Worte

Verloren im Wort…

Wieder sind es deine Worte…
Wie gestern. Heute. Immer. Noch.
Sie graben sich in meine Seele,
graben sich ihr eigenes Loch.

Wünschen. Leben. Sterben.
Lassen mich auf Scherben laufen,
saufen, bis ich sie vergesse,
und im Suff doch weiter fresse.

Sag… Sag mir endlich. Bitte.
Sag, wo finde ich die Mitte,
wie entfliehe ich deinem Wort,
und trage ich die Liebe fort.

Und sag. Mein kleines Herz,
verloren in deinen Worten,
gegangen, längst vergangen,
spüre ich noch das Verlangen.

Worte über Worte, schwimmen,
spülen mich tiefer hinab – fort,
Doch ich fühle mich wohl, ja…
In deinem warmen Wort.

Nicht irgendein Wort – stark,
du musst mir eines notieren.
Sag, wie könnte ich mein Herz,
denn nicht an dich verlieren…

© Amy Herzog

Jedes Tönchen…

Der Boden unter meinen Füßen,
mit einem Mal verschwand er fort,
als landete ich auf einem Kissen,
geformt aus deinem warmen Wort.

Jeder Ton gleicht einem Traum,
in dem ich aufgefangen werde,
als schliefe ich in weißen Schaum,
der für mich zum Heiler wurde.

Die Silben gleichen einem Sturm,
ein Wirbelwind um meine Seele,
stehe im Schutze auf dem Turm,
in deinem Wort – ich schwebe.

Ganz und gar bin ich berauscht,
im Traum wie am realen Tag,
mein Ohr jeden Ton belauscht,
mein Herz dem ganz erlag..

 

© Amy Herzog

Seine Stimme…

 

Seine Stimme weich und sanft,

Leise flüsternd dringt sie ein,

Raubt mir jede Zeit und Luft,

Ohne ganz bei mir zu sein.

 

Ist sie fort oder mir nahe,

Sie wirkt viel zu hypnotisierend,

Ich weiß nicht, bin verwirrt und war,

Mit ihr in mir kurz abwesend.

 

Versuche mich zu konzentrieren,

Seine Stimme zu genießen,

Sie bis auf jeden Klang studieren,

Und meine Augen zu schließen.

 

Schwirrt sie weiter unbemerkt,

Kontrolle gibt sie mir nicht,

Geh ich mit ihr doch so gestärkt,

Im Herzen spüre ich sein Gesicht.


© Amy Herzog

 

 

Weil ich dich gern habe!

Gar süchtig bin ich schon danach,
Worte kämpfen mit dem Verstand,
Treffen zwar meine Augen nur sanft,
Doch der Körper geht bis an den Rand.

Beim verschlingen deiner Zeilen,
Schaumig, sanft und so voller Kraft,
Durchströmen mich die großen Wellen,
Ein Gefühl aus deinen Worten geschafft.

Wonne, Sonne, Lichter und Glück,
Entflammen Worte die Herzenswärme,
Quer zünden diese Flammen in mir,
Deshalb lese ich sie auch so gerne.

Und breiten sich die Flammen aus,
Gezündet nur aus deinen Gefühlen,
Brechen in einem Lächeln heraus,
Worte – welch ein Herzensschmaus.

 

© Amy Herzog

Unbedachte Worte…

Zu unbedacht herum gemacht,
mit Worten durch die ganze Nacht,
da hinten noch verstohlen lacht,
hier vorn schon steht mit seiner Macht.

Steht stramm gebunden an der Wand,
treibt mich bis an den dunklen Rand,
ich seh‘ zuweilen gar kein Land,
vor allem, weil ich Freude fand!

Das Wort zieht mich von Innen aus,
lässt die Gefühle strömend raus,
bin ich zwar sicher in dem Haus,
doch zucke wie ne kleine Maus.

Und es kann die Ängste sehen,
kann durch sich Gefühle fühlen,
das Wort, es kann im Innern wühlen,
und mich am Ende doch abkühlen.

 

© Amy Herzog

Wenn meine Worte…

Wenn meine Worte lustig wären,
Müssten sie immerzu lachen,
Einen Witz nach dem andern gebären,
Und auch lustige Sachen machen.

Doch wo würde der Quatsch enden,
Wo kämen wir da alle bloß hin,
Vor Lachen nur drehen und wenden,
Und ein Bauchschmerz ist der Gewinn.

Dann würden die Köpfe ganz still,
Und die Körper ertragen die Schmerzen,
Würden nur tun was ein anderer will,
Und verlieren dabei unsere Herzen.

Da verliere ich lieber ein Tränchen,
Vielleicht auch zwei oder drei,
Dafür schwenke ich nie weiße Fähnchen,
Und in mir kocht auch kein Einheitsbrei.

Nein, in mir backt leckerer Kuchen,
Und ich gebe dir gern ein Stück ab,
Du musst auch nicht danach suchen,
Das Leben regnet aus Worten hinab.

© Amy Herzog

Gelesen: Dafür gibt es kein Wort

Dafür gibt es kein Wort

 

Heute ist mir ausnahmsweise Mal nach etwas Melancholie zumute. 😉

Dankeschön! 🙂

Leere Worte!


Nichts weiter als leere Phrasen,

Verlassen deinen lockeren Mund,

Jedes weitere Wort gräbt tiefer,

In jeder Minute, zu jeder Stund.

 

Bedeutungsvolle Worte fließen,

Aus deinem Hirn in mein Herz,

Verlieren ihre Bedeutung flüchtig,

Ankommen tut dann der Schmerz.

 

Die Stille wird so unterschätzt,

Dabei solltest du sie mal versuchen,

Von deinem Gerede einen Urlaub,

Den möchte ich hiermit buchen.



© Amy Herzog



Schmerzlose Orte…


Die Worte sehen, dass ich lebe,

All das andere bleibt verstummt,

Den Traum ich nicht zu sprechen wage,

Die Geige mein Gefühl noch summt.

 

Tränen wagen nicht zu weinen,

Die Worte sprechen Schmerzen aus,

Sie reichen mir den Rettungsring,

Aus meinen Tränen hoch hinaus.

 

In den Wolken kann ich schreiben,

Mit Tinte aus dem Traum gemacht,

Bis keine Wolken übrig sind,

Und ich Fall wieder in die Nacht.

 

In die Nacht ins Tränenmeer,

Ertrinke ich ohne die Worte,

Und falle rettungslos an Ferne,

Vielleicht schmerzlosere Orte.

 



© Amy Herzog

Sehnsuchtsflucht…

Ich sehne mich nicht nach dir,
nein! Nicht nach deiner Nähe,
meine Sehnsucht singt still,
sehnsuchtsvoll, wenn ich wäre.

Verzehre mich nicht nach dir,
nach warmen Worten, nein!
Deine Worte können mir nichts,
sie sind und bleiben zu klein!

Mein Sein bleibt in Dunkelheit,
dein Wort bleibt mir fern,
sieht man etwa, dass ich lüge?
Ich kann mich erinnern..

An dein Wort, in jeder Nacht,
jedes kleine Wort in Sehnsucht,
schreit – nach mehr, nach allem,
ganz besonders nach Flucht..

Ich sehne mich nach dir,
nach deinen Worten – still,
in Dunkelheit, in Erinnerung!
Sie sind es, was ich will..

© Amy Herzog

Stürmische Worte…

Wie ein stürmischer Wind im Nebel,
du mein leise schreiendes Wort,
geliebt wirst du in all deinen Facetten,
zu allen Zeiten und an jedem Ort.

Wache, schlafe und träume mir dir,
reise zuweilen bis zu den Sternen,
der Mond küsst mit dir zur guten Nacht,
nichts und niemand kann dich entfernen.

Still und heimlich schleichst du herum,
wanderst durch all meine Gedanken,
wächst in mir, wirst stark und Groß,
ich beginne langsam zu schwanken.

Deine Macht, sie ist gut verhüllt,
in ewig schimmernder Seide,
erst viel zu spät erkenne ich dann,
ich laufe schon auf Messers Schneide.

Doch du, mein Wort in meinem Herzen,
ich kann dich bedingungslos lieben,
treibst mich bis hin zu den Schmerzen,
und dann schließen wir wieder Frieden.

© Amy Herzog

Gelesen: Schmerzende Worte

Schmerzende Worte


Dankeschön! (-:

Überdeckter Zauber…

Deine Musik, sie ist wunderschön,
Zu hören, was ich zuvor nie hörte,
So lässt sie mich doch wilder tanzen,
Und zerstört dabei all meine Ängste.

Und eigentlich sind sie wunderschön,
Deine Bilder, die ich zuvor sie sah,
So lassen sie mich Farben sehen,
Und bringen mich dir unendlich nah.

Die Worte, ich kann in ihnen liegen,
Wie in Wolken gewickelt, prickeln,
Quer durch meinen Körper wandern,
Und meine Seele täglich entzücken.

Meine Tränen, sie sind nicht traurig,
Nur allein sie, nein, sie sind es nicht,
Erst wenn ich dabei an dich denke,
Sehe ich das Schöne im anderen Licht.

Und so verschwindet deine Schönheit,
Überdeckt dein Zauber mein Lächeln,
Er lässt mein Herz in Tränen weinen,
Und erloschen werden gezündete Fackeln.

© Amy Herzog

Warum es weh tut…

Ich weiß nicht, was ich empfinde,
was mich in der Nacht wach hält,
zitternd durch den Körper fegt,
und mir die Sterne noch erhellt.

Nur die Wärme kann ich spüren,
wie sie flattert durch den Bauch,
mich zuweilen lächeln lässt,
mir das Glück gedanklich haucht.

All das scheint so unerforscht,
ist es schön, oder doch nur schlecht,
schleicht die Kälte durch ein Fenster,
und ich frage mich, ist es echt.

Worte schleichen durch Gedanken,
weiter an meinem Herz vorbei,
zündet Flammen wo es flattert,
verzweifelt frag‘ ich was das sei.

Und dann spüre ich den Schmerz,
was gerade doch war noch gut,
Sehnsucht drängt sich einfach auf,
und es kocht das kalte Blut.

Zweifel an Gefühl und Wort,
bleiben, wenn der Morgen taut,
Angst und Herzschmerz bleiben,
nur das Flattern schwindet auch.

Das was bleibt ist Unwissenheit,
doch gleichzeitig kommt Erkenntnis,
warum das Herz nun doch weh tut,
bleibt am Tage kühl im Gedächtnis.

© Amy Herzog

Worte können…


Worte können das Herz beleben, 

In ferne Welten weiter schweben, 

Gar all die Kriege fort bewegen, 

Die Welt doch auch zu Bette legen. 


Worte können Schmerz besiegen, 

Von einem Ort zum nächsten schieben, 

Trauertränen durch Papiere sieben, 

Die Menschen sich darin verlieren.


Worte können doch auch täuschen, 

Verschlingen die Kalenderwochen,

Blenden in zu lieblichen Geräuschen,

Reales wird darin zerbrochen. 


Worte können Schmerz bereiten, 

Die Liebe könnte falsch entgleiten, 

Sie haben immer zweie Seiten,

Wohin die Worte auch immer leiten.


So können Worte lieblich sein, 

Doch auch trügerischer Schein, 

Manchmal scheinen sie nur klein, 

Dann stechen sie ins Herz hinein. 





(c) Amy H. 

Magie der Worte…

Deine Worte verzaubern mich,
führen mich ein in fremde Welten,
sie sind bunt und wunderschön,
dort regnet es nur sehr selten.

Türen die einst verschlossen waren,
öffnen sich durch deine Magie,
auf Regen folgt ein Regenbogen,
die Geigen spielen eine Melodie.

Diese Welt mag fremd mir sein,
die Angst bringt sie mir mit,
doch sind die Türen lägst geöffnet,
so folge ich Worten auf Schritt.

Verliere ich mich in dem Schein,
den deine Sonne dort spendet,
schließe die Augen und hoffe nur,
dass diese Magie niemals endet.

© Amy Herzog

einst schöne Worte…


Einst nahm ich die schönen Worte,

Trieb dich mit ihnen in die Flucht,

Sie sprachen in träumender Liebe,

Und wurden für mich eine Sucht.

 

Doch waren sie dir viel zu viel,

Sie nahmen dir Kälte und Regen,

Konntest kurz noch Sonne genießen,

Bevor du gewillt warst zu fliehen.

 

Mit meiner Liebe blieb ich zurück,

Vermag nie wieder Worte zu geben,

Wie dich ließen sie mich zerbrechen,

Und fortan im kalten Regen stehen.



© Amy Herzog

Blasses Wort…

Dein warmes Wort ist nur flüchtig,
wie ein blasses Sandkorn im Wind,
ich halte es fest in meinem Herzen,
auch wenn es kaum noch erklingt.

Verschlägt es mich an kalte Orte,
gar zerrissen werde ich im Takt,
im Innern brennt derweil das Blut,
doch außen scheine ich fast nackt.

Versuche es gänzlich zu vergessen,
warm zu kleiden mein Gefühl,
gefangen in deiner dunklen Welt,
bleibt auch mein Herz ewig kühl.

Deine Worte sind mein Verderben,
übrig bleibt Gift und kalte Asche,
nichts kann ich jetzt noch vererben,
nur das Suchen nach ewiger Liebe.

Wäre ich nie in deine Welt gefallen,
dann müsste ich nun nicht weinen,
die Erinnerung nicht vergessen,
und im Herzen dauernd schreien.

Ich wünsche nur schnell zu rennen,
an deinem Wort nicht mehr zu brennen,
die blasse Stimme doch bleibt gefangen,
sie schmerzt, ich halte sie in Armen.

© Amy Herzog

Ein kleiner Geist…

large

Ich bin ein kleiner Geist,
eine immer tanzende Seele,
schwarze Augen gefangen,
in ewig drückender Leere.

Ich schreie zwar laut,
Tag ein und Tag aus,
doch hört, ich bin still,
mir gehen die Worte aus.

Und doch tanze ich weiter,
um einen Körper zu weben,
denn als kalte leere Seele,
ist es kein schönes Leben.

© Amy Herzog.

Bildquelle

Wächter der Lieder…

Singt die Seele immer lauter frohe Liebeslieder,
Und durch Gläser schimmert Wasser in Flieder,
Was bringt es, wenn all das endet in Schmerzen,
Wenn die Flammen nicht brennen an kalten Kerzen.

Worte, die der Verstand nur gefangen nimmt,
Blut staut, sticht das Herz, wo es Berge erklimmt,
Ein Kampf im Innern wurde brachial entfacht,
Als hätte das Herz über die Liebe nur gelacht.

Aber es lacht nicht, das Herz, es blutet zu sehr,
Es kann weder hier noch dort sehen das Meer,
Der Verstand steht dort, und versperrt die Türen,
Die Liebe dahinter, sie hat sich nicht zu rühren.

Nur diese Worte werden stets eingefangen,
Im Innern, im Dunkel, dort müssen sie bangen,
Drohen gar im Meer aus Blut zu ertrinken,
Um im Fühlen am Ende wortlos zu versinken.

Im Hintergrund spielen nur weiter die Lieder,
Heller und schöner schimmert der Flieder,
In Wahrheit aber, da schreien die Worte,
Bewacht vom Verstand und seiner Eskorte.

© Amy Herzog

Hangman…

hangman

Ein falsches Wort,
Wird gemalt ein Kreis,
Es schmerzt am Hals,
Doch der Kreis ist leis.

Und noch ein Wort,
Wird falsch gesagt,
Ein Strich als Bauch,
Und nicht geklagt.

Doch wieder kommt,
Ein Falsches Wort,
Nun folgt ein Arm,
An diesem Ort.

Folgt gleich darauf,
Der zweite Arm,
Die falschen Worte,
Nehmen Formen an.

Wer da auch hängt,
Er kämpft und fleht,
Sag ein gutes Wort,
Nein, ein Bein, seht!

Das letzte Wort,
Zu Zweien Beinen,
Das Männchen es,
Fängt an zu weinen.

Nun ist das Spiel,
Vorbei, es hängt,
Die falschen Worte,
Bewirken mehr, als man denkt…

© Amy Herzog

(warme) Worte…


Rieseln

Deine Worte

Wie Sand im Wasser

Durch mein sein

Führst mich kurz an

Warmweichen

Orten vorbei

Berührst mein Herz

Meinen Verstand aber

Irgendwo verloren

Liegen lässt

Um dann im Schein

Zu verenden

Und doch an deinen

Wundervollen Worten

zu hängen


© Amy Herzog

suche…

in der nacht
suche
ich nach deinem wort
nach deiner wärme
suche im traum
im nebel –
nichts als schaum…

finde sie nur
in meinem wort
fließend aus meinen
händen –
die blasse melancholie
…bis es taut…

© Amy Herzog

*

Verbleiben meine sanften Worte 

Verhüllt im kleinen Sehnsuchtstropfen 

Wurden sie oft nur vom Wind getragen

Und doch sind sie gestürzt, zerbrochen 

Nun Reisen sie durch kalten Regen

Durch starken Wind… Und hoffen..

Vergangene Worte…

Wärmende Worte
die liebevoll schienen
schenkten reich Hoffnung
und linderten die Schmerzen

Was ist geblieben
die bittere Erkenntnis
die Worte waren
nicht weiter
als Leere

Kalte Stille
vermissen der Worte
waren sie noch so leer
sie linderten Schmerzen
die nun stärker scheinen
als je zuvor

© Amy Herzog

Getränkter Schleier…

Luft.
Atmen, Sauerstoff, Luft.
Wo bist du, Luft?
Umgibst mich nur mit deiner Kraft,
lässt mich schmachten
nach deinem Duft.
Luft, Luft,
wo bist du, Luft?
Schreit zu laut in mir die Lust?
Luft, ich lebe, Luft, ich sterbe!

Sterbe.
Strick, Seil, hänge.
Gehängt im Wald, kalt.
Bitterkalt, deine Luft, du Lust.
Siehst du ihn, den Schleier.
Tiefschwarz, tot getränkt in Blut.
Mein Blut, bin ich tot?
Der Tod, gehängt im Wald.
Ist der Schleier in deinen Worten.
Mir ist kalt.

Kalt.
Luft, kalt, zerfallen alt.
Hänge ich im Wald.
Verblasst in Violett.
Die Luft genommen, die Lust geronnen.
Blut, mein Blut am Boden in Tropfen.
Die Pfützen, ertränkt in deinen Worten.
Im Tod. Der Schleier, getränkt in Blut.

© Amy Herzog

Schweigen deiner Worte…

An dich

Nur ein Wort
verschwende ich
sinnlos schweigende
Gedanken

Deine Worte
so lauter sie
schweigen erdrücken
meine Sinne

Nur der Schmerz
deines schweigens
durchdringt noch
mein Herz

Du weißt nicht
zu lautes Schweigen
des Dunkel
ohne Licht

© Amy Herzog

Geraubte Worte…

Deine Worte,
deine machtvollen Worte
brannten sich mit heißem –
Eisen in meine Seele.

Als stammten sie von mir,
du hast sie geraubt –
mich bestohlen!
Sie mir einfach genommen,
oder hast du begonnen?

Muss ich mich besinnen?
habe ich dir einfach
die deinen genommen?

© Amy Herzog

Ich hasse kein Wort…

Ich hasse kein Wort,

kein Wort macht mir Angst,

nur jene, die sie benutzen,

bereiten mir Sorgen.

© Amy Herzog

Freiheiten der Nacht…

Seelenruhig die Nacht genießen,
im ruhigen Ton die Worte fließen,
keine Zeit um Tränen zu vergießen,
gedanklich Glück und Blumen sprießen.

Liegend hier mit einem Blatt,
mein Bleistift hat es niemals satt,
schreibt er über’s Papier so glatt,
im Grauton kurvig-glänzend matt.

Schwung um Schwung die Worte formen,
in Freiheit schreiben die Gedanken,
vom düstern Tod bis Blumenranken,
mit allen Farben stilvoll Tanzen.

Bis das Licht die Nacht vertreibt,
sich jedes Wort ganz frei ergibt,
in freier Nacht ist alles erlaubt,
mein Bleistift alles fein mit schreibt.

© Amy Herzog

Emotionen…

Stillstehend am Wegesrand,
dunkelschwarz beängstigend,
unverstanden distanziert,
an der Welt desinteressiert.

In der Leere hoffnungslos,
erstickend schweigsam nutzlos,
unbehaglich nachdenklich,
verschlossen unerschütterlich.

Melancholisch sehnsüchtig,
wichtig wandel unwichtig,
im Vakuum zu abwesend,
Zeit nur so dahinrasend.

Gefangen einsam Liebloses,
denkend an zu Sinnloses,
starr wartend eingefroren,
mitten im Nichts verloren.

© Amy Herzog

Suche nach Worten…

Verzweifelt versuche ich
in Worte zu fassen
wie meine Gefühle
in Massen schmerzen

Es geht nicht
ich finde keine Worte
keine passenden Orte
die Worte zeigen

Diesen Schmerz
will ihn nicht mehr
ich kann einfach nicht
zerbreche so sehr

So halte mich jemand
und schenke mir Worte
die lassen den Schmerz
endlich verblassen

Worte die kommen
aus tiefster Seele
schreiend suchende
Seele nach Worten

© Amy Herzog

Sinnlose Worte…

Mehr und mehr
verlerne ich es zu reden,
mich normal auszudrücken,
normale Sätze zu formulieren,
meine Gefühle zu beschreiben.

Jedes solcher Worte,
gesprochen, geschrieben
erscheint mir so sinnlos,
wertlos und unverständlich,
oder zu verständlich.

Gefühle versteckt
hinter fremden Worten,
wartend, dass sie jemand versteht,
wirklich versteht.

Fühlt.

Mich fühlt.

© Amy Herzog

Worte (5)

Wer soll verstehen
und versteht nicht
nein…
blind, taub, Stunden
vergehen
gefickt bleibe ich
im Regen stehen
Worte in ihrer
Sinnlosigkeit
überleben geworfen
in Massen falscher Orte

© Amy H.

Worte (4)

Die warmen Worte
die wir heute teilten
deine sanfte Stimme
dein Geschluchze
deine Reime
und dein Schreien

Deine Worte
zogen die meinen aus
Stück für Stück
heimlich
bis wir beide
waren nackt
uns begehrten
beinah fraßen

Deine Sehnsucht
deiner Worte
mich berühren
verführen
greifen
packen
zwingen
und küssend
lieben

Meine Sehnsucht
deiner Worte
kein bedarf
deine Wärme
deine Hände
deine Nähe

Dein Sein.
In mein.

© Amy Herzog

Worte (3)

Worte,

die ich auswendig

lernte kennen,

lese ich sie dennoch

wieder wie besessen,

kann ich einfach nicht

genug davon bekommen.

Werden sie auch immer blasser,

dass zwischen den Zeilen

umso stärker.

Wieder frag ich,

sag,

wie könnte ich 

mein herz behalten,

wie könnte ich es

nicht an dich verlieren. 

Sag.

© Amy H.

Worte (2)

Deine Worte sind es wieder
lassen sie sich in mir nieder
zeichnen, malen, schreien Bilder
immer größer, immer wilder
zaubern sie in dunkler Stund
ein kleines Lächeln auf den Mund

© Amy Herzog

Lebenssaft…

Das Wesen in ihr längst erwacht,
es wandelt still von Nacht zu Nacht,
für Menschen eine Maskerade,
bleibt es stets die Namenlose.

Schatten ist ihr Tageslicht,
Worte nutzt sie mit bedacht,
schweigen ihre Muttersprache,
niemand weiß was sie gebrauche.

Energie durchzieht den Körper,
Begierde schon von weitem hörbar,
nähert sich, der Puls erschnellt,
das ist das was sie gewollt,

Leidenschaftlich wird geschnitten,
schon benetzt es ihre Lippen,
süßlich, warm und hoch erfreut,
trinkt sie das so heilige Blut!

© Amy Herzog

Schwarz in Bunt…

Wolken wie Zuckerwatte
schweben sanft
durch warme Sommerluft.

Sattgrün trockene Wiese
sonnt sich
inmitten luftigem Duft.

Vögel so farbenfroh bunt
flattern fröhlich
singen klangvoll umher.

Seele so schwarz
denkt nach
melancholisch an früher.

© Amy Herzog

Körpergefühl…

Leise rauschende Wellen
durchfluten den Körper
und verbleiben in Tropfen
hinterlassen keine Bilder.

© Amy Herzog