Schmerz

Lichter…

Verliebt in tausend Lichter
scheinen sie nur allzu hell
heller als ich je scheinen könnte
und täglich wird es heller

Ihr funkelnd schönen Lichter
zu Euch bin ich verdammt
bleibt mir doch fern, es schmerzt
hier lieg ich schon gekrümmt

Lasst mich im Dunkel lieben
nur Euch Lichter aufrichtig
lasst mich allein hier sterben
und scheint weiter ohne mich

© Amy Herzog

Scherben…

Die Scherben
die heimlich schmerzen
zerschneiden meine Seele
jeden Tag ein bisschen tiefer
so lassen sie mich sterben.

Die Schmerzen
niemand kann sie sehen
lassen mich innerlich Bluten
– so lang
bis ich irgendwann
nur noch aufgeben kann

© Amy Herzog

Schweigen deiner Worte…

An dich

Nur ein Wort
verschwende ich
sinnlos schweigende
Gedanken

Deine Worte
so lauter sie
schweigen erdrücken
meine Sinne

Nur der Schmerz
deines schweigens
durchdringt noch
mein Herz

Du weißt nicht
zu lautes Schweigen
des Dunkel
ohne Licht

© Amy Herzog

Tränen des Schmerzes…

Tränen ziehen über ihr Gesicht
zu verzweifelt ist die Suche
nach diesem Licht
das einem Jeden
noch zu dunkel scheint

Spürt sie wie er
durch ihre Adern fährt
doch immer mit einem Lächeln
erträgt sie diesen Schmerz

Sehnsüchtig der Schmerz
so fließt er durch die Adern
hart wie Stein
durchstößt er ihr Herz
beim durchwandern

Lang hat sie ihre Tränen
zurück gehalten
doch sie kann nicht stehen
nicht atmen
lässt doch niemand
Gnade walten

Ihr Herz
der kalte Stein
spitz und scharf
schneidet er täglich tiefer
in ihr Fleisch

Hinterlässt sie die Spuren
ihrer blutenden Wunden
dies sind die Spuren
der verzweifelten Suchen

© Amy Herzog

Ich bin dir nahe…

Deine Seele so nah
Schimmert sie klar
Umgeben von Farben
Überdecken sie Narben

Spüre ich deine Ruhe
Deine leise Musik
Die den inneren Schmerz
Für alle verdeckt

Doch ich sehe dich
Bei dir bin ich nah
Spürst du es doch
Es ist so glasklar

Lasse es nur zu
Nichts werde ich tun
Habe keine Angst
Nah bin dir längst

Behandle dich gut
Nur habe den Mut
Sei du auch bei mir
Und niemals verlier

© Amy Herzog

Erhaltungsschmerz…

Kraftlos sitze ich nur da
Und ertrage die Schmerzen
In tief gehegter Hoffnung
Dass sie nie verblassen

Wie könnte ich Leben
Ohne den süßen Schmerz
Was hätte es dann noch
Mein blutkrankes Herz

Reiße die Wunden
Tag für Tag auf
Denke an alles
Im großen Hauf

Verdammt zu wandeln
Auf dem schmalen Grat
Zwischen Leben und Tod
Ohne jede Tat

© Amy Herzog

Dunkler Schatten…

Sanft schwebende Schatten
Dunkel schwerelos wachen
Schimmernder Rauch in zart
Sich dieses Gefühl bewahrt

Herabstoßend schlagende Blitze
Hinterlassen schmerzende Hitze
Schmerzen die kaum zu ertragen
Nichts kann dagegen helfen

Doch sind es die Schmerzen
Die an ein Leben erinnern
Es gar am Leben erhalten
So soll der Schmerz bleiben

Das Gefühl aber will bleiben
Durchzogen im dunklen Schatten
Es darunter muss fühlen
Das es könnte bald sterben

© Amy Herzog

Suche nach Worten…

Verzweifelt versuche ich
in Worte zu fassen
wie meine Gefühle
in Massen schmerzen

Es geht nicht
ich finde keine Worte
keine passenden Orte
die Worte zeigen

Diesen Schmerz
will ihn nicht mehr
ich kann einfach nicht
zerbreche so sehr

So halte mich jemand
und schenke mir Worte
die lassen den Schmerz
endlich verblassen

Worte die kommen
aus tiefster Seele
schreiend suchende
Seele nach Worten

© Amy Herzog

Meine Seele…

meine Seele zerfetzt
gefickt durch den Dreck
gehetzt – gejagt geschunden rot
verwundet liegen gelassen
in Sicherheit wiegen
geschlagen belehrt
beraubt verbraucht
nichts mehr wert
verliebt

© Amy Herzog

Woher kommen diese Schreie?

Woher kommen diese lauten Schreie?
Nur ich vermag sie zu hören.
Doch woher kommen sie?
Kann sie nicht fühlen.
Nichts ist mehr da,
was schreien könnte.
Ich sehe nichts,
da ist nichts.
Nur woher,
woher,
kommen diese Schreie?

© Amy Herzog

Stillstand…

stillstehende momente
jeden halt verloren
das leben sich trennte
kaltherzig verlogen

beinah den atem nahm
schatten darüber legte
wird ihm nun warm
und ich nicht lebte


Kleinigkeiten

Die aus der Fassung werfen..

© Amy Herzog

Schenket die Freiheit

Lasset mich einfach endlich geh’n,
so lasset mich nass im Regen steh’n.
Macht dass es aufhört, das Rauschen der Wellen,
werfet mich aus diesen düstren Zellen.

Schenkt Ihr die Freiheit, verneige ich mich,
lasset mich ziehen, im Kusse mit Euch.
Nie wieder werdet Ihr an mich denken,
ganz so als sei ich nie da gewesen.

Es schmerzt, es reißt, Ihr seid so nah,
genießt es doch immer noch so wahr.
So gebt es doch einfach endlich auf,
dann findet Ihr andere Seelen auch.

© Amy Herzog

Melancholie…

Von Schmerzen geleitet,
zu lange gewartet,
die Seele zerrissen,
versickert in Massen.

Für immer verloren,
rasend in Jahren,
sucht die Melodie,
inmitten der Melancholie.

© Amy Herzog