in Blicken gefangen…

in den netzen deiner blicke
bin ich wie von dir gefangen
geborgen wohl in deinen armen
lasse ich mich langsam fallen

sehe ich in braunen augen
nur scheinende unendlichkeit
doch lasse mich nur weiter fangen
vergesse einfach alle zeit

kannst du meine sehnsucht stillen
mich tiefer in den strudel führen
bis uns’re seelen sich vereinen
samtweich meine lippen küssen

© Amy Herzog

ruhige Nacht…

*

Weiße leichte Federn

Tanzen durch die Nacht

Kühl der sanfte Wind und klar

Singt ein Uhu sein Lied

Und die Sterne glänzen

Funkelnd auf mich hinab

*

Genieße ich die Ruhe

Das menschenleere schwarz

Lausche nur in diese Stille

Trägt mein Lied der Wind

In dein schlagend warmes Herz

Wo wir zwei zusammen sind

*

Seelendieb…

Unter blauem Mond
Träumen meine Schreie laut
Im See der grell erwachten Liebe
Voller Sehnsucht nach
Deinem Haupt

Doch fing ein Dieb meine Seele
Und ich wurde stumm
Drum hoff ich leise
Nacht für Nacht, dass du
Mein Dieb, die Schreie
Nicht überhörst

Zurück zu mir kommst
Wenn der Mond wieder scheint
Mein Herz noch stumm weint
Und du vom herzlosen Dieb
Zu meinem Retter wirst

© Amy Herzog

Verlorenes Mädchen…

Bäume, starke, dicke, große, Bäume,
lange knöcherige Äste, dicht an dicht,
schlagen laut im nächtlichen Wind.
Schwarzgekleidete Nebelschwaden,
und mittendrin ein verlorenes Kind.

Rennt entlang dem verregneten Weg,
nasses Laub, das kleine Mädchen fällt,
in Erde und Matsch, in Kälte gehüllt.
Blutige Knie und weinende Augen,
ängstliche Schreie, nur Bäume hören.

Wispert im Nebel geheimnisvoll zu,
„Kleine, renn weiter, gib keine Ruh!“
Rennt und fällt sie, Stunden vergehen,
bis dann am Ende der Nebel verzieht,
und in warmer Sonne die Tränen glänzen.

© Amy Herzog

Traumwelt…

Mein Herz zerbricht
Ich laufe auf Scherben
Am Tage, im hellen Licht
Spüre ich deine Lügen
Sie lassen mich sterben

Wenn die Dunkelheit spricht
Wird mein Körper ermüden
Eine Träne tropft vom Gesicht
Dann schlafe ich langsam ein
Und vergesse all die Lügen

Erfüllt ein Lächeln mein Gesicht
Sind meine Augen geschlossen
Fort ist der Weltschmerz
Noch bis zum hellen Morgen
Spüre ich kein Scherbenherz

Abseits der grausamen Welt
Ist mein zerbrochenes Herz
In meiner glücklichen Traumwelt
Bis der Morgen wieder erhellt

© Amy Herzog

Pure Emotionen 

pure Emotionen brachen aus mir heraus. Das Monster in mir schrie. Prügelte auf mich ein. Tränen flossen. Verzweiflung. Wut und Hass über meine Unfähigkeit. Einsamkeit. Kummer über die Liebe, die nur warten und stauen kann, bis jemand die Liebe möchte. Jemand, vor dem meine liebe sich nicht fürchten muss. Einfach alles. Alles brach heraus. Kein Wort könnte je ausreichen. Meine Seele sprach im Bild. Das war es, ein kleiner Teil von dem, was sie zu sagen hatte. 

  
Warten. 

Größe? Keine ahnung. Halbe Wand. Mehr folgt, wenn ich wieder Farben habe. Dann rede ich weiter. 

Warten. 

Sinnlos ziellos…

Ich will betrunken lachen, Fehler machen, durch Welten stolpern, von Klippen springen und mich fangen. Wein und Freiheit soll mein Nachttrunk sein. Im Wohnwagen fahren, den Kopf aus dem Fenster halten, Wind und Regen soll mich erwachen. Keine Schilder will ich sehen, kein Erinnerungsbild soll mich begleiten. Die Farbe ist noch nass, doch bin ich längst weg, weiter dem Horizont entgegen, ihn Strecken und immer wieder verlieren. Weder hier noch dort ist mein Ziel, Reichtum, Menschen, zuhause, all das brauche ich nicht. Nichtmal die Straßen, nein auch keine Küsten, nichtmal die wärmsten Wüsten sollen mein Zuhause sein. Mein Freund ist die Feder, meine Seele Papier, mein fahrendes Haus, nur ein Tropfen meiner selbst. Singend entgleiten, nein zu allem, sinnlos Leben, nutzlos meine Spuren legen, sie verwischen, und sie wieder leben lassen. Kein Plan soll mich fesseln, kein denken verrenken, schenk ich mir nur die Freiheit zu schreien, zu heulen wie’s mir beliebt, und ist alles egal schenk ich mir bei Gelegenheit einfach die Welt. Belangloses Reisen, in Männern vergreifen, Frauen verführen, und dann doch nur die kurzen Fesseln lösen. Ihr seid die Illusion, seht sie um euch, ich bin das Nichts, das eine, das da war, und dann wieder Nichts. In meinem Wagen, betrunken und schön, durch Tausende Welten lachen, Strahlen, heulen, ficken. Kein Held will ich sein, nur ganz ohne Sinn. Ohne Weg, ohne Ziel, irgendwann ankommen im festen Zuhause, nein, in meiner Heimat, der ganzen verfluchten Welt.

Herbstliche Herzenswärme…

In herrlich herbstlicher Abendluft
Zieht sanft vorbei beflügelnder Duft
Trägt flüsternd meinen warmen Gesang
In deine Arme, wärmt dich mein Klang

Aus der Ferne unter den Sternen
In dieser klaren kühlen Nacht
Wärmen dich die singenden Gedanken
Die mit dem Wind leis‘ zu dir schweben

Hören wir gemeinsam Lieder
Lassen uns in grünen Wiesen nieder
Blickend zu dem hellsten Stern
Sind wir uns nicht mehr allzu fern

Spüren wir die Herzenswärme
Hier unterm leuchtend roten Bäume
Spüren keinen schmerzend Stich
Sei nur gewiss, ich denk an dich

© Amy Herzog

Durch weinende Augen…

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Trüber Regen rinnt
Weiße Wolken schweben fort
Schlagen spitze Äste
Graues Schwarz in meine Seele
Vögel zwitschern noch im Wind
Doch wird auch sie der Regen treiben
Und ich, ich stehe hier durchnässt
Im kalten Regen weinend sehen –
Schutzlos ohne Herbstblatt
Verschwommen ohne Farbe
Bis auch die Vögel mich verlassen

© Amy Herzog

Flüchtige Momente bleiben…

Meine lauten Schreie nach Hoffnung,
können nicht mehr gehört werden.
Zu leise sind sie – ich schlafe, leer, taub,
als sei mein Leben aufgebraucht.
Verletzt und voll starker Schmerzen,
bleibt fort der kleine Funken Hoffnung
auf eine kleine letzte Rettung.

Die Luft um mich wird dünner,
während die Erinnerungen an den letzten Kuss
restlos verblassen, mich allein hier lassen.
Im Nichts gefangen.
Mein warmes Blut fließt in Strömen,
und die Schmerzen muss ich nicht mehr spüren.
Am Ende hört es endlich auf,
nichts wird mehr fließen.

Flüchtige Momente bleiben
in Momenten, die sich nicht mehr reimen,
nicht mehr färben, nur grell leise lärmen.
Doch das Leben geht für euch weiter,
dreht sich bunt um Illusionen.
Bin ich doch dort und hier verschwunden.
Ihr Menschen, ihr bleibt bitte heiter
und lebt immer glücklich weiter.

Auch ich werde sein,
nur nicht hier, nicht dort,
Bin ich fort? Ich weiß es nicht – ich schlafe.
Und mag’s sich nicht mehr reimen,
der Rhythmus in mir nicht mehr pochen,
so hab ich mich noch nicht verloren,
bin ich nur für euch verschwunden.

Irgendwann, wenn auch ihr müde seid,
schreit, und nach letzten Lüften greift,
dann werde ich warten,
mit wolkenweicher, warmer Luft,
leise warten und empfangen, flüstern:
Ein Gedicht wird am Ende, selbst hier im Nichts
niemals enden können.

 

© Amy Herzog

Teufelswesen…

kälte reißt durch meine venen
reines blut gefriert zu stein
sanfter schein in weißer seide
deckt das wahre teufelssein

täglich stirbt ein teil in mir
rastet nur mein herz verlassen
breitet sich die kälte mehr
könnt ich sie doch nur verachten

treibt das kalte tier das böse
in dunkelheit jagt seelen fort
hämisch lachen glutend blicke
bis zum traurigfeierlichen mord

© Amy Herzog

Schwarze Tränen…

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schwarze Tränen
aus schwarzem Herz
blickt schwache Seele
in kalten Schmerz

© Amy Herzog

Alles und nichts

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nur weiß und schwarz
alles und nichts
darauf ich
bin ich fremd
in ketten
nicht zu blühen
blind im innern
taub
verwelken

© Amy Herzog

liebende Messerstiche…

worte verirrten sich in luft
zurück bleibt nur der süße duft
umgibt mich sinnlich diese sucht
reißt mich tiefer in die kluft

wenn ich dich nur hassen könnte
mir den seelenschmerz nicht gönnte
dein duft, dein klang würde schwinden
die tiefen wunden endlich heilen

diese liebe kann ich nicht hassen
führt sie mich beschwingt durch gassen
lässt mich dich spüren durch den schmerz
wie sanfte stiche in mein herz

© Amy Herzog

Überfordert das Leben, selbst im aufgeben

Überfordert
Auf brüchigen Ästen wandern
Klammern an den letzten Wind
Auf der Suche nach dem Honigbaum
Im Mantel schützend vor dem Nebel
Vor dem Sturm
Doch bleibt es weiter
Schwarz im Raum

Im Traum
Noch nach den Fliegen fischen
Sollen sie mich tragen
Weit fort in warme Länder
In Glück und Freiheit
Bis an alle Meeresränder
Schlendern unterm Sonnenschein
Doch halt! Das ist der falsche Sender

Kein Freund greift nach
Müden Ästen
Kleiden sich in warme Westen
Lasten – lass sie liegen
Am Boden im Eis erfrieren
Siegen werden die, die fliegen

Herz und Seele war’n versetzt
Zerbrochen bekam ich beides zurück
Am Boden liege ich, zu kalt, zu schwach
Um weiter noch zu stehen
Zu hören, zu schreiben
Diese Worte
Sollen leise für mich
Schreien

Die Monster –
Ich habe Angst
Sie halten mich gefangen
Fern dem Traum, verschlossen
Vor Licht, der Welt, von allem verstoßen
Zu schwach zum rennen
Allein muss ich nachgeben
Aufgeben, die anderen siegen
Und ich kann loslassen

Wo sind meine Tränen?
Sie haben mich verlassen
Sie hassen mich und meine Taten
Das Weinen, das Leben bleiben unerreicht
Glück, fühlen, sehen im Sand
Sind in Wüsten verloren

Bleiben Schmerzen und Klingen
Die von Liebe singen, drum ringen
Wer das Leben bekommt
Mich fern halten vom Baum
Von Licht, in Schatten gestellt
Vergessen, zerrissen, fallen gelassen
Im freien Fall, würfeln sie aus
Wer den Honig gewinnt

© Amy Herzog

Unterm Nachthimmel…

in Windstille
scheinen zwei Sterne
auf schlafende Tannen
fern singen Katzen
ihr Nachtlied
für uns
treibt
uns zusammen
sehnsüchtiges jaulen
unterm Nachthimmel tanzen
enden wir im Kuss

© Amy Herzog

Warten auf den Schnee…

regen nieselt kühl und sanft
laub, orange, gelb, gold, grün
flattert leicht am körper hinab
so klar und frisch die abendluft

der mond beleuchtet den see
die sonne wird gleich schlafen
im nassen laub ruhig wartend
auf samtweich weißen schnee

© Amy Herzog

Überflüssig…

tränen haben sie verlassen
und ihre seele, sie ging auch
bleibt hier nur ein kleines mädchen
bis auch sie verschwind‘ im rauch

anders, komisch, abgelehnt
so bleibt sie überall allein
ein kleines aufgesetztes lächeln
damit wahrt sie letzten schein

im dunkeln tiefer isoliert
wird ihre seele bald zerrissen
unsichtbar und überflüssig
würd sie keiner mehr vermissen

wozu noch suchen nach dem sinn
in ihrem bitterkalten leben
was einst zusammen hielt ihr band
das hat die einsamkeit zerschnitten

© Amy Herzog

Eule (-:

Foto(3)

Zu diesem Bild habe ich ununterbrochen „Someone’s in the Kitchen with Dinah“ gesungen.

– So fangen Horrorfilme an. 😀

Die Zeit heilt Wunden?

mein Herz sitzt Schiwa
die Uhr tickt langsam, leise
wie können Wunden heilen
wenn das Leben die Reise
längst beendet hat

der Rauch bleibt stehen
raubt Luft und Sehen, fühlt
mein Körper keine Zeit
die Wunden bleiben, Tage
Wochen, im Blut eingehüllt

weckt mich dann die Sonne
wann, ich sehe sie nicht
die Schatten um mich herum
Menschen hören nicht mich
nur das schwarze Blickdicht

© Amy Herzog

Rote Lippen…

im Ballsaal der Finsternis
starre ich von Wolken
von Welten getrennt
sehe Regen, leidend
fremde rote Lippen

heuchlerisches Gelächter
von Tränen zerflossen
erstickt in eigenen Fluten
vom Leben getrennt

im freien Fall des Zerfalls
zerrissen, tot
ins Licht gestellt
lecke ich an diesen Lippen

schmecken sie nach
Nichts

© Amy Herzog

Nächtliche Einsamkeit …


Mein Herz gefüllt

Voll leerer Einsamkeit

Zerfressen schlaflos

Traurig, lächelnd

Durch dunkle Nächte

Spür ich in mir

Nur das Leid

Wach, betäubt

Da ist kein Lied

Kein warmer Klang

Hört mein Herz

Nichts weiter als

Den Einsamkeitsgesang

Im nächtlichen Schmerz


© Amy Herzog

Sonnige Melancholie…

foto

die sonne scheint hell
der himmel ist klar
sollt’s auch in mir scheinen
wo einst nur schatten war
doch fällt dort nur regen
in blutigen tropfen
aus lilafarbenen wolken
im tiefen magenta

© Amy Herzog

Was auch immer :-)

Foto 2

Was auch immer ihr in bunten Knöpfen, Glitzer und wilden Farben erkennen möchtet. 🙂

Müde Melancholie

Foto 1

Nochmal ein neues Foto im Tageslicht gemacht.

Jetzt erkennt man es besser 🙂

Blindes Schweigen…

Sehe nur den Rauch
durch Milchglas schwimmen
– ohne klare Worte
bleiben die Gefühle
stumm

Unsichtbare Worte
lassen sich nicht formen
zerbrechlich kleine Sätze
bleiben winzig klein
geheim

Höre ich kein Lied
die Geigen schreien
doch mein Herz scheint taub
in seinem Schweigen

Ohne Farben
können keine Bilder wachsen
wilder, weiter Kleckse spritzen
kann ich sie nicht sehen
…nur in schwarz

Schwarz auf schwarz
sind all die Gedanken
was können sie schon
außer dieses blinde
laute Schweigen

© Amy Herzog

Schwarzes Blut!

Foto(3)

schwarzes Blut
durch meine Adern
lebe ich von deinem Wein
meine Kraft, sie fließt in dir
und in der Nacht
hol ich sie mir!

© Amy Herzog

Wellentanzen der Gefühle…

Foto

Klänge die ich lauter höre
können Worte Farben sehen
wenn ich tanzend an dich denke
fühle ich nur bunte Wellen

Tanzen Worte mit Gefühlen
Farben fliegen durch die Lüfte
könnten niemals wirklich zeigen
was ich fühle wenn ich denke

© Amy Herzog

Morgen am See…

morgenglänze
trifft mein herz
trägt fort der tau
den dunklen schmerz

wolken laden ein
zum eisblauen see
im herbstlaub badend
auf süßlich warmen tee

© Amy Herzog

Könnt ich’s wagen…

 

Blut fließt dick
aus meinen Augen.
– schreit der Tod!
So könnt ich’s doch nur wagen,
wahre Worte hier im Atem zu entlassen.

Fall ich nur hinauf,
um tiefer noch zu fallen.
Schwarze Klauen, die mich greifen,
fester! Und Gebete muss ich weinend
auf den Knien zurücklassen.

© Amy Herzog

lautlos schreit die welt…

bäume biegen
winde wehen
regen schlägt auf
stille blüten
bäche steigen
fische schweigen
im grase liegen
tote krähen

ohne richter
feiern menschen
unterm zelt
lautlos weinen
schwarze leichen
augen, die sich
nicht mehr sehen
menschen lachen

ist die welt
am untergehen
schützt mich nicht
mein regenschirm
vor den hinabfallenden
fröschen

und schützt mich
meine hülle nicht
vor schmerzenden
gefühlen

© Amy Herzog

Gesichtslose Masken…

Durch Menschenmassen
Ersticken an all den Farben
Lauter reden, lachen
Schreien, dröhnen
Verschwinden Worte
Hinter gesichtslosen
Masken…

© Amy Herzog

Schweigen…

Laues Lüftchen
Golden wehende Locken
Tränen glänzend leiden
Feiner lächeln rote Lippen
Schweigen lauter
Durch himmelblaue
Sommersonnenstrahlen

© Amy Herzog

Porzellanpüppchen…

Sie ist schön
So wunderschön
In blassem Porzellan
Duscht sich sanft im Regenwasser
Hält das Leben an

Wunderschön
So klein und zart
Obwohl sie hier zerbricht
Der Film des Lebens abgespielt
Mehr Blut als Wasser schmeckt

Überschwemmt
Von roten Tränen
Liegt sie in Wassers Fluss
Ein Püppchen, das zusammen bricht
Obwohl sie Leben muss

© Amy Herzog

Wartend auf das Paradies…

Liebend kleine Menschen hier
Doch suchen sie die Siege
Erleben zwischen Hass und Liebe
Abertausend rote Kriege

Wann bläst sich aus die Kerze
Steigend auf in Dunkelheit
Wartet´s dort das Paradies
Dort oben in der Ferne

So will ich weiter ferner reisen
Überwinden Berg und Tal
Große Liebe weiter reichen
Inmitten all dem finden

Mit Herz und Seele dich beschenken
Würd ich dich dann endlich finden
Wartend auf das Paradies
In deinen Armen sicher liegen

© Amy Herzog

In Hunger getaucht!

in Hunger getaucht
Leidenschaftlich rauscht
lauter das Blut – schneller!
beheizt im Reiz der Wollust
inmitten hier des warmen August

die Sinne spielen
fangend nach Luft
schreit der Körper lauter
immer lauter! Nach dieser Lust

beraubt aller hohen Vernunft
von heißeren Flammen umfasst
nieder gepresst – immer heißer!
es bleibt hier keine Kraft

entreiße die Lust! Friss sie!
kühle sie mit deinem kalten Kuss
die heiße Leidenschaft, die Lust
nimm sie, liebe, spiele mit den trieben
bis sie berauschter ruhen muss

© Amy Herzog

Seelenmusik…

die hellen sterne
der volle große mond
regenworte summen aus der ferne

der wind
trägt deine worte
flüsternd näher zu mir, mild

summt und rauscht
trommelt sanfte regentropfen
gegen fenster, meine seele lauscht

immer lauter
erklingen deine worte
in meine seele, immer tiefer

werden tiefer
deine worte zur melodie
singend in mir die seelenlieder

langsam schlafen
geborgen in deiner musik
lassen die stürme in mir ruhen

© Amy Herzog

Sternenseele…

lauwarme Nacht
vom grauen Rauch umhüllt
in der Ferne die Sterne
der Mond, der
über mich wacht

ein Stern
funkelt klar
in der dunklen Pracht
fühle ich nah
deine ferne Seele
sie scheint hell
ich bleibe erwacht

bis die Zeit
kühle Morgenluft weht
die Sonne den Stern
verblassen lässt
und deine Seele
unsichtbar macht

© Amy Herzog