Herz

Zum Hafen…


Ich möchte meinem Herzen folgen,

Denn es weiß, was Wahrheit ist,

Nur allein mein Herz hat Klarheit,

Was die Seele so vermisst.

 

Zu selten bin ich ihm gefolgt,

Doch ist es nie zu spät dafür,

Was mit ganzer Seele begehrt,

Dort öffnet mir mein Herz die Tür.

 

Das Herz kennt nur die eine Antwort,

Ohne Gesetz und ohne Regeln,

Es sieht das Glück, wo Augen blind,

Und wird mit mir zum Hafen segeln.




© Amy Herzog

Seelenlieder…

Wenn unsere Lippen sich berühren,
das Herz, es pocht und springt,
wir atmen Glück und Liebe ein,
ein Vöglein Liebeslieder singt.

Es ruht in mir der kleine Wunsch,
der Kuss nach Wärme schmeckt,
und wenn ich meine Augen schließe,
die Sehnsucht mehr und mehr erweckt.

Der Herzschlag durch die Luft vibriert,
die Mauern stürzen nieder,
ein Kuss, der alle Türen öffnet,
wir hören Seelenlieder.

 

© Amy Herzog

Keine Briefe mehr…

Ich schreibe dir keine Briefe mehr,
du wirst sie eh niemals lesen,
ich lasse sie einfach im Herzen liegen,
sie sollen mit mir verwesen.

Nur die Erinnerung trage ich noch,
die Kleidung in kunterbunt,
auf ihr verweilen ein, zwei Tränen,
dahinter ist das Herz schon wund.

Selbst dein Duft fehlt überall,
nur nicht in meinen Gedanken,
die Briefe im Herzen erinnern mich,
dir täglich für’s Brechen zu danken.

 

© Amy Herzog

Das Gefühl, das bleibt.

Gefühle, die ich niederschreibe,
wenn ich hier im Dunkel verbleibe,
treibt mich tiefer an düstre Orte,
aus tiefen Gefühlen werden Worte.

Mein Herz wandert wie benommen,
du hast es mir im Wort genommen,
Gefühle, die unbeschreiblich sind,
sie machen mich zuweilen blind.

Nur das Wort, das du mir gibst,
das Wort, das du besonders liebst,
es ist auch das, was in mir spricht,
mir zeitgleich doch das Herz zerbricht.

Doch sehe ich entfernt ein Licht,
von Herz zu Herz durch deine Sicht,
entschwindet mit uns an ferne Orte,
übrig bleibt nur das Gefühl im Worte.

 

(c) Amy Herzog

HerzSchreiben…

Schweigen dröhnt in meine Seele,
die Sprache, die das Herz versteht,
es kann nicht hören oder sehen,
doch dafür spüren wie du gehst.

Das Hirn hält große Wünsche klein,
raubt ihnen die Luft schon im Keime,
das Herz wird somit nie enttäuscht,
zuhöchst vielleicht im kleinen Reime.

Doch irgendwo tief in der Brust,
ich weiß nicht, steht es Still,
oder schlägt doch die Liebe laut,
sagt mir, wohin sie gehen will.

Fein zerhackt im dunklen Teil,
des Gehirnes schwarzer Tiefen,
dort leben wir irgendwo gemeinsam,
das Herz, es schreibt das in Briefen.

 

© Amy Herzog

Jedes Tönchen…

Der Boden unter meinen Füßen,
mit einem Mal verschwand er fort,
als landete ich auf einem Kissen,
geformt aus deinem warmen Wort.

Jeder Ton gleicht einem Traum,
in dem ich aufgefangen werde,
als schliefe ich in weißen Schaum,
der für mich zum Heiler wurde.

Die Silben gleichen einem Sturm,
ein Wirbelwind um meine Seele,
stehe im Schutze auf dem Turm,
in deinem Wort – ich schwebe.

Ganz und gar bin ich berauscht,
im Traum wie am realen Tag,
mein Ohr jeden Ton belauscht,
mein Herz dem ganz erlag..

 

© Amy Herzog

Herz gespalten…


Kann mich nicht tragen, nicht halten,

Meine Gedanken nicht mehr verwalten,

Meine Haut malt immer tiefere Falten,

Ich bin dabei, gänzlich zu erkalten…

 

Im Innern kann die Ruhe nie walten,

Mein Herz ist geteilt in zwei Hälften,

Könnt ich’s doch einfach ausschalten,

Nur mich allein in Freiheit entfalten.

 

Doch ich kann mich nicht gestalten,

Gefühle ertragen und den Mund halten,

Die Zeit, als noch die Regeln galten,

Die werden nicht mehr eingehalten.

 

Wir könnten uns drüber unterhalten,

Würd der Mund nicht still gehalten,

Nein, das Herz hat sich gespalten,

Nur die Sehnsucht kann noch halten.



© Amy Herzog

Ein wenig mit Modelliermasse gespielt. (-:

Habe vor einigen Tagen mal etwas mit Modelliermasse gespielt und das hier ist nun das bemalte Ergebnis.

Ist nicht perfekt geworden, aber es hat Spaß gemacht. 😉

Schneemann

Da hätten wir, passend zur kommenden Jahreszeit, einen kleinen Schneemann. (-:

Eule

Als Nächstes die Eule, wo ich mich wieder frage, warum Eulen bei mir immer gruselig aussehen. Mal im ernst… die wird mir im Albtraum erscheinen! 😀

Herz

Und zu guter letzt war noch ein kleiner Rest übrig für ein kleines Herzchen. (-:

Ungewisse Sehnsucht…

Glücklich lächelt sie in sich hinein,
das Gefühl ihr dabei niemals wich,
mit ganzem Herz und ganzer Seele,
grundlos und beinah lächerlich.

Wurde ihr Herz nie sanft berührt,
doch sehnt sie sich noch danach,
sie lächelt nur, als sei sie verführt,
von dem, der ihr Herz einst brach.

Seine Worte haben sie berührt,
sie zogen sie in die Leidenschaft,
und er, was macht er nur mit ihr?
Lässt ihr die Lücke, die offen klafft.

Doch sie, sie lächelt in sich hinein,
ihre Augen strahlen gar vor Glück,
im Innern, da sehnt sie sich nach ihm,
von außen, da schreckt sie zurück.

© Amy Herzog

Kampflos…

Mein Herz, es lastet viel zu schwer,
kann es kaum noch weiter tragen,
Gefühle breiten sich zu sehr,
den Widerstand kann es nicht wagen.

Viel zu schwach ringt es nach Luft,
doch versperren Lasten den Weg,
aus dem Wind reist noch dein Duft,
der aus meinen Gedanken nicht geht.

Verschließe meine müden Augen,
das Tor verschlossen, die Seele ertrinkt,
die Gefühle, du kannst die rauben,
ehe mein Herz nicht mehr erklingt.

Doch du nimmst sie mir nicht,
du lebst im gebrochenen Herzen,
breitest dich aus, ohne ein Licht,
und ich erliege den Schmerzen.

Den Kampf gegen diese Gefühle,
du hast gewonnen, ich gebe auf,
schwach kann ich sehen, ich glühe,
und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Dein Herz, ich behüte es in mir,
obwohl du bereitest den Schmerz,
reiche Kampflos meine Hand zu dir,
und warte auf dein schlagendes Herz.

© Amy Herzog

Warum es weh tut…

Ich weiß nicht, was ich empfinde,
was mich in der Nacht wach hält,
zitternd durch den Körper fegt,
und mir die Sterne noch erhellt.

Nur die Wärme kann ich spüren,
wie sie flattert durch den Bauch,
mich zuweilen lächeln lässt,
mir das Glück gedanklich haucht.

All das scheint so unerforscht,
ist es schön, oder doch nur schlecht,
schleicht die Kälte durch ein Fenster,
und ich frage mich, ist es echt.

Worte schleichen durch Gedanken,
weiter an meinem Herz vorbei,
zündet Flammen wo es flattert,
verzweifelt frag‘ ich was das sei.

Und dann spüre ich den Schmerz,
was gerade doch war noch gut,
Sehnsucht drängt sich einfach auf,
und es kocht das kalte Blut.

Zweifel an Gefühl und Wort,
bleiben, wenn der Morgen taut,
Angst und Herzschmerz bleiben,
nur das Flattern schwindet auch.

Das was bleibt ist Unwissenheit,
doch gleichzeitig kommt Erkenntnis,
warum das Herz nun doch weh tut,
bleibt am Tage kühl im Gedächtnis.

© Amy Herzog

Augen aus eisblauem Meer…

In Deinem Herzen
sah ich eine Lücke klaffen,
und ich nahm es in die Hand,
zu unbedacht hat es stets Gefühlt,
stand mit dem Rücken zur Wand.

War es dann sich selbst überlassen,
allein in der verregneten Dunkelheit,
verteilte Worte in Deinem Herzen,
sie linderten Deine Schmerzen,
stärkten Deinen Geist,
tief wurde es berührt,
manchmal gar alle Sinne verführt.

Doch zählte ich die Stunden nicht mehr,
verlor mich selbst mitsamt meines Herzens
tief in Deinen Augen aus eisblauem Meer.

Mein Herz wurde schwach,
immer schwächer von Stunde zu Stunde,
irgendwann mich selbst
an Deiner Wärme gar verbrühte,
nur scheinen konnte ich noch Stark,
wo ich in meiner Brust die Schmerzen spürte.

War schier endlos in der Zeit gefangen,
umklammert von Sehnsucht,
von Träumen und der inneren Flucht.
Fand mich wieder in einem Gewühle,
meiner sprießend wachsenden Gefühle.

War mein Herz doch gleichzeitig leer,
ich fühlte mich nicht mehr, war gefangen,
in Deinen Augen aus eisblauem Meer.

© Amy Herzog

Blasses Wort…

Dein warmes Wort ist nur flüchtig,
wie ein blasses Sandkorn im Wind,
ich halte es fest in meinem Herzen,
auch wenn es kaum noch erklingt.

Verschlägt es mich an kalte Orte,
gar zerrissen werde ich im Takt,
im Innern brennt derweil das Blut,
doch außen scheine ich fast nackt.

Versuche es gänzlich zu vergessen,
warm zu kleiden mein Gefühl,
gefangen in deiner dunklen Welt,
bleibt auch mein Herz ewig kühl.

Deine Worte sind mein Verderben,
übrig bleibt Gift und kalte Asche,
nichts kann ich jetzt noch vererben,
nur das Suchen nach ewiger Liebe.

Wäre ich nie in deine Welt gefallen,
dann müsste ich nun nicht weinen,
die Erinnerung nicht vergessen,
und im Herzen dauernd schreien.

Ich wünsche nur schnell zu rennen,
an deinem Wort nicht mehr zu brennen,
die blasse Stimme doch bleibt gefangen,
sie schmerzt, ich halte sie in Armen.

© Amy Herzog

Herz im Kuvert. 

Werde mein Herz nur für dich falten,

Wenn du weinst kannst du es halten,

Schicke es dir bis ans Ende der Welt,

Dann hast du damit dein warmes Zelt.

 

Träume damit an den grauen Tagen,

Du kannst es dann zum lieben nehmen,

Es umarmen und ihm alles erzählen,

Auch trocknen deine großen Tränen.

 

Nur bitte behandele es behutsam,

Denn heilen kann es nur sehr mühsam,

Halte es in Ehren, dann ist es immer da,

Schützt euch gemeinsam, seid euch nah.


© Amy Herzog

 

Spiegelblick…


Trübe Blicke in glänzende Spiegel,

Beschlagen ziehen sie vorbei,

Ein kleines Herz schweigt dabei still,

Als sei es auf ewig nur aus Blei.

 

Langsam malen Tropfen dunkel,

Zeichnen müde Erinnerungen an,

Wie zerbrechlich, einsam und klein,

Eine verlassene Seele sein kann.

 

Mit aller Kraft versucht das Herz,

Die Augen immer weiter zu öffnen,

Federleicht vermag es zu schlagen,

Und im Spiegel etwas zu hoffen.


© Amy Herzog

 

Träume der Nacht…

Tief gefangen in Träumen der Nacht,

Reichst du mir an dein warmes Herz,

Meines schlägt wie wild und es lacht,

Vergessen ist kurz all dieser Schmerz.

 

Mit einem weinenden Auge genieße ich,

Bade in einem roten Meer aus Wärme,

Gleich klingelt der Wecker, weckt mich,

Vorbei sind all diese HerzensTräume.

 

Dann werde ich wach und du bist fort,

Verborgen bleibst du leider in der Nacht,

Hier am hellen Tage gibt es keinen Ort,

An dem mit dir mein Herz auch lacht.

 

Mit jedem morgen erinnere ich mich,

An den Traum von der letzten Nacht,

Eigentlich ist das Wecken lächerlich,

Denn ich bin mit Schmerzen erwacht.

 

Könnte ich doch nur ewig schlafen,

Auf ewig mit dir im Traumland Leben,

Malen Bilder aus verrückten Visionen,

Und werden einfach nur darin wohnen.



© Amy Herzog

Sprache des Herzens…

Gedanken wandern durch den Kopf,
Sie Kämpfen, schreien und wüten,
Bleibt die Seele dennoch leer,
Hinterlassen nur noch Spuren.

Spuren sind nur unsichtbar,
Sie ordnen sich im Herzen an,
Wie kann sie jemanden sehen,
Wenn das Herz nicht sprechen kann.

Es hüllt sich ein im Schweigen,
Das Herz, es spricht gebrochen,
Könnt nur jemand diese Sprache,
Einmal fließend Sprechen.

© Amy Herzog

Wächter der Lieder…

Singt die Seele immer lauter frohe Liebeslieder,
Und durch Gläser schimmert Wasser in Flieder,
Was bringt es, wenn all das endet in Schmerzen,
Wenn die Flammen nicht brennen an kalten Kerzen.

Worte, die der Verstand nur gefangen nimmt,
Blut staut, sticht das Herz, wo es Berge erklimmt,
Ein Kampf im Innern wurde brachial entfacht,
Als hätte das Herz über die Liebe nur gelacht.

Aber es lacht nicht, das Herz, es blutet zu sehr,
Es kann weder hier noch dort sehen das Meer,
Der Verstand steht dort, und versperrt die Türen,
Die Liebe dahinter, sie hat sich nicht zu rühren.

Nur diese Worte werden stets eingefangen,
Im Innern, im Dunkel, dort müssen sie bangen,
Drohen gar im Meer aus Blut zu ertrinken,
Um im Fühlen am Ende wortlos zu versinken.

Im Hintergrund spielen nur weiter die Lieder,
Heller und schöner schimmert der Flieder,
In Wahrheit aber, da schreien die Worte,
Bewacht vom Verstand und seiner Eskorte.

© Amy Herzog

Nur der Zufluchtsort…

Ich bin nur dein Zufluchtsort
Kaum geht’s dir gut, schon bist du fort,
Mit deiner Last bleibe ich zurück,
Doch das kümmert dich kein Stück.

Du wartest nur auf meine drei Worte,
Wenn du sie hörst, schließt du die Pforte,
Die Last erdrückt mich tief im Herzen,
Zurück lässt du mich mit deinen Schmerzen

Und wenn du wieder etwas hast,
Mein Herz ist offen für deine Last,
Bleibe dir immer treu und loyal,
Du mein Lieber, hättest eine Wahl.

Du musst nicht immer wieder gehen,
Auch einmal meine Tränen sehen,
Das nächste Mal kannst du mich fangen,
Ich träume nur…, du wirst nicht bangen.

Nein, ich lebe nur mit deinem Schmerz,
Du willst nur mein gebrochenes Herz,
Glückwunsch Lieber, du hast es geschafft,
Und ich? Ich hab es noch nicht gerafft.

© Amy Herzog

Sie flattern nur…

Sie wissen nicht warum,
und sie wissen nicht wo hin,
sie flattern einfach nur,
doch ohne jeden Sinn.

Flattern durch mein Hirn,
vorbei an meinem Herz,
hinterlassen ein Lächeln,
stets bereit für den Schmerz.

Heute sind sie bunt,
schon morgen wieder schwarz,
sie haften nur in mir,
wie zähflüssiges Harz.

Meist warten sie im Bauch,
schlafen tief und fest,
erweckt durch die Begegnung,
geben sie mir den Rest.

Dann sind es wilde Wesen,
die einst so zahmen Tierchen,
die bunten Schmetterlinge,
sie bringen mich zum lachen.

Bis wie wieder schlafen,
dann sind sie wieder schwarz,
dann suchen sie die Tränen,
und brechen mir das Herz.

Wartend auf den Menschen,
die einzige Begegnung,
die ihnen Farbe bringt,
und mit ihm eine Hoffnung.

Es kommt der Tag an dem,
sie ewig bleiben bunt,
und wenn es so weit ist,
dann kennen sie den Grund.

© Amy Herzog

(warme) Worte…


Rieseln

Deine Worte

Wie Sand im Wasser

Durch mein sein

Führst mich kurz an

Warmweichen

Orten vorbei

Berührst mein Herz

Meinen Verstand aber

Irgendwo verloren

Liegen lässt

Um dann im Schein

Zu verenden

Und doch an deinen

Wundervollen Worten

zu hängen


© Amy Herzog

Schmerzpflanze… 


Sehe dich in meinem Herzen,

Dinge, die mir so sehr Schmerzen,

In Hoffnung auf den Atemzug,

Der dich in mein Leben trug.

 

Atme täglich keine Luft,

Nur die Hoffnung aus der Kluft,

Bin gefangen in Gefühlen,

Die in meinem Leben wühlen.

 

Falle täglich etwas tiefer,

Höre nur noch deine Lieder,

Seh nur noch ein gemaltes Bild,

Wo kein Mensch je Leben wird.

 

Atme täglich nur die Hoffnung,

Schwelg‘ in der Erinnerung,

In diesem Leben ist kein Platz,

Pflanzt im nächsten diesen Schatz.

 

Wartend kann ich nur noch atmen,

Auf helle Hoffnung einfach warten,

Lächeln, hoffen, trotz der Schmerzen,

Die du täglich pflanzt im Herzen.

 

© Amy Herzog

Spiele nicht mit dem Herzen…

Du bist so taub und auch noch blind,
im Kopfe noch ein halbes Kind,
siehst Du nicht die meinen Blicke,
mein Herz Dir immer nähe rücke.

Dein Antlitz wohl nett anzuschauen,
doch wollt‘ ich auf die Seele bauen,
mein Herz begehrt, es ist bei Dir,
doch spielst Du noch und bist nicht hier.

Spiele nicht damit herum,
es lächelt zwar, doch sei’s drum,
so lausche her und halt’s in Ehre,
so wie mein Herz das Dein verehre.

Mein guter Herr, vernimm die Worte,
verirr Dich nicht an fremde Orte,
lass mich Dir mein Herzblut schenken,
und spielend nicht an morgen denken.

© Amy Herzog

Herzgedanken… 


Steht man zu den Herzgedanken

Sollte man sie nicht bekriegen

Spricht man Worte immer aus

Wird im Leben man auch siegen

 

Schaltet man Gedanken aus

Grenzt sie ab auf die Distanz

Bleiben Worte ungesagt

Schwinden die Gefühle ganz

 

Sind sie einmal gänzlich fort

Bleibt die Seele ewig kalt

Schwindet Herzenswärme nun

Ist man jeden Tag nur alt



© Amy Herzog

Glühwürmchen im Herzen…

 

Lieg ich glücklich nur im Gras

Unterm strahlend Sternenlicht

Lasse mich von Sternen wärmen

Seh‘ im hellsten dein Gesicht

 

Und unter diesem Sternenzelt

Kann ich mich dir so nahe fühlen

Als tanzten tausend Glühwürmchen

In meinem lachend, liebend Herzen

 

© Amy Herzog

Kaltes warten leerer Seelen…

Das Herz klingt leise
„Ich könnte dich lieben“
während einsame Seelen
die ewige Leere trinken
die Zerrissenheit besingen
warten auf bessere Zeiten
die den Wert der Liebe steigen
doch ist bis dahin die Welt
in kalter Erkenntnis gefroren

© Amy Herzog

Beregnete Straßen…

es ist nur ein Wort
doch ich seh‘ Fleisch und Blut
verbrenne an den Sternen dieser Welt
versteinert, blind, lieblos und kalt
meine Hände im Staube zitternd
bin ich letzten Endes verdammt
ist es mein Ende, verdammt?

ich bin der Dreck
der die Straßen verhüllt
sie können lauter schreien
doch die Autos rauschen
und hören mich nicht
nur in der Nacht

begieße die Straßen mit Tränen
dann später muss ich wieder gehen
in meinen kleinen Traum entfliehen
warten, bis unsere Herzen sehen
und das Spiel weiter spielen

erwache mit mir
wein und scheine in der Nacht
sei du das Herz, das die Staßen belacht
und sende deine Stimme mit dem Wind
setzen wir Herzen, verspielen sie
bleiben wir herzlos vereint
in unserem kleinen Spiel

© Amy Herzog

kaltes Herz…

*
Es geht und geht nicht weg
Doch der Augenblick vernichtet
Verbleibende Gedanken drehen sich
Zu schnell, im Kreis – um dich
*
Reißt sich tiefer durch meine Seele
Schmerzen hast du hinterlassen
Ich, ich kann mich nicht mehr fangen
Und breche innerlich zusammen
*
Du, dein bitterkaltes Wesen
Hast mich so fest in deinen Fängen
Das du ein warmes Herz hättest
(das wünsche ich…)
Und mich vor deiner Kälte rettest
*
© Amy Herzog

Traumwelt…

Mein Herz zerbricht
Ich laufe auf Scherben
Am Tage, im hellen Licht
Spüre ich deine Lügen
Sie lassen mich sterben

Wenn die Dunkelheit spricht
Wird mein Körper ermüden
Eine Träne tropft vom Gesicht
Dann schlafe ich langsam ein
Und vergesse all die Lügen

Erfüllt ein Lächeln mein Gesicht
Sind meine Augen geschlossen
Fort ist der Weltschmerz
Noch bis zum hellen Morgen
Spüre ich kein Scherbenherz

Abseits der grausamen Welt
Ist mein zerbrochenes Herz
In meiner glücklichen Traumwelt
Bis der Morgen wieder erhellt

© Amy Herzog

Liebe suchend! 

Mein Herz zerbricht getrieben,

Es schreit, es weint, es sucht,

– Es will lieben!

Mit allen Kräften sucht es blind,

Es rennt, es stürzt, es fällt,

– Tiefer gegen jeden Wind!

Sucht es durch die Menschenmassen,

Menschen, die es so sehr hassen,

– Schaden, schneiden und es meiden,

Sucht es dennoch immer weiter!

Wird es kleiner, schwächer müde,

– Stellt sich auf, vor jede Lüge!

Erträgt den tiefersitzend schmerz

Doch weiter sucht es durch den Sturm!

– Mein kleines, schwaches herz!

Voller Hoffnung, voller Lasten,

Will es nichts weiter, nur eines sicher!

– endlich finden!

Den einen Menschen, den zum lieben!

Den Menschen den ich lieben kann,

Von heute an, bis irgendwann!!

Wie eine schwarze Katze…

Wie eine schwarze Katze
in der dunkelsten Nacht
hast du dich eingeschlichen
hinterlistig in die hinterletzte Ecke
in meinem Kopf.
Sesshaft bist du dort geworden,
ehe ich dich überhaupt bemerkte.
Und dann ganz plötzlich
warst du da und bist geblieben.
Und es war zu spät.
Du bist eingezogen,
hast dich ausgebreitet
und du willst bleiben.
Nun muss ich mit dir leben,
ich werd dich nicht vertreiben,
werde es ertragen, dass mein Herz
schweigsam zerbrochen wird.

© Amy Herzog

Sprechendes Herz…

Höre meine Worte nicht
gib es auf sie sprechen nicht
höre nur das leise Schlagen
meines Herzens es will sagen

Schlägt es langsam und beruhigt
bis es schweigsam war genug
Gedanken an dich rasen durch
dann passiert es mein Herz spricht

Soll es nicht das Wort ergreifen
dennoch fängt es an zu schlagen
immer schneller rast es her
wenn ich an dich denke sehr

© Amy Herzog

Lass mein Herz hier liegen…

Unter Tränen sage ich,
bitte komm und halte mich,
küsse mich so fest du kannst,
eine Nacht dich in mich rammst.

Lasse uns nur einmal fliegen,
sehnlichst will ich bei dir liegen,
einmal spüren deine Nähe,
eh ich dich nie wieder sehe.

Geh nicht ohne mich zu lieben,
zeig es mir in deinen Trieben,
am Ende darfst du einfach gehen,
nur bitte lass mein Herz hier stehen.

© Amy Herzog

Bilder…

sanfte bilder
in meinen gedanken
nah seid ihr
so tief in mir
ich muss euch danken
mich fühlen lasst
lebendig scheinen
im herzen weinen
traurig scheint ihr
aufrichtige schreie
so lasst euch fallen
und seid bei mir

© Amy Herzog

Schenket die Freiheit

Lasset mich einfach endlich geh’n,
so lasset mich nass im Regen steh’n.
Macht dass es aufhört, das Rauschen der Wellen,
werfet mich aus diesen düstren Zellen.

Schenkt Ihr die Freiheit, verneige ich mich,
lasset mich ziehen, im Kusse mit Euch.
Nie wieder werdet Ihr an mich denken,
ganz so als sei ich nie da gewesen.

Es schmerzt, es reißt, Ihr seid so nah,
genießt es doch immer noch so wahr.
So gebt es doch einfach endlich auf,
dann findet Ihr andere Seelen auch.

© Amy Herzog