Wärme

Schweige für den Augenblick..

Allein der Mund spricht keine Liebe,
denn jedes Wort ist noch zu kühl,
so warm es dennoch stets gemeint,
kennt nur mein Herz dieses Gefühl.

Es komponiert die Liebeslieder,
und singt ganz ohne Wort vom Glück,
so lausche du auch mit dem Herz,
und schweige für den Augenblick.

© Amy Herzog

In der Kälte..

Gefangen in der Kälte meines Herzens,
gebe ich mich dieser machtlos hin,
frage noch im Regen durch den Sturm,
schläft in dieser Ferne noch ein Sinn?

Trinke jede Nacht von dieser Sehnsucht,
als führte mich der Traum in einen Arm,
und doch erfriert im Sonnenlicht das Herz,
war’s in jener Nacht kalt oder warm?

So treibt mich eine Träne durch den Tag,
im Regen blickt der Nebel Einsamkeit,
fragt sich weiter nur mein kaltes Herz,
wohin führt jener Weg zu welcher Zeit?

© Amy Herzog

Sehnsuchtskrank..

So wie das triste Schwarz der meinen Seele,
so lauscht die Träne noch dem Lied im Wind,
nur müde blickt mein Schweigen in die Leere,
gar hoffnungsvoll, dass er die Schmerzen lind‘.

So wünschte ich, der Wind er könnte tragen,
so schreiend doch mein Herz zu leis‘ erklingt,
die Beine viel zu schwach um einst zu wagen,
was längst in meiner Brust im Fluss versinkt.

So weckt mich doch das Eis in jeder Nacht,
so trinke ich der Wärme ihre Sehnsucht,
doch krank bleib ich am Tage stets erwacht,
und doch gedenkt mein Herz an keine Flucht.

© Amy Herzog

Warmes Nest.

Wenn der Wind ganz sanft nur weht,
wo selbst ein Schweigen alles sagt,
dort sind zwei Herzen auf Eis gelegt,
doch kein Wort über Kälte klagt.

Wenn ein Blick dort alles zeigt,
denn Seelen liegen sich im Arm,
was tief im Meer verborgen bleibt,
schützt beide in sich mollig warm.

Wovon sie auch umgeben sind,
die Liebe hält zwei Herzen fest,
für sie weht stets ein Sommerwind,
und trägt sie sanft ins warme Nest.

© Amy Herzog

Mit dir..

Mit dir gemeinsam kann ich atmen,
wo unser Wind nur schweigsam weht,
so fließt die Wärme durch die Meere,
auch wenn der Weg durch Wüsten geht.

Nicht zu ermessen sind die Worte,
selbst wenn es aus der Tiefe spricht,
am Grund des Meers zu verborgen,
doch findet sich selbst dort noch Licht.

Mit dir gemeinsam kann ich sehen,
ein Lächeln scheucht die Schatten fort,
und wenn wir durch die Wüsten gehen,
dann schweigend zwar, doch bleiben dort.

© Amy Herzog

Wahre Worte?

In deinen Worten habe ich mich verloren,
wurde gewärmt und wieder eingefroren,
Lügen, Wahres und ein wenig Phantasie,
doch die Realität erreichten sie noch nie.

Nun sind sie fort, ließen mich zurück –
wortlos im Kalten, ganz ohne Glück,
in der Angst, mich wieder zu verlieren,
mich anzulehnen und wieder zu frieren.

Die neuen Worte, die ich so sehr liebe,
sind sie sanft, oder wie Peitschenhiebe?
Beschreiten sie nun einen wahren Weg,
oder werde ich doch wieder auf Eis gelegt.

Sag, deine Worte, sind sie nur warm?
Sind sie reich an Gefühl, oder doch arm?
Zeige mir im Wort den Funken Wahrheit,
oder bleibe mir fern und lasse die Freiheit.

© Amy Herzog

Eine Erinnerung…

Eine Erinnerung an die Wärme,
welche mich im Tag umfängt,
in der liebenden Umarmung,
wo das Glück den Anfang kennt.

Eine Erinnerung an die Nähe,
die mich in den Abend küsst,
und die lebenden Gefühle,
alle Zweifel schwinden lässt.

Eine Erinnerung an den Morgen,
der mir eine Nacht geschenkt,
durch Gedanken weiter treiben,
wo die Abschiedsträne lenkt.

Eine Erinnerung an die Zukunft,
die in Sehnsucht bleibt getaucht,
wo meine Seele nur erinnert,
und das Herz weiß, was es braucht.

 

© Amy Herzog

Vom einst so warmen Schmetterling…


Mein Herz, der große Eiskristall,

es hagelt, stürmt und schneit,

die Sonne schien woanders warm,

im Herzen schien das Leid.

 

Dann kamst du, ein Schmetterling,

so golden, samt und rein,

du flatterst Wärme in dem Herz,

ich war nicht mehr allein.

 

Doch brachtest du den eisig Wind,

die Flügel ward zu Scherben,

du einst so warmes Flattertier,

lässt Herz im Blute sterben.



© Amy Herzog

Die Augen…

Die Augen können nicht mehr lachen,
ich seh‘ die Sonne nicht aufgehen,
wie im Meer aus tausend Fragen,
werde ich in der Nacht vergehen.

Die Augen können nicht mehr fühlen,
meine Seele wohnt dahinter nicht,
durch kalten Winter schweigend nur,
seh‘ ich am Ende nicht das Licht.

Die Augen spüren keine Wärme,
du, mein Licht, du bist nicht hier,
beinahe hätte ich gespürt,
wie aus Kälte wird ein wir.

Die Augen können nur noch schreien,
ich schreib es durch die Worte blind,
die deine Sprache sprechend nicht,
ein Schweigen weht zum Schluss im Wind.

 

© Amy Herzog

Fahrtwind…

Was tief in meiner Seele ruht,
das bleibt auch dort verborgen,
mein Schweigen lässt es länger leben,
und stets in Wärme geborgen.

Zuweilen nährt es sich am Herz,
doch bleibt der Traum mein Traum,
ich spüre ihn noch durch den Schmerz,
grenzenlos in Zeit und Raum.

Selten wagt mein Mund zu sagen,
was tief die Seele spürt,
und wenn das Glück nach Hause kommt,
mich all das zu dir führt.

Und fahre ich dir immer näher,
dann wage ich doch nicht zu sagen,
nur das Gefühl, was so tief ruht,
ist im Fahrtwind leichter zu tragen.

 

© Amy Herzog

Wichtigkeit…

Wenn Liebe tief im Herzen schreit,
die Sehnsucht schon nach Sternen greift,
die Lippen nach dem Kuss sich sehnen,
und Schultern sich an Wärme lehnen.

Wenn Worte aus der Seele schreiben,
die Herzen zu getrennt nur leiden,
verliert die Logik ihren Sinn,
denn Liebe ist nur ein Gewinn.

Verloren ist in Raum und Zeit,
am Boden liegt die Einsamkeit,
die Geschichte bleibt zurück,
heraus kommt dann das große Glück.

Es gibt nur dieses eine Leben,
zu zweit umschifft ein jedes Beben,
was war ist schlicht Vergangenheit,
verliert im Jetzt die Wichtigkeit.

 

© Amy Herzog

Vermissen…

Sie lag so sanft in meinem Ohr,
und drang tief in die Seele ein,
bestückt mit Liebe und noch mehr,
fühlte ich mich nicht mehr allein.

Sie nahm mein Herz in ihre Macht,
und sprang als Lächeln stets heraus,
die Menschen fragten sich nur: Hä?
Doch bautest du das warme Haus.

Sie war ein mal die ganze Hoffnung,
ließ mich aber im Schweigen zurück,
behalten hab ich die Verzweiflung,
und auch das Herz zerbrach ein Stück.

Sie fehlt mir nun zu jeder Zeit,
bei Sonne, Mond, an jedem Ort,
verliebte Tränen regnen hier,
und warten auf ein kleines Wort.

Ein Wort, das sich im Ohr verirrt,
und sich ganz sanft im Herzen wiegt,
die Stimme, die in mir erklingt,
und sich an meine Seele schmiegt.

 

© Amy Herzog

Seelenlieder…

Wenn unsere Lippen sich berühren,
das Herz, es pocht und springt,
wir atmen Glück und Liebe ein,
ein Vöglein Liebeslieder singt.

Es ruht in mir der kleine Wunsch,
der Kuss nach Wärme schmeckt,
und wenn ich meine Augen schließe,
die Sehnsucht mehr und mehr erweckt.

Der Herzschlag durch die Luft vibriert,
die Mauern stürzen nieder,
ein Kuss, der alle Türen öffnet,
wir hören Seelenlieder.

 

© Amy Herzog

Traumwärme…

Dunkelheit klopft an mein Fenster,
die Äste schlagen laut im Wind,
allein liege ich im weichen Bett,
und warte bis ein Traum beginnt.

In mir weint der Wunsch nach Liebe,
weil du in meinem Herzen bist,
ich wünsche dich zuweilen fort,
denn hier wirst du zu sehr vermisst.

Manchmal flimmern kalte Lichter,
an Wänden tun sich Träume auf,
schlafe in erträumter Wärme ein,
und falle tief in deinen Rausch.

Und alle Wünsche sind nun fort,
denn ich schlafe in deinem Arm,
sei es gerade der letzte Traum,
dennoch ist es hier nun warm.

 

© Amy Herzog

Welches Wort?

Dein Wort, das mich gefangen hält,
es summt ganz leise im Wind,
das Hirn bleibt leer, das Herz so schwer,
es ist das Wort, wo Gefühl beginnt.

Will dieses Wort nicht bei mir sein,
wohin geht dann das warme Herz,
schwimmt im Rauch mit kaltem Nebel,
was ihm dann bleibt, ist kalter Schmerz.

Doch nimm dein kleines Wort zurück,
und ist es noch so unerträglich,
dein Wort soll sein in seinem Glück,
zum Schluss doch: welches Wort eigentlich..?

 

© Amy Herzog

Angst…

Und kannst du hören,
wie das Wasser plätschert?
Streichelt an uns vorbei…

Aber … siehst du auch,
wie wir unsere Herzen
nicht halten können?

Halten wir uns warm,
solange, bis die Tropfen
nicht mehr fließen können,
und wir Angst haben müssen.

 

© Amy Herzog

Komm wir laden uns ein, …

Komm wir laden uns ein,
machen uns keine Gedanken,
trinken bloß ein Glas Wein,
und beginnen zu wanken.

Dann lachen wir uns an,
und flüstern „komm näher“,
küssen, lieben und lenken,
unsere Gedanken dann später.

So geh’n wir durch die Welt,
hier gibt es keinen Morgen,
keinen Richter, keinen Henker,
und auch keine Sorgen.

Wir brauchen weiter nichts,
nur unsere Wärme, die Nähe,
und alles was nicht warten kann,
kann warten, als ob nichts wäre.

Wir sind einfach nur offen,
unsere Herzen in Decken,
und wenn es dann soweit ist,
kann uns niemand mehr wecken.

© Amy Herzog

Eine Seele im Nebelwald…

Eine Seele, die den Abstand sucht,
Gleichzeitig um etwas Liebe ruft,
Sich nachts im Bett nur ewig quält,
Und dann nur falsche Wege wählt.

Eine Seele, lägst zu Eis gefroren,
Hat sich im Irrgarten verloren,
Einsam sucht sie etwas Wärme,
Sieht nur lauter schwarzer Bäume.

Eine Seele, sinkt in Einsamkeit,
Zum sterben ist sie nicht bereit,
Sucht sie nur ein warmes Leben,
Doch in Kälte muss sie schweben.

Eine Seele, sehnt sich nach Wärme,
Liegt diese nur in weiter Ferne,
Hofft, dass sie ohne Leben kann,
Bis irgendwann, nur wann, nur wann.

Eine Seele, sie kann immer hoffen,
Doch hat sie diese nie getroffen,
Erkenntnis hier nur widerhallt,
Im einsam, kalten Nebelwald.

© Amy Herzog

Der eine Moment…

In Deinen Worten habe ich mich verirrt
Meine Seele liegt in Deiner so verwirrt
So unwissend und doch so geborgen
Wohl behütet in Deinen sanften Träumen

Sei es die Sekunde, nur der kleine Moment
Nur ein Windhauch in der ewig langen Zeit
Aus den Weiten der Welt nur ein kleines Fragment
Liebe ich dennoch die Wärme, die verweilt

Ich fürchte mich nicht vor Deiner Welt
Schreibe mit Seelenzerflossener Tinte
Mein Herz, Du kannst Liebe damit basteln
Auch wenn Du am Ende mir reichst eine Flinte

So hat sich doch jeder Moment gelohnt
Diese Kurze Zeit im flüssigen Glück
Und sollt‘ es nicht reichen bis zum Mond
Ich wünsche einfach den Moment zurück

© Amy Herzog

(nicht) da…

Fern, im kühlen Raum
Seh ich dich, ersehnten Traum
Tief in mir ist es geschehen
Kann ich in dir liebe sehen

Und in meinem Herzen
Brennen durch dich warme Kerzen
Sehe Geigen, rieche Flieder
Sanft spielen deine Lieder

Deine braunen Augen
Kann ich ihren Mächten glauben
Rauben Leben, saugen Freude
Schenken sie mir dennoch Wärme

Melancholie wärmt mir das Herz
Durchzieht mich dein so kalter Schmerz
Dein kurzer Blick durch meine Glieder
Tränend zwingst du fern mich nieder

Kann ich mich dir nicht entziehen
Lässt du mich dich zu sehr spüren
War es nur dein kurzer Blick
Gabst du mir Wärme, Leben
In diesem kurzen Augenblick

Könnt ich doch nur größer sein
Heller scheinen, lauter schrein
Dann wär ich deiner Liebe nah
Bist du nun einfach (nicht mehr) da

© Amy Herzog

Herbstliche Herzenswärme…

In herrlich herbstlicher Abendluft
Zieht sanft vorbei beflügelnder Duft
Trägt flüsternd meinen warmen Gesang
In deine Arme, wärmt dich mein Klang

Aus der Ferne unter den Sternen
In dieser klaren kühlen Nacht
Wärmen dich die singenden Gedanken
Die mit dem Wind leis‘ zu dir schweben

Hören wir gemeinsam Lieder
Lassen uns in grünen Wiesen nieder
Blickend zu dem hellsten Stern
Sind wir uns nicht mehr allzu fern

Spüren wir die Herzenswärme
Hier unterm leuchtend roten Bäume
Spüren keinen schmerzend Stich
Sei nur gewiss, ich denk an dich

© Amy Herzog

Überfordert das Leben, selbst im aufgeben

Überfordert
Auf brüchigen Ästen wandern
Klammern an den letzten Wind
Auf der Suche nach dem Honigbaum
Im Mantel schützend vor dem Nebel
Vor dem Sturm
Doch bleibt es weiter
Schwarz im Raum

Im Traum
Noch nach den Fliegen fischen
Sollen sie mich tragen
Weit fort in warme Länder
In Glück und Freiheit
Bis an alle Meeresränder
Schlendern unterm Sonnenschein
Doch halt! Das ist der falsche Sender

Kein Freund greift nach
Müden Ästen
Kleiden sich in warme Westen
Lasten – lass sie liegen
Am Boden im Eis erfrieren
Siegen werden die, die fliegen

Herz und Seele war’n versetzt
Zerbrochen bekam ich beides zurück
Am Boden liege ich, zu kalt, zu schwach
Um weiter noch zu stehen
Zu hören, zu schreiben
Diese Worte
Sollen leise für mich
Schreien

Die Monster –
Ich habe Angst
Sie halten mich gefangen
Fern dem Traum, verschlossen
Vor Licht, der Welt, von allem verstoßen
Zu schwach zum rennen
Allein muss ich nachgeben
Aufgeben, die anderen siegen
Und ich kann loslassen

Wo sind meine Tränen?
Sie haben mich verlassen
Sie hassen mich und meine Taten
Das Weinen, das Leben bleiben unerreicht
Glück, fühlen, sehen im Sand
Sind in Wüsten verloren

Bleiben Schmerzen und Klingen
Die von Liebe singen, drum ringen
Wer das Leben bekommt
Mich fern halten vom Baum
Von Licht, in Schatten gestellt
Vergessen, zerrissen, fallen gelassen
Im freien Fall, würfeln sie aus
Wer den Honig gewinnt

© Amy Herzog

Schwach-Stark…

Stechende Schmerzen
Jagen durch meinen Körper
Mein Herz pulsiert
– noch, noch..
Doch die Kälte in mir
Lässt mein Blut gefrieren
Bis mein Herz für immer
Bleibt still stehen

Verloren in der Ferne
Der funkelnden Sterne
Erfriere ich so bitterkalt
Mein Durst nach deinem Blut
– nach deiner Wärme
Frisst und steigt
Bitte warte nicht darauf
Dass ich sterbe

So kalt, zu leer
Wer bin ich, wer?
Nur alt, verbraucht
Und schwer meine Seele
Tragen kann ich kaum mehr
– zu schwer die Lasten
Zu schwach bin ich
Fürs lange Leben
Doch auch zu stark
Um endlich zu
Sterben

© Amy Herzog

Begegnung…

Wen zu treffen
der versteht,
beim kleinsten Makel
nicht gleich geht.

Nähe verachtet
und Nähe liebt,
wohlige Wärme
in Freiheit gibt.

Gute Gespräche
vergessen die Emotionen,
gelassene Gemüter
vermeiden Illusionen.

Schreiben im Dunkeln
so ganz allein,
so schätze ich es
nur nicht immer zu sein.

© Amy Herzog

Frieren…

Wohin mein Weg auch gehen mag
folgen mir kalte Winde
durchwandern wärmende Kleider
und stimmen frierend müde

Meine Augen weit geöffnet
suchend nach deiner Wärme
halte mich fest in deinen Armen
nimm mich unter deine Decke

Lasse mich nicht mehr los
ich will nicht mehr frieren
geben wir uns küssend hin
in Wärme wir uns lieben

© Amy Herzog

Auf Wärme wartend…

Tötende Erinnerungsfetzen
zerstören letzte Gefühle,
die nie da gewesen waren
und hinterlassen nur Kühle.

Auf wärmendes Feuer wartend,
den Moment, der es entfacht,
gekommen am trocken Ufer
und erhellt diese Nacht.

© Amy Herzog