Sehe dich!
Sehe dich warm
Berauscht vom Wein
Rieche rot vom Glück erschlagen
Innerlich qualmend tot
Fluten Städte voll Schaum
Tanzen, lachen, rauchen, saufen
Und einen Scotch später
Landen wir im Traum
© Amy Herzog
Sehe dich!
Sehe dich warm
Berauscht vom Wein
Rieche rot vom Glück erschlagen
Innerlich qualmend tot
Fluten Städte voll Schaum
Tanzen, lachen, rauchen, saufen
Und einen Scotch später
Landen wir im Traum
© Amy Herzog
Perfekt geformte
Langeweile
In grau
Betrunken
Monoton
Kinderlachen
Masken basteln
Warten auf
Den schwarzen
Sieg
© Amy Herzog
Zeigt der Spiegel
ein junges Gesicht
langsam die Hand
die Tränen verwischt
Der Körper verbraucht
gestresst vom Leben
nur ist es noch jung
keiner kann es nehmen
Unter schwarzem Haar
das Seelengeheimnis
sieh, alt grau ist sie
ehrlich nur in Finsternis
Kann die Seele sein
wie sie ist im Dunkel
dort gibt’s über das Grau
kein großes Gemunkel
Narbengebilde
zeichnen die Haut
Blicke schweifen
über ihr Haupt
Vorverurteilt
bleibt sie stehen
lassen die Blicke
sie nicht gehen
Blicken sie weiter
kommen die nächsten
stechen weiter zu
mit neuen Blicken
Wer starrt nicht
wer kann auch bleiben
niemand will altes
bis zum Ende lieben
© Amy Herzog
Wärmende Worte
die liebevoll schienen
schenkten reich Hoffnung
und linderten die Schmerzen
Was ist geblieben
die bittere Erkenntnis
die Worte waren
nicht weiter
als Leere
Kalte Stille
vermissen der Worte
waren sie noch so leer
sie linderten Schmerzen
die nun stärker scheinen
als je zuvor
© Amy Herzog
Leere Menschen kommen
ungefüllt auf die Welt
in unbefleckter Hülle
welche den kommenden
Matsch zusammen hält
Sie wachsen im Schlamm
und fressen ihn auf
durch Berg und Tal
über Land und Stein
suchen den Schlamm
zum fressen zu Hauf
Mensch ist er nun
Langsam befüllt
Was wird noch sein
Gibt es den Sinn
Den Mensch braucht
um Sein zu sein
Sie suchen gefüllte
Menschen voll Schlamm
Und selbst nicht genug
Bemalen sie Hüllen
Für ausreichenden Trug
Finden die Massen
gefüllte Menschen
ersehnte Gefühle
die sich endlich bilden
Fehlgefüllte Menschen
sieht ein jeder doch nur
überall voll Fehlern
was einst anziehend war
wird am Ende abgestoßen
© Amy Herzog
Kaltes Pochen
Wellengang
Tanzt nasse Küsse
In fremden Düften
Getaucht in weiß
Wird weich zu heiß
Blass verstaubtes
Heimgefunden
Immer von der Seite wich
Ring ich nach Luft
Und liebe dich
© Amy Herzog
Schattenwellen
spiegeln sanfte Küsse
musizierend durch tiefe Täler
Fliegend durch Lüfte
zum goldtrinkenden Mond
tieftauchend in Flüsse
Rasten in Sonnen
tanzen langsam zur Musik
voll Wonne in Liebe
© Amy Herzog
Wo Sonnenstrahlen Wolken verjagen
Und Regenschauer woanders fallen
Steht irgendwo in Menschenmassen
Ein strahlend schönes lautes Lachen
Welches zurück hält tausend Tränen
Die sich ängstlich erst befreien
Wenn Sonnenstrahlen später scheinen
Und Regentropfen gemeinsam fallen
© Amy Herzog
volltrunken
von ihrem Licht
– kein Fluss
wird mich ertränken
solang wir gemeinsam
– in Liebe
darauf tanzen
© Amy Herzog
Ein Kuss im Schatten, ich krall mich fest.
Umklammere und wärme mein Fleisch,
der Kälteschauer erdrückt mich heut.
Fester, küss mich und nimm mein Herz
trenne mich von Sternen und zeige mir, wo nur
lässt du heute meinen Schmerz?
Wär´s nicht mehr dein prunkvolles Fest,
zu sehen, wie nur du mich durchs Leben fickst?
Vermisse deinen schmalen Grat,
der mich des Nachts verwundet hat.
Sinnlos ist die Dunkelheit,
zu leuchtend der Mond des Glücks.
Die Folterqualen, die einst geliebt,
gespürt hab ich, wie du in mir wohnst.
Halte mich und fessle mich,
fest und fester in deinen Klauen.
Reiße mich, zerfleische mich
am Ende weiß ich, liebst du mich.
Die Hoffnung kommt, verdammt!
Du Schatten sei der gnadenlose Tod,
der wieder in mein Leben tritt.
Sieh wie leicht, das Erdbeereis.
Glück, Gelächter über dich!
Verzeih, doch wo nur, zeige dich.
Tanzen will ich, kalt geschwächt.
In Lust die Schmerzen Leben nennen,
lieben dich im Todesschatten.
Nur im Traum, ja der Traum! Da sehe ich
und sehne mich nach deinem Schmerz.
In See betrunken schwimmende Schatten,
retten Peitschen aus Todeszellen.
Angst, nein, ich nehm mich nicht in Acht,
wiege mich in Hoffnung, dass du bald Qualen,
gar folternde Schmerzen über mich bringst.
© Amy Herzog
Warmer Regen
Nieselt auf uns hinab
Hand in Hand gehen wir lachend
Die hellgrüne Wiese bergab
Suchend nach Schutz
Unterm blühend großen Apfelbaum
Fallen wir hinein in Gefühle
Als seien wir in unserem Traum
Verbunden tiefe Augenblicke
Verlieren wir uns hier im Sommer
Berühren, zärtlich, sinnlich, liebend
Der Kuss währt ewig miteinander
© Amy Herzog
Ich werde nicht gehen
Wohin das Leben auch führen mag
Werde ich loyal an deiner Seite stehen
Wohin dein Weg auch gehen will
Werde ich wartend bleiben
Nichts wird passieren können
Was mich zum Gehen bewegt
Du kannst auf mich zählen
Was auch immer
Ich werde da sein
Einmal wichtig
Wirst du immer wichtig sein
© Amy Herzog
Schweigen
ich bin stillschweigend
doch ist es zu laut
meine Stille
schreit sie noch zu laut
meine Stimme
sie soll schweigen
Größe
bin ich zu groß
nein, ich bin klein
doch nicht klein genug
die Größe soll schwinden
sie ist nur ein Trug
bin nicht genug
für die Größe
Unsichtbar
bin ich auffallend
doch unwichtig genug
will ich nicht erscheinen
einfach alles meiden
klein, schweigend
unsichtbar bleiben
© Amy Herzog
Durch den Herbstwald
mit dem Duft in der Nase
erfüllt mich das Moos
in leichte Ekstase
Blätter wehen ins Gesicht
rot, grün, gelb und braun
ich schwebe im Einklang
gleich mit in ihren Traum
Im Traum der Freiheit
so frei durch die Lüfte
tanzen wir gemeinsam
durch nasse Walddüfte
© Amy Herzog
Braune Farben tanzen wild
Auf weich-weißem Sand
Treiben mich in den Wahnsinn
Bis nah an den Rand
Dein Braun
So glänzend, lieblich, sanft
Doch manchmal auch
Ganz wutentbrannt
Freudenstrahlen
Sind hell erleuchtet
Seh ich darin
Was Liebe bedeutet
Nachts, taucht ein
Das Schwarz ins Braun
Und Leidenschaft
Beginnt zu schau’n
Am Ende ist dein Schwarz bedeckt
Der Weiße Sand vom Wind verweht
Träumend leuchtet nun dein Braun
Schlafend, bis die Nacht vergeht
© Amy Herzog
Ein Glas Rotwein
Teilen wir uns
Ehe die Lippen
Sich treffen so sanft
Näher verbunden
Entkleiden wir uns
Und alles vergessen
In sinnlicher Stund
© Amy Herzog
Manchmal, wenn der Himmel weint
im Kampf ein jeder Sonnenstrahl schreit
in meinem Leben sind fort die Tage
viel mehr, als ich noch zu Leben habe
Der Sand, der Sanduhr schnell verschwand
längst steh ich nicht mehr im Wüstensand
zu viel hab ich im Leben verpasst
zu oft hab ich mein Leben gehasst
Ein Mädchen dort im Regen steht
in meinen Gedanken ihr Haar noch weht
um sie herum liegt noch Wüstensand
sie dennoch nicht durchs Leben rennt
In Regennächten lieg ich wach
immer an dieses Mädchen gedacht
was wäre wenn sie bei mir weilt
und ihren Sand noch mit mir teilt
Könnt sie in meinen Armen weinen
und sie den Sand noch mit mir teilen
gemeinsam könnten wir noch rennen
den Sonnenstrahl zum brennen bringen
Ob sie wohl noch im Regen steht
ihr Haar noch immer schweigend weht
sie nicht in meinen Gedanken bleibt
sondern sich zu mir ins Leben reiht
© Amy Herzog
Dunkel die Nacht und du warst da – nah!
Als sei es ein Traum kamst du näher
– näher, näher, unendlich nah!
konnt ich deine Lippen schmecken
doch meinen Augen kaum trauen
Sanft ein Schnitt in deine Lippen
– süß, dein Blut
konnt ich dein Wesen entdecken
Und sie war da – wie ein Blitz!
die Leidenschaft die entfacht
mit deiner Blutesmacht
Wie im Traum
ein Rausch – wollt ich mehr
beißen, schneiden, trinken
mehr und mehr im Feuer versinken
Als sei ich ein wildes Tier
über dich herfallen!
Bis dein Blut in mir
die Flammen ersticken
© Amy Herzog
Schwebe
sanft durch Wolkenweiß
Melodie, so rot gewärmt
schleichen durch die Pyrenäen
Träume reisen fort so weit
mit mir in Luft verschmolzen
Schläft
das Lied im Wasser ein
höre nur, da ist der Tod
weit davon entreißt der Traum
die Sonne rot
im Tauchen stumm
Denke
weiter nicht daran
könnt ich tonlos untergehn
fern von Wärme, Traum und Zeit
geschehen lasse ich das Leben
denn die Reise stark gewinnt
Reise
hoch durch warm und kalt
bewahre meinen Traum, komm an
in roten warmen Sonnen Armen
die deine sind irgendwann
im Traume sind wir alt
© Amy Herzog
Deine Nähe
legt sich um mich
wie ein sanfter Windhauch
Dein Kuss
dringt tiefer ein
als Messer in mein Fleisch
Deine Worte
kreisen um mich
wie schützend warmer Rauch
© Amy Herzog
Verliebt in tausend Lichter
scheinen sie nur allzu hell
heller als ich je scheinen könnte
und täglich wird es heller
Ihr funkelnd schönen Lichter
zu Euch bin ich verdammt
bleibt mir doch fern, es schmerzt
hier lieg ich schon gekrümmt
Lasst mich im Dunkel lieben
nur Euch Lichter aufrichtig
lasst mich allein hier sterben
und scheint weiter ohne mich
© Amy Herzog
Bin ich fremd, hier und da
ohne Sinn, war ich nah
jeder kennt, wo jeder war
Identität ist unsichtbar
Im sinnlos sein, bin ich klein
wo ich mal war, war kein Sein
und niemand sah, ist alles Schein
hier und da, bleib ich allein
Irgendwo, mein Name brennt
du und ich, was niemand kennt
niemand hier, beim Namen nennt
Identität bleibt fort gerannt
© Amy Herzog
Die Scherben
die heimlich schmerzen
zerschneiden meine Seele
jeden Tag ein bisschen tiefer
so lassen sie mich sterben.
Die Schmerzen
niemand kann sie sehen
lassen mich innerlich Bluten
– so lang
bis ich irgendwann
nur noch aufgeben kann
© Amy Herzog
Komm, lass uns träumen
Durch weiche Nebelschwaden
Bis in die zeitlosen Räume
Immer weiter reisen
Die Gedanken zurück lassen
Und die Wärme spüren
Lass sie uns teilen
In unseren Umarmungen
Gehen wir gemeinsam
Und lassen uns fallen
Bis wir dort ankommen
In unseren Küssen
© Amy Herzog
Luft.
Atmen, Sauerstoff, Luft.
Wo bist du, Luft?
Umgibst mich nur mit deiner Kraft,
lässt mich schmachten
nach deinem Duft.
Luft, Luft,
wo bist du, Luft?
Schreit zu laut in mir die Lust?
Luft, ich lebe, Luft, ich sterbe!
Sterbe.
Strick, Seil, hänge.
Gehängt im Wald, kalt.
Bitterkalt, deine Luft, du Lust.
Siehst du ihn, den Schleier.
Tiefschwarz, tot getränkt in Blut.
Mein Blut, bin ich tot?
Der Tod, gehängt im Wald.
Ist der Schleier in deinen Worten.
Mir ist kalt.
Kalt.
Luft, kalt, zerfallen alt.
Hänge ich im Wald.
Verblasst in Violett.
Die Luft genommen, die Lust geronnen.
Blut, mein Blut am Boden in Tropfen.
Die Pfützen, ertränkt in deinen Worten.
Im Tod. Der Schleier, getränkt in Blut.
© Amy Herzog
Nichts weiter als Chemie,
Gefühle aus der Biologie.
Wenn Monoamin, Dopamin,
Noradrenalin und Serotonin
miteinander spielen wollen,
dann sind Gefühle im Kommen.
© Amy Herzog
HASS! HASS! HASS!
Ich liebe deine Worte,
verdammt! NEIN!
Ich hasse deine Worte!
Jedes mal ist mir als klatschte man mir
ne Riesen Torte in die Fresse!
Was willst du?
Was glaubst, wer du bist?
Gevatter Tod, verpiss dich!
Du! Nein, DU kannst mich nicht ködern!
Verpiss dich, sagte ich!
Nimm deine Worte und steck
sie dir in den Hals!
Behalte sie! Bitte.
Bitte? Bitte, lass mich nicht betteln.
Lass es weiter in mir lodern.
Der Schmerz erdrückt mit aller Kraft
das Leben was du einst geschafft,
was willst du also, was ich durchleide?
Dich habe ich längst durchschaut
mein liebes zwischendurch.
Zerstören, töten, durch den Wolf drehen
willst du mich.
Aber wo ist die Furcht?
Ein Riesen Bier Fass!
Leer gesoffen mit Hass betroffen!
Wie auch immer ich am Boden liege
kreucht und fleucht – schmerzt ekelhaft –
besiegst du mich nicht.
Zerstöre wenn du rennst
– mach, ich liebe dich, mir egal.
vergiss aber nicht, Gevatter Tod,
dass auch du lieben kannst!
© Amy Herzog
An dich
Nur ein Wort
verschwende ich
sinnlos schweigende
Gedanken
Deine Worte
so lauter sie
schweigen erdrücken
meine Sinne
Nur der Schmerz
deines schweigens
durchdringt noch
mein Herz
Du weißt nicht
zu lautes Schweigen
des Dunkel
ohne Licht
© Amy Herzog
Unter all den Fremden
sind wir fremd
verborgen
in unseren Herzen
In unserem Fühlen
sind wir nah
ohne Worte
scheint nichts verborgen
Unsichtbares
lässt uns fühlen
was verbunden
ist
Bleibt es doch nur
das wortlose
unsichtbare
© Amy Herzog
In mir die Gedanken
und so weiter..
Reiche bitte eine Leiter!..
Hier im trüben Wasser
sehe ich nichts.
Da oben!
mitten im Erstickungstod
sehe ich das Ende des Lichts!
Sind dann die Gedanken fort?
Bin ich erstickt daran?
Bin ich dann tot?
Ach…
Reiche eine kleine Leiter,
helfe mir nur kurz doch weiter..
Die Gedanken, die ersticken,
einfach mal herauszulassen
und am Ende nicht ersticken.
© Amy Herzog
Die Sehnsucht unendlich
vom Schrei schon laut bedeckt!
Von heute bis ewig
sag, wann wirst auch du
vom Schrei geweckt?
© Amy Herzog
Des Nachts
die Sonne kampflos verschwand
sinnlos stumm gemacht
hinter dünner Lebenswand
Laut das Sein
in Nacktheit schreien
das Dunkel lacht
doch lebt das Sein
wenn auch nur
mit dünnem Schein
Schließ die Augen
bleib stehen
bleib taub
bleib nackt
Das Sein soll schreien
weinen, lachen, kreischen
Schlafend träumen
bis zum Morgen
© Amy Herzog
DURST! HUNGER!
Ja, trinken, ja!
Heiß schwach liegen,
bettelnd, winseln niederknien.
Schreiend weinen. Kreischen.
Einsam lieben – dich ertragen.
Lust durch meine Lenden schlagen.
SCHLAG!
Den Schmerz mit Zucker fressen.
STOP! Den Guss
verzogen ruhen lassen.
© Amy Herzog
Eine einsame Träne
rinnt heraus
und macht der Liebe
den garaus
Glitzert sie
im Kerzenschein
dann wird sie
nur immer klein
Die Liebe sehen
wird sie nie
Schlussendlich dann
vertrocknet sie
© Amy Herzog
leise er kam,
ein dieb, charmant,
verkleidet in liebe,
und nahm,
leben..
© Amy Herzog
Illusionen
erhellen die Welt
und lassen sie erblühen,
während sie untergeht.
© Amy Herzog
Den ganzen Tag
Denke ich an dich
Und irgendwie
Vermisse ich dich
Warum das so ist
Das weiß ich nicht
Doch was ich weiß
Du weißt es nicht
© Amy Herzog
Kann ich sie schon von weitem sehen
wie ihre Locken im Winde wehen
die blasse Haut blendet mein Auge
strahlt sie heller als die Sonne
Komme ich nah an sie heran
so das ich sie berühren kann
ihr zarter Duft der mich erfüllt
meine Arme sie gleich umhüllt
Ihr Lächeln will ich immer sehen
stundenlang ihre Geschichten hören
einfach nur nah bei ihr sein
das wäre doch nur allzu fein
© Amy Herzog
Wie eine schwarze Katze
in der dunkelsten Nacht
hast du dich eingeschlichen
hinterlistig in die hinterletzte Ecke
in meinem Kopf.
Sesshaft bist du dort geworden,
ehe ich dich überhaupt bemerkte.
Und dann ganz plötzlich
warst du da und bist geblieben.
Und es war zu spät.
Du bist eingezogen,
hast dich ausgebreitet
und du willst bleiben.
Nun muss ich mit dir leben,
ich werd dich nicht vertreiben,
werde es ertragen, dass mein Herz
schweigsam zerbrochen wird.
© Amy Herzog
Höre meine Worte nicht
gib es auf sie sprechen nicht
höre nur das leise Schlagen
meines Herzens es will sagen
Schlägt es langsam und beruhigt
bis es schweigsam war genug
Gedanken an dich rasen durch
dann passiert es mein Herz spricht
Soll es nicht das Wort ergreifen
dennoch fängt es an zu schlagen
immer schneller rast es her
wenn ich an dich denke sehr
© Amy Herzog
nacht um nacht
zwischen lauten schreien
kreuzen unsere wege
in flüchtigen blicken
rennen durch flure
aneinander vorbei
alle sind um uns
nur nicht wir zwei
das rasen der uhren
zum stillstand bringen
in kleinen momenten
die lautlos scheinen
in diesen momenten
des flüchtigen blicks
scheint es kurz so
als gehöre die welt uns
© Amy Herzog
Sie liegt vergraben
unter kaltem Rauch
der erstickenden Leere
geführt ins Endlose
Dort hört sie nichts
und kann nichts sehen
nur regungslos liegen
ohne zu fühlen
Weit hinter dem Rauch
dort schimmern die Lichter
nur lachen sie lauter
über ihr Ersticken
Sie windet sich nicht
und verzieht keine Miene
wartend liegt sie nur da
auf die Gefühlslawine
© Amy Herzog
Zu groß bist du für mich
Nur eingeschüchtert bin ich
Zu viel bist du für mich
Viel zu klein bin ich
© Amy Herzog
Sie zeigt sich gestärkt
Dass niemand bemerkt
Die zermürbende Kraft
Und das niemand ihre
Schwäche versteht
Die Maske ist groß
Die lässt sie nicht los
Doch schwach ist sie
Zwingt sie diese Maske
In die Knie
So sehr hofft sie
Hofft sie das nie
Dahinter jemand sieht
Die Schwäche versteht
Und sie fängt
Hofft dass jemand sieht
sie versteht
und fängt
© Amy Herzog
Da ist die Krankheit,
die sich Emotionen nennt,
geschwächt wartend darauf,
dass sie erkennt,
so ist sie wohl reizvoll,
doch einfach nur verschwinden soll.
© Amy Herzog
Das einschüchternde Mädchen
Was klein geworden war
Innerlich klein, allein
Und zerbrochen starr
Das überlegene Mädchen
Was stillschweigend war
Wandelte es leer
Durch längst vergessene
Dunkle Gassen.
Die Starke Frau
Die außen stark war
Die niemand retten wollte
Niemand retten musste
Sich niemand zu retten traute
© Amy Herzog
Eifersüchtig bin ich
Warum?
Ist dieses Gefühl
Doch so sinnlos
Zumal auch trügerisch
Doch warum?
Verliebt, nein?
Das kann nicht sein!
Unmöglich!
Darum!
Unverbesserlich
Breche ich mir mein Herz
Warum?
Ist es schmerzlich
Und das mag es
Mein Herz
Will es scheinbar
Nichts anderes?!
Peinlich
Verhältst du dich
Du jämmerliches
Herzstück!
Peinlich!
Sei wenigstens still
Während du blutest!
Behalte es für dich!
Du jämmerliches
Herzstück!
Vergiss es!!!
© Amy Herzog
Tränen ziehen über ihr Gesicht
zu verzweifelt ist die Suche
nach diesem Licht
das einem Jeden
noch zu dunkel scheint
Spürt sie wie er
durch ihre Adern fährt
doch immer mit einem Lächeln
erträgt sie diesen Schmerz
Sehnsüchtig der Schmerz
so fließt er durch die Adern
hart wie Stein
durchstößt er ihr Herz
beim durchwandern
Lang hat sie ihre Tränen
zurück gehalten
doch sie kann nicht stehen
nicht atmen
lässt doch niemand
Gnade walten
Ihr Herz
der kalte Stein
spitz und scharf
schneidet er täglich tiefer
in ihr Fleisch
Hinterlässt sie die Spuren
ihrer blutenden Wunden
dies sind die Spuren
der verzweifelten Suchen
© Amy Herzog
Der Gedanke daran,
lässt den Rausch schon erahnen,
das Feuer entfachen,
wie es könnte wohl schmecken.
Was wird es mir sagen,
es wird dich verraten,
mir alles offenbaren,
nie wirst du dich
verstecken können.
Nur nach deinem
Blut will ich jagen,
ich kann es schon riechen
und den Hunger schon spüren.
Nur dich will ich begehren.
© Amy Herzog