die Tage sind Wasser
und der Himmel fällt aus Sand
Stundenglas
ich treibe tief in dir
ohne zu wissen wo
und ich treibe mich selbst
zum Grund
© Amy Herzog
Schmerz
SOMMER
Also fliege ich
über den unruhigen Sommer
trinke die Hitze
aus euren Gärten und das Glück
wie Asche in meinem Mund
Kämpft noch
brüllen diese Wälder
lacht noch
nach dem Ende
Dacht es sei der Himmel
oben
war nur kühler Wind
der mich in die Sehnsucht trieb
und ich –
die sich noch immer in jeder triefenden Nacht
nach weit entfernten Sternen
streckt
© Amy Herzog
wie fließend wir jeden tag
die sprache sprechen
aber jetzt, wo wir uns nahe stehen
stottern wir das erste mal
über den selben riss
© Amy Herzog
Wo bin ich
Drückst mich wieder
an die Wand
& ich geb‘ mich cool
schreibst mir mitten in der Nacht
fragst nur: „wo bist du?“
In dem Chaos, das du machst
spiel verstecken, tagelang
steht dein Wort in meiner Hand
& mein Kopf hängt
in der Luft
Schweige runter, schwarzgebrannt
„weiß nicht“, sag ich
… irgendwann
hab‘ mich zu tief in dir verrannt
Deine Nachricht in der Nacht
fragst: „wo bist du?“
doch ich schau dir schockstarr zu
& ich weiß nicht, wo ich steh‘
doch hab Angst,
dass du am Ende gehst
– FIN –
Leichenstarrenliebe &
hässliches Herz
so graues Fleisch um rote Lippen
& ein totgefahrenes Wort
- Fin –
© Amy Herzog
Mehr gibts bei Instagram: Amy_Darklyrik
Leinwandlyrik „vielleicht tut es weh“









VIELLEICHT TUT ES WEH
Inspiriert durch den neuen Song „KOMET“ von udolindenberg & apache 207
„Vielleicht tut es weh“ ist hier ein Zitat aus dem Song. Ganz bestimmt tut es weh, aber wir machen’s trotzdem.
Oder gerade weil.
Etwa 4 kg Gips, Acryl und Pigmentpulver auf Leinwand, ein Kometeneinschlag quasi.
Vielleicht


Brennen


ROSENTOD



Von dir geht aus -
Blühen & leises umschmeicheln
sanft & sehnen! zu Ich
geronnen - auf deiner weichen Haut
Nur das abweisende Weiß deiner Augen
dünnt mein Wasser / Wunden
Blut & Sickergruben
vom Dorn zur Rose, Kopf & Liebe &
/-Ich / verglüht
& stirbt im stillen Ende
den dürstenden Tot.
© Amy Herzog
Vielleicht
Vielleicht muss es so weh tun, damit die Echtheit sichtbar wird…?
© Amy Herzog
Sag nichts;
dein Herz gibt den Beat
rote Lippen & Kuss
& blute dich aus
nicht weil ich will – nur weil ich muss
die Gefühle sind taub
& ich weine die letzte Träne
zum stillen Applaus
in den Staub
© Amy Herzog
Regen
Regen.
.
.
Jede Nacht -
dieser verätzende Regen
auf meiner Haut
& vor sich hinneigendes kleines
Herz
Und Träume. . .
Träume
vom roten Luftballon,
der sich hinter den dichten Wolken verliert
& dann sich selbst/
verstummt -
& von einem einsam
verlassenen Greis
zwischen Trümmern & Zeit
in einem Schwarzweißfilm gezeichnet &
- bevor ich mit
stolperndem Herzschlag erwache - von dir.
Von dir.
Von d
i
r
.
.
.
Und vom Regen -
ätzend
Scherben im Asphalt
& rote Augen, Wangenknochen
nass & Nebel
Regen.
Regen. . . . . . . . . . . . . . .
© Amy Herzog
.
Wenn Liebe Kunst wäre
Mein Herz schlägt
noch, ja, aber:
die Geschichte hat keinen Saum
nur eiternder Abszess – wann blutest du
aus mir heraus?
Dem Kinderreim
raubt es mittendrin die Luft
und den Verstand!
Und dann soll das Kunst sein:
künstlerische Freiheit
& dann schaue ich dir, wie in einer schnulzigen Seifenoper
mit leicht sehnsüchtigem Blick hinterher,
während ich in Wahrheit
nur gehe…
(In mir tobend, implodierend
da ist kein Blick – das ist nur Kunst
– wenn Liebe Kunst wäre.)
© Amy Herzog
Gelesen: Kafka
Zum Text: Hier
Schlaf, Schlaf, Schlaf
Schlaf, Schlaf immer
nur Schlaf & Traum & Meer
weil dir die Nacht
so viel mehr gibt, als das Leben
ist immer zu leer &
Momente fressen Schokolade
& dann dich
zum Frühstück gibt’s Dynamit,
damit der Tag dich
überrascht
& nicht
© Amy Herzog
starre
viel Gerede
war dann noch zu wenig
leer das letzte Glas
und Torso
liege frierend starr
wie Blut aus meinen Winkeln
lächeln kalte Leichen
den knitternden Atem aus meiner Haut
und schneebedecktes Bett
mit uns befleckt
ich suche durch die Nacht
nach deinem Traum
und heißem Tee
© Amy Herzog
taumelig
so taumelig
unter nacktem Mond
und wolkenloser Himmel
weint in meinen Ohren
Äste brechen unter deinen Augen
während du nach Sternen
greifst und schleicht mein fahler Wind
auch leise noch um deinen Hals
so drehst du dich im Kreis
und ich, ich falle ab
© Amy Herzog
Fremder
Dein warmes Wort
Fremder, Kuss in meiner Kehle
bestickte Flügel
und ein Schwur unter den trockenen Augen
des Sommers
schon viel zu lange schleppend,
schnappend nach Luft
zehrende Blicke in Bernstein eingefasst
Fremder, komm, wir schließen
endlich unsere Nacht
© Amy Herzog
Tief!

abschließen
es darf niemand
außer dir
wirklich in mich eintreten
deshalb gehe ich
jetzt und
schließe mich
wieder
ab
© Amy Herzog
„Blinder Fleck“
Du siehst mich
mit dem Teil deines Auges
auf dem sich keine
Lichtrezeptoren befinden.
Eh nicht.
© Amy Herzog
Hauch von Sinn
die Leerzeichen
in deiner Stimme zeichnen
uns den Weg in die Dunkelheit
mit Glas aus meinem Bauch
in den Asphalt
ich sehe die Risse
du bedeckst sie mit deiner Haut
während uns die Nacht
die Kleider ablegt
Und dann multiplizieren
wir die Wunden
der vergangenen Jahre
und geben den Leerzeichen
einen Hauch von
Sinn
© Amy Herzog
wenn du schreibst
wenn du mir schreibst
beiße ich mir auf die Unterlippe
und meine Gedanken
wippen
im Rhythmus
meines überkochenden Blutes
und wie du in mir brennst
reiße ich die Augen
weit auf
und kühle aus
ehe ich dir antworten kann
© Amy Herzog
Videolesung
Freitagmorgen 6h: (Gedankenblase) „Hey, es ist noch dunkel, ich mach ne Kerze und die Kamera an und lese etwas, das macht Spaß!“
Nun, zwei Stunden später, inzwischen ist es hell geworden, lese ich nach unzähligen Aufnahmen noch immer. Und bin natürlich, wie soll’s auch anders sein, immer noch hochgradig unzufrieden! Und warum sieht mein Gesicht eigentlich so Gargamel (Gurgelhals) aus? Und von der inzwischen geflohenen Mimik und der Betonung mag ich gar nicht erst anfangen. Aber ich kann nicht mehr und das wird jetzt hochgeladen, ob ich will oder nicht.
Hach, aber wäre man nicht selbstkritisch, würde man sich nicht mehr bewegen, verbessern, gell?
Es.hat.Spaß.gemacht. 😀
Vielen Dank für Euer Dasein, lesen und in diesem Fall zuhören! Herzenswärme geht raus! ♥️
warte
Warte nur
auf jede Nacht
damit mich deine Haut
wieder bedeckt
© Amy Herzog
Dornenhecken
Irgendwo
in den zerschnittenen Rosen
meines erkalteten
Herzens
weine ich die Märchen
der Vergangenheit und blicke
durch übriggebliebene
Dornenhecken
auf meine eigene
Grausamkeit
herab
© Amy Herzog
WO BIST DU?
Seit Jahren wandelnder Tod
was hast du nur getan
dass du dich nicht mehr tragen kannst
was ist dir passiert
So erloschenes
und pocht nur im Rhythmus
um des Körpers willen
kleines Herz
WO BIST DU jetzt
In den Wäldern
so verirrt
– frei
(in deinen Ketten)
doch ich küsse dich sanft
vom Vollmond aus
auf die Stirn
© Amy Herzog
blickdicht
Der Abend zerfällt
unter dem üblen Nachgeschmack
schlecht gewordener Lügen
statt von dir zu Träumen
atme ich den Durst
in den nächsten kalten Winter
und ziehe den Vorhang
meiner Augenfenster blickdicht
© Amy Herzog
–

Heim
[…]
seitdem ist dein Heim
leer, so schwer
dein Geist
ich spüre ihn und
ein Minenfeld aus Sehnsucht
und Einsamkeit
eingenäht in jeden
Gedanken
© Amy Herzog
(Gelesen) BUNTE LOSE
Sehr spontan entstanden. 🙂 Ich übe noch immer an der Monotonie. Trotzdem macht es mir Spaß, weshalb ich das demnächst, etwas weniger spontan, vielleicht öfter mache. Danke fürs zuhören und auch fürs lesen ♥️
LINK zum Gedicht
Zwei cl

blättere
durch deine Knochen
– suche
unverhüllte Zeilen
Fleisch
und zwei cl zu viel
offen!
als wären wir
für eine nie endende Sekunde
tiefgründig
© Amy Herzog
siphon
So viel Angst in deinen Augen
Zwiespalt zwischen Fingern
und den Tod über Hände gestülpt
wie Handschuhe im Winter
nur was spürst du noch, was?
Die Leidenschaft im Licht berührt
auch nur kochende Kotze
aus Whiskey, Regen und Zeit
und all die kühlen Herzen
sickern durch dein verdrecktes
Siphon, nur was bleibt dir
noch, was? Was?
© Amy Herzog
regung
noch irgendwie tot
regung
auferstanden
schwer zu gestehen
und einsamkeit
spricht im rausch lauter
über träume als
zuvor
© Amy Herzog
oberfläche
und von der Lebenszeit
ist zu wenig übrig
um dir Gedichte zu schreiben
die du nicht trägst
weil deine Oberfläche kühl
meine jedoch glühende
Vulkane erklimmt
© Amy Herzog
wimpernkranz
bunte schleifen um mein hirn
die augen verbunden
– du hast
wie bist du und
woher sind all die träume
schlaf und wach
und bist du zwischen allem und
nichts blinzelndes ich
– du allein
in meinen wimpernkranz
und warme tränen
eingefasst
© Amy Herzog
deine Strömung
springe in den tiefen Ozean
deiner Seele
(dem hilflosem Kind)
zähle die Narben
wie Ringe auf totem Holz
küsse jede davon
und halte dich ganz fest
bis du an Land schwimmen kannst
oder uns die Strömung deiner Sehnsucht
(Hand in Hand)
ins Sternenmeer entführt
© Amy Herzog
sehnsucht
Sehnsucht nach
vollgeschriebener Unzulänglichkeit
Autobahnrauschen
per Anhalter Richtung blindes
Vertrauen und Liebe
ohne Grund nach Vollmond
Matratze auf dem Boden
Mitternacht
und nach liebevoll streicheln
ohne Kommentar
© Amy Herzog
–
Augen glänzen
wie nasse Kirschen im Juli
aber der Geist spricht
mit den Worten eines Kindes
das die Liebe
noch nie verloren hat
© Amy Herzog
Pfeil & Bogen
schreibe dir meine
Wahrheit
auf Raststättentoilettenpapier
und inhaliere beim
scheißen
den Rest vergangener Tage
wische die Unschuld
gegen den Strich
und trage dir in nassen Ärmeln
tropfend mein Blut
ans Messer
damit du diese kranke Haut
zu Pfeil und Bogen
schnitzt
© Amy Herzog
wichtig

Heiß!
Da ist er: der kurze Moment, in dem sie denkt: „Nein, sei vernünftig, lass die Hände davon, das hast du als Kind schon gelernt. Die Herdplatte ist heiß, sie ist es! Du musst das nicht näher prüfen!“ Und trotzdem legte sie ihre kleine Kinderhand immer wieder darauf. Na, und nun legt sie eben ihre inzwischen größer gewordenen Hände darauf. Nicht mehr auf die Herdplatte. Aber auf andere…Dinge. Vielleicht ein wenig töricht, das verwachsene, ähm, erwachsene Kind, aber doch ist es voller Reinheit und Gefühl, ihr unbelehrbares Herz. Und einer dicken Hautschicht an den Handinnenflächen.
© Amy Herzog
irgendwie.
irgendwie nah
und fern
etwas will und
und das andere stellen wir
in den weg
und haben angst
davor
nicht so hoch klettern zu können
und die aussicht zu
verpassen und
uns
© Amy Herzog
Bereit.

schrei!
treffen deine Lippen
die meinen
und gebären Sehnsucht
nach Tiefe, Sturm und Meer
so hinke ich gen Lust
und schreiendes Verlangen
wiegt mein Herz
doch viel zu schwer
© Amy Herzog
ich ahne die Liebe
Oh Furcht!
Ich ahne die Liebe
so groß vor dir
und mir
die Furcht, oh!
Vor Wissen und Sturm
und blind
so ganz und gar die Liebe!
Oh, würde doch
ein Ende
mich zerrissen
im Rinnstein nach dir
zehren lassen!
© Amy Herzog
Funkenmoment
Komm nahe
jetzt!
Funkenmoment,
dann zerbirst du in den
Einkerbungen
meiner
Leiser Schatten
streut
wie die glimmende Asche
dem ausgedrückten
danach
Und zeichnet mich
ohne Kontur
in deinem letzten Hauch
ein ausgekühltes
Ich
© Amy Herzog
Verlieben
mein Schatten
so sag
weiß ich noch immer nicht
wie könnte ich mich nicht verlieben
schlägt mein Herz
schon lang
in einer fremden Brust
ich hab es bloß verschwiegen
doch lies
in diesen düsteren Hallen
mein belegendes
Wort
im Zeitstempel geschrieben
© Amy Herzog
innerlich
innerlich
weinst du so laut
und du hast
angst
dass es jemand
hören kann
und noch mehr
dass es
niemand hört
© Amy Herzog
Liebesschnipsel
[…] „Weil Liebe nicht einschränken, sondern wachsen will.“ „Würdest du dich bitte in mich verlieben?“ „Ich weiß nicht, ich habe gerade Angst.“ „Warum? Sind es Menschen, denen du egal bist?“ „Nun, warum ist überhaupt irgendwas?“ „Traurig.“ „Ja.“ „Und warum?“ „Weil Liebe nicht perfekt sein muss, sondern aufrichtig, weil sie eine Sicherheit bietet, die man sich nicht erst verdienen muss.“ „Du verwendest Liebe und Sicherheit im Selben Satz?“ „Ja.“ „Das ist naiv.“ „Vielleicht, aber meine Liebe ist auch eine Entscheidung zu bleiben, selbst wenn ich gehen muss.“ „Warum musst du gehen?“ „Hmm“ „Wie kann man zeitgleich so offen und verschlossen sein?“ „Jahrelange Übung.“ „Hm, würdest du dich bitte in mich verlieben?“ […]
