Traumwelt

traumwelt

und dann dieser worst case fall
den du dir einredest
weil du es nicht aussprechen kannst
denn wenn du das tätest
würde es dir viel zu wahr werden
dieser zerbrechliche traum

© Amy Herzog

ewige Nächte

kippe Benzodiazepine auf mein Bauchgefühl
bis mein Kopf in den Seilen hängt
sehe rosige Wangen und tropfenden Mond
es duftet nach zeitlosen Laken, Staub und Hunger
der mich durch ewige Nächte gleiten kann
und ich traue mich nicht zu fragen
ob die Ewigkeit ein Ende kennt
denn wohin mich auch die Seile tragen
ernährt mich dieser Mond in jedem Kuss

© Amy Herzog

Realität / Traum

Kurz Realität
Gardinen aufziehen
und Fakten reinlassen
die Oberflächlichkeit
brennt mir die Augenbrauen
schmeckt abgestumpft
und hinterlässt Laufmaschen
auf meiner Zunge

Ziehe die Gardinen wieder zu
und putze Träume der letzten Wochen
von haarig-gewordenen Zähnen
das Fell allein spendet keine Wärme

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Der Traum schmeckte
nach Kokosnuss am Strand
und nach Sand zwischen den Zehen
wie endlose Zeit auf einer Decke
am Rand des Wassers

Und nach süßer Melancholie
zu jedem Nachtisch
weil ein Leben am Ende zu kurz ist

© Amy Herzog

Albtraum

Seeleneiter fließt aus meinen Poren
du garnierst mit Lilien und Salz
und schlingst ohne Luft zu holen
die Fleischeslust aus deinem warmen Schoß
in die zwielichtigen Ecken deiner Haut
es graut mir, zittert, flimmert
tief durch die Äste meines Lebens
und winselt, wimmert dir ein Lächeln ins Ohr
trinkst es, wie den ersten Regentropfen
nach einer verbrannten Nacht
bleibt mir dies ein Albtraum
schwitzend, dreht und wendet
doch bin ich nicht mehr aufgewacht

© Amy Herzog

Blutende Finger

Wann immer meine Finger bluten
mein Liebster, lege ich sanft
jedes totgefahrene Wort in dein
leergetrunkenes kaltzerkratztes Gefäß
schwerwiegendvolltrunken

Badend lege ich die Kleider nieder
und mein Herz knistert dich gleichmäßig
tief in meinen dunkelsten Traum
aus Wahrheit, Lügen, Lachen, Gold und Rot

Und wann immer ich meine kleine Welt
so achtlos und naiv in deine lege
bist du mir Atlas, stark
vom Sonnenschein geblendet
und von meiner Sehnsucht betrogen

Dann mein Liebster, dann
beginnen wahrhaftig
meine Finger für dich zu bluten

© Amy Herzog

Wolkentraum…

wolken!

lassen mich gleiten, träumen,
bohren, auf poesie stoßen,
in worten wohnen –
schwimmen!
bis in grüne meerestiefen
treiben, segeln, um bunte fische

baden in ihrer phantasie,
wie getrieben in hell
grüne wiesen!
liegen, riechen bienen honig –
summt löwenzahn ein lied

träume mich mit ihm
durch den wind!
in fliegen flauschig denken, lieben,
ohne noch zu lenken trinken
nur, und weiter richtung
wolken hinken…

 

© Amy Herzog

Traum

In der Morgendämmerung
küsst mich eine leere Bettseite
und streichelt den wiederkehrenden Traum
holt mich sanft in einem Geheimnis ab
und ich falle in die Welt zurück

Ist eigentlich alles ein Geheimnis
wirklich unaussprechlich
oder hat nur nie jemand gefragt?

In der Abenddämmerung
suche ich dich unterm Kopfkissen
und finde meinen geliebten
ein liebliches Betthupferl
meinen ersehnten
Traum

© Amy Herzog

Tropf

Hält mein Atem kurz inne
so ist es nur ein Tropf
auf heißem Stein
und wirbelt er doch meine Sinne
wild umher
gehört er mir, nur mir
allein

Wie klingt ein Stöhnen
welches sich in süßen Küssen
um die rote Sonne legt
und wie kleidet sich die Nacht
die zwischen uns
das weite Meer bewegt

Hält mein Atem immer inne
so bleibt das eine mein
stiehlt mir auch an diesem Abend
bloß nicht den Gedanken
dieser Tropf auf heißem Stein
wird er bis ins tiefe Ende
ewig meiner sein

© Amy Herzog

Zufall

Es wird mir nicht überdrüssig und alles andere blende ich geschickt aus. Damit erfinde ich noch lange das Rad nicht neu, im Gegenteil, die Gummierung hat sich längst auf den Straßen verloren. Aber selbst auf kreischenden Felgen finde ich noch den Weg. Meine Briefe haben gewiss die Welt mehrfach umrundet, aber ich überlasse es dem Zufall, obwohl, oder gerade weil es mir die größte Herzensangelegenheit ist. Ich rede mir ein nicht zu wissen was schmerzhafter wäre, aber ich glaube mir nicht. Ich denke das beste wird sein bis in die Sterne zu warten. Im Schwebezustand erträgt es sich leichter. Und wenn ich dann immer noch den Weg finde, dann erfinde ich das Rad neu. Bis dahin blende ich die Dinge geschickt aus, und zähle die Weltumrundungen in zufälligen Zahlen.

© Amy Herzog

braun-blau

Gold fließt aus braunen Augen
und zeigen mir den Herbst
wie trockenes Laub
umherwirbelt, verwoben
tanzend toben durch den Tag
und am Abend vorm Kamin
in zärtlicher Unendlichkeit
ineinander verschmolzen

Und Himmel liegt in blauen Augen
treibend im Gold und Salz
das aus unseren Poren fließt
wird braun und blau zum Mond
so siehst du wie der Regen fällt
auf dem ein suchender Frühling
nach nie enden wollenden Reisen
endlich Glückseligkeit erhält

© Amy Herzog

In deinen Traum

Als sei’s ein lauer Wind im Sommer
streift sanft mich deine Hand
und ich, ich Träume in den Wolken
doch schlief im grünsten Gras
als ich zum späten Abend dann
die Lieb‘ in deinen Augen las

Sind es Sterne, sind es Augen
kann ich deinem Traum denn glauben
sagst du nur „komm lass dich fallen“
und schenke dein Vertrauen

Vom Kusse unterm Sternenzelt
so wach bin ich verloren
doch führst du mich mit in deine Welt
wo du mich an den Händen hältst
in Seide mich bekleidest
durch die Nacht in deinen Traum

 

 

© Amy Herzog

 

Zwei.

Deine Haut ist mein Kleid
und mein Atem ist deine Luft,
die, wie sie um die Ohren tänzelt,
singt von Stille meinen Duft.

Und das knistern eines Astes,
der im Wald am Boden liegt,
der, wie des Kusses leiser Hall,
wie Sommerluft am Körper schmiegt.

Werden Tropfen meines Regens,
nur mit deinen für uns Meer,
das, wie es uns‘re Seelen reinigt,
wiegt die Stille umso mehr.

Nur des Feuers rote Flammen,
dass das Blut zum kochen bringt,
schwebt die Erde zu den Wolken,
ist mein Körper frei und sinkt.

In den Nächten uns‘rer Augen,
wirkt im Innern Malerei,
bis die Sonne will‘s erwecken,
bleiben übrig nur wir zwei.

 

 

© Amy Herzog

Wahre Träume.

Durch dich kann ich Träume sehen,
funkeln hell und strahlen weit,
in eine Zukunft voller Liebe,
Frohsinn, Glück und Zweisamkeit.

Wie der Himmel hier auf Erden,
Sonnenschein und Blumenduft,
alles was Jahrzehnte grau war,
blüht im Regen, schenkst du Luft.

Und wenn dann der Mond am Himmel,
tanzt mit tausend Sternen gar,
ruh ich träumend in den Armen,
und du machst die Träume wahr.

 

© Amy Herzog

Kirmes

Auf der Kirmes – buntes Treiben,
all die Sorgen sind kurz fort,
könnt es doch nur stets so bleiben,
hilft doch nur ein wahres Wort.

Nur ein Wort wie tausend Lichter,
lachen, Glück und Liebe sind,
so nimmst du sie doch auch mal öfter,
voller Macht wie Eis und Wind.

Wie die Wärme vieler Menschen,
reicht das Licht des Einen nun,
sei’s wie ein Leben auf der Kirmes,
doch nur mit wahrer Liebe tun.

 

© Amy Herzog

wende.punkt.

deine sonne will nicht zählen
bin vom rauch umzäunt
wendet sich mein heißes fleisch
doch nur von links gebräunt

eine seel‘ aus purem gold
nur bleibt die haut aus grauem blei
schwitzt mein herze blut
so tausendfach wie’s leiden sei

meine blümchen längst verkümmert
trottet leis der regen
kann nichts hören kann nichts sehen
und das nur deinetwegen

gab’s die suppe letzte woche
sei sie eingebrockt
trotz des welkens steigt der nebel
ist’s die sonne die mich lockt

wendet sich der wind zum rechten
wird die haut zu gold
und glänzt ein neuentdecktes leben
wenn’s nicht sterben sollt

 

 

© Amy Herzog

Aussicht

Und du lässt mich wieder Lachen,
fängst den meinen Regen auf,
sei’s ein Wort, ein Blick, ein Anruf,
gehst mit mir den Berg hinauf.

Doch ich weiß, der Weg ist müßig,
denn mein Herz noch nicht mit lacht,
nur ein Witz, ein Spaß, ein Lacher,
und ein fester Halt bei Nacht.

Oben wird dann diese Aussicht,
sonnig ist’s, was du versprichst,
auf die wachsend bunten Blumen,
wo du kein Versprechen brichst.

 

© Amy Herzog

An’s sichere Land

Ich fange an es zu vermissen,
dieses Gefühl, das du mir bringst,
wann immer deine Augen strahlen,
so aufrichtig von Wärme singst.

Die Zuflucht liegt in deinen Armen,
so lasse ich sie nicht mehr geh’n,
ich folge nur dem Klang der Stille,
und lasse mich von Wind verweh’n.

So spür‘ ich unter meinen Flügeln,
die Leichtigkeit von deiner Hand,
sie hält und trägt mich immer weiter,
bis an das sicherst‘ schönste Land.

 

 

© Amy Herzog

Mein Tanz

Ich lebe heute, tanze jetzt,
wo du dich nur durchs Leben hetzt,
wo kommst du an, wo willst du hin,
und worin findest du den Sinn?

Ach weißt du was, ist mir egal,
denn weißt du, auch du hast die Wahl,
komm sei bei mir, und tanze jetzt,
und ich versprech‘ dir, bis zuletzt.

Ich tanze heute bis zum Morgen,
leichtfüßig über Angst und Sorgen,
denn was auch immer gestern war,
der Tanz soll werden wunderbar.

 

 

© Amy Herzog

Irgendwann..

Irgendwann hörst du nicht mehr zu
nicht mal mehr dem Wind
obwohl du ihn noch beneidest
wie die Worte um dich
schöner kreisen, Lächeln wecken
bis du dich in Masken kleidest

Irgendwann verstummt die Musik
und mit ihr auch der Blick
doch ihr Schweigen leert dich nicht
nur das fort und dennoch da
weil kein Wort vom Ander’n war
nur sie bleibt dein Licht

Irgendwann ist stark der Wind
und bläst die Kerze aus
so bist du einsam, willst du sinken
tief und tiefer in dich selbst
bleibt kein Atmen in der Stille
wirst du nur ertrinken

Irgendwann zerfällt dein Bett
nur farbenlos zu Staub
was wirst du tun, welch Blut zuletzt
ob Lächeln, Tränen, Liebe, Nichts
wo willst du sein, was wäre wenn
dein irgendwann sei jetzt

 

 

© Amy Herzog

Kleine Eule..

Kleine Eule in dem Herzen,
so verspielt und noch so klein,
rosa flauschig strahlen Bäckchen,
grün und zart die Flügelein.

Flattert sie durch die Gedanken,
warm das Nest in meinem Traum,
kleine Lieder zwischen Stürmen,
sicher in dem stärksten Baum.

Kleine Eule in dem Herzen,
doch der hellste Sonnenschein,
und in tiefen schwarzen Nächten,
zaubert sie ein Herzensheim.

 

© Amy Herzog

 

In meinem Traum..

So fiel ich tief in einen Schlaf,
worin ich tausend Träume traf,
von Sternenlicht um Wolkenbank,
und in des Herzens Arme sank.

So träume ich durch einen Traum,
zuweilen glaube ich ihn kaum,
doch lebe ich im hier und jetzt,
und träume all das bis zuletzt.

So sitz‘ ich auf der Wolkenbank,
und trink der Wolken Liebestrank,
verweil‘ im Sternenlichte warm,
solang ich sink‘ in deinen Arm.

So wenn der Morgen aufgewacht,
mein Herze dennoch weiter lacht,
denn führt der Sternenweg zum Traum,
und schafft für meine Liebe Raum.

© Amy Herzog

Meines Herzens Gift..

Tief in eines schwarzen Traumes
trank ich meines Geistes Gift
mein Herze doch ertrank im Leide
auf dass es auf mein Ende trifft

Gezwungen ward ich zu dem Traume
der Seele Kränklichkeit erdrückt
so bliebe mir in meinem Schmerze
im Gifte noch die Liebe glückt

So lag ich noch in deinem Schoße
doch sah ich darin keinen Grund
ich schlief in meinem Traume sanft
und nahm der Liebe ihre Stund

© Amy Herzog

Von der Schneeflocke..

So kann ich in die Zukunft blicken,
der Regen spiegelt schon mein Bild,
am blauen Himmel kann ich sehen,
das Wetter wird ganz langsam mild.

Und glitzert neben mir die Pfütze,
so dicht daneben schmilzt mein Eis,
die Ecken werden immer runder,
sie knistern leise, was ich weiß.

So werde ich im Meer verschwinden,
ganz einfach aus dem Weg geräumt,
und all die kuschelweichen Winter,
sie wurden nur von mir erträumt.

© Amy Herzog

Kein Traum…

Mein Albtraum wandert durch die Tage,
die Kirchenglocke stumm zerbricht,
auch die Vögel zwitschern schweigend,
und Sonnenstrahlen blenden nicht.

Alles um mich wirkt verschwommen,
nichts und niemand zeigt den Sinn,
wer küsst mich in den guten Morgen,
wenn ich hier ganz allein nur bin?

Mein Albtraum wandert ohne Pausen,
Tag und Nacht geküsst vom Schmerz,
und langsam muss mein Auge sehen,
es ist kein Traum, gebroch’nes Herz..

© Amy Herzog

Traurig, stumm und scheu..

Wo immer ich noch sehen kann,
dort sehe ich mich selber nicht,
im Leben fern den Träumen sein,
als wenn mein Herze niemals bricht.

Wo immer ich noch leben kann,
warum lebt dieser Traum auch dort,
ich könnt doch – oder lieber nicht,
so Hand in Hand im Traume fort.

Wo immer ich noch träumen kann,
dort bleib ich auch dem Geiste treu,
so lächelt falsch mein müder Blick,
in Hülle, traurig, stumm und scheu.

© Amy Herzog

Allein.

Ich lehne mich an meinen Traum,
dort wo ich nicht alleine bin,
mit der Musik aus deinem Herz,
ergibt im Traum die Liebe Sinn.

Geschlossen liegend Arm in Arm,
dort wo es warm und sicher ist,
so wanke ich durch meinen Traum,
und niemand bleibt dort je vermisst.

Nur wenn das Licht den Tag erweckt,
wo finde ich dann noch den Sinn,
wenn ohne die Musik des Traums,
ich doch am Schluss alleine bin.

© Amy Herzog

Frei..

Dort stürze ich ins Leben,
das mir den Wind geraubt,
erdrückt von tausend Tränen,
doch nur dem Traum geglaubt.

So träume ich die Zukunft,
und kann sie doch nicht sehen,
sie schläft in tausend Sternen,
und wird einfach geschehen.

Doch träume ich zum Ende,
als trägt mich kurz der Wind,
könnt ich die Sterne sehen,
und frei sein wie ein Kind.

© Amy Herzog

Traumtod…

In den Augen strahlte Hoffnung,

bis der Traum bei Nacht verstarb,

so weint die Zeit durch stilles Eis,

bis auch das Herz der Nacht erlag.

© Amy Herzog 

Waldtraum..

Raschele mit den leuchtenden Blättern,
schrie ich mit Leibeskräften dem Wald.
Hoffte doch auf warm wehende Winde,
so brächten sie blühende Gefühle bald.

Und zeige mir den wolkenlosen Himmel,
dachte ich stumm im nassen Schlamm.
Nur fliege mit in die tiefschwarze Nacht,
in der ich den Fluss der Träume besang.

Oh wärmende Sonne so tanze im Wind,
reiche die Hand in die singende Nacht.
Tanzen auch Sterne im lebenden Traum,
bleibt es mein Herz, das im Walde lacht.

© Amy Herzog

Regenmacht…

So wird er nicht versickern,
der Regen, den ich trinke,
nur wird er mich auch nähren,
während ich doch versinke?

So scheint er doch zu wichtig,
beginnt in mir schäumen,
nur kann ich mich noch sehen,
durch all das Wasserträumen?

So schwimme ich nur mit ihm,
lass‘ seelenruhig ertrinken,
der Traum, er könnt‘ doch leben,
oder zum Leb‘ wohl winken.

© Amy Herzog

Neue Kerzen…

So trinke ich vom süßen Duft des Traums, 

und koste dort vom reinsten aller Herzen,

sehr wohl bin ich beflügelt gar berauscht,

vergessen gar die alten Liebesschmerzen,

so ward gestohlen sanft das meine Herz,

entflammt im Traum das deine neue Kerzen. 

© Amy Herzog 

Porzellantraum…

Ein Traum im blütenweißen Rauch,
noch in der Fern‘ am Himmel blüht,
ein Feuer doch zum Abend brennt,
gar tief die Nacht im Hunger glüht.

Die Zärtlichkeit am Halse küsst,
am Fenster leis‘ der Regen klopft,
so wie sich jene Nacht verneigt,
im stillen Kalt vom Himmel tropft.

Die Sonne strahlt den Tag herein,
und Herzen halten sich im Zaum,
im Lichte nun der Rauch verweht,
zerbricht aus Porzellan der Traum.

© Amy Herzog

Im Nebel durch Zeit…

Die Augen ruh’n im halben Schlaf,
schon skandalös dein Atem haucht,
ins Meer ich fiel, als ich dich traf,
wo auch der Traum in Küsse taucht.

Der Nebel durch die Augen zieht,
entreißt mich aus der Wirklichkeit,
und wo mein Herz in Träume flieht,
vergisst auch der Moment die Zeit.

So sprich nur keine Fragen mehr,
der Dieb, so lieblich, leis‘ geliebt,
so fällt der Abschied uns zu schwer,
ich denk an dich, im Traum verliebt.

© Amy Herzog

Traumwahn…

Ich lebe im Wahn-
Sinngleich ist Nichts
Versinke im Chaos
Bleibe übrig im Fluss-
Pferde zertrampeln mich
Sichtlich verstört
Lasse alles stehen und
Liegen, nichts läuft rund-
Gedacht in Ecken
Kann mich jemand wecken
Erschrecken, doch mich
Im Traumwahn nicht gleich
Verschrecken.

 

© Amy Herzog

Wolkenschwere Nacht…


Der Himmel war zu Wolkenschwer,

er zeigte Mond und Sterne nicht,

die Träume waren dort gefangen,

wo ohne Licht mein Herz zerbricht.

 

Die Wolken fallen mit dem Morgen,

der Traum im Regen nun entwich,

denn Sterne sind im Tag verborgen,

mein Herz weint darum bitterlich.

 

Und Stunden rennen mit dem Tag,

wo jeder Tropf in Hoffnung weint,

so hält mein Herz nun daran fest,

dass dieser Traum heut Nacht erscheint.



© Amy Herzog

Eine Phantasie…

 

Der Augenblick steht neben mir,
von dort aus kann ich alles sehen,
wie meine Phantasie mir dir,
wo wir an alle Grenzen gehen.

Die Grenzen schweben über mir,
doch drücken sie mich hier nicht ein,
dort oben kann ich sehen – wir,
sind auf den Wolken nicht allein.

Dort in den Wolken seh‘ ich dich,
uns schauen nur die Sterne zu,
die Phantasie begleitet mich,
und gibt in deinen Armen Ruh‘.

Ein Kuss beendet unser Stück,
ein Blick in deine Augen reicht,
zwei Lippen fallen schon zurück,
dort wo der Traum mit dir entweicht.

 

© Amy Herzog

Wunschgedanken…


Der Morgen brachte die Gedanken,

mit Wünschen die nur keiner sieht,

die Wahrheit liegt darin verborgen,

wovor mein Herz allein nur flieht.

 

Die Flucht begleitet durch den Tag,

der anderen das Lächeln schenkt,

doch innerlich dort wütet noch,

der Sturm, der mich durch Nächte lenkt.

 

Die Nacht brachte mir die Gedanken,

die außer mir doch jemand sieht,

und sei’s jemand, der Wahrheit mag,

so dass der Wunsch wahrhaft geschieht.

 


© Amy Herzog

Träume…

 

Und der Schlaf, er zaubert Träume,

wohin die Seele flüchten kann,

bis dann der Tag der Tage kommt,

wo all die Träume kommen an.



© Amy Herzog

Nur im Traum…

 

Mein Herz, das nach der Liebe schreit,

nach Wärme, die es einst gespürt,

unsagbar laut und kreischt ins Nichts,

es ward nur hinters Licht geführt.

 

Mein Herz, es irrt durch diese Nacht,

verzweifelt sucht es nach dem Sinn,

und atme ich die Sehnsucht tief,

der Fall geht tiefer, doch sag‘, wohin?

 

So irrt mein Herz durchs Labyrinth,

aus Fragen, die noch leis‘ gestellt,

und gleite doch im Traum der Nacht,

in deinen Arm, der nur dort hält.



© Amy Herzog

Sehnsuchtsgefahr…



Wenn ein Herz nur wünscht und träumt,

das was der Schrei der Sehnsucht will,

dann läuft es schlussendlich Gefahr,

und bleibt zum Ende ruhig und still.

 

Wenn Sehnsucht dann am Herzen nagt,

dann schlägt und pocht es viel zu laut,

doch die Hoffnungslosigkeit zerfrisst,

das Herz wird samt der Sehnsucht taub.

 

Und wenn ein Herz betäubt verbleibt,

im Dunkeln ohne Zweck und Sinn,

dann hat es einst wahrhaft geliebt,

doch weiß von nun an nicht wohin.



© Amy Herzog

(K)ein Herz…


Ein Herz, geheim und unsichtbar,

es weint sich durch die Nacht allein,

das Lächeln unter Tränen schläft,

die Seelenträume bleiben klein.

 

Ein Herz, geheim und unsichtbar,

es schlägt sich leise durch den Tag,

die Maske es noch kurz beschützt,

wartend auf Nacht und Niederschlag.

 

Ein Herz, geheim und unsichtbar,

ein niemand noch das Lächeln hört,

weil unter all den Tränen nichts und,

niemand sich an Träumen stört.



© Amy Herzog

Geträumte Nähe…

Wartend einsam Nächte ziehen,
dass die Brut im Hirn versinkt,
lächelnd träumen, siegreich fliegen,
bis die Lust am Wein gewinnt.

Geister fliegend schweben lassen,
bis die Körper sich umklammern,
geistlos trunkenvoll gelassen,
hören letztlich auf zu jammern.

 

© Amy Herzog

Glück…

Ich wanke müde durch den Tag,
der ohne jedes Glück sich neigt,
so denke ich mal kurz daran,
was mir der helle Mond gezeigt.

Das Schlaflied ward gesungen dort,
wo all die Meere lauter rauschen,
nur damit ein Niemand hört,
dass Mond und Sterne Träume tauschen.

So träum‘ ich leise durch den Tag,
auf dass das Lied woanders klingt,
wo wir uns finden, oder dort,
wo uns ein wenig Glück zuwinkt.

 

© Amy Herzog

Unbezahlbar…

Müde von dem Rest des Lebens,
träume ich durch diese Nacht,
nur der Tag zählt zähe Stunden,
denn nur dort wird nachgedacht.

Wenn der Wind die Asche weht,
die am Tag auf Träumen liegt,
reise ich durch tausend Sterne,
worin auch das Herz dann siegt.

In der Nacht weht freier Wind,
sodann zähl ich das letzte Schaf,
und in dem Traum so hell erwacht,
singt Reichtum in den tiefen Schlaf.

Unbezahlbar scheint die Nacht,
ein Wert der Freudentränen weint,
in Liebe warm ein sanfter Kuss,
ein Leben, das im Traum erscheint

 

 

© Amy Herzog

Altes Herz…

Ich schwebe durch den langen Tag,
durch all die fernen Worte,
im Traum fang ich sie alle ein,
auch wenn ich sie nie hörte.

Und in der träumerischen Welt,
dort sind die Wörter nah,
wo ich sie in dem Sonnenlicht,
nie klar im Herzen sah.

Es schlägt und hüpft in dieser Welt,
denn sie ist niemals kalt,
doch draußen in der Kältezeit,
wird es schon blass und alt.

 

© Amy Herzog

Unverhofft…

Fassbar wird mir der Widerspruch
schmerzhaft wohl – verliebt zugleich
doch nähern sich mir schwarze Wände
ersticke ich? Nein, es waren deine Hände

Und dieser unverhofft warme Wind
so plötzlich in meinem Nacken – zart
schlägt Strom durch meine Adern
lässt mich zittern, lachen, leben.

Scheint noch alles unsichtbar
die Wahrheit tanzt am anderen Ende
Welten, groß, doch klein genug
Gedanken wärmen meine Hände

 

© Amy Herzog

Im Raum.

Die Nacht sich mit dem Kusse legt,
eröffnet sich mir sanft ein Traum,
die Sehnsucht um die Seele spielt,
ein Weg, er führt mich hin zum Raum.

Ein Raum gebaut nur für uns zwei,
in dem du ruhig und selig döst,
die sternenklare Nacht mir zeigt,
in diesem Raum, Problem gelöst.

Dort lege ich mich zu dir hin,
und streichele sanft durch dein Haar,
ein Niemand der uns stören kann,
und draußen bleibt, was jemals war.

Doch dauert diese Nacht zu kurz,
der Traum durch meine Finger rinnt,
am Tage, wo kein Raum erbaut,
und Herzen nur gebrochen sind.

So klauen wir uns Stein um Stein,
erbauen uns den wachen Raum,
wo Näh‘ und Wärme sind verliebt,
und leben einfach nur im Traum.

 

© Amy Herzog

Grüner Garten…


Am Himmel leuchtet hell ein Stern,

doch bin ich hier allein,

die Nacht, sie ist noch viel zu jung,

ein Traum aus hellem Schein.

 

Die Welt, sie liegt so weit entfernt,

doch riech‘ ich schon das Grün,

der Garten, ein Geschenk zur Nacht,

dort wo Gefühle blüh’n.

 

Tiefer taucht die Nacht ins Schwarz,

der Stern, er wird nicht warten,

ich reiche meine Hand und flieg,

in traumhaft grünen Garten.

 



© Amy Herzog

Für ein wenig Mut…

Wir nennen es das Paradies,
die Träumer, die das Glück verließ,
ich hörte, für ein bisschen Mut,
wird dort drüben alles gut.

An Tränen können wir nicht denken,
sollen die Sterne einfach lenken,
und die Ewigkeit uns buchen,
während wir das Glück versuchen.

Wir werden unser Eis zerbrechen,
wenn wir raus auf Meere stechen,
Wolken sehen und sie lieben,
Strand und Pech nach hinten schieben.

Einfach gehen, dabei schweigen,
für uns fiedeln leise Geigen,
der neue Tag am neuen Ort,
finden wir uns wieder dort.

Das Leben hier im Rauch und Wein,
wir sehen nichts, doch nicht allein,
danach der Morgen – alles gut,
und all das für ein wenig Mut.

 

© Amy Herzog

Der Traum gegen die wahre Welt…

Der Wunsch durch Morgenröte fließt,
als Stille auf meinem Papier,
er rauscht durch Blatt und Gras geschwind,
und spielt mit mir Klavier.

Die Phantasie des Nachts erweckt,
sich durch den Körper brennt,
in Leidenschaft und Lust getränkt,
was mich vom Tage trennt.

Der Traum, er führt mich durch den Tag,
fernab der Wirklichkeit,
Gedanken zieh’n an mir vorbei,
die Seele dabei laut schreit.

All das kann mein Herz ertragen,
es weint nur um Gedanken,
doch blickt das Aug‘ die wahre Welt,
beginnt das Herz zu wanken.

Bestückt mit der Erinnerung,
kann nichts in mir mehr denken,
der Traum, der Wunsch, die Phantasie,
all das kann nicht mehr lenken.

 

© Amy Herzog