmchen im Herzen…

 

Lieg ich glücklich nur im Gras

Unterm strahlend Sternenlicht

Lasse mich von Sternen wärmen

Seh‘ im hellsten dein Gesicht

 

Und unter diesem Sternenzelt

Kann ich mich dir so nahe fühlen

Als tanzten tausend Glühwürmchen

In meinem lachend, liebend Herzen

 

© Amy Herzog

Herbstliche Herzenswärme…

In herrlich herbstlicher Abendluft
Zieht sanft vorbei beflügelnder Duft
Trägt flüsternd meinen warmen Gesang
In deine Arme, wärmt dich mein Klang

Aus der Ferne unter den Sternen
In dieser klaren kühlen Nacht
Wärmen dich die singenden Gedanken
Die mit dem Wind leis‘ zu dir schweben

Hören wir gemeinsam Lieder
Lassen uns in grünen Wiesen nieder
Blickend zu dem hellsten Stern
Sind wir uns nicht mehr allzu fern

Spüren wir die Herzenswärme
Hier unterm leuchtend roten Bäume
Spüren keinen schmerzend Stich
Sei nur gewiss, ich denk an dich

© Amy Herzog

Unterm Nachthimmel…

in Windstille
scheinen zwei Sterne
auf schlafende Tannen
fern singen Katzen
ihr Nachtlied
für uns
treibt
uns zusammen
sehnsüchtiges jaulen
unterm Nachthimmel tanzen
enden wir im Kuss

© Amy Herzog

Unterm Sternenhimmel…

Liegend im Gras

Die Sterne funkeln

Doch ich friere, zittere gar

Erst als ich dich

Auf mich zukommen sah

Wurde mir klar

Dass du es bist

Der hier gleich liegt

Mich wärmt

Und Arm in Arm

Mit mir Liebeslieder singt

Dein Feuer

Die glänzend kühle ganze Nacht
Liege ich mit Träumen wach
Zeichne Bilder in die Sterne
Berausche mich an ihrer Pracht

Durch die Sterne kann ich sehen
Fühlen wie du Funken sprühst
Nur alle sehen kleine Flammen
Doch spüre ich das Feuer groß

Lass uns nur durch Nächte reisen
Wein und Leidenschaft verspeisen
Schwimmen durch die schwarzen Meere
In Liebe unser Leid vertreiben

© Amy Herzog

Fürchte dich nicht der Dunkelheit…

Fürchte dich nicht der Nächten
Sind es doch die Sterne
Die in tiefer Dunkelheit
Hell erstrahlt mit uns lachen

Und fürchte dich nicht der Dunkelheit
Mag sie unendlich sein
Das Bild gezeichnet
Von Einsamkeit

Doch sieh in die Sterne
Ertragen sie diese
Unendliche Ferne

Ferne die wir niemals
Ertragen müssen
Nein

Sie lassen uns gar sehen
Wie nah wir uns sind
Lassen uns spüren
Die Nähe zu uns

So schau in die Dunkelheit
Ein Blick in die Ferne
Fürchte dich nicht
Ein Blick in die Sterne
Und wir sind uns nahe

© Amy Herzog

Stadtenge

Wo sind sie,
die Sterne?

Wann funkeln sie
dort oben in der Ferne?

Das Laut vertreibt
das Licht verschlingt,
zwischen grauen Mauern
eingezwängt.

Lass sie fallen,
reiche Luft.

Beschleicht das Land,
des ländlich Duft.

In nächster Nacht
da strahlen sie,
die Sterne hoch
so hell wie nie.

© Amy Herzog

Mondesnacht…

Abends, wenn die Sonne lacht,
noch kurze Zeit in schöner Pracht,
genug gesehn das Licht die Welt,
die Seiten wechselt’s Lichterzelt.

Zur Seite schreitet für die Nacht,
so lachend Sonne drüben wacht,
die Strahlen sich im Rauch verziehn,
erwachen Sterne im Mondschein.

Dämmerung so dunkler wird,
Glühwürmchen umher geschwirrt,
Rauschens Wasser funkelt bunt,
um Mitternacht zur Geisterstund.

Keine Angst vorm Glitzerstern,
glänzt auf uns doch all zu fern,
Mond und Sterne welche Pracht,
schöner Tag – die schönste Nacht.

© Amy Herzog