himmel

Adieu

Hach,
immer nur Enden
Adieu
in der Stille
aber
irgendwann
fahre ich aus der Haut
bevor mich
der Himmel zwingt

© Amy Herzog

braun-blau

Gold fließt aus braunen Augen
und zeigen mir den Herbst
wie trockenes Laub
umherwirbelt, verwoben
tanzend toben durch den Tag
und am Abend vorm Kamin
in zärtlicher Unendlichkeit
ineinander verschmolzen

Und Himmel liegt in blauen Augen
treibend im Gold und Salz
das aus unseren Poren fließt
wird braun und blau zum Mond
so siehst du wie der Regen fällt
auf dem ein suchender Frühling
nach nie enden wollenden Reisen
endlich Glückseligkeit erhält

© Amy Herzog

Halb

Vom Wind, der mich verlassen
hat, so wollt ich ihn nur lassen
doch, wie könnt ich nunmehr atmen
weil, ich brauch ihn für mein Seelenheil.

So marmorgleich die Wangen
sind, muss ich im Dunkeln bangen
denn, der Regen über Seen schwimmt,
so wie der Nebel Freude nimmt.

Die Sehnsucht nach der Sonne gleicht,
durch Gassen nur ein Schweigen schleicht,
dem Blick gen Himmel – Wind bleib hier,
das Seelenherz schlägt halb nur hier.

© Amy Herzog

Du hörst es nicht…

Leise wird es nur bei Nacht
wenn mein Schweigen spricht
weiße Haare, blaue Lippen
die am letzten Tropfen nippen
doch du hörst es nicht

Regen fällt nur in der Nacht
auch wenn kein Wort entspringt
lautes Klirren, tausend Scherben
die am Boden einsam Sterben
doch du siehst sie nicht

Träume reisen nur bei Nacht
der Schweiß gen Himmel steigt
leere Räume, eng die Schlinge
wie ich um mein Leben ringe
doch mein Mund verschweigt

© Amy Herzog

Richtung Ruhe…

Ich fühle mich unendlich einsam,
auch wenn ich nicht alleine bin,
ich möchte einfach nur nach Hause,
nur weiß ich nicht, wo soll ich hin.

Zwar bin ich dankbar für den Menschen,
doch wenn was wirklich ehrlich ist,
so hält mich hier ganz schlicht der falsche,
und nicht das was mein Herz vermisst.

So schlucke ich einfach die Tränen,
und lache falsch dem Ende zu,
vielleicht ist oben mein zu Hause,
vielleicht komme ich dort zur Ruh‘.

 

 

© Amy Herzog

 

 

Nur der Winter weiß um meine Sehnsucht…

Blaue Augen funkeln nicht im Schwarzen,
wenn der Stern des Himmels mit mir litt,
durch die Schleifen meiner tiefen Liebe,
doch mein Herze pocht mit jedem Schritt.

Und fortan kennt auch nur der graue Nebel,
streichelt sanft im Walde mein Gesicht,
Blicke schweifen schweigend über Berge,
wie an deinem Blatt mein Traum zerbricht.

Nur der Winter weiß um meine Sehnsucht,
wie der schwere Schnee im Fluss versinkt,
fahre leise durch des Glaubens Nächte,
bis mein Herz von deinen Tränen trinkt.

© Amy Herzog

 

Das blaue vom Himmel…

Honigsüßes wortgewandtes Blattwerk,
trägt mich mühelos durch Wind und Zeit,
und schlaf ich töricht tief in grünen Düften,
scheint der Weg auf grauen Steinen weit.

Und tragen Wolken nur ihr weißes Kleid,
schon seit ich dachte, dass ich denken kann,
darunter singen Himmelsworte strahlend,
grau doch, wenn der Regen dann gewann.

So luftig trägt doch manchmal der Moment,
doch wo nur leben Träume wenn sie rennt,
die Zeit, die mich umgarnt mit ihren Worten,
wenn Regen fällt doch niemand mehr erkennt.

© Amy Herzog

Wahrhaftig..

Ich spüre sie, die Straßen,
und doch liege ich im Schlaf,
sanft, wie wir unter Sternen saßen,
und den Himmel auf Erden traf.

So plötzlich doch, es bebte,
und doch bin ich in meiner Welt,
bunt und wunderschön sich webte,
der Traum, der mich am Leben hält.

Im meinem Sein, ich spüre,
die Visionen in meiner Poesie,
wahrhaftig doch im Licht berühre,
als lebte ich im Traume nie.

© Amy Herzog

Reinstes Gold…

Wie reinstes Gold aus deinem Munde tropft,
so baden Wolken tief im Himmelblau,
doch ehe noch mein Unheil leise klopft,
so merke ich doch schon der Wolken grau.

Doch trinke ich mit Leid und ganzer Seele,
dein gold’nes Gift verhüllt mich gänzlich warm,
und wie ich mich ganz leise darin quäle,
so scheint mein Herz im Augenblick nicht arm.

So wie das Leben nach dem Glücke sterbe,
so kostete mein Herz auf Erden blau,
und schnitze ich den Tagen ihre Kerbe,
dann sehe ich vom Himmel aus kein grau.

© Amy Herzog

Porzellantraum…

Ein Traum im blütenweißen Rauch,
noch in der Fern‘ am Himmel blüht,
ein Feuer doch zum Abend brennt,
gar tief die Nacht im Hunger glüht.

Die Zärtlichkeit am Halse küsst,
am Fenster leis‘ der Regen klopft,
so wie sich jene Nacht verneigt,
im stillen Kalt vom Himmel tropft.

Die Sonne strahlt den Tag herein,
und Herzen halten sich im Zaum,
im Lichte nun der Rauch verweht,
zerbricht aus Porzellan der Traum.

© Amy Herzog

Grüner Garten…


Am Himmel leuchtet hell ein Stern,

doch bin ich hier allein,

die Nacht, sie ist noch viel zu jung,

ein Traum aus hellem Schein.

 

Die Welt, sie liegt so weit entfernt,

doch riech‘ ich schon das Grün,

der Garten, ein Geschenk zur Nacht,

dort wo Gefühle blüh’n.

 

Tiefer taucht die Nacht ins Schwarz,

der Stern, er wird nicht warten,

ich reiche meine Hand und flieg,

in traumhaft grünen Garten.

 



© Amy Herzog

Sternschnuppenmacht…

Schlaflos flossen die salzigen Tränen,
bis halb zwei in die Tiefen der Nacht,
sie tanzten im Schein von Sternen und Mond,
und wünschten sich die Sternschnuppenmacht.

Die Tränen glitzerten heller und heller,
und es wurden alle Himmelslichter berührt,
der Wunsch dieser Seele so unendlich stark,
dass jede kleinste Sternschnuppe spürt.

So schossen am Himmel die Lichter umher,
und ich, ich schlief langsam ein,
der Wunsch hat die endlose Reise begonnen,
und wird irgendwann Erfüllung sein.

 

© Amy Herzog