Traum

Blutesmacht…

Dunkel die Nacht und du warst da – nah!
Als sei es ein Traum kamst du näher
– näher, näher, unendlich nah!
konnt ich deine Lippen schmecken
doch meinen Augen kaum trauen

Sanft ein Schnitt in deine Lippen
– süß, dein Blut
konnt ich dein Wesen entdecken

Und sie war da – wie ein Blitz!
die Leidenschaft die entfacht
mit deiner Blutesmacht

Wie im Traum
ein Rausch – wollt ich mehr
beißen, schneiden, trinken
mehr und mehr im Feuer versinken

Als sei ich ein wildes Tier
über dich herfallen!
Bis dein Blut in mir
die Flammen ersticken

© Amy Herzog

Abgrund der Liebe…

Wie Honig süß
verkleben Triebe
so lebt in mir
im Traum die Liebe
Doch wünsch ich mir
bald zu erwachen
zu spüren
der wahren Liebe
Peitschen

Bunt zeigt sich mir
der Liebe Reize
die sie mir dann
das Herz zerreiße
aus der schönen Liebesnacht
bin ich doch eben
schon erwacht

Hier und jetzt
im wahren Leben
so sollen
die Gefühle beben
sich in mir die Triebe regen
ehe sie den Abgrund zeigen
das Herz zerbrochen
zurück lassen
und es in den
Abgrund werfen

© Amy Herzog

Verwelkt…

Einst lebend Fleisch
jämmerlich verwelkt
zärtlichst Schrei im Traum
wie wäre es –
springe in deinen Teich
mein Herr, egal
in deine Nicht-Welt

© Amy Herzog

Ausgeträumtes Chaos…

Die Träume zerreißen
vereinsamen und blicken
durch trübe Welten
wie letzte Seifenblasen
in Regenbogenfarben
einfach zerplatzen
und wie Geschosse
den Körper durchlöchern
die letzten Gefühle
gnadenlos durchsickern
und für immer verloren
sind in Leere betäubt

© Amy Herzog

Zwinge mich zum Glück…

Viel zu lange schon
suche ich das Glück
doch meine Seele ist zerrissen
und ich sehe es nicht…

Immer, immer wieder
will man es mir geben
doch denke ich dann
das kann es doch nicht sein
warum sollte ich es nehmen…

Ist es jetzt geschehen
die Hoffnung ist gestorben
meine Seele bleibt zerrissen
und die Hoffnung entnommen…

Die Träume sind verschwunden
nur mal ein schlechter ruft
mich in den tiefen Nächten
und kratzt an meiner Haut…

Nur einen Wunsch habe ich
und dieser ist wahr
auch wenn ich nicht glaube
verbürge ich mich dafür…

Bitte komme näher
verschrecke mich nicht
sei nur ein Mal stark genug
und zwinge mich zum Glück…

© Amy Herzog

Ich liebe es, wenn du träumst…

Wenn du schläfst und fällst
sanft in einen Traum,
scheint mir als seist du
in meinem Raum.

Eröffnen sich Welten
mal Nahe, mal Ferne,
reise ich gemeinsam
in wohlige Wärme.

Sind bunt und schwarz
zu gleicher Zeit,
sind laut und stark
und immer befreit.

Du weißt es, ich spüre
dich so nah bei mir,
lässt uns in deinen
Träumen werden zu Wir.

Ich weiß, dass du spürst
und lade dich ein,
beim nächsten Traum
bei mir mal zu sein.

Gemeinsames träumen
schreiben wir täglich,
in Freiheit und Liebe,
bis der Traum wird tödlich.

© Amy Herzog

Verlorene Träume…

Nach und nach
verlerne ich es,
zu träumen.

Liege nachts wach
und sehe keine Regenbögen.

Schwarz und kalt
vertreibt das bunt.

Was verbleibt,
ist der Traum erst verloren?

Wird es sein,
als sei ich nie geboren,
oder werde ich sterbend
zurückgelassen?

© Amy Herzog

Nähe…

zarte arme
sanft ihn umfangen
liegend auf ihm
die lippen berühren
augen geschlossen
entfesselte träume
bewegungen sinnlich
auf und ab gehen
in geöffneten beinen
seine nähe
spüren

© Amy Herzog