Trauer

ich spüre.

Die Erinnerung
hat mich hinterlassen
in diesem leeren Universum
der schwere Raum
Gedächtnis

Nichts ist das
wie es mir erscheint
und alles stellt sich in den Weg
wo fängt deine Kälte an
und wo hört sie auf

Die Einsamkeit
entfaltet sich exponentiell
in tausend verschlossenen Türen
doch bin nicht verschwunden
um deine Umarmung
noch zu spüren

© Amy Herzog

Verborgene Wahrheit (Drabble-Dienstag)

Drabble-Dienstag mit Lyrix. (Ja es ist Montag). Ein Drabble besteht aus 100 Worten, 3 Worte sind vorgegeben: Schiff, Masken, Flammen.

Verborgene Wahrheit

Masken aus bunten Lügen lege ich auf mein Gesicht, auf jedes Wort, nähe sie fest, bis diese Sturmflut vorbei ist. Und ich spüre, wie ich beginne, die Verlogenste zu glauben, während alles andere mit dem Schiff versinkt. Es scheint fast wie ein Schatz, den irgendwer, irgendwann mit größter Mühe aus der Tiefe hebt. Irgendwo in dieser Zukunft, die nah oder fern sein kann. Für einen Moment schreckt mich dieser Gedanke so sehr ab, dass ich diesen Schatz in Flammen sehen möchte. Aber ich glaube nicht daran, dass jemals Jemand den Meeresgrund erreicht. Diese Lüge lässt die verlogenste Maske kurz lächeln.

Verlust…

Zucken…

Du zuckst mit deiner Schulter
stößt grob meinen Kopf
weit weg von dir…
wollte mich nur anlehnen
lehne jetzt an der Luft
und schenke dir den Regen,
dessen Duft du so
liebst…

 

 

© Amy Herzog

Maske…

Wie kann eine Maske lächeln,
wenn sie aus dem Schmerz erbaut,
wo die Schreie brennend flehen,
doch das Lächeln lacht zu laut.

Wie kann eine Maske lächeln,
schweigend wie ein Grab bei Nacht,
funktionieren wie ein Uhrwerk,
gar zerbrechend noch gelacht.

Wie kann eine Maske lächeln,
wenn das Herz doch einsam weint,
wenn der Sinn in allen Stunden,
nur noch lacht, damit es scheint.

 

© Amy Herzog

Fort..

Wollte nie diesem Leben entkommen,
wie benommen, doch entrissen,
hörte ich mit deinem Wissen – bald
das Schärfen der Klingen
im dunklen Wald.

Wollte nie diesem Leben entkommen,
so zerronnen, in den Träumen,
zwischen den Bäumen – die Hasen
konnten auch nicht schneller
um ihr Leben rasen.

Wollte nie diesem Leben entkommen,
doch genommen, meine Seele,
wolltest du, dass ich lebe? – in bunt
gemaltes Bild in Flaschenpost
blieb mein Leben wund.

 

© Amy Herzog

Liebendes Auf und Ab…

Im Wechsel zwischen Trauer und Glück,
wünsche ich mir mein Leben zurück,
Gedanken, die mein Herz verschlingen,
verwelktes Leben – um Luft muss ich ringen.

Doch kann ich diesen Schmerz nur lieben,
kann er mich noch am Leben erhalten,
zu oft kann ich nur kraftlos liegen,
wenn die Gedanken an dich siegen.

So hört doch endlich damit auf,
Gedanken, die ihr seid zu Hauf,
gib mir mein schmerzend Herz zurück,
und lass mich spüren etwas Glück…

 

© Amy Herzog

Die letzte Musik…

Im Dunkel meine Augen
sie bleiben verschlossen
lasse letzte traurige Klänge
durch den Korridor hallen.

Es rauscht und pfeift
noch ganz leise der Wind
durch kleine Spalten am Fenster
und wird stärker geschwind.

Neige langsam den Kopf
und blicke gebannt
während der letzte Klang
des Klaviers verstummt.

Versuche zu sehen
das tönende Geschehen
nur ein letztes Mal noch
aus dem Fenster zu blicken.

Es stürmt und blitzt
der kalte Regen rinnt
die Wolken sinken tiefer
in Trauer die Welt versinkt.

Mit aller Naturgewalt
drängt das Wasser herein
stürmt der Monsun überflutend die Welt
findet er Wege bergauf und talein.

Kein Weg bleibt bestehen
kein Fluss der sich hält
ein einziges Meer
wurde aus dieser Welt.

Die Ernte verdorben
die Welt bald gestorben
überflutet von Wasser
die Tränen vergossen.

Meine Stimme verstummt
die Musik bleibt still
das Klavier in meinem Herzen
bleibt für immer ertränkt.

Die freudenstrahlende Erde
werde nie wieder strahlen
bei solch Wassermassen
ist die Sonne vergangen.

© Amy Herzog

Im Ende – 2

Im Ende sind die Blumen grau,
zerbricht in der Kälte,
gefroren im Tau.
Stumme Tränen weinen
zu Diamant versteint.
Die Tränen währen ewig matt,
kein Lichte sie erhellt.

© Amy Herzog

Seelenschmerz…

Gegangen bist du
und hinterließt Seelenschmerz
der frisst sich durch mein Leib,
der Schmerz, hinterlässt Leid
und trinkt all die Tränen
des Trauern und Weinens
wird Fluss zu Meer
und ertrinkt
in warmen Gewässern.

© Amy Herzog

Fühle Dich…!

innerlich
ich suche dich
bist du wo
spüre ich nicht
fest du reisst
das spüre ich
länger dann
zerfalle ich
distanziert
blicke ich dich
in tiefer trance
spüre ich dich
fest verschlungen
halte mich
tränenlos
nun weine ich
hassen kann
dich liebe ich
bin da wenn du
verlangest mich
immer weiter
weine ich
tränenlos
vergess ich nicht

© Amy Herzog