Begehren

Geheim

Für den kurzen Weg
meiner dunklen Zeilen
hungernd in deiner Kunst
verweilen, innigst lieben
auf geheime Weisen
reise durch den Äther
zitternd um diesen Moment

Sinke nieder du Wort
und ziehst mich weiter an
magnetisch, pulsierend
zeigt uns Leere sein nein
aber nein schreit lautes ja
diese Zuneigung ist tiefer
wie sie tiefer niemals war

Doch begehre ich den Wind
wie den Kuss aus der Ferne
und brennst du weiter
Kunst, bis Liebe kniet
du merkst es nicht
so klingen Zeilen nur
im schweigend süßen Lied

© Amy Herzog

Ich sehe noch heute…

Ich sehe noch heute –
im Augenwinkel mein Haar,
wie es wehte im Winterwind,
und warm kamst du mir nah…

Ich sehe noch heute –
im Schnee Hand in Hand,
und mit nur einer Berührung,
verschloss das Liebesband…

Ich sehe noch heute –
deinen schüchternen Blick,
als du im Frühling fragtest,
begleitest du mich ins Glück?

© Amy Herzog

Spiele nicht mit dem Herzen…

Du bist so taub und auch noch blind,
im Kopfe noch ein halbes Kind,
siehst Du nicht die meinen Blicke,
mein Herz Dir immer nähe rücke.

Dein Antlitz wohl nett anzuschauen,
doch wollt‘ ich auf die Seele bauen,
mein Herz begehrt, es ist bei Dir,
doch spielst Du noch und bist nicht hier.

Spiele nicht damit herum,
es lächelt zwar, doch sei’s drum,
so lausche her und halt’s in Ehre,
so wie mein Herz das Dein verehre.

Mein guter Herr, vernimm die Worte,
verirr Dich nicht an fremde Orte,
lass mich Dir mein Herzblut schenken,
und spielend nicht an morgen denken.

© Amy Herzog

Dein zu mein…

So sehr begehre
ich dein Blut
kann kaum klar denken
in mir brennt es
heiß wie Glut

In Gedanken
zerfleische deine Brust
reisse dein Herz
heraus und trinke
mit Lust

Trage ich dich
solang auf Händen
wenn du es mir gibst
und es zu meinem wird
spüre ich dein Leben

© Amy Herzog