Monat: Oktober 2015

Schmerzpflanze… 


Sehe dich in meinem Herzen,

Dinge, die mir so sehr Schmerzen,

In Hoffnung auf den Atemzug,

Der dich in mein Leben trug.

 

Atme täglich keine Luft,

Nur die Hoffnung aus der Kluft,

Bin gefangen in Gefühlen,

Die in meinem Leben wühlen.

 

Falle täglich etwas tiefer,

Höre nur noch deine Lieder,

Seh nur noch ein gemaltes Bild,

Wo kein Mensch je Leben wird.

 

Atme täglich nur die Hoffnung,

Schwelg‘ in der Erinnerung,

In diesem Leben ist kein Platz,

Pflanzt im nächsten diesen Schatz.

 

Wartend kann ich nur noch atmen,

Auf helle Hoffnung einfach warten,

Lächeln, hoffen, trotz der Schmerzen,

Die du täglich pflanzt im Herzen.

 

© Amy Herzog

deine blätter (2) – furcht

 

fürchte mich

denn deine blätter wehen

weit davon

– rennen vor mir weg !

du ,

mein gold’nes blatt

warst mit ihnen

(oder?)

muss ich mich denn fürchten?

oder…

lass mir doch deine farben da…

vereinzelt und im stück

dann können deine blätter wehen

ich aber bleibe furchtlos zurück !

 

© Amy Herzog

deine blätter…


vereinzelt

fallen deine blätter

gelbgoldbunt

in meine visionen

streifen sanft mein herz

mit ihren herbstdüften

nehmen mir den schmerz

und lassen mich

lächeln


© Amy Herzog




Lachen & Weinen…


Ein Auge lacht, das andere weint,

Bin dir so nah, dann wieder weit,

Im Traum sind wir so eng vereint,

In echt, da fehlt es uns an Zeit.

 

Gibst mir halt, dann wieder Luft,

Mein Herz dann nur im Traume ruft,

Und bin ich aus dem Traum erwacht,

Du hörst mich, dann mein Auge lacht.

 

Doch meist bleibt alles nur betäubt,

Du mich dann nicht mal kurz beäugst,

Kannst du mich nur lachen sehen,

Weil Sehnsuchtstränen vorbei ziehen.

 

© Amy Herzog

Süße Sehnsucht…

Süße tiefe kleine Sehnsucht,
Da lebst du in meinem Herzen,
Breitest Gier, Begierde, Lust,
In mir mit deinen breiten Flügeln.

Ziehst mich hin und her und zurück,
Ziehst mich ins lächelnde Glück,
Reißt mich in die Tiefen der Tränen,
Mal im ganzen, dann wieder ein Stück.

Lässt mich sterben, dann wieder Leben,
Dann plötzlich kann die Erde beben,
Da hilft kein schweigen, auch kein reden,
Nur ein miteinander schwebend Leben!

© Amy Herzog

liebeswort…

ein liebeswort
erfüllt das hungrige
(hoffnungstragende)
herz…
der bittere
nachgeschmack
– dann –
hält bereit den
(quälend)
bittersüßen schmerz…

© Amy Herzog

Dein Gemälde…


Schließe meine Augen sanft

Und schwebe in Gedanken

Sie wandern durch die Tiefe Nacht

Bis sie in deinen Armen landen

 

Schreit dich laut die Sehnsucht an

Nur kannst du sie nicht hören

Dein Gemälde reicht kein Platz

Sie würden darauf stören

 

Dann tue ich, als wäre nichts

Doch schlägt mein Herz so schnell

Gedanken drehen sich um dich

Bleibt das Gefühl geheimnisvoll


© Amy Herzog

Spiele nicht mit dem Herzen…

Du bist so taub und auch noch blind,
im Kopfe noch ein halbes Kind,
siehst Du nicht die meinen Blicke,
mein Herz Dir immer nähe rücke.

Dein Antlitz wohl nett anzuschauen,
doch wollt‘ ich auf die Seele bauen,
mein Herz begehrt, es ist bei Dir,
doch spielst Du noch und bist nicht hier.

Spiele nicht damit herum,
es lächelt zwar, doch sei’s drum,
so lausche her und halt’s in Ehre,
so wie mein Herz das Dein verehre.

Mein guter Herr, vernimm die Worte,
verirr Dich nicht an fremde Orte,
lass mich Dir mein Herzblut schenken,
und spielend nicht an morgen denken.

© Amy Herzog

Albtraum…

Reime geformt aus einem Traum
Kein Mond, keine Sterne, kein Licht
Nur Tränen, Leid und der Seelentot
Mir die Knochen bis zum Halse bricht

Erwacht am Morgen in kalten Pfützen
Selbsthass, Angst – verstummtes Leben
Bin festgefroren und kann nicht brennen
Leben, Welten nur ohne mich rennen

Wache auf und trockne die Tränen
Es war nur erträumt, nicht das wahre Leben
Der Traum tut bald schon nicht mehr so weh
Spiele mit Feuer und trink einen Kaffee

© Amy Herzog

suche…

in der nacht
suche
ich nach deinem wort
nach deiner wärme
suche im traum
im nebel –
nichts als schaum…

finde sie nur
in meinem wort
fließend aus meinen
händen –
die blasse melancholie
…bis es taut…

© Amy Herzog

Herzgedanken… 


Steht man zu den Herzgedanken

Sollte man sie nicht bekriegen

Spricht man Worte immer aus

Wird im Leben man auch siegen

 

Schaltet man Gedanken aus

Grenzt sie ab auf die Distanz

Bleiben Worte ungesagt

Schwinden die Gefühle ganz

 

Sind sie einmal gänzlich fort

Bleibt die Seele ewig kalt

Schwindet Herzenswärme nun

Ist man jeden Tag nur alt



© Amy Herzog

Verbotene Frucht…


Sehne mich nach dir,

Du verbotene Frucht,

Bist so in der Ferne,

Und doch meine Sucht.

 

Glänzt in den Träumen,

Mit gold’nem Haar,

Da wo ich noch einst,

Nur die traumlose war.

 

Komm in den Himmel,

Ein Treffen am Mond,

Und lass uns dort tanzen,

Wo sonst niemand wohnt.

 

Niemand kann sehen,

Und selbst wenn doch,

Wir tanzen in Trance,

Und in Leidenschaft noch.



© Amy Herzog



Bilder malen…


malen unsere

bilder in den schnee

und bleiben da

in diesen träumen

für immer…

 

bis das leben

erkennt dass der

schnee nur ein

teil des ganzen

so vergänglich

ist…

 

dann rennen wir los

ohne zu denken

und lenken

uns in neue bilder

wer weiß vielleicht

werden diese

wilder…


© Amy Herzog

Mutierte Gefühle…

 

Das Monster

Entspringt der eisigen Kälte

Fällt aus Windungen

In den See

Heraus

Schleichen mutierte

Gefühle schlagen Metastasen

Und wenn sie entschwinden

Tun sie noch weh

© Amy Herzog

Strand…

Wir fahren einfach an den Strand,
vergraben uns im warmen Sand,
schmecken meeresblaue Freiheit,
überdecken unsere Feigheit.

Wir legen uns ans grüne Meer,
hören keine Menschen mehr,
fischen Träume aus der Luft,
erfüllen uns an ihrem Duft.

Wir blicken in die hellen Sterne,
in die unerreichte Ferne,
sammeln ein paar Muscheln,
hören’s noch zu Hause rascheln.

Wir müssen leider wieder Heim,
doch da woll’n wir gar nicht sein,
lass uns einfach hier liegen,
lass uns an einander schmiegen.

Wir bleiben einfach immer hier,
wenn auch nur auf ein, zwei Bier,
werfen die Muscheln zurück,
liegen einfach hier im Glück,

Wir bleiben hier am Stand,
hier vergraben im Sand,
und blicken in die Sterne,
leben einfach unsere Träume.

© Amy Herzog

Schmerzendes Herz…

Nah bin ich der Ohnmacht,

Erfüllt von deiner Macht,

Dein Herz, es lacht,

Während meines ängstlich,

Weint durch die Nacht.

*

Ich wünscht,

Ich könnt noch Rennen,

Durch die Flammen der Kerzen,

In erstickenden Schmerzen.

*

Was bin ich denn schon,

Ein Spielzeug im nichts,

Dein Herz, es brennt dort,

Inmitten des Lichts…

*

Ich bin hier,

In der Lücke des Lebens,

Und was bleibt mir?

Die kurze Zeit mit dir,

In deinem Spiel…

Ich danke dir.

*

Tief in mein Herz,

Zieht weiter der Schmerz,

Jetzt kannst du mit ihr Lachen,

Und ich ergebe mich den Dingen,

Die mich an dich erinnern,

Im schmerzenden Herzen,

*

Und beginne zu schlafen…..

*

© Amy Herzog

 

Narben…

Und dann beginne ich zu zählen
Die Narben, die mich immer quälen
Suche ihren Sinn und Zweck
Wünsche mir den Weg zurück

Zählen macht mich immer müde
Die Narben nicht mal alle finde
Kann mich nur darin verlieren
Gedanken wagen einzufrieren

Der Sinn verschwand einst mit der Zeit
Die kleine Träne noch verweilt
Wo war nur meine Menschlichkeit
Die Wunden gingen viel zu weit

Die Klinge, sie war nicht mein Freund
Die Freiheit hat sie mir geraubt
Doch werd‘ ich stark auch mit den Tränen
Sie mich am Ende nicht verletzen

Schreite weiter durch mein Leben
Viel hat es mir doch noch zu geben
Die Narben erfüllen keinen Zweck
Ich tanz‘ mit Tränen, aber nicht zurück

© Amy Herzog

Inspiriert von ‚Zerbrochene Spiegel‘

Hältst mich fest…

Hältst mich ab
vom Abgrund – fest!
Lässt mich hier
im Regen stehen.

Auf deiner Wiese
wächst kein grün für mich,
doch willst du mich
nur Lebend sehen…

Doch frag‘ ich mich,
wie soll es gehen?
Wohin soll ich dann
weiter ziehen…?

Hältst mich ab
vom Abgrund – fest!
Doch bleibt das nur
ein kleiner Rest.

Hier im Regen,
muss ich schwimmen,
allein, weil du
mich nicht gehen lässt.

© Amy Herzog

 

Verbunden

Ein stummer Blick uns trifft
Zarter Rauch zittert zwischen uns
Benetzt unser Fleisch in dunkler Stille
Wittert Wille, sieht den brennenden Mond
Hetzt uns durch die Nächte, der sanfte Tod
Nur Lippen bluten, summen sanft die Lust
Im Kuss verschmolzen, wird unsere Haut zu Gold
Können wir nicht denken, Düfte nur trinken
So schlurft an uns der neue Morgen
Vorbei, denn wir sind verbunden

© Amy H.

Durst! 

 

Ich rieche hier Lust!

Nach einem Schatten, der schreit:

Begierde! Sehnsucht! Wasser! Luft!

Tief aus seiner Seele tropft

Der Hunger nach Hitze

Des kalten Betons..

*

Inmitten der Nacht,

Der kalten Mitternacht

Ruft die See, „komm und trinke,

Atme meine Lust, wachse Schatten

Nur der Mond ist erwacht“

Und stille diesen Durst!

© Amy Herzog


Ohnmacht…

Schwindel treibt mich in die höre

Die Welt, sie scheint verschwommen

All die Farben drehen schwimmend

Bis die Ohnmacht lässt mich träumen

© Amy Herzog

Der eine Moment…

In Deinen Worten habe ich mich verirrt
Meine Seele liegt in Deiner so verwirrt
So unwissend und doch so geborgen
Wohl behütet in Deinen sanften Träumen

Sei es die Sekunde, nur der kleine Moment
Nur ein Windhauch in der ewig langen Zeit
Aus den Weiten der Welt nur ein kleines Fragment
Liebe ich dennoch die Wärme, die verweilt

Ich fürchte mich nicht vor Deiner Welt
Schreibe mit Seelenzerflossener Tinte
Mein Herz, Du kannst Liebe damit basteln
Auch wenn Du am Ende mir reichst eine Flinte

So hat sich doch jeder Moment gelohnt
Diese Kurze Zeit im flüssigen Glück
Und sollt‘ es nicht reichen bis zum Mond
Ich wünsche einfach den Moment zurück

© Amy Herzog

Glühwürmchen im Herzen…

 

Lieg ich glücklich nur im Gras

Unterm strahlend Sternenlicht

Lasse mich von Sternen wärmen

Seh‘ im hellsten dein Gesicht

 

Und unter diesem Sternenzelt

Kann ich mich dir so nahe fühlen

Als tanzten tausend Glühwürmchen

In meinem lachend, liebend Herzen

 

© Amy Herzog

Sehnsucht nach deiner Haut…

Sehnsucht
nach deiner Haut
auf meiner, deinen Lippen,
die meine sinnlich Küssen
schreie laut – Verlangen!
Wärme, Nähe, tiefe Blicke ziehen
mich zu dir, nach deinem Willen,
nur du kannst meine Lust
noch stillen.

© Amy Herzog

Liebe bleibt…

*

Blicke in dein Herz

Fühle deine reine Seele

Spreche ohne Worte

Ohne Schmerz

Nur sanft

*

Zum erkalteten Herz

*

Deine Antworten

Sind so voller leere, giftig

Ich schwebe, bin süchtig

In deinen Gedanken

Nur noch flüchtig

Lebendig

*

Löse mich auf

Deine Seele wird dunkel

Träume, wünsche, liebe bleiben

Nur in meinen Gedanken

In meinem Herzen

*

Während Schmerzen leben

*

Überleben…

In eigenen Tränen ertrinken…

Keine Luft, keine Freude, kein Licht,

Keine Wärme, keine Menschen,

Einfach Nichts, nur der Wunsch

Nach Hoffnung auf ein Leben,

Versuchend in den Tränen

Zu überleben.

In den Schlaf…

 

In den Schlaf weinen,

Im Traum dann laut schreien,

Einfach gehen, springen, fliegen

Aufwachen und verschweigen

Und manchmal falsch lächeln

Um die Maske bemühen…

 

© Amy Herzog

In der ein-geredeten Dunkelheit

Wartet eine stumme Zerrissenheit

Im vom Leben abgelenkten See

Auf das was an diesem Ort fehlt

Tut ihr selbst un-gesagt nur zu weh

© Amy Herzog

 

*

Verbleiben meine sanften Worte 

Verhüllt im kleinen Sehnsuchtstropfen 

Wurden sie oft nur vom Wind getragen

Und doch sind sie gestürzt, zerbrochen 

Nun Reisen sie durch kalten Regen

Durch starken Wind… Und hoffen..

wir…

 

Stürmisch

Im Mondschein

Schweben wir auf

Bunten Herbstblättern

Durch den Sternenschein

 

Wild

Zerzaustes Haar

Umspielt sich im Kusse

Vergessen Raum und Zeit

Wir können zusammen sein

© Amy Herzog

Kalte Seelen…

 

Die kalte Seele

Schwebt sinnlos umher

Trinkt Herzblut aus Gläsern

Und fällt der Verdammnis hinterher

– Wartend auf wahre Wärme

Menschlichkeit, Küsse und Nähe

Unter tausend kaltkristallen Seelen

Doch so schnell sie alle fallen

(Und keine Wärme fängt)

Warten am Ende nur kalte Krallen

Welche die Seelen in Einsamkeit

Auf Ewigkeit gefangen halten

© Amy Herzog