Reisen

braun-blau

Gold fließt aus braunen Augen
und zeigen mir den Herbst
wie trockenes Laub
umherwirbelt, verwoben
tanzend toben durch den Tag
und am Abend vorm Kamin
in zärtlicher Unendlichkeit
ineinander verschmolzen

Und Himmel liegt in blauen Augen
treibend im Gold und Salz
das aus unseren Poren fließt
wird braun und blau zum Mond
so siehst du wie der Regen fällt
auf dem ein suchender Frühling
nach nie enden wollenden Reisen
endlich Glückseligkeit erhält

© Amy Herzog

Träume beweinen.

Wolltest du einmal meine Sprache lesen,
dann würdest du meine Träume verstehen,
und würden dann meine Worte verstanden,
würden sie nicht mit dem Restwind verwehen.

Wolltest du einmal zu den Sternen blicken,
könntest du meine Fragen dort sehen,
sie strahlen und schreien bei Tag und Nacht,
doch möchtest du an ihnen nur vorbei gehen.

Wolltest du einmal meine Liebe hören,
und dich nicht verhüllen im Schweigen,
dann könnten wir mit den Träumen reisen,
und ich müsste sie nicht weiter beweinen.

 

© Amy Herzog (17.12.2015)

Die letzte Reise…

Man kann nicht so viel sagen,
denn sie wandelte nur still,
wohl wissend, was sie will,
doch konnte sie’s nicht wagen.

Sie wünschte einst zu finden,
ohne nur ein kleines Wort,
reiste sie von Ort zu Ort,
doch konnte sich nicht binden.

Und viele Jahre sind vergangen,
von der Küste bis auf’s Land,
stand mit ihrem Rücken zur Wand,
hatte sie einen Fehler begangen?

Ich kann nur noch eines sagen,
denn ich hatte sie laut gefragt,
nur sie, sie hat es nicht gewagt,
ihre Zelte hier aufzuschlagen.

Vergessen wir im Schweigen,
das war ihr allerletztes Wort,
sie ging und verpasste jenen Ort,
um die Wolken zu besteigen.

© Amy Herzog

 

Auf Reisen… 


Komm wir gehen auf eine lange Reise,

Und halten nur uns an den Händen,

Wir malen uns die Bilder aus Träumen,

Die zu unseren Zeiten niemals enden.

 

Komm wir setzen uns auf Wolken,

Und trinken ein Bier unter den Sternen,

Malen ein Schloss vor die Gedanken,

Und öffnen lächelnd unsere Herzen.

 

Komm wir reisen durch die Wiesen,

Atmen uns und den Duft der Wälder,

Tief in unsere Körper, blicken verträumt,

Und rücken zusammen, immer näher.

 

Wir malen Farben aus bunten Träumen,

So wird nie eine Farbe für uns gehen,

Wir allein werden auf Reisen bleiben,

Ewig unsere Träume gemeinsam sehen.



© Amy Herzog

Reisen…

Komm, lass uns träumen
Durch weiche Nebelschwaden
Bis in die zeitlosen Räume
Immer weiter reisen

Die Gedanken zurück lassen
Und die Wärme spüren
Lass sie uns teilen
In unseren Umarmungen

Gehen wir gemeinsam
Und lassen uns fallen
Bis wir dort ankommen
In unseren Küssen

© Amy Herzog

Ich will nur weg…

Ich will nur weg
Ich weiß nicht wohin
Nur irgendwohin…

Wo Sonne nur scheint
Und’s ewig noch schneit
An den Ort da hin…

Egal wo das ist
Ich komme dort hin
Ich eile geschwind…

Nicht mal lebe wohl
Sag ich hier, egal
Ich bin nun mal so…

Wie könnt ich sein froh
Dem Leben entgegen
Die Erde zu Füßen…

Da würd ich begrüßen
Nach Hause zu fahren
Nie wieder zu müssen…

© Amy Herzog