Schlaf

schlaf.

Alleine schlafen ist das Beste. Keiner da der warm ist, schwitzt, schnarcht, atmet und andere diverse Geräusche von sich gibt. Keiner da der stört. Und ist man irgendwann endlich eingeschlafen, kommt mitten in der Nacht irgendwer an und fummelt. Meinetwegen hängt man abends noch vor der Glotze, unterhält sich oder nicht und geht dann ins Bett. Dann hat man vielleicht noch den besten Sex mit dem Menschen, dem man sein Leben anvertraut. Und dann schläft man in diesen warmen Armen ein, lauscht in der Nacht immer mal wieder nach, ob dieser Mensch noch atmet oder drückt ihm ein Kissen aufs Gesicht, weil er schnarcht. Oder man bekommt den Lachflash des Todes, weil dieser Mensch den lautesten Furz ever abgelassen hat. Dieses gemeinsame schlafen ist besser, so viel besser.

wortlos

Schlaf jetzt, sagst du.
Weil wir nicht bereit sind
das zu sagen, was wir
beide denken.

© Amy Herzog

Bilder

Dunkelheit schmückt Wohnung
Schallplatten malen Musik auf Wände
eine Gitarre sammelt Staub
in einer Ecke

Schließe ich meine Augen
hängen im Kopf abertausende Bilder
dann ist es gar nicht mehr
so dunkel

Wenn ich sie öffne
steht auf dem Nachttisch
ein Bild von dir

Das einzige, welches ich besitze…

Schlaf findet nicht
schaue dich wortlos an
dein Bild wortlos zurück
finde mich in irgendeiner Realität
und verliere die Balance

Plötzlich hören wir
gemeinsam Musik, berühren uns
in abertausenden Bildern
wälzen nackte Körper durch Farben
hinterlassen ein weiteres Bild

Und wenn Augen dann schließen
ist es gar nicht mehr so dunkel

© Amy Herzog

Schlaf.

von weiß zu weiß
und doch im schwarz
im flüchten aus dem ich
der Ekel atmet Wunden ein
in Menschenmengen doch allein
kein Sterben in der tauben Nacht
noch besser ‚lebt‘ es sich

von taub zu taub
beschmiert mit Staub
so schreit doch heißes Wort
noch mittendrin im nirgendwo
der Traum ertrinkt doch sowieso
wozu die Zeit, worin der Sinn
warum noch dieser Ort

von Zeit zu Zeit
kommt niemals weit
so klein der Engel schreit
zurückgerissen, tiefe Küsse
der Wecker schießt zu laute Schüsse
tiefer Fall ins ich / ins schwarz
ein Schlaf in Ewigkeit

 

© Amy Herzog

Sommerschluss…

Müdigkeit weht durch den Sommer,
trägt mich hin zum kühlen Herbst,
liegt das Meer schon unter Wolken,
die du für mich schwarz verfärbst.

Doch ich schlafe ruhig und selig,
bis der Winter bricht herein,
klettere durch tausend Stürme,
und bin doch am Schluss allein.

Gedenke ich noch all der Stunden,
die der Sommer zeichnen lässt,
an das Glück aus meinem Herzen,
ehe mich das Licht verlässt.

© Amy Herzog

Vor dem Sturm…

Die Wolken fliegen immer schneller,
doch Schwebe ich im Wind allein,
und fürchte mich vor dem Gewitter,
wann wird es nur gekommen sein?

Die Wolken wollen mich nicht halten,
sie lassen mich im Nichts zurück,
und wie sie mit den Worten flüchten,
so lassen sie mir nicht mein Glück.

Die Wolken bauen tausend Stürme,
doch noch sind die Gefühle mein,
ich schließe in dem Wind die Augen,
und schlafe ohne Furcht dann ein.

© Amy Herzog

Träume…

 

Und der Schlaf, er zaubert Träume,

wohin die Seele flüchten kann,

bis dann der Tag der Tage kommt,

wo all die Träume kommen an.



© Amy Herzog

Zu den Wolken…

Durchs Leben schreite ich schlafend,
hellwach durchs Menschenbedrängnis,
in Ketten aus Stacheldraht gebunden,
in meinem eigenen kleinen Gefängnis.

Ich sehe, höre und fühle so stark,
denn ich bin ein Mensch aus Blut,
die Augen viel zu weit aufgerissen,
spüre ich auf meiner Seele die Glut.

Einmal ganz und gar wach zu sein,
heraus fließt des Monsters Traum,
die Ketten lösen, der Rauch steigt auf,
mit mir zu den Wolken aus Schaum.

© Amy Herzog

Träume der Nacht…

Tief gefangen in Träumen der Nacht,

Reichst du mir an dein warmes Herz,

Meines schlägt wie wild und es lacht,

Vergessen ist kurz all dieser Schmerz.

 

Mit einem weinenden Auge genieße ich,

Bade in einem roten Meer aus Wärme,

Gleich klingelt der Wecker, weckt mich,

Vorbei sind all diese HerzensTräume.

 

Dann werde ich wach und du bist fort,

Verborgen bleibst du leider in der Nacht,

Hier am hellen Tage gibt es keinen Ort,

An dem mit dir mein Herz auch lacht.

 

Mit jedem morgen erinnere ich mich,

An den Traum von der letzten Nacht,

Eigentlich ist das Wecken lächerlich,

Denn ich bin mit Schmerzen erwacht.

 

Könnte ich doch nur ewig schlafen,

Auf ewig mit dir im Traumland Leben,

Malen Bilder aus verrückten Visionen,

Und werden einfach nur darin wohnen.



© Amy Herzog

warten auf den Traum…

 

Von tausenden Menschen umgeben,

verweilst nur du in meinen Träumen,

was würde ich noch darum geben,

keinen Traum mehr zu versäumen.

 

Doch ich wache hell durch Nächte,

wünsche kennt nur noch der Mond,

die Sterne zeichnen große Ängste,

der Wunsch nur tief im Traume wohnt.

 

Lasse mich von Sehnsucht tragen,

verweile hier bis zum langen Schlaf,

bis ich dich kann im Traume fragen,

wann ich in deinem Arm liegen darf.


© Amy Herzog

Kalt…

Mir ist kalt.
Kälte gegen das Einschlafen.
Mein Körper reagiert schon gar nicht mehr.
Kein zittern, nichts. Nur Kälte.
Ich schlafe nicht.

© Amy Herzog