Hoffnungslos

Bis zum Ozean..

Und so liege ich im Dunkeln ganz alleine,
trage Hoffnungslosigkeiten vor mir her,
atme immer schwerer wenn ich sie verteile,
sehe zwischen Staub und Steinen gar kein Meer.

Und so atme ich im Dunkeln ganz alleine,
höre nur noch Schweigen und den leisen Wind,
doch was wäre wenn ich sie einfach vereine,
baue Steine bis das Meer wieder erklingt.

Und so baue ich im Dunkeln ganz alleine,
bis ein jeder Seelenriss verschlossen ist,
vielleicht fände ich mit jedem dieser Steine,
einen Ozean, den noch mein Herz vermisst.

 

© Amy Herzog

Leblos..

Farbenlos versinkt die Welt,
und ringt um kein Gefühl,
die Seele ward herausgerissen,
das Herz ist alt und kühl.

Taub und stumm erstarrt das Herz,
der Feind ist nicht die Zeit,
doch als das Blatt vom Baume fiel,
versank die Welt im Leid.

Leblos schweigt der Regen noch,
die Wolken tragen schwer,
und meine Welt ertrinkt im Schnee,
die Seele stirbt noch mehr.

© Amy Herzog

Furcht…

Ich fürchte mich vor deiner Stimme,
denn dort hab ich mich einst verirrt,
verstecke mich vor deinen Worten,
wo mein Herz doch nur fallen wird.

Ich fürchte mich vor deinen Worten,
wo eines mir die Hoffnung spricht,
wenn du doch niemals dazu stehst,
erlischt zugleich mein kleines Licht.

Ich fürchte mich vor deiner Sonne,
vielleicht erscheint sie nicht für mich,
ich bleibe ängstlich in den Schatten,
und warte letztlich dort auf dich.

© Amy Herzog

In der Stille

Ach wenn doch jemand höre
mein Ächzen danach flehe
nicht länger mehr mein Herze
die Hoffnung in sich sehe

Allein im Schrei der Leere
was ich dem Nichts entsenden
der bunten Welt gar zeigen
im Traum sich Blätter wenden

Nur wenn doch niemand höre
was ruft hier laut mein Herz
so bleibt in all der Stille
das Leben tief im Schmerz

© Amy Herzog

Hoffnungslos..

Wenn Tränen nicht mehr glänzen,
und mein Spiegelbild nichts zeigt,
weil der Tag zu schnell verging,
und jede Wärme sich auch neigt.

Wenn der Duft nach dem Kakao,
mir jede Wirklichkeit verdreht,
doch die Hoffnung in dem Herz,
mit dem Restwind nun verweht.

Wenn die Seele ist vertrocknet,
was wird Liebe dann noch trinken,
wo doch Hoffnung nicht mehr lebt,
muss mein Herz im Staub versinken.

 

© Amy Herzog

  

Eine Seele im Nebelwald…

Eine Seele, die den Abstand sucht,
Gleichzeitig um etwas Liebe ruft,
Sich nachts im Bett nur ewig quält,
Und dann nur falsche Wege wählt.

Eine Seele, lägst zu Eis gefroren,
Hat sich im Irrgarten verloren,
Einsam sucht sie etwas Wärme,
Sieht nur lauter schwarzer Bäume.

Eine Seele, sinkt in Einsamkeit,
Zum sterben ist sie nicht bereit,
Sucht sie nur ein warmes Leben,
Doch in Kälte muss sie schweben.

Eine Seele, sehnt sich nach Wärme,
Liegt diese nur in weiter Ferne,
Hofft, dass sie ohne Leben kann,
Bis irgendwann, nur wann, nur wann.

Eine Seele, sie kann immer hoffen,
Doch hat sie diese nie getroffen,
Erkenntnis hier nur widerhallt,
Im einsam, kalten Nebelwald.

© Amy Herzog

Emotionen…

Stillstehend am Wegesrand,
dunkelschwarz beängstigend,
unverstanden distanziert,
an der Welt desinteressiert.

In der Leere hoffnungslos,
erstickend schweigsam nutzlos,
unbehaglich nachdenklich,
verschlossen unerschütterlich.

Melancholisch sehnsüchtig,
wichtig wandel unwichtig,
im Vakuum zu abwesend,
Zeit nur so dahinrasend.

Gefangen einsam Liebloses,
denkend an zu Sinnloses,
starr wartend eingefroren,
mitten im Nichts verloren.

© Amy Herzog

Zwinge mich zum Glück…

Viel zu lange schon
suche ich das Glück
doch meine Seele ist zerrissen
und ich sehe es nicht…

Immer, immer wieder
will man es mir geben
doch denke ich dann
das kann es doch nicht sein
warum sollte ich es nehmen…

Ist es jetzt geschehen
die Hoffnung ist gestorben
meine Seele bleibt zerrissen
und die Hoffnung entnommen…

Die Träume sind verschwunden
nur mal ein schlechter ruft
mich in den tiefen Nächten
und kratzt an meiner Haut…

Nur einen Wunsch habe ich
und dieser ist wahr
auch wenn ich nicht glaube
verbürge ich mich dafür…

Bitte komme näher
verschrecke mich nicht
sei nur ein Mal stark genug
und zwinge mich zum Glück…

© Amy Herzog

Aufgeben…

Ich gebe es auf
einen Menschen kennenzulernen
Denn kennt man ihn gerade
sodass man ihn mögen könnte
so wird er sich entfernen

Ich gebe es auf
mich einem Menschen zu öffnen
Denn sobald ich dies tue
wird er sich so fühlen
als müsste er flüchten

Ich gebe es auf
einen Menschen lieben zu wollen
Denn das Wahre, Aufrichtige
scheint mir viel zu
ausgestorben

Ich gebe es auf
mit einem Menschen Nähe zu teilen
Denn beginnt man gerade
diese Nähe zu wollen
wird man am Ende
doch allein weilen

Ich gebe es auf
aus dem Schatten zu treten
Denn hier bin ich sicher
nur ich kann meinen
Schatten betreten

© Amy Herzog