Leere

Harfen-Lied…


Aus weißen Wolken fällt das Eis,

es schmiegt sich um mein Herz,

ein jedes Harfen-Lied begraben,

zurück bleibt Trän‘ und Schmerz.

 

Ich stürze tief in’s dunkle Meer,

es droht mein Herz zu lähmen,

fehlendes, es schmerzt zu sehr,

doch flieh‘ ich nicht vor Tränen.

 

An des Meeres tiefsten Grund,

ich lieg‘ im Schutz und schlafe,

vergessen all das Leid der Trän‘,

spielt stumm zuletzt die Harfe.



© Amy Herzog

Albtraum…

Der Verstand vom Mond geküsst,
und schickt zur guten Nacht,
der Wunsch, der Albtraum sei nicht wahr,
doch hinter mir schon lacht.

Durch mein Herz fließt Nervengift,
im Nebel führt kein Ziel,
ich stecke fest Verzweifelt nun,
die Liebe war zu viel.

Die Seele bricht ein weit’res Stück,
und Hände bleiben kalt,
nichts und niemand hält sie fest,
nur Leere widerhallt.

 

© Amy Herzog

Leeres Blatt…

Es wartet nicht auf meine Worte,
mein unbeschriebenes Papier,
vergebens füllen sie kurz die Leere,
die weiter herrscht im Jetzt und Hier.

Papier und Worte schweigen sich an,
aus Tinte formen sich Lügen,
verwelkte Träume beschreiben mir,
wie Worte mich selbst betrügen.

Das leere Blatt zeigt die Wahrheit,
so weiß und rein wie Schnee,
und ohne Tinte schreibt es mir,
in Schönschrift, etwas tut weh.

Das Blatt, so ohne jedes Wort,
es weint und schreit so laut,
das was dem Herzen so sehr fehlt,
wonach kein Wort je schaut.

So lasse ich die Tinte trocknen,
und mein Papier bleibt leer,
wie ein Spiegel blickt es zu mir,
mit Tränen, so weit wie das Meer.

 

© Amy Herzog

Müde Geister…

Die Hüllen der Geister werden schlichter,
die Dämmerung malt die müden Gesichter,
trinken sich zu und beginnen zu lachen,
hoffnungslos am Boden ohne Erwachen.

Irgendwer grinst in den Ecken verstohlen,
trappeln umher auf verschlissenen Sohlen,
versuchen die kleinen Flammen zu betören,
als könnten sie fröhliche Geister beschwören.

Die großen Laternen sind längst erloschen,
und wenn sie erhellen werden Tränen vergossen,
dahinten werden noch Erinnerungen getauscht,
solange sie sind noch ein wenig berauscht.

So fristen sie ihr Dasein im blassen Nass,
suchen weiter den Grund im bodenlosen Fass,
ummantelt in warmen Decken beisammen,
trinken sie, bis sie in Gefühlen ankommen.

© Amy Herzog

Müde…

So müde, leer, verstaubt bin ich,
meine Seele geschwächt innerlich,
verstorben, von der Welt geweht,
nicht mehr da, versunken im Nichts.

Zu schwer ist es noch zu Sein,
zu klein ist meine Seele, allein,
nur noch ein Schatten, der weint,
zu zerbrochen, um existent zu sein.

Könnte nur noch jemand sehen,
richtig sehen, greifen, fühlen,
nein, nicht niemals weichen,
nur halten, lieben und bleiben.

Wortlos durch Lichter schreiten,
ohne Blicke zu verschwenden,
Schatten fühlen, Scherben zertreten,
einfach fühlen und annehmen.

© Amy Herzog

Ein kleiner Geist…

large

Ich bin ein kleiner Geist,
eine immer tanzende Seele,
schwarze Augen gefangen,
in ewig drückender Leere.

Ich schreie zwar laut,
Tag ein und Tag aus,
doch hört, ich bin still,
mir gehen die Worte aus.

Und doch tanze ich weiter,
um einen Körper zu weben,
denn als kalte leere Seele,
ist es kein schönes Leben.

© Amy Herzog.

Bildquelle

müde Augen…


Die müden Augen zeichnen,

Mit Bier am Bahnhofsplatz,

Die letzten Farben scheinen,

Noch Mühe im kleinen Satz.

 

Der Mut zeigt kalte Schulter,

Wo Angst nur um sich schlägt,

Der Geist schreibt trübe Zeilen,

Im Schnee die Hoffnung schläft.


Und Sonnenlicht schon wartet,

Bis endlich ein Schatten fliegt,

Der blauwarme Tinte bunkert,

Und das Nest der Herzen siegt.

 

Und so wandeln müde Augen,

Nur wieder in dröhnende Stadt,

Verborgen ein Traum auf Papier,

Und die Träne tanzt auf dem Blatt.


© Amy Herzog

Verschlossen…


bleichesleere seele

hätts müde bleiben sollen

die türe wär ins schloss

gefallen

trinkt sie darauf ein

schluck wein

greift zum horizont

schreit noch einmal an die welt

trocknet ihre kehle

und

geht ins bett…


© Amy Herzog

Herzgedanken… 


Steht man zu den Herzgedanken

Sollte man sie nicht bekriegen

Spricht man Worte immer aus

Wird im Leben man auch siegen

 

Schaltet man Gedanken aus

Grenzt sie ab auf die Distanz

Bleiben Worte ungesagt

Schwinden die Gefühle ganz

 

Sind sie einmal gänzlich fort

Bleibt die Seele ewig kalt

Schwindet Herzenswärme nun

Ist man jeden Tag nur alt



© Amy Herzog

Narben…

Und dann beginne ich zu zählen
Die Narben, die mich immer quälen
Suche ihren Sinn und Zweck
Wünsche mir den Weg zurück

Zählen macht mich immer müde
Die Narben nicht mal alle finde
Kann mich nur darin verlieren
Gedanken wagen einzufrieren

Der Sinn verschwand einst mit der Zeit
Die kleine Träne noch verweilt
Wo war nur meine Menschlichkeit
Die Wunden gingen viel zu weit

Die Klinge, sie war nicht mein Freund
Die Freiheit hat sie mir geraubt
Doch werd‘ ich stark auch mit den Tränen
Sie mich am Ende nicht verletzen

Schreite weiter durch mein Leben
Viel hat es mir doch noch zu geben
Die Narben erfüllen keinen Zweck
Ich tanz‘ mit Tränen, aber nicht zurück

© Amy Herzog

Inspiriert von ‚Zerbrochene Spiegel‘

Ohnmacht…

Schwindel treibt mich in die höre

Die Welt, sie scheint verschwommen

All die Farben drehen schwimmend

Bis die Ohnmacht lässt mich träumen

© Amy Herzog

Schwarze Tränen…

IMG_8296

schwarze Tränen
aus schwarzem Herz
blickt schwache Seele
in kalten Schmerz

© Amy Herzog

Sehnsucht stillen?

Sie zieht und zerrt
Die starke Sehnsucht
Zerreisst meine Seele
Tief in’ne dunkle Kluft

Die schmerzende Sehnsucht
Frisst mich gar zerrissen
Meine Seele, mein Leib
In der Leere verbleiben

Die bitterkalte dunkle Leere
Der geheimsten Sehnsucht
Zieht mich tiefer und tiefer
In die kalte dunkle Kluft

Sie bereitet mir Angst
Die schmerzende Sehnsucht
Kann denn je auf der Erde
Ausreichen die Zeit und Luft?

Diese tiefe kalte Kluft
In der Luft einfach auflösen?
Diese schmerzend schwarze Leere
Voll Glück gefüllt bleiben?

© Amy Herzog

Wo finde ich Leben?

Irgendwann
kam ich dort an
im Nichtangekommensein

Dunkelheit
erstrahlt im Schein
der Spiegel
zeigt die Leere
und ich begann zu Wein‘

Sah ich nur
mich so verdreckt
bin ich so heimlich
doch verreckt

Jetzt steh ich hier
so dreckig leer
und sehne mich
nach Leben mehr

© Amy Herzog

Nur ein Traum…

Wir waren verliebte
Unsere Ängste schwanden
Fort über alle Berge
Nur unsere Liebe siegte

Wir redeten lange
Lagen uns in den Armen
Waren uns so nah
Konnte mich an dir Wärmen

Doch ich erschrak
Wachte auf in der Leere
Alles war nur ein Traum
Und wieder rücktest du
In weite Ferne

Da war sie wieder
Die Kälte ohne deine Wärme
Schwarz schimmernde Scherben
Die mir im Herzen schmerzen

Die erstickende Leere
Warten kann ich nur
Bis du im Traum
Wieder schützt meine Seele

© Amy Herzog

Leere…

Zeitlos dunkler Raum
Wirft Licht und Schatten
Umgeben von qualmender Hitze
Sitze ich zitternd in einer Ecke
Klare Gedanken mitten im Traum
Schwebe fühllos im grauen Dunst
In mir alles leer und alt
Das stillgelegte Herz
Ohne Blut ist kalt

© Amy Herzog

Vergangene Worte…

Wärmende Worte
die liebevoll schienen
schenkten reich Hoffnung
und linderten die Schmerzen

Was ist geblieben
die bittere Erkenntnis
die Worte waren
nicht weiter
als Leere

Kalte Stille
vermissen der Worte
waren sie noch so leer
sie linderten Schmerzen
die nun stärker scheinen
als je zuvor

© Amy Herzog

Unter kaltem Rauch…

Sie liegt vergraben
unter kaltem Rauch
der erstickenden Leere
geführt ins Endlose

Dort hört sie nichts
und kann nichts sehen
nur regungslos liegen
ohne zu fühlen

Weit hinter dem Rauch
dort schimmern die Lichter
nur lachen sie lauter
über ihr Ersticken

Sie windet sich nicht
und verzieht keine Miene
wartend liegt sie nur da
auf die Gefühlslawine

© Amy Herzog

Leer…

bin leer
kann nicht schreiben
nicht denken
wo wer
die seele ist fort
wo bin ich
es ist dunkel
wie ein mord
bin ich weg
mein körper vergeht
seht
macht was er will
lässt sich nicht lenken
nicht steuern
die glieder senken
schwanken schreien
groß
klein
was ist los
wein
lebe in dir
mir
sehe
es geht nicht
vergehe

© Amy Herzog

Ausgeträumtes Chaos…

Die Träume zerreißen
vereinsamen und blicken
durch trübe Welten
wie letzte Seifenblasen
in Regenbogenfarben
einfach zerplatzen
und wie Geschosse
den Körper durchlöchern
die letzten Gefühle
gnadenlos durchsickern
und für immer verloren
sind in Leere betäubt

© Amy Herzog

Deine Bilder…

Geschickt gemachte Bilder
zitternd zerrend in meinem Kopf,
riesig verzerren zertreten
sie immer wilder
eigene Bilder
,
drehen sich im Kreis,
ruhend langsam glänzend
bunt, dunkel schwarz
gehen
schlafend
geschlossen Milder
und lassen mich allein.

© Amy Herzog

Längst geronnen…

leere
bis ich lebe
aus tiefster seele
aufrichtige liebe
gerinnt

© Amy Herzog

Körpergefühl…

Leise rauschende Wellen
durchfluten den Körper
und verbleiben in Tropfen
hinterlassen keine Bilder.

© Amy Herzog

Betäubt…

Alles ist weg, alles ist leer,
der Körper wird kalt und schwebt,
die Suche nach Rettung gegeben doch schwer,
die Seele gibt auf und vergeht.

Alles ist voll, alles ist laut,
den Schmerz zu verbergen zerrt,
die Nerven so schwach, sie scheinen verbraucht,
ist es das alles noch wert?

Bitte seid leise, bitte seid still,
diese Menschen sie sind überall,
was ist nur los, was wurde versäumt?
Körper und Seele sind nun wie betäubt…

© Amy Herzog

Leere…

Umrungen von Dunkelheit.
Innerlich zerrissene Leere.
Stechend, brennende Einsamkeit.
Tief, so tief in der Seele.
Führt mich hinab, hinauf.
Wohin? in strahlendes Licht.
Wärmend, erträglich, nur lauf!
Lauf..und küsse mich.

© Amy Herzog