Paradies

in die See

Geh mit mir
in die nächstgelegene See
und drück mich
runter
ich will Farben
und das Paradies schmecken
bis meine Augen
in deinen verschwinden

© Amy Herzog

kennen.

Ein starrer Blick
juckt salzig in den Fingern
vor den Toren meines Himmels
kannte ich den Regen nicht

Wie im Paradies
zuckt es rhythmisch Worte
wie eine neu erlerne Sprache
kannte ich die Tänze nicht

Bleiben kalte Füße
in den Fängen deiner Seele
nun das Hauptgericht des Tages
kannte ich die Sonne nicht

Sättigende Ewigkeit
so fliegend wie ein Luftballon
wandre ich von Mond zu Mond
als kannte ich die Liebe jetzt

 

 

 

© Amy Herzog

Zu früh im Paradies..

Manchmal frag ich, wie es mir erginge,

wenn ich tanze und dann einfach springe, 

dann der Rest des Lebens mir verginge,

und ob ein Lied im Paradies erklinge. 

Würden fehlen mir die größten Dinge,

wenn ich einfach früher dorthin ginge,

und das Paradies mir schnell erzwinge,

fehlten vielleicht dort die Schmetterlinge. 

Zuweilen ist’s als ob ich schneller schwinge,

mit dem Kopf in eine nächste Schlinge,

doch höre ich auf Erden Schmetterlinge,

im Paradies, dort fehlten mir die Dinge. 

© Amy Herzog

Für ein wenig Mut…

Wir nennen es das Paradies,
die Träumer, die das Glück verließ,
ich hörte, für ein bisschen Mut,
wird dort drüben alles gut.

An Tränen können wir nicht denken,
sollen die Sterne einfach lenken,
und die Ewigkeit uns buchen,
während wir das Glück versuchen.

Wir werden unser Eis zerbrechen,
wenn wir raus auf Meere stechen,
Wolken sehen und sie lieben,
Strand und Pech nach hinten schieben.

Einfach gehen, dabei schweigen,
für uns fiedeln leise Geigen,
der neue Tag am neuen Ort,
finden wir uns wieder dort.

Das Leben hier im Rauch und Wein,
wir sehen nichts, doch nicht allein,
danach der Morgen – alles gut,
und all das für ein wenig Mut.

 

© Amy Herzog

Wartend auf das Paradies…

Liebend kleine Menschen hier
Doch suchen sie die Siege
Erleben zwischen Hass und Liebe
Abertausend rote Kriege

Wann bläst sich aus die Kerze
Steigend auf in Dunkelheit
Wartet´s dort das Paradies
Dort oben in der Ferne

So will ich weiter ferner reisen
Überwinden Berg und Tal
Große Liebe weiter reichen
Inmitten all dem finden

Mit Herz und Seele dich beschenken
Würd ich dich dann endlich finden
Wartend auf das Paradies
In deinen Armen sicher liegen

© Amy Herzog