Schmerz
Das andere Herz…
Und wenn der Rauch zur späten Stund,
flimmert durch den lichterstickten Raum,
ist’s als ward geküsst dein zarter Mund,
schwimmt getränkt im Schweiß und Schaum.
Das andere Herz sei in Stein gegossen,
ihm ist’s als würds verbluten von Liebe,
geküsst und dann vom Dolch zerstochen,
verlassen sind ihm alle Lust und Triebe.
Es liegt nur da, so einsam und kalt,
selbst badet es nur in der Traurigkeit,
vom fremden Kusse, die Liebe wird alt,
raubts dem blutenden Herzen Freiheit.
© Amy Herzog
Welches Wort?
Dein Wort, das mich gefangen hält,
es summt ganz leise im Wind,
das Hirn bleibt leer, das Herz so schwer,
es ist das Wort, wo Gefühl beginnt.
Will dieses Wort nicht bei mir sein,
wohin geht dann das warme Herz,
schwimmt im Rauch mit kaltem Nebel,
was ihm dann bleibt, ist kalter Schmerz.
Doch nimm dein kleines Wort zurück,
und ist es noch so unerträglich,
dein Wort soll sein in seinem Glück,
zum Schluss doch: welches Wort eigentlich..?
© Amy Herzog
Zu früh und zu weit…
Irgendwo dahinten leise erklingt,
Melancholie auf einsam weinenden Geigen,
wo gerade noch irgendwer dazwischen singt,
bin ich schon zu weit weg gegangen.
Aber schau mal, ich bin wohl viel zu weit,
ins offenstehende Meer geschwommen,
ich dachte ja noch, wir gehen zu zweit,
aber da hat sich mein Gefühl übernommen.
Erst gestern saß ich noch locker im Park,
beobachtete mein Hirn und mein Herz,
beides war ohne dich so leer und ich dacht‘,
„schwimmste doch einfach weg vom Schmerz“.
Doch jetzt wo ich hier gerade ertrinke,
fällt mir ein, gestern warst du doch am singen,
naja, zum Abschied sag‘ ich dir „Winke Winke“,
seh’n uns wieder, und werden zu zweit erklingen.
© Amy Herzog
Gelesen: Dafür gibt es kein Wort
Dafür gibt es kein Wort
Heute ist mir ausnahmsweise Mal nach etwas Melancholie zumute. 😉
Dankeschön! 🙂
Schmerzlose Orte…
Die Worte sehen, dass ich lebe,
All das andere bleibt verstummt,
Den Traum ich nicht zu sprechen wage,
Die Geige mein Gefühl noch summt.
Tränen wagen nicht zu weinen,
Die Worte sprechen Schmerzen aus,
Sie reichen mir den Rettungsring,
Aus meinen Tränen hoch hinaus.
In den Wolken kann ich schreiben,
Mit Tinte aus dem Traum gemacht,
Bis keine Wolken übrig sind,
Und ich Fall wieder in die Nacht.
In die Nacht ins Tränenmeer,
Ertrinke ich ohne die Worte,
Und falle rettungslos an Ferne,
Vielleicht schmerzlosere Orte.
© Amy Herzog
Blutendes Herz…
Für dich sind meine Tränen unsichtbar,
denn ich schenke dir nur mein Lächeln,
doch ich schwimme hier im Tränenmeer,
und beginne schon längst zu schwächeln.
Hier verblute ich langsam und schmerzlich,
doch mein Herz, du siehst es nicht bluten,
vor dir klebe ich einfach ein Pflaster darauf,
du kannst die großen Wunden nur vermuten.
Lediglich in meinen Luftschlossträumen,
fühle ich mich dir schmerzlos ganz nah,
doch bin ich hier leider nur meistens wach,
und sehe das, was nicht ist und nicht war.
Und hier schreibe ich diese kleinen Worte,
ich weiß nicht, vielleicht ja für dich,
vielleicht ist es auch nur ein Rettungsversuch,
aus diesen weinenden Tränen für mich.
Doch hier schreibe ich und weine zugleich,
denn in dir bin ich rettungslos verloren,
so sehr bin ich blutend und weinend gefangen,
so sehr, dass ich wünscht nie geboren.
Dieses Gedicht könnte ewig überdauern,
es würde dennoch niemals genügen,
die Tränen fließen doch mit oder ohne,
die Worte bringen auch kein Vergnügen.
Und so höre ich einfach auf zu schreiben,
und weine mich sanft in den Schlaf,
hoffe auf einen Luftschlosstraum mit dir,
in dem ich dir dann nahe sein darf…
© Amy Herzog
Kampflos…
Mein Herz, es lastet viel zu schwer,
kann es kaum noch weiter tragen,
Gefühle breiten sich zu sehr,
den Widerstand kann es nicht wagen.
Viel zu schwach ringt es nach Luft,
doch versperren Lasten den Weg,
aus dem Wind reist noch dein Duft,
der aus meinen Gedanken nicht geht.
Verschließe meine müden Augen,
das Tor verschlossen, die Seele ertrinkt,
die Gefühle, du kannst die rauben,
ehe mein Herz nicht mehr erklingt.
Doch du nimmst sie mir nicht,
du lebst im gebrochenen Herzen,
breitest dich aus, ohne ein Licht,
und ich erliege den Schmerzen.
Den Kampf gegen diese Gefühle,
du hast gewonnen, ich gebe auf,
schwach kann ich sehen, ich glühe,
und das Schicksal nimmt seinen Lauf.
Dein Herz, ich behüte es in mir,
obwohl du bereitest den Schmerz,
reiche Kampflos meine Hand zu dir,
und warte auf dein schlagendes Herz.
© Amy Herzog
Zerbrochene Seele…
Die Traurigkeit ziert müde Augen,
Weiße Tränen glitzern im Gesicht,
Sie fließen bis zur grauen Erde,
Dort wo auch die kleine Seele ist.
Die Seele schläft so Kraftgeraubt,
In ihrem Innern spiegeln die Tränen,
Von außen sieht man nur ergraute,
Träume ermüdet zerbrochen spielen.
Die Scherben wüten und toben laut,
Sie nähern sich den letzten Stunden,
Bald schon werden sie auch schlafen,
Und Erliegen ihren zu großen Wunden.
© Amy Herzog
Gelesen: Schmerzende Worte
Warum es weh tut…
Ich weiß nicht, was ich empfinde,
was mich in der Nacht wach hält,
zitternd durch den Körper fegt,
und mir die Sterne noch erhellt.
Nur die Wärme kann ich spüren,
wie sie flattert durch den Bauch,
mich zuweilen lächeln lässt,
mir das Glück gedanklich haucht.
All das scheint so unerforscht,
ist es schön, oder doch nur schlecht,
schleicht die Kälte durch ein Fenster,
und ich frage mich, ist es echt.
Worte schleichen durch Gedanken,
weiter an meinem Herz vorbei,
zündet Flammen wo es flattert,
verzweifelt frag‘ ich was das sei.
Und dann spüre ich den Schmerz,
was gerade doch war noch gut,
Sehnsucht drängt sich einfach auf,
und es kocht das kalte Blut.
Zweifel an Gefühl und Wort,
bleiben, wenn der Morgen taut,
Angst und Herzschmerz bleiben,
nur das Flattern schwindet auch.
Das was bleibt ist Unwissenheit,
doch gleichzeitig kommt Erkenntnis,
warum das Herz nun doch weh tut,
bleibt am Tage kühl im Gedächtnis.
© Amy Herzog
Worte können…
Worte können das Herz beleben,
In ferne Welten weiter schweben,
Gar all die Kriege fort bewegen,
Die Welt doch auch zu Bette legen.
Worte können Schmerz besiegen,
Von einem Ort zum nächsten schieben,
Trauertränen durch Papiere sieben,
Die Menschen sich darin verlieren.
Worte können doch auch täuschen,
Verschlingen die Kalenderwochen,
Blenden in zu lieblichen Geräuschen,
Reales wird darin zerbrochen.
Worte können Schmerz bereiten,
Die Liebe könnte falsch entgleiten,
Sie haben immer zweie Seiten,
Wohin die Worte auch immer leiten.
So können Worte lieblich sein,
Doch auch trügerischer Schein,
Manchmal scheinen sie nur klein,
Dann stechen sie ins Herz hinein.
(c) Amy H.
Augen aus eisblauem Meer…
In Deinem Herzen
sah ich eine Lücke klaffen,
und ich nahm es in die Hand,
zu unbedacht hat es stets Gefühlt,
stand mit dem Rücken zur Wand.
War es dann sich selbst überlassen,
allein in der verregneten Dunkelheit,
verteilte Worte in Deinem Herzen,
sie linderten Deine Schmerzen,
stärkten Deinen Geist,
tief wurde es berührt,
manchmal gar alle Sinne verführt.
Doch zählte ich die Stunden nicht mehr,
verlor mich selbst mitsamt meines Herzens
tief in Deinen Augen aus eisblauem Meer.
Mein Herz wurde schwach,
immer schwächer von Stunde zu Stunde,
irgendwann mich selbst
an Deiner Wärme gar verbrühte,
nur scheinen konnte ich noch Stark,
wo ich in meiner Brust die Schmerzen spürte.
War schier endlos in der Zeit gefangen,
umklammert von Sehnsucht,
von Träumen und der inneren Flucht.
Fand mich wieder in einem Gewühle,
meiner sprießend wachsenden Gefühle.
War mein Herz doch gleichzeitig leer,
ich fühlte mich nicht mehr, war gefangen,
in Deinen Augen aus eisblauem Meer.
© Amy Herzog
Blasses Wort…
Dein warmes Wort ist nur flüchtig,
wie ein blasses Sandkorn im Wind,
ich halte es fest in meinem Herzen,
auch wenn es kaum noch erklingt.
Verschlägt es mich an kalte Orte,
gar zerrissen werde ich im Takt,
im Innern brennt derweil das Blut,
doch außen scheine ich fast nackt.
Versuche es gänzlich zu vergessen,
warm zu kleiden mein Gefühl,
gefangen in deiner dunklen Welt,
bleibt auch mein Herz ewig kühl.
Deine Worte sind mein Verderben,
übrig bleibt Gift und kalte Asche,
nichts kann ich jetzt noch vererben,
nur das Suchen nach ewiger Liebe.
Wäre ich nie in deine Welt gefallen,
dann müsste ich nun nicht weinen,
die Erinnerung nicht vergessen,
und im Herzen dauernd schreien.
Ich wünsche nur schnell zu rennen,
an deinem Wort nicht mehr zu brennen,
die blasse Stimme doch bleibt gefangen,
sie schmerzt, ich halte sie in Armen.
© Amy Herzog
Depression…
Dir fehlt die Kraft zu richtigen Worten,
Lebst nur an den vergangenen Orten,
Schmerz kannst du nicht überwinden,
Dich nicht an schöne Worte binden.
Du bist so frustriert, leer und kalt,
Fühlst dich zu jeder Stunde nur alt,
Bringst dein Leben nicht zustande,
Lebst nur an des Abgrunds Rande.
Fehlt dir noch die innere Klarheit,
Zum überleben auch jede Freiheit,
Hoffnung hat sich im Wind verloren,
Deine Seele ist nur eingefroren.
Die Angst vor Wärme begleitet dich,
Du zerfrisst dich selbst nur innerlich,
Von außen wahrst du guten Schein,
Erst im Dunkel beginnst du zu Schrein,
Doch täglich kochst du etwas mehr,
Du sehnst dich nur nach weitem Meer,
Nach Leben, Glück, einem anderen Ich,
Das alt-kalte ich, von dannen Schlich.
Verliere vor der Nähe deine Angst,
Es ist nichts, wovor du dich bangst,
Reiche deine Hand einem Herzen,
Es wird mit tragen deine Schmerzen.
© Amy Herzog
Träume der Nacht…
Tief gefangen in Träumen der Nacht,
Reichst du mir an dein warmes Herz,
Meines schlägt wie wild und es lacht,
Vergessen ist kurz all dieser Schmerz.
Mit einem weinenden Auge genieße ich,
Bade in einem roten Meer aus Wärme,
Gleich klingelt der Wecker, weckt mich,
Vorbei sind all diese HerzensTräume.
Dann werde ich wach und du bist fort,
Verborgen bleibst du leider in der Nacht,
Hier am hellen Tage gibt es keinen Ort,
An dem mit dir mein Herz auch lacht.
Mit jedem morgen erinnere ich mich,
An den Traum von der letzten Nacht,
Eigentlich ist das Wecken lächerlich,
Denn ich bin mit Schmerzen erwacht.
Könnte ich doch nur ewig schlafen,
Auf ewig mit dir im Traumland Leben,
Malen Bilder aus verrückten Visionen,
Und werden einfach nur darin wohnen.
© Amy Herzog
Stimme zum Text: Gelesen – (du)Gedankenblabla.
Hier gibt es dann mal die erste kleine „Lesung“, wenn man so will. Eine kleine Audioaufnahme. Diesen Text [(du)Gedankenblabla.] habe ich gewählt, weil der liebe Autor und Blogger Mic diesen Wunsch als Kommentar geäußert hat.
Seid bitte, bitte, ganz doll feste nachsichtig, wenn euch die kleinen Texthänger auffallen. 😛
Zwei Tage lang habe ich daran schweißtreibend gewerkelt, dachte zuweilen, dass ich weder lesen noch schreiben kann. Ich brauchte verdammt viele Versuche, bis es für mich nicht perfekt, aber akzeptabel war. Ich kann nicht mehr und glaube, dass ich eine Phobie gegen das Lesen entwickelt habe. 😀
Es war echt.. intensiv. 🙂
Schwierig daran war, oder so empfand ich es, den Wechsel der Emotionen. In der einen Sekunde hätte ich weinen müssen, in der nächsten schon wieder schreien vor Wut. Am Ende blieb mir doch nur das kraftlose Hinnehmen all dieser Gedanken.
Ich bin auch noch etwas krank, meine Stimme nach all dem Lesen ist etwas heiser, denke aber, dass es hier echt passend war.
Was man nicht hören kann, sind die Fünftausend Lachanfälle, die ich dazwischen immer und immer wieder hatte. Ich hoffe zumindest, dass man das nicht hören kann. 😉
Was ich aber hervorheben kann, auch wenn das, man glaubt es kaum, echt anstrengend war: es hat mir Riesen Spaß gemacht! Und ich freue mich demnach sehr, wenn in Zukunft öfter mal der Wunsch nach etwas gelesenem geäußert wird. Also nur zu, liebe Leser! Alles was auf meinem Blog zu finden ist, kann auch gelesen werden.
Wie das so ist, gefällt einem die eigene Stimme nie so recht, deshalb überlasse ich euch nun einfach wortlos meinem Werk und hoffe natürlich, es gefällt euch.
Erfordert schon ein wenig Mut, das so zu präsentieren..hui. 🙂
Unerreichbares Bild…
Kein Blut mehr, nur noch du pulsierst,
Dein Bild lebt fest in meinem Herzen,
Mein Körper erstarrt kurz und gefriert,
Wie kann Sehnsucht nur so Schmerzen.
Deine Worte sind in meinen Gedanken,
Spielst wie wild mit meiner Phantasie,
Visionen wärmen, Lügen, liegen oben,
Raubst nur du mir den Verstand wie nie.
Unerreichbar und doch bist du nah,
Dein Bild so hell, doch sehe ich nicht,
Du bist da, hier, wo sonst niemand war,
Bringst mir mit dir ein fremdes Licht.
Bitte zeige dich mir nur ein einziges Mal,
Sei nicht nur ein verschwommenes Bild,
Lass uns gemeinsam die Bilder malen,
Und ganz offen tanzen wir dann wild.
© Amy Herzog
Sprache des Herzens…
Gedanken wandern durch den Kopf,
Sie Kämpfen, schreien und wüten,
Bleibt die Seele dennoch leer,
Hinterlassen nur noch Spuren.
Spuren sind nur unsichtbar,
Sie ordnen sich im Herzen an,
Wie kann sie jemanden sehen,
Wenn das Herz nicht sprechen kann.
Es hüllt sich ein im Schweigen,
Das Herz, es spricht gebrochen,
Könnt nur jemand diese Sprache,
Einmal fließend Sprechen.
© Amy Herzog
Wächter der Lieder…
Singt die Seele immer lauter frohe Liebeslieder,
Und durch Gläser schimmert Wasser in Flieder,
Was bringt es, wenn all das endet in Schmerzen,
Wenn die Flammen nicht brennen an kalten Kerzen.
Worte, die der Verstand nur gefangen nimmt,
Blut staut, sticht das Herz, wo es Berge erklimmt,
Ein Kampf im Innern wurde brachial entfacht,
Als hätte das Herz über die Liebe nur gelacht.
Aber es lacht nicht, das Herz, es blutet zu sehr,
Es kann weder hier noch dort sehen das Meer,
Der Verstand steht dort, und versperrt die Türen,
Die Liebe dahinter, sie hat sich nicht zu rühren.
Nur diese Worte werden stets eingefangen,
Im Innern, im Dunkel, dort müssen sie bangen,
Drohen gar im Meer aus Blut zu ertrinken,
Um im Fühlen am Ende wortlos zu versinken.
Im Hintergrund spielen nur weiter die Lieder,
Heller und schöner schimmert der Flieder,
In Wahrheit aber, da schreien die Worte,
Bewacht vom Verstand und seiner Eskorte.
© Amy Herzog
Nur der Zufluchtsort…
Ich bin nur dein Zufluchtsort
Kaum geht’s dir gut, schon bist du fort,
Mit deiner Last bleibe ich zurück,
Doch das kümmert dich kein Stück.
Du wartest nur auf meine drei Worte,
Wenn du sie hörst, schließt du die Pforte,
Die Last erdrückt mich tief im Herzen,
Zurück lässt du mich mit deinen Schmerzen
Und wenn du wieder etwas hast,
Mein Herz ist offen für deine Last,
Bleibe dir immer treu und loyal,
Du mein Lieber, hättest eine Wahl.
Du musst nicht immer wieder gehen,
Auch einmal meine Tränen sehen,
Das nächste Mal kannst du mich fangen,
Ich träume nur…, du wirst nicht bangen.
Nein, ich lebe nur mit deinem Schmerz,
Du willst nur mein gebrochenes Herz,
Glückwunsch Lieber, du hast es geschafft,
Und ich? Ich hab es noch nicht gerafft.
© Amy Herzog
Sie flattern nur…
Sie wissen nicht warum,
und sie wissen nicht wo hin,
sie flattern einfach nur,
doch ohne jeden Sinn.
Flattern durch mein Hirn,
vorbei an meinem Herz,
hinterlassen ein Lächeln,
stets bereit für den Schmerz.
Heute sind sie bunt,
schon morgen wieder schwarz,
sie haften nur in mir,
wie zähflüssiges Harz.
Meist warten sie im Bauch,
schlafen tief und fest,
erweckt durch die Begegnung,
geben sie mir den Rest.
Dann sind es wilde Wesen,
die einst so zahmen Tierchen,
die bunten Schmetterlinge,
sie bringen mich zum lachen.
Bis wie wieder schlafen,
dann sind sie wieder schwarz,
dann suchen sie die Tränen,
und brechen mir das Herz.
Wartend auf den Menschen,
die einzige Begegnung,
die ihnen Farbe bringt,
und mit ihm eine Hoffnung.
Es kommt der Tag an dem,
sie ewig bleiben bunt,
und wenn es so weit ist,
dann kennen sie den Grund.
© Amy Herzog
Schmerzpflanze…
Sehe dich in meinem Herzen,
Dinge, die mir so sehr Schmerzen,
In Hoffnung auf den Atemzug,
Der dich in mein Leben trug.
Atme täglich keine Luft,
Nur die Hoffnung aus der Kluft,
Bin gefangen in Gefühlen,
Die in meinem Leben wühlen.
Falle täglich etwas tiefer,
Höre nur noch deine Lieder,
Seh nur noch ein gemaltes Bild,
Wo kein Mensch je Leben wird.
Atme täglich nur die Hoffnung,
Schwelg‘ in der Erinnerung,
In diesem Leben ist kein Platz,
Pflanzt im nächsten diesen Schatz.
Wartend kann ich nur noch atmen,
Auf helle Hoffnung einfach warten,
Lächeln, hoffen, trotz der Schmerzen,
Die du täglich pflanzt im Herzen.
© Amy Herzog
liebeswort…
ein liebeswort
erfüllt das hungrige
(hoffnungstragende)
herz…
der bittere
nachgeschmack
– dann –
hält bereit den
(quälend)
bittersüßen schmerz…
© Amy Herzog
Schmerzendes Herz…
Nah bin ich der Ohnmacht,
Erfüllt von deiner Macht,
Dein Herz, es lacht,
Während meines ängstlich,
Weint durch die Nacht.
*
Ich wünscht,
Ich könnt noch Rennen,
Durch die Flammen der Kerzen,
In erstickenden Schmerzen.
*
Was bin ich denn schon,
Ein Spielzeug im nichts,
Dein Herz, es brennt dort,
Inmitten des Lichts…
*
Ich bin hier,
In der Lücke des Lebens,
Und was bleibt mir?
Die kurze Zeit mit dir,
In deinem Spiel…
Ich danke dir.
*
Tief in mein Herz,
Zieht weiter der Schmerz,
Jetzt kannst du mit ihr Lachen,
Und ich ergebe mich den Dingen,
Die mich an dich erinnern,
Im schmerzenden Herzen,
*
Und beginne zu schlafen…..
*
© Amy Herzog
Liebe bleibt…
*
Blicke in dein Herz
Fühle deine reine Seele
Spreche ohne Worte
Ohne Schmerz
Nur sanft
*
Zum erkalteten Herz
*
Deine Antworten
Sind so voller leere, giftig
Ich schwebe, bin süchtig
In deinen Gedanken
Nur noch flüchtig
Lebendig
*
Löse mich auf
Deine Seele wird dunkel
Träume, wünsche, liebe bleiben
Nur in meinen Gedanken
In meinem Herzen
*
Während Schmerzen leben
*
In der ein-geredeten Dunkelheit
Wartet eine stumme Zerrissenheit
Im vom Leben abgelenkten See
Auf das was an diesem Ort fehlt
Tut ihr selbst un-gesagt nur zu weh
© Amy Herzog
Dafür gibt es kein Wort…
Schreibe ein Gedicht..
Wie denn,
wenn es dafür kein Wort gibt?
Wie soll ich aufschreiben,
was soll mich in diese Richtung treiben,
was in mir wütet, wenn es dafür
einfach keine Bezeichnung gibt?
Kratze mit letzten Kräften
Fragmente auf längst verbrauchte Zettel
und versuche sie zusammenzusetzen,
versuche ein Bildnis zu schaffen,
dieses Innere zu visualisieren,
es ans Licht zu bringen.
Es geht nicht.
Es lässt kein Licht
in meine Seele.
Es will, es liebt, es ehrt,
wie ich mich am Boden wälze
und quäle.
Und währenddessen
wütet es heiter immer weiter.
Greift mit scharfen Klauen
brachial durch meine Seele,
reißt sie in tausende Fetzen,
lässt mich links liegen,
nicht mal mehr im Dunkel,
einfach nur im Nichts.
Lässt mich Schwäche kotzen,
lässt mich Sehnsucht hungern,
nimmt mir die Identität,
das Leben lässt es mich nicht verdienen
nur in Luftschloss Phantasien
gibt es mir die unverdiente Realität.
Hier im Nichts.
Nur Leid soll mich noch treiben,
damit lässt mich dieses Monster zurück,
damit lässt es mich leben.
Dafür gibt es kein Gedicht,
dieses Monster, es hat kein Gesicht,
es frisst nur, frisst mich,
und ich, ich kann nur warten und hoffen,
dass es mich am Ende
doch nicht mehr im Stich lässt.
Schmerz!!!
Die Wirklichkeit
schleicht sich von hinten an
und verpasst mir einen Tritt
in den Hintern.
Und niemand kann sie halten,
niemand kann sie hindern!
Ein Schmerz, der über den
normalen Schmerz hinaus geht
über ihm steht, ihn zerdrückt
und unter sich zu Staub zerfallen lässt.
Schmerz, der mein Herz stehen lässt.
Schmerz, der meine Seele in seinen Armen wiegt,
ehe er sie in der Luft zerfetzt.
Schmerz, der alles verdrängt
und der Luft den Weg versperrt,
mich schmerzlos heimlich ersticken lässt,
der Welt die Farben nimmt,
selbst schwarz und weiß in die Flucht schlägt,
und einfach alles verblassen lässt.
Dann nimmt er sich meine Hoffnung,
dass der Schmerz selbst verblassen könnte,
entreißt mir den letzten kleinen Funken,
breitet sich aus und vergiftet mein Fleisch,
verlässt mich, lässt mich leben im Nichts,
im Teich meiner toten Seele,
auf dass ich mich hoffnungslos
in ihr wälze, mich quäle
und nichts mehr bleibt,
bis ich mich irgendwann
einzig an diesen Schmerz
klammern kann.
© Amy Herzog
Dein Herzschmerz…
Nähre dein gebrochenes Herz
zersprenge es, lasse es blutend
am Boden verrotten – beinahe
heile dich, nähre mich an dir
an deinem blutenden Herzen
blicke leidend auf dich hinab
und lasse dich am Ende
in einer dunklen Gosse
vor Schmerzen
krümmen
© Amy Herzog
Leidensende…
Falle in eine tiefe Schlucht
wo meine Seele ganz zerbricht
schwimme im Meer aus Traurigkeit
und lebe die innere Zerrissenheit
Gedämpft sind meine lauten Schreie
steigt nur der Spiegel weil ich weine
versinke im Meer und meinen Tränen
könnt ich doch nur davon noch laufen
Schlagen die Wellen in aller Stille
wars am Ende doch mein eigener Wille
zu schwimmen hier in der Einsamkeit
zu fühlen nur noch bitt’re Traurigkeit
Bleibt mir die Liebe ein Fremdwort
reißt die Unwissenheit mich hier fort
verschlungen im Meer von Dunkelheit
das Leidensende ist nicht mehr weit
© Amy Herzog
(nicht) da…
Fern, im kühlen Raum
Seh ich dich, ersehnten Traum
Tief in mir ist es geschehen
Kann ich in dir liebe sehen
Und in meinem Herzen
Brennen durch dich warme Kerzen
Sehe Geigen, rieche Flieder
Sanft spielen deine Lieder
Deine braunen Augen
Kann ich ihren Mächten glauben
Rauben Leben, saugen Freude
Schenken sie mir dennoch Wärme
Melancholie wärmt mir das Herz
Durchzieht mich dein so kalter Schmerz
Dein kurzer Blick durch meine Glieder
Tränend zwingst du fern mich nieder
Kann ich mich dir nicht entziehen
Lässt du mich dich zu sehr spüren
War es nur dein kurzer Blick
Gabst du mir Wärme, Leben
In diesem kurzen Augenblick
Könnt ich doch nur größer sein
Heller scheinen, lauter schrein
Dann wär ich deiner Liebe nah
Bist du nun einfach (nicht mehr) da
© Amy Herzog
Du…
Graue Tränen
Trocknen einsam
Dort wo Regen wartet
Grüne Weidefelder reiben
Kreischen laute Angst
Im stillen Sehnsuchtsleiden
Wein aus meiner Seele
Saufen meine Masken weiter
In diesem dunklen See
Du, du und deine Tür
Verschlossen.
Du, du tust mir weh
Zu.
© Amy Herzog
kaltes Herz…
*
Es geht und geht nicht weg
Doch der Augenblick vernichtet
Verbleibende Gedanken drehen sich
Zu schnell, im Kreis – um dich
*
Reißt sich tiefer durch meine Seele
Schmerzen hast du hinterlassen
Ich, ich kann mich nicht mehr fangen
Und breche innerlich zusammen
*
Du, dein bitterkaltes Wesen
Hast mich so fest in deinen Fängen
Das du ein warmes Herz hättest
(das wünsche ich…)
Und mich vor deiner Kälte rettest
*
© Amy Herzog
Schwere Melancholie…
*
Tief im Herzen getrieben
Von schwerer Melancholie
Steht ihr die Verletzlichkeit
Ins blasse Gesicht geschrieben
Aber ihre Seele ist zäh!
Selbst wenn blaue Augen weinen
Lässt sie sich nicht vergraben
Trotz dieser bittersüßen geliebten
Doch so schweren Melancholie
*
Amy Herzog
Traumwelt…
Mein Herz zerbricht
Ich laufe auf Scherben
Am Tage, im hellen Licht
Spüre ich deine Lügen
Sie lassen mich sterben
Wenn die Dunkelheit spricht
Wird mein Körper ermüden
Eine Träne tropft vom Gesicht
Dann schlafe ich langsam ein
Und vergesse all die Lügen
Erfüllt ein Lächeln mein Gesicht
Sind meine Augen geschlossen
Fort ist der Weltschmerz
Noch bis zum hellen Morgen
Spüre ich kein Scherbenherz
Abseits der grausamen Welt
Ist mein zerbrochenes Herz
In meiner glücklichen Traumwelt
Bis der Morgen wieder erhellt
© Amy Herzog
liebende Messerstiche…
worte verirrten sich in luft
zurück bleibt nur der süße duft
umgibt mich sinnlich diese sucht
reißt mich tiefer in die kluft
wenn ich dich nur hassen könnte
mir den seelenschmerz nicht gönnte
dein duft, dein klang würde schwinden
die tiefen wunden endlich heilen
diese liebe kann ich nicht hassen
führt sie mich beschwingt durch gassen
lässt mich dich spüren durch den schmerz
wie sanfte stiche in mein herz
© Amy Herzog
Überfordert das Leben, selbst im aufgeben
Überfordert
Auf brüchigen Ästen wandern
Klammern an den letzten Wind
Auf der Suche nach dem Honigbaum
Im Mantel schützend vor dem Nebel
Vor dem Sturm
Doch bleibt es weiter
Schwarz im Raum
Im Traum
Noch nach den Fliegen fischen
Sollen sie mich tragen
Weit fort in warme Länder
In Glück und Freiheit
Bis an alle Meeresränder
Schlendern unterm Sonnenschein
Doch halt! Das ist der falsche Sender
Kein Freund greift nach
Müden Ästen
Kleiden sich in warme Westen
Lasten – lass sie liegen
Am Boden im Eis erfrieren
Siegen werden die, die fliegen
Herz und Seele war’n versetzt
Zerbrochen bekam ich beides zurück
Am Boden liege ich, zu kalt, zu schwach
Um weiter noch zu stehen
Zu hören, zu schreiben
Diese Worte
Sollen leise für mich
Schreien
Die Monster –
Ich habe Angst
Sie halten mich gefangen
Fern dem Traum, verschlossen
Vor Licht, der Welt, von allem verstoßen
Zu schwach zum rennen
Allein muss ich nachgeben
Aufgeben, die anderen siegen
Und ich kann loslassen
Wo sind meine Tränen?
Sie haben mich verlassen
Sie hassen mich und meine Taten
Das Weinen, das Leben bleiben unerreicht
Glück, fühlen, sehen im Sand
Sind in Wüsten verloren
Bleiben Schmerzen und Klingen
Die von Liebe singen, drum ringen
Wer das Leben bekommt
Mich fern halten vom Baum
Von Licht, in Schatten gestellt
Vergessen, zerrissen, fallen gelassen
Im freien Fall, würfeln sie aus
Wer den Honig gewinnt
© Amy Herzog
Ewige Liebe…
Mein zerbrochenes Herz
Trägt stets in sich den kalten Schmerz
Ertrinkt in meinen eigenen Tränen
Doch kann es sich noch immer
So sehr nach dir sehnen
Solange es noch in mir schlägt
Ja selbst wenn es zum Himmel weht
Wird es weiter für dich schwimmen
Kämpfen, atmen, im Licht verbleiben
Leben und dich ewig lieben
So sollte es am Schluss ersticken
Im tiefen Tränenmeer verschwinden
Wird die Liebe, die es trägt
Niemals vom schwarzen
Nichts verschlungen
© Amy Herzog
Sehnsucht stillen?
Sie zieht und zerrt
Die starke Sehnsucht
Zerreisst meine Seele
Tief in’ne dunkle Kluft
Die schmerzende Sehnsucht
Frisst mich gar zerrissen
Meine Seele, mein Leib
In der Leere verbleiben
Die bitterkalte dunkle Leere
Der geheimsten Sehnsucht
Zieht mich tiefer und tiefer
In die kalte dunkle Kluft
Sie bereitet mir Angst
Die schmerzende Sehnsucht
Kann denn je auf der Erde
Ausreichen die Zeit und Luft?
Diese tiefe kalte Kluft
In der Luft einfach auflösen?
Diese schmerzend schwarze Leere
Voll Glück gefüllt bleiben?
© Amy Herzog
Kleine Zeilen für…
Ich schreibe diese kurzen Zeilen
Denn bei dir, da will ich sein
Mitten aus dem Schlaf gerissen
Will ich nur bei dir verweilen
Mit Traurigkeit seh ich dich an
Und hoffe, dass auch du kurz blickst
Die Hoffnung, sie kommt in mir an
Dass du mir nah bist, irgendwann
Bis dahin herrscht die Eifersucht
Wo kommt die Fiese hier nur her?
Schlägt sie ein mit starker Wucht
Mein schwaches Herz als Opfer sucht
Doch bleibe ich nur weiter still
Während die Gefühle schreien
Vergesse, was die Sehnsucht will
Und schreib nur diese Zeilen
© Amy Herzog
Gedanken!
Die Gedanken. Sie schreien. Sie wollen nicht still sein. Schreien immer lauter. Immer lauter in mich hinein. Immer tiefer. Tiefer in meine Brust. Rauben mir die Luft. Ich ersticke. Ertrage sie nicht mehr. Geht weg! Doch sie sind nicht still. Schreien weiter. Immer lauter. Sie gehen nicht. Sie wollen mich. Ja, sie wollen mich. Schreien solange, bis sie mich haben. Bis sie mich losgeworden sind. Sie wollen mich nicht mehr. Sie wollen mich – nicht mehr! Schreien lauter. Immer lauter. Immer tiefer. Durch meinen Körper. Schmerzen. Tränen rinnen. Schreien mir zu, wie ich sie loswerde. Die Schmerzen verschwinden. Schreien, was ich machen soll. Immer und immer lauter. Wie es ruhig wird. Immer ruhiger. Die Schmerzen nachlassen. Die Luft wird unbrauchbar. Wie sie mich loswerden. Endlich loswerden. Trennen. Und ich werde unsichtbar. Und alles still wird. Stille. Nichts als stille. Und trockene Tränen.
Sternenschein!
Sternenstaub
glänzend weich
auf deiner Haut.
– strahlst!
Du Schönheit
in mein Herz,
lässt mich fühlen
meinen Schmerz.
Hoch im Himmel
– unerreichbar!
Bin ich für dich
zu unscheinbar.
Auf der Erde
blicke ich auf
zu dir, zu den Sternen.
Hier auf Erden
müsste ich sterben!
Um dir nah zu sein.
Du Schönheit – hoch oben,
weit entfernt im
Sternenschein.
© Amy Herzog
Wo finde ich Leben?
Irgendwann
kam ich dort an
im Nichtangekommensein
Dunkelheit
erstrahlt im Schein
der Spiegel
zeigt die Leere
und ich begann zu Wein‘
Sah ich nur
mich so verdreckt
bin ich so heimlich
doch verreckt
Jetzt steh ich hier
so dreckig leer
und sehne mich
nach Leben mehr
© Amy Herzog
Du, meine Muse…
Der Moment,
in dem du durch
meinen Körper fegst,
wie ein Tumor in mir wächst,
küsst, leckst,
mein Schreien
mit Haut und Haaren frisst,
und rote Orgasmusfäden ziehst,
schließe ich die Augen
fühle dich, du mein Schmerz
du meine Muse
werde ich dich töten,
du, mein Herz,
bis wir werden eins
und meine Seele trübe Tränen
auf’s Papier fließen lässt.
© Amy Herzog
Geheimer Schmerz…
Geheime Schmerzen
in glänzenden Flüssen
sie bleiben verborgen
in meinem Herzen
Dunkelrot die Flüsse
zeichnen warme Bilder
versteckter Schmerzen
auf zarte Leichenblässe
Suchend nach Wegen
schreiend still
verzweifelt
im Regen
© Amy Herzog
Wärs mein Wille…
Wollt ich den Stift
doch eben weglegen
tritt der Schmerz wieder zu
treibt mich an
schreib, du dumme Kuh
nicht gut genug
für nichts
Wollt ich doch nur
meine Ruh!
lass mich blass
ich will doch nur
allein sein
kein Wein trinken
betäubt nach meinem
Weinen lauschen
Lass die Tage
endlich verstreichen
lass sie weiter
Tränen tauchend
schreiend
von mir weichen
Gib mir Lachen
nimm die Stille
nimm mein Rot
wärs nur mein Wille
würd ich längst
Wärme zulassen
© Amy Herzog
Alle Gedichte ruh’n in mir…
alle gedichte ruh’n in mir
dreihundertfünfunddreißig tage
fließt das blut von hier
bis zu dir
wird mir schlecht
und werde schwächer
menschenlose massen werden blasser
werden wage
werden träge
werden lüge
bin ich sein
betrunken vom wein
tränen weinen lauter
spülen blutend wunden
weit davon
quer durch wörter
falsch gehöhrt
gesagt
waren nie da
ich bin im wahn
und unscheinbar
träume die noch ruhn in mir
genommen, zerrissen
in tausend stücke
raste
warte
auf den bus
verspätet sinkt er in den fluss
worin dein lächeln
spiegelt sich
scheint es mir gerad
besser als sex
seele halb zerschlagen
kann sie’s sich nicht leisten
sich zu wehren
lässt sich treiben
lässt sich lähmen
lässt sich ficken
lässt sich töten
bis ihr blut gefriert
und kaum mehr jemand kommt
um sie zu retten
© Amy Herzog
Vergangene Worte…
Wärmende Worte
die liebevoll schienen
schenkten reich Hoffnung
und linderten die Schmerzen
Was ist geblieben
die bittere Erkenntnis
die Worte waren
nicht weiter
als Leere
Kalte Stille
vermissen der Worte
waren sie noch so leer
sie linderten Schmerzen
die nun stärker scheinen
als je zuvor
© Amy Herzog
Wo nur, Tod?
Ein Kuss im Schatten, ich krall mich fest.
Umklammere und wärme mein Fleisch,
der Kälteschauer erdrückt mich heut.
Fester, küss mich und nimm mein Herz
trenne mich von Sternen und zeige mir, wo nur
lässt du heute meinen Schmerz?
Wär´s nicht mehr dein prunkvolles Fest,
zu sehen, wie nur du mich durchs Leben fickst?
Vermisse deinen schmalen Grat,
der mich des Nachts verwundet hat.
Sinnlos ist die Dunkelheit,
zu leuchtend der Mond des Glücks.
Die Folterqualen, die einst geliebt,
gespürt hab ich, wie du in mir wohnst.
Halte mich und fessle mich,
fest und fester in deinen Klauen.
Reiße mich, zerfleische mich
am Ende weiß ich, liebst du mich.
Die Hoffnung kommt, verdammt!
Du Schatten sei der gnadenlose Tod,
der wieder in mein Leben tritt.
Sieh wie leicht, das Erdbeereis.
Glück, Gelächter über dich!
Verzeih, doch wo nur, zeige dich.
Tanzen will ich, kalt geschwächt.
In Lust die Schmerzen Leben nennen,
lieben dich im Todesschatten.
Nur im Traum, ja der Traum! Da sehe ich
und sehne mich nach deinem Schmerz.
In See betrunken schwimmende Schatten,
retten Peitschen aus Todeszellen.
Angst, nein, ich nehm mich nicht in Acht,
wiege mich in Hoffnung, dass du bald Qualen,
gar folternde Schmerzen über mich bringst.
© Amy Herzog

