morgenglänze
trifft mein herz
trägt fort der tau
den dunklen schmerz
wolken laden ein
zum eisblauen see
im herbstlaub badend
auf süßlich warmen tee
© Amy Herzog
morgenglänze
trifft mein herz
trägt fort der tau
den dunklen schmerz
wolken laden ein
zum eisblauen see
im herbstlaub badend
auf süßlich warmen tee
© Amy Herzog
Blut fließt dick
aus meinen Augen.
– schreit der Tod!
So könnt ich’s doch nur wagen,
wahre Worte hier im Atem zu entlassen.
Fall ich nur hinauf,
um tiefer noch zu fallen.
Schwarze Klauen, die mich greifen,
fester! Und Gebete muss ich weinend
auf den Knien zurücklassen.
© Amy Herzog
Kalter klarer Regen – ein Traum
Schlägt reinigend auf mich hinab.
Die Hitze vertreiben – soll er!
Die Gedanken, die so leiden,
immer kleiner werden lassen,
im klaren Wasser gar verblassen!
Ist es nur die Melancholie,
die da singt ihre leise Melodie?
Leis ihr Leid auf Noten schreibt,
in Gedanken lauter schreit,
Doch wo ist der Regen? – Nein!
Verlassen, verdammt, die Sonne scheint.
Dieses Lied, so schön es klingt,
voll Tränennoten, Leid und Schmerz –
der Tod, der Schatten, da er winkt!
Wie schön doch dieses Lied erklingt
und in der Sonne glänzend scheint.
Da sieht nur er, dass sie da weint.
Zu schwach um Noten noch zu weinen,
ist doch da der Schattentod – er hilft!
Kommt er näher, mich ummanteln,
schwarz, geschützt, in seinen Fängen,
lauschen wir nun seinen Klängen.
Wird der Regen wieder plätschern?
Mir die Tränen bald verwischen?
Leeren diese Notenblätter – beweint
voll Melancholie, Schmerz und Leid.
Mich neue Noten weinen lassen?
Den Tod im Schatten leben lassen!
Will ich doch seine Hilfe nicht, nein,
schreiben kann ich selbst die Noten!
Dafür brauch ich nicht den Toten,
Doch auch die leeren Notenblätter –
der Regen, er soll sein mein Retter!
© Amy Herzog
Mein Herz zerbricht getrieben,
Es schreit, es weint, es sucht,
– Es will lieben!
Mit allen Kräften sucht es blind,
Es rennt, es stürzt, es fällt,
– Tiefer gegen jeden Wind!
Sucht es durch die Menschenmassen,
Menschen, die es so sehr hassen,
– Schaden, schneiden und es meiden,
Sucht es dennoch immer weiter!
Wird es kleiner, schwächer müde,
– Stellt sich auf, vor jede Lüge!
Erträgt den tiefersitzend schmerz
Doch weiter sucht es durch den Sturm!
– Mein kleines, schwaches herz!
Voller Hoffnung, voller Lasten,
Will es nichts weiter, nur eines sicher!
– endlich finden!
Den einen Menschen, den zum lieben!
Den Menschen den ich lieben kann,
Von heute an, bis irgendwann!!
weine
kleine niemalsmensch
um den steinherzschlag
den du hasst
zähle deine schläge
mädchen
bis du steine
gehen lässt
warte
bis der morgen taut
der himmel
schwarz und blau ergraut
dann wurd gelauscht
der letzte stein
herzkalt er fällt
im sonnenschein
© Amy Herzog
So tief lässt es blicken
Das blasse kalte Blaue Meer
Kein Regen fällt vom Himmel
Doch die raue See stürmt umso mehr
Scheint die Sonne doch so hell
Dennoch legt sich nie der Sturm
Zeigt sich die wahre traurig‘ See
Wenn sie scheint in’s blaue grell
Kann ich nur den Sturm bedecken
Weit entfernt vom Sonnenschein
Dicke Wolken drüber legen
Und ganz einsam traurig sein
Stechende Schmerzen
Jagen durch meinen Körper
Mein Herz pulsiert
– noch, noch..
Doch die Kälte in mir
Lässt mein Blut gefrieren
Bis mein Herz für immer
Bleibt still stehen
Verloren in der Ferne
Der funkelnden Sterne
Erfriere ich so bitterkalt
Mein Durst nach deinem Blut
– nach deiner Wärme
Frisst und steigt
Bitte warte nicht darauf
Dass ich sterbe
So kalt, zu leer
Wer bin ich, wer?
Nur alt, verbraucht
Und schwer meine Seele
Tragen kann ich kaum mehr
– zu schwer die Lasten
Zu schwach bin ich
Fürs lange Leben
Doch auch zu stark
Um endlich zu
Sterben
© Amy Herzog
Ein Kuss im Schatten, ich krall mich fest.
Umklammere und wärme mein Fleisch,
der Kälteschauer erdrückt mich heut.
Fester, küss mich und nimm mein Herz
trenne mich von Sternen und zeige mir, wo nur
lässt du heute meinen Schmerz?
Wär´s nicht mehr dein prunkvolles Fest,
zu sehen, wie nur du mich durchs Leben fickst?
Vermisse deinen schmalen Grat,
der mich des Nachts verwundet hat.
Sinnlos ist die Dunkelheit,
zu leuchtend der Mond des Glücks.
Die Folterqualen, die einst geliebt,
gespürt hab ich, wie du in mir wohnst.
Halte mich und fessle mich,
fest und fester in deinen Klauen.
Reiße mich, zerfleische mich
am Ende weiß ich, liebst du mich.
Die Hoffnung kommt, verdammt!
Du Schatten sei der gnadenlose Tod,
der wieder in mein Leben tritt.
Sieh wie leicht, das Erdbeereis.
Glück, Gelächter über dich!
Verzeih, doch wo nur, zeige dich.
Tanzen will ich, kalt geschwächt.
In Lust die Schmerzen Leben nennen,
lieben dich im Todesschatten.
Nur im Traum, ja der Traum! Da sehe ich
und sehne mich nach deinem Schmerz.
In See betrunken schwimmende Schatten,
retten Peitschen aus Todeszellen.
Angst, nein, ich nehm mich nicht in Acht,
wiege mich in Hoffnung, dass du bald Qualen,
gar folternde Schmerzen über mich bringst.
© Amy Herzog
Manchmal, wenn der Himmel weint
im Kampf ein jeder Sonnenstrahl schreit
in meinem Leben sind fort die Tage
viel mehr, als ich noch zu Leben habe
Der Sand, der Sanduhr schnell verschwand
längst steh ich nicht mehr im Wüstensand
zu viel hab ich im Leben verpasst
zu oft hab ich mein Leben gehasst
Ein Mädchen dort im Regen steht
in meinen Gedanken ihr Haar noch weht
um sie herum liegt noch Wüstensand
sie dennoch nicht durchs Leben rennt
In Regennächten lieg ich wach
immer an dieses Mädchen gedacht
was wäre wenn sie bei mir weilt
und ihren Sand noch mit mir teilt
Könnt sie in meinen Armen weinen
und sie den Sand noch mit mir teilen
gemeinsam könnten wir noch rennen
den Sonnenstrahl zum brennen bringen
Ob sie wohl noch im Regen steht
ihr Haar noch immer schweigend weht
sie nicht in meinen Gedanken bleibt
sondern sich zu mir ins Leben reiht
© Amy Herzog
Den ganzen Tag
Denke ich an dich
Und irgendwie
Vermisse ich dich
Warum das so ist
Das weiß ich nicht
Doch was ich weiß
Du weißt es nicht
© Amy Herzog
Zu groß bist du für mich
Nur eingeschüchtert bin ich
Zu viel bist du für mich
Viel zu klein bin ich
© Amy Herzog
Wie Honig süß
verkleben Triebe
so lebt in mir
im Traum die Liebe
Doch wünsch ich mir
bald zu erwachen
zu spüren
der wahren Liebe
Peitschen
Bunt zeigt sich mir
der Liebe Reize
die sie mir dann
das Herz zerreiße
aus der schönen Liebesnacht
bin ich doch eben
schon erwacht
Hier und jetzt
im wahren Leben
so sollen
die Gefühle beben
sich in mir die Triebe regen
ehe sie den Abgrund zeigen
das Herz zerbrochen
zurück lassen
und es in den
Abgrund werfen
© Amy Herzog
Stillstehend am Wegesrand,
dunkelschwarz beängstigend,
unverstanden distanziert,
an der Welt desinteressiert.
In der Leere hoffnungslos,
erstickend schweigsam nutzlos,
unbehaglich nachdenklich,
verschlossen unerschütterlich.
Melancholisch sehnsüchtig,
wichtig wandel unwichtig,
im Vakuum zu abwesend,
Zeit nur so dahinrasend.
Gefangen einsam Liebloses,
denkend an zu Sinnloses,
starr wartend eingefroren,
mitten im Nichts verloren.
© Amy Herzog
Die Sehnsucht wächst,
rauscht, laut,
zerrt, frisst
jede Faser
und verzehrt
frisst sich zu dir
komm und fass,
friss,
bevor sie frisst.
Siehst du sie
den Kampf
der Melancholie
komm, nimm,
vertreibe
und verbleibe
in einer Nacht
schenke den Stern,
der von nun an wacht.
© Amy H.
Auf hoher See
bei starkem Wellengang
schwankt das Schiff
mit laut schlagendem Gesang
der Emotionen hin und her.
Stärker und schneller begriff
das Schiff,
Emotionen schwer,
sie fallen über Bord
und ersticken im tiefen Meer.
© Amy Herzog
so sitze ich hier
seit stunden schon
am klavier und
verbinde stunden
verschwommene noten
minuten zu runden
gefühlvollen worten
die nie gehört werden
© Amy H.
Von Schmerzen geleitet,
zu lange gewartet,
die Seele zerrissen,
versickert in Massen.
Für immer verloren,
rasend in Jahren,
sucht die Melodie,
inmitten der Melancholie.
© Amy Herzog