weinen

innerlich

innerlich
weinst du so laut
und du hast
angst
dass es jemand
hören kann
und noch mehr
dass es
niemand hört

© Amy Herzog

Nichts auf meinen Lippen

Nichts auf meinen Lippen
und in meinen Händen nur Staub
aus grauem Herz
und zwischen.Menschlichkeit
mein Puls flüstert müde
in knisternd streichelndem Herbstlaub
ein Blatt halte ich
und gieße dich darin auf
wie den Tee vor der Dunkelheit
damit ein bisschen Wärme
aus meinem Mund
und Glassplitter in meine Ferse
fällt und fließt und sticht
ich wünsche wieder
nichts auf meinen Lippen
und einmal nur ein kleines Herz
das nicht so klirrend bricht

© Amy Herzog

nichts

ich denke an nichts aber
wenn ich die Geschichte erzähle
werde ich so weinen
als hätte sie mich berührt

© Amy Herzog

N U R Kunst.Blut.

© Amy Herzog

*zensiert*

Lange Zeit habe ich mich davor gedrückt, die Wahrheit auch nur ansatzweise zu denken, geschweige denn sie aufzuschreiben oder sie jemandem anzuvertrauen. Aber dir kann ich sie schreiben, wobei ich selbst da all mein Mut brauche. Das Problem ist nur, ich habe keinen Mut. Trotzdem werde ich es dir es dir anvertrauen. Ich muss. Ich werde es dir schreiben, unverblümt, werde ich es dir so schreiben, wie es ist. Wie ich fühle. Die Wahrheit. Und ich werde es niemandem sonst schreiben und schon gar nicht erzählen, ich werde nie wieder so sehr daran denken, wie in diesem Moment, wenn ich es dir gleich schreibe. Fühlen werde ich all das, was ich dir schreibe, natürlich weiterhin. Warum ich es dir jetzt schreiben muss, obwohl ich den Mut nicht habe, fragst du dich? Weil ich es fast nicht mehr sehen, die Worte nicht mehr greifen kann. Und es gräbt sich immer tiefer in mich hinein, bis ich es gar nicht mehr sehen kann. Aber ich werde es dir schreiben, damit ich mich, wenn ich den Mut finde, irgendwann daran erinnern kann. Ich werde für das nun folgende nicht viele Worte benötigen, nur eine Kraft, die sie tragen kann. Und ich werde dir diese Worte schreiben, bis mir die Tränen kommen. Denn erst dann kannst du wirklich die Wahrheit lesen.

*zensiert*

(weil blutig geschrieben)

Jetzt, wo ich weine, finde ich es praktisch vor dem unscharf flimmernden Bildschirm schreiben zu können, denn ich muss weder ihn, noch die Tastatur sehen können. Erleichtert bin ich nicht, aber nun kennst du die Wahrheit und wenn es so weit ist, kannst du dich für mich daran erinnern. Ich schaue nach draußen, während ich schreibe, es ist dunkel, vielleicht ist der Mond am Himmel, vielleicht auch nicht. Die Grillen singen wieder ihr Lied, der Rest der Welt schläft noch oder schon. Es fühlt sich so an, als würde ich nicht allein schweigen. Weinen. Leise. Und dabei nicht atmen. Mich in Zeitlupe bewegen. Ich stelle mir vor, dass irgendjemand, in genau dem selben Moment das selbe fühlt wie ich, in ein Tagebuch schreibt, es vor aller Welt zensiert und nichts weiter zu sagen hat, aber dennoch gern darüber reden würde.

*Zensierter Tagebucheintrag unbekannten Datums

Furcht bleibt

tränen verschweißen meine augen
starre in verschwommenes
schreibe in fingerspuren auf sandpapier
glattgeschmirgeltes gedankengut
albträume räumen die nacht
und lassen die leiche spurlos verschwinden
ich denke an nichts, nichts, nichts..
aber wenn ich wieder klar sehe
atme ich tiefblutentkleidete furcht
in deine kalte richtung

(furcht sitzt da, wo das herz verblutete)
- der platz war noch warm

© Amy Herzog

Beerdigung

sehnsucht liebt leben 
leben stirbt
und ich spiele auf der beerdigung 
die hauptrolle 
dabei kannte ich leben nicht 
die sehnsucht legt sich in hoffnungslose arme 
und weint bitterlich 
mir hingegen wird einfach nur kalt 

© Amy Herzog

Preis…

Wie mich die Sehnsucht
in deine Arme treibt
und ich doch schweigend
stehen bleib
so wünscht ich nur
und Träume still
wie ich doch nicht
mehr weinen will
nur warte ich
erfriere leis‘
und zahl‘ mit
Einsamkeit den Preis

 

 

© Amy Herzog

Flucht…

Ich fürchte mich vor diesen Nächten,
dort wo kein Licht über mich wacht,
wenn nur der Mond hinter den Wolken,
am schwarzen Himmel lauter lacht.

Ich fürchte mich vor all den Worten,
wie als Gespenster in dem Wind,
mit roten Augen durch Gedanken,
und ich als das verlorene Kind.

Ich fürchte mich vor tausend Tränen,
am Tag versteckt in einer Schlucht,
doch in der Dunkelheit ertrinkend,
verbleibt als Hoffnung nur die Flucht.

 

 

© Amy Herzog

Frisch aus dem Eisfach.

Als würden sich Worte länger halten,
nur weil sie aus dem Eisfach kommen.
Sind sie doch benommen, benebelt,
fühlen sich wie frisch geknebelt
und lächeln emsig weiter.

Steif sind sie im eisigen Wind,
und heulen heimlich wie ein Kind.
Was nützen Tränen, die nicht stützen,
bildet sich aus vielen Pfützen
doch ein großes Meer?

Was ist schon Meer in diesem Eis,
wenn keiner was vom ander’n weiß?
Und Eis zerbricht, selbst unterm Licht,
im Eisfach halten Ewigkeiten nicht.
Wird’s so ums Herze warm?

 

© Amy Herzog

Maske…

Wie kann eine Maske lächeln,
wenn sie aus dem Schmerz erbaut,
wo die Schreie brennend flehen,
doch das Lächeln lacht zu laut.

Wie kann eine Maske lächeln,
schweigend wie ein Grab bei Nacht,
funktionieren wie ein Uhrwerk,
gar zerbrechend noch gelacht.

Wie kann eine Maske lächeln,
wenn das Herz doch einsam weint,
wenn der Sinn in allen Stunden,
nur noch lacht, damit es scheint.

 

© Amy Herzog

Von Steinen…

Nur so bin ich Tag um Tag für mich alleine,
gar erstickt von dem was endlos um mich ist,
stürzen nur auf mich hinab die großen Steine,
und darunter liegt das was mein Herz vermisst.

Und so wandeln sich die Straßen stetig weiter,
während ich im Keller still und aufrecht bin,
doch die Steine um mich lachen immer heiter,
nur ich weine, denn mir fehlt hier nun der Sinn.

Nur so bleibe ich hier weiter nicht alleine,
nein ich trage Stein um Stein mit meiner Kraft,
und wenn ich dabei auch noch weiter weine,
weiß ich, dass mein Herz es bis zur Liebe schafft.

 

 

© Amy Herzog

Die Träne..

Tränen spiegeln keine Worte,
leer im Staub und ausgeräumt,
allein im kalten Nichts der Hoffnung,
blickt der Geist, der weiter träumt.

Tränen spiegeln keine Nähe,
weisen ins Alaska fort,
unterm Eis die schwache Seele,
flüstert eine Liebe dort.

Tränen spiegeln keine Zukunft,
heiße Steine trocknen still,
niemand nimmt sie in der Wahrheit,
was die Träne wirklich will.

© Amy Herzog

Gedicht von Ferdinand von Saar

Wer einmal einen tiefen Schmerz erlitten,
Ist nicht mehr jung. Bis dahin war er’s,
Und hätte silberweiß sein Haar bereits
Den tiefgebeugten Scheitel ihm umglänzt.

Wer zählt die Jahre, wenn er glücklich ist?
Er lebt und weiß nicht, daß er lebt.
Der Schmerz erst ist die Grenze, wo wir weinend
Zurück und schaudernd vorwärts blicken.

© Ferdinand von Saar

Das Salz auf meinem Herzen…

Das Salz aus einem weiten Meer,
es brennt in meinem Herzen,
ganz ohne Liebe viel zu schwer,
ertrinkt in seinen Schmerzen.

Nur eine Träne fließt durch Rauch,
den Vorhang meiner Seele,
der Schwermut zittert sie heraus,
durch meine schreiend Kehle.

Die Weite doch bleibt ungeweint,
im Schatten meiner Liebe,
sie bleiben hier im Wort gereimt,
worin ich mich noch wiege.

© Amy Herzog

Am Rande des Abgrunds…

Tränen um Tränen, sie seinen geweint,
doch Gedanken verwehen im Wind,
dort hinten noch suchet und spielt es gebannt,
mein Herze, mein inneres Kind.

Die Seele doch schreitet den Abgrund entlang,
ein Spaziergang am Rande des Lebens,
tief noch ein Blicke den Wolken geschenkt,
doch das Licht dort, es scheinet vergebens.

Die Tränen, sie trauern dem Herze nicht nach,
sie weinen bloß, dass es noch schlägt,
die Frage, die mir dieser Wind noch gebracht,
warum er mein Haar dort noch trägt?

Der Blick weicht der Ferne vom Nebel versperrt,
doch der Abgrund so schwarz und so tief,
ein ewiges Fallen im zeitlosen Loch,
wo keiner mehr hört was ich rief.

Keine Lichte, kein Sturme, als sei es okay,
wird die Seele so leicht in dem Wind,
ich rufe zum Schlusse mein törichtes Herz,
komm springen wir, inneres Kind.

© Amy Herzog

Was verraten die Gefühle?

Was verraten die Gefühle,
wenn ein Lächeln Tränen weint,
nur ein Wirrwarr der Gedanken,
wo doch alles Nichts gemeint?

Was verraten die Gefühle,
wenn sie all‘ auf einmal sind,
nur die Spuren alter Seelen,
die verflogen mit dem Wind?

Was verraten die Gefühle,
wenn der Ausdruck dann verblasst,
waren die Gedanken wertlos,
oder einfach nur verhasst?

Was verraten die Gefühle,
wenn Gedanken darum dreh’n,
bleiben sie mir nur vergangen,
und ich muss im Regen steh’n?

© Amy Herzog

Weinen…

Foto 2(1)

Auf Bildern kann ich noch weinen…

 

Gebrochenes Herz. 


‚Mein Herz, es kann nicht länger leiden‘,

Zerbrochen weint ein Herz das so,

Doch dann beschleicht ein warmer Wind,

Und zeigt, das Leid ist anderswo.

 

Doch zieht das Leid den Endloskreis,

Noch war es fort, schon wieder dort,

Das Herz wird dabei endlos brechen,

Denn ein Stück Erde fehlt am Ort.

 

Das Herz, das Fass ohne den Boden,

Ich sehe, wie es Flüsse weint,

Doch wenn die Liebe kommt und bleibt,

Ist Leid viel kleiner als es scheint.

 

 



© Amy Herzog

Das Glück kommt wieder…

Irgendwann war ich dir mal nahe,
doch jetzt fehlst du und ich weine,
wenn ich wieder ein Bild von dir sehe,
bin ich dunkler als ich scheine.

Das Leben könnte ich verfluchen,
die Sonne scheint nur hin und wieder,
doch kann ich dich nicht weiter suchen,
ich singe stattdessen bunte Lieder.

Jetzt ich muss dann auch mal weiter,
erwachsen sein, vermutlich für immer,
verbleibe dennoch einfach heiter,
denn Tränen machen’s nur schlimmer.

Also höre ich endlich auf zu wein‘
das Schicksal ist nicht immer staubig,
das Glück kommt hier von ganz allein,
und ich bin nun nicht mehr traurig.

 

© Amy Herzog

Überdeckter Zauber…

Deine Musik, sie ist wunderschön,
Zu hören, was ich zuvor nie hörte,
So lässt sie mich doch wilder tanzen,
Und zerstört dabei all meine Ängste.

Und eigentlich sind sie wunderschön,
Deine Bilder, die ich zuvor sie sah,
So lassen sie mich Farben sehen,
Und bringen mich dir unendlich nah.

Die Worte, ich kann in ihnen liegen,
Wie in Wolken gewickelt, prickeln,
Quer durch meinen Körper wandern,
Und meine Seele täglich entzücken.

Meine Tränen, sie sind nicht traurig,
Nur allein sie, nein, sie sind es nicht,
Erst wenn ich dabei an dich denke,
Sehe ich das Schöne im anderen Licht.

Und so verschwindet deine Schönheit,
Überdeckt dein Zauber mein Lächeln,
Er lässt mein Herz in Tränen weinen,
Und erloschen werden gezündete Fackeln.

© Amy Herzog

Der rote Luftballon…

the_suicidal_optimist_by_schizophrenicsmile

Bildquelle

Ein Luftballon glänzt in der Sonne,
schwebt im Wind und schenkt Wonne,
prallgefüllt mit Luft im zarten Rot,
wünscht ich dennoch, es käme der Tod.

Schaue noch mal hoch zum Himmel,
fort vom Lärm und Menschengewimmel,
kommt denn der Tod hier her jemals,
so binde ich den Faden um den Hals.

Mache schnell ein Schleifchen drum,
bleibe dabei einfach nur stumm,
ein niemand kann den Faden sehen,
niemand bleibt einen Moment stehen.

Ein letztes Mal blicke ich ins Rot,
da vorn kommt zu mir schon der Tod,
hinab senkt sich mein ängstlicher Blick,
der Tod nimmt vom Faden ein Stück.

So nimmt er mich mit ganz nach oben,
den Luftballon kann man nicht loben,
gerade glänzte er noch so fein,
jetzt trägt er mich in Wolken rein.

Eine Träne fällt noch zum Boden,
verregnet all die vollen Straßen,
hätt‘ ich doch nur noch etwas gesagt,
der Luftballon, jetzt trägt er mich ins Grab.

© Amy Herzog

Warte auf die Hand…

Ich werde nicht mehr denken,
das Schicksal nicht mehr lenken,
denn nach all diesem Sterben,
laufe ich nur noch auf Scherben.

Nur dich kann ich noch sehen,
du strahlst, scheinst, weinst,
in der Sonne konnte ich fühlen,
wie auch du gestorben warst.

In dir sehe ich Lust, Leben,
das streben nach Glückseligkeit,
wie konntest du nur entfliehen,
dieser schwarzen Schattenewigkeit.

Eine Hand wurde dir gereicht,
mehr kann ich nicht hören,
doch hat dir das schon gereicht,
um wieder ins Leben zu gehen.

Doch warum du nun weinst,
das kann ich nicht sehen,
du warst doch nur einst,
nicht mehr in diesem Leben.

Und du sagtest zum Schluss,
warte nur auf eine Hand,
auf den kleinen Lebenskuss,
und du treibst nicht im Sand.

© Amy Herzog

Komm wir laden uns ein, …

Komm wir laden uns ein,
machen uns keine Gedanken,
trinken bloß ein Glas Wein,
und beginnen zu wanken.

Dann lachen wir uns an,
und flüstern „komm näher“,
küssen, lieben und lenken,
unsere Gedanken dann später.

So geh’n wir durch die Welt,
hier gibt es keinen Morgen,
keinen Richter, keinen Henker,
und auch keine Sorgen.

Wir brauchen weiter nichts,
nur unsere Wärme, die Nähe,
und alles was nicht warten kann,
kann warten, als ob nichts wäre.

Wir sind einfach nur offen,
unsere Herzen in Decken,
und wenn es dann soweit ist,
kann uns niemand mehr wecken.

© Amy Herzog

Tränen im Traum…

Nachts ist da nur scheinbar nichts,
Nur ein Schein gebrochenen Lichts,
Nichts, was mich geschützt behält,
Achtet, dass mein Herz nicht fällt.

Die Zeit schlägt drei Uhr Mitternacht,
Und ein Traum wird mitgebracht,
Ein Kampf um all das falsche fühlen,
Gegen das Herzbetäubende Glühen.

Was gebe ich dann auf für mich,
Denn was ich fühle geht an dich,
Bin verloren und kann nur weinen,
In meinem Traum bettelnd schreien,
Und dann im Leben drüber schreiben.

Hier in diesem schwarzen Loch,
Kann ich nur das schreiben noch,
In dieser Seelenfressenden Kluft,
Wo jeder Traum im Keim verpufft,
Und niemand da noch mit mir hofft.

Dann weine ich in meinem träumen,
Niemand kann mich dann erwachen,
Nichts darin bringt mich zum Lachen,
Aber hier kann ich dich auch küssen,
Und ich weine, weil wir gehen müssen.

Weil mit jedem Kuss die Seele stirbt,
Der Traum stirbt, der Wunsch verdirbt,
Doch jeder Kuss ist Wert zu fühlen,
Falsch des Nachts heimlich glühen.

Ich bin bei dir, in meinem Traum,
Kann mich nicht erwachen – nur kaum,
Ewig brauchts, denn es reißt mich fort,
Entreißt mich von dir, vom Tränenort.

Die Niemalsmensch, so werde ich wach,
Bin wach und klettere hoch aufs Dach,
Blick zu Sternen und kann träumen,
Von dir, vom springen, leise singen.

Davon, ewig im Traum zu leben,
Zwar zu weinen, aber richtig fühlen,
Viel zu viel zu fühlen, ohne Fehler,
Nicht zu klein sind unsere Bilder.

Doch breche unter diesem geheim-
Gefühl, dass in mir nur randaliert,
Im Traum gibt’s kein ewig leben,
Mein Scherben Herz nur weiter gefriert.

Doch wünsche mir, was anders wär,
Ein Leben, dass nicht ist zu schwer,
Eine Seele voll, nicht vollkommen leer,
Ein Leben im Traum tränenlos nunmehr.

 

© Amy Herzog

Lachen & Weinen…


Ein Auge lacht, das andere weint,

Bin dir so nah, dann wieder weit,

Im Traum sind wir so eng vereint,

In echt, da fehlt es uns an Zeit.

 

Gibst mir halt, dann wieder Luft,

Mein Herz dann nur im Traume ruft,

Und bin ich aus dem Traum erwacht,

Du hörst mich, dann mein Auge lacht.

 

Doch meist bleibt alles nur betäubt,

Du mich dann nicht mal kurz beäugst,

Kannst du mich nur lachen sehen,

Weil Sehnsuchtstränen vorbei ziehen.

 

© Amy Herzog

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Muss an der Jahreszeit liegen, oder so.

Überleben…

In eigenen Tränen ertrinken…

Keine Luft, keine Freude, kein Licht,

Keine Wärme, keine Menschen,

Einfach Nichts, nur der Wunsch

Nach Hoffnung auf ein Leben,

Versuchend in den Tränen

Zu überleben.

In den Schlaf…

 

In den Schlaf weinen,

Im Traum dann laut schreien,

Einfach gehen, springen, fliegen

Aufwachen und verschweigen

Und manchmal falsch lächeln

Um die Maske bemühen…

 

© Amy Herzog

Durch weinende Augen…

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Trüber Regen rinnt
Weiße Wolken schweben fort
Schlagen spitze Äste
Graues Schwarz in meine Seele
Vögel zwitschern noch im Wind
Doch wird auch sie der Regen treiben
Und ich, ich stehe hier durchnässt
Im kalten Regen weinend sehen –
Schutzlos ohne Herbstblatt
Verschwommen ohne Farbe
Bis auch die Vögel mich verlassen

© Amy Herzog

Tränennoten!

Kalter klarer Regen – ein Traum
Schlägt reinigend auf mich hinab.
Die Hitze vertreiben – soll er!
Die Gedanken, die so leiden,
immer kleiner werden lassen,
im klaren Wasser gar verblassen!

Ist es nur die Melancholie,
die da singt ihre leise Melodie?
Leis ihr Leid auf Noten schreibt,
in Gedanken lauter schreit,
Doch wo ist der Regen? – Nein!
Verlassen, verdammt, die Sonne scheint.

Dieses Lied, so schön es klingt,
voll Tränennoten, Leid und Schmerz –
der Tod, der Schatten, da er winkt!
Wie schön doch dieses Lied erklingt
und in der Sonne glänzend scheint.
Da sieht nur er, dass sie da weint.

Zu schwach um Noten noch zu weinen,
ist doch da der Schattentod – er hilft!
Kommt er näher, mich ummanteln,
schwarz, geschützt, in seinen Fängen,
lauschen wir nun seinen Klängen.

Wird der Regen wieder plätschern?
Mir die Tränen bald verwischen?
Leeren diese Notenblätter – beweint
voll Melancholie, Schmerz und Leid.
Mich neue Noten weinen lassen?

Den Tod im Schatten leben lassen!
Will ich doch seine Hilfe nicht, nein,
schreiben kann ich selbst die Noten!
Dafür brauch ich nicht den Toten,
Doch auch die leeren Notenblätter –
der Regen, er soll sein mein Retter!

© Amy Herzog

Im Ende – 2

Im Ende sind die Blumen grau,
zerbricht in der Kälte,
gefroren im Tau.
Stumme Tränen weinen
zu Diamant versteint.
Die Tränen währen ewig matt,
kein Lichte sie erhellt.

© Amy Herzog

Tränenlos…

Blutrot unterlaufene Augen
Blicken tränenlos hinunter
Scheinen wie bitterlich beweint
Doch niemand kann den Augen glauben

Sie kennen keine Tränen mehr
Das ist es, was sie traurig macht
Die Traurigkeit nicht auszudrücken
Das Tränenreich scheint gänzlich leer

© Amy Herzog

Seelenschmerz…

Gegangen bist du
und hinterließt Seelenschmerz
der frisst sich durch mein Leib,
der Schmerz, hinterlässt Leid
und trinkt all die Tränen
des Trauern und Weinens
wird Fluss zu Meer
und ertrinkt
in warmen Gewässern.

© Amy Herzog

Einsamer Tanz

bei abenddämmerung
tanzt sie vereint
mit hoffnung
schwebend
über der erde
entrinnen jahre
zugleich erscheint
das dasein
hellgrün
unter ihr
zu erblühen
das leuchtend gras
es beginnt
wie sie
zu lieben
den wind
voll anmut
auf ewig
traurig
allein

© Amy Herzog