Lyrik

Auf hoher See…

Auf hoher See
bei starkem Wellengang
schwankt das Schiff
mit laut schlagendem Gesang
der Emotionen hin und her.
Stärker und schneller begriff
das Schiff,
Emotionen schwer,
sie fallen über Bord
und ersticken im tiefen Meer.

© Amy Herzog

Worte…

Wieder las ich
deine Worte
sag,
sie sprechen fremde
bekannte Bände,
berühren
sag,
wie soll ich
weiter noch mein Herz behalten

© Amy Herzog

Lass uns tauchen…

Als sich unsere Lippen
das erste Mal berührten
wurde ich entführt,
eingeschlossen
hast Du mich in Deine
Leidenschaft geführt.
Ein Moment in dem
wir versunken sind
im tiefblauen Ozean.
Alles war still,
es gab nur Dich
und mich,
ein Genuss so sehr.
Komm, lass und tauchen
zurück in das tiefblaue
Meer.

© Amy Herzog

Deine Nähe…

Es wäre wunderbar,
wäre ich dir jetzt nah,

kuscheln und daliegen,
still an dich schmiegen,

dich nicht mehr vermissen,
und einfach die Welt vergessen.

© Amy Herzog

Liebesspiel im Mondschein…

Wenn der Mond den Himmel küsst,
helle Sterne glänzen lässt,
steigt in uns die heiße Lust,
des Feuers kochendes Gelüst.

Enger rücken uns´re Schatten,
ihrer Sehnsucht überlassen,
nichts und niemand wird uns halten,
niemand kann uns noch abhalten.

Ergeben wir uns der Sehnsucht,
wagen wir auch keine Flucht,
berühren, lieben in der Nacht,
Schatten über uns nun wacht.

© Amy Herzog

Raubtier…

Wenn ich dürfte, wie ich wollte,
mein Raubtier laufen lassen könnte,
wenn ich nur sein könnte, was ich bin
dann hätte das Dasein einen Sinn.

Jagen, reißen, trinken, töten,
jede Nacht auf’s neue starten,
innerlich das Raubtier schlummert,
das Drumherum das noch verhindert.

Es kommt der Tag, da rennt es los,
soviel ist sicher zweifellos,
es kommt der Tag, da holt es sich,
jagt und trinkt ganz feierlich.

© Amy Herzog

Stillstand…

stillstehende momente
jeden halt verloren
das leben sich trennte
kaltherzig verlogen

beinah den atem nahm
schatten darüber legte
wird ihm nun warm
und ich nicht lebte


Kleinigkeiten

Die aus der Fassung werfen..

© Amy Herzog

Die Nacht…

so still ist die nacht
während sie über mir wacht
eingeschlossen warm in sich
zeigt nur sie sich wahrhaftig

nimmt mich auf und reicht mir
weisheit und erweckt neugier
gänzlich macht die nacht frei
schreiende einsamkeit ist vorbei

gedankenfreie flüsse rauschen
in der stille lässt sie lauschen
zieht durch meinen leib klangvoll
in kleinen tropfen wundervoll

© Amy Herzog

Verlangen nach Euch!

Warum ich Euch suche,
das kann ich nicht sagen.
Doch ich weiß was ich will,
und werde das Jagen wagen.

Nur einmal vermag ich,
von Euch zu trinken.
Die Lippen benetzend,
Euer Wesen entdecken.

Das Verlangen ein Kampf,
die Jagt hört nicht auf.
Doch ich werde Euch schmecken,
verlasset Euch darauf.

Geduldig und leise verbleibe ich,
weiter im Schatten werde ich lauern.
Warten auf Euer so kostbaren Saft,
eines ist sicher, es wird nicht mehr dauern.

© Amy Herzog

Verlorene Träume…

Nach und nach
verlerne ich es,
zu träumen.

Liege nachts wach
und sehe keine Regenbögen.

Schwarz und kalt
vertreibt das bunt.

Was verbleibt,
ist der Traum erst verloren?

Wird es sein,
als sei ich nie geboren,
oder werde ich sterbend
zurückgelassen?

© Amy Herzog

Versunken…

Da stehe ich klein,
allein, während Regen
auf mich fällt.
Meine Haare durchnässt
und meine Kleidung entstellt.
Die Schuhe in Pfützen,
die immer tiefer werden.
Doch stehe ich nur da,
Gedankenverlassen allein
und versinke vergessen
für immer im Wasser.

© Amy Herzog

Im Dunkel allein…

An diesem Ort sehe ich nichts,
dunkel ist einfach alles um mich,
wo ist nur des Auswegs Licht,
ich suche, suche und finde nicht.

Schreite immer weiter voran,
immerzu weiter gerade aus,
macht doch endlich das Licht an,
ich will hier endlich einfach raus.

Gehe doch so lang hier schon,
beginne sogar auch zu rennen,
ohne eine andere Person,
die ich Freund könnte, nennen.

Wo nur ist ein irgendwas,
nichts scheint hier zu sein,
das Dunkel ist mir viel zu krass,
ich fühle mich unendlich klein.

Wie lange mag der Weg noch sein,
fühle überall nur Erschöpfung,
kraftlos kann ich nur noch wein‘,
verblasst auch die Erinnerung.

Setze mich hier resigniert her,
nur die Erde unter mir ist real,
verweile für immer ohne Bilder,
in diesem großen Dunkel Saal.

© Amy Herzog

Naturgewalt…

der Himmel schlägt
in elektrisierenden
Impulsen gegen Wolken
mit Macht machend zu Eis
Klumpen die hinabfallend
auf sterbende Menschen
fallen und auf Erden
Ordnung schaffen

© Amy Herzog

Seelenlos…

kalt und einsam
hier raste ich nun
gefühle nur schweigsam
als seien sie eingefrohren
in so bitterkalten nächten
wohin die blicke auch wandern
nur das schwarz ist geblieben
nichts mehr ist hier zu sehen
irgendwo schlafend verloren
meine seele ist gegangen
aus fleischlichen hüllen
einfach herausgebrochen
nur kälte ist geblieben
in diesen existenten
kleinen momenten
was mag geschehen
in dunklen nächten
die reste werden
auch zu brechen
beginnen

© Amy Herzog

Gefühle…

wäre die welt perfekt

hättest du längst entdeckt

was ich für dich fühle…

und du fändest die worte

die alles würden richten

und diese gefühle vernichten

© Amy Herzog

Kann’s nicht einfach einfach sein?

kein verletzen
kein entsetzen
kein schweigen
kein schüchtern
kein scheinen
kein ändern
kein weinen
kein einsam
kein lügen

immer ehrlich
immer einfach

nie sinnlos
nie nutzlos

ich liebe mich
mich liebe ich

wenn’s so wär
wär’s nicht schwer

© Amy Herzog

Mein Herz…

Mein Herz…
es weint bitterlich
es schreit sehnsüchtig
es zerreißt schmerzlich
es will dich aufrichtig
es will dich schmerzlos
es will dich bedingungslos
lieben…

© Amy Herzog

Bleibe allein…

Ich fühle mich so verloren
als würde ich fortlaufend
nur über mir schweben.
Niemand sieht mich,
ich bin unsichtbar
in stiller Stimme,
die keiner hört.

Bin hier allein,
bleibe einsam
und verliere
im Leben
niemals
jemanden..

© Amy Herzog

Aufgeben…

Ich gebe es auf
einen Menschen kennenzulernen
Denn kennt man ihn gerade
sodass man ihn mögen könnte
so wird er sich entfernen

Ich gebe es auf
mich einem Menschen zu öffnen
Denn sobald ich dies tue
wird er sich so fühlen
als müsste er flüchten

Ich gebe es auf
einen Menschen lieben zu wollen
Denn das Wahre, Aufrichtige
scheint mir viel zu
ausgestorben

Ich gebe es auf
mit einem Menschen Nähe zu teilen
Denn beginnt man gerade
diese Nähe zu wollen
wird man am Ende
doch allein weilen

Ich gebe es auf
aus dem Schatten zu treten
Denn hier bin ich sicher
nur ich kann meinen
Schatten betreten

© Amy Herzog

Kalte Gleichgültigkeit…

Versteckt hinter endlos zahllosen Masken,
verbirgt sich dahinter nichts,
nur Kälte in großen Massen.
Sie lauert leise darauf,
dich anzugreifen
und dich langsam
zu fressen.
Mitgefühl
kennt sie nicht.
Für sie bist du nur
ein winzig kleiner Wicht.
Der Kälte, der ist alles egal,
für sie bist du nichts, nur Spielzeug,
das Gleichgültigkeit spielt und nichts bereut.

© Amy Herzog

atemlos, zitternd,
lustvoll und lodernd
hast du in mir
das feuer entfacht
lege mich nieder
und schenke mich dir
denn, du hast mich so
unglaublich hungrig gemacht

© Amy Herzog

Das letzte Gedicht…

Dröhnend tönende Laute,
durchfluten meine Hülle,
wie vom Menschen gewollt,
zerfällt die graue Welt.

Und mir wird nun gewahr,
so wie sie einst war,
ist sie dahingegangen,
von Schande überlaufen.

Die wunderschöne Dunkelheit,
befreit in die Ewigkeit,
mit dem letztem Gedicht,
schweife ich durch Licht.

Lebt wohl im Schein,
in des falschen Sein,
ziehe ich von dannen,
durch Gewässer und Flammen.

© Amy Herzog

Qualvoll Sehnsucht…

Sie schläft nicht, nein
zu keiner Zeit,
mach das es aufhört,
das es in mir
nicht mehr weilt.
Zeige mir den Mond,
den du erblickst
in der Nacht,
lasse ihn auch mich sehn
mitten in schöner
Sternenpracht.
Zeige dich hier,
reiche mir deine Hand,
halte mich so fest,
wie du nur kannst.
Schenke mir dein
schönstes lächeln,
auch deine Worte
lässt sie schwinden.
Kurz nur, bitte,
lass mich strahlen
ich bin die, die
nach dir sucht.
Die, die leidet
große Qualen,
oh, qualvoll suche
in Sehnsucht.

© Amy Herzog

Nähe…

zarte arme
sanft ihn umfangen
liegend auf ihm
die lippen berühren
augen geschlossen
entfesselte träume
bewegungen sinnlich
auf und ab gehen
in geöffneten beinen
seine nähe
spüren

© Amy Herzog

In Ekstase…

Ziehen sie sich magisch an,
ein schöner Tag der nun begann,
sie leeren eine Flasche Wein,
im abendlichen Kerzenschein.

Sie wird müde es ist spät,
draußen ist es bitterkalt,
bleibt sie bei ihm leicht verlegen,
wie vertraut zu bette gehen.

Müde schläft sie langsam ein,
er trinkt noch den letzten Wein,
dann schaut er und geht zu ihr,
und denkt an ein Wildes wir.

Legt sich sanft zu ihr ins Bett,
streichelt ihr zartes Blassgesicht,
gerät er steigend in Ekstase,
öffnet er leise ihre Bluse.

Den Busen streichelt er zärtlich,
die Brustwarzen erhärten sich,
langsam beginnt sie zu stöhnen,
merklich lässt sie sich verwöhnen.

Ist sie nun so halb erwacht,
entfacht in ihr die Leidenschaft,
er küsst und streichelt stetig weiter,
legt sich sacht über sie drüber.

Im Rhythmus er Bewegungen macht,
erschreckt sie nun die Augen öffnet,
sie spürt, wie er sie ganz ausfüllt,
und es ihr sogleich gefällt.

In ihnen tobt und kocht das Blut,
sie ihm leicht den Hintern schlug,
immer wilder immer schneller,
Kerzen leuchten immer heller.

Einen innig sanften Kuss,
geben sie sich noch zum Schluss,
Arm in Arm schliefen sie ein,
im glücklich und zufrieden sein.

© Amy Herzog

Mondesnacht…

Abends, wenn die Sonne lacht,
noch kurze Zeit in schöner Pracht,
genug gesehn das Licht die Welt,
die Seiten wechselt’s Lichterzelt.

Zur Seite schreitet für die Nacht,
so lachend Sonne drüben wacht,
die Strahlen sich im Rauch verziehn,
erwachen Sterne im Mondschein.

Dämmerung so dunkler wird,
Glühwürmchen umher geschwirrt,
Rauschens Wasser funkelt bunt,
um Mitternacht zur Geisterstund.

Keine Angst vorm Glitzerstern,
glänzt auf uns doch all zu fern,
Mond und Sterne welche Pracht,
schöner Tag – die schönste Nacht.

© Amy Herzog

vergraben in
schwarztiefdunkelblau
während leuchtraketen
bunt gefunden
im blumenmeer
auftauchen

© Amy Herzog

ohne Dich…

Ich kann sehen.
Doch macht es mich blind,
dich nicht zu sehen.

Ich kann riechen.
Doch verliert alles seinen Geruch,
ohne den deinen.

Ich kann schmecken.
Doch schmeckt mir nichts,
ohne dein Lächeln.

Ich kann hören.
Doch ohne dich suche ich vergebens,
nach eunderschönen Tönen.

Ich kann fühlen.
Doch ohne dich kann ich nichts,
mit meinen Händen berühren.

Ich kann tanzen.
Doch ohne dich ist jeder Tanz,
allein geschehen.

Die Sehnsucht spüren,
das kann ich,
sie lässt mich nichts fühlen.

Gefangen im Nichts,
bis ich gefunden habe,
dich.

© Amy Herzog

Entführung…

Wenn du es willst,
dann sage jetzt nichts,
sei dir nur bewusst,
des totalen Verzichts.
Küsse mich ein Mal,
und komm in die Welt,
wo kurz du verlierst,
dein eigenes Wort.

Bist du gegangen,
wirst du dann entführt,
verbinde die Augen,
und seie vergnügt.
Mit Haut und Haaren,
gibst du dich mir hin,
dein eigener Wille,
er schwindet dahin.

Deine Lust wird bebend,
bis zum Ende getragen,
zu stöhnen beginnend,
wirst du es ertragen.
Als könntest du nun,
die Sterne berühren,
darfst du dich ausruhn,
nach heißen Gefühlen.

© Amy Herzog

Die Frau im dämmergrau…

Im Abendlichen dämmergrau,
sieht in der Ferne ungenau,
eine wunderschöne Frau,
diese Gestalt in Dunkelblau.

Auf dem Weg ins traute Heim,
umher lustwandelt sie allein,
die Gestalt steht nah im Schein,
ein großer Mann, wer mag das sein?

Er steht da und schaut sie an,
dieser wunderschöne Mann,
geht auf sie zu und begann,
zu sprechen, oh welch ein Klang.

Begleitet er sie noch ein Stück,
höflich mit betörendem Blick,
denkt sie noch, was für ein Glück,
nicht zu ahnen, das Unglück.

Er schmeichelt ihr ein letztes Mal,
sucht einen Platz der ideal,
im Dunkel ist für seine Qual,
die Uhr schlägt 12, gerad an der Zahl.

Hat er einen Platz gefunden,
beißt und trinkt er in Sekunden,
bis kein Tropfen mehr vorhanden,
die Frau im Jenseits ist verschwunden.

Der einst so höflich schöne Mann,
durch sie er neue Kraft gewann,
wartet er bis irgendwann,
bis er wieder spürt, den Drang.

Im Park er wieder warten wird,
bis eine Frau erneut rumirrt,
und sie sich in ihm verliert,
er ihr Blut nimmt und sie auch stirbt.

© Amy Herzog

Wirklichkeit…

Die Muttersprache,
Manipulation,
die man lebt,
in Diskretion.

Die Lügen,
der Dialekt,
wird gesprochen,
so perfekt.

Fremdsprechen,
das Schweigen,
das man spricht,
um nicht zu zeigen..

Wie es ist,
ein Wesen zu sein,
das Seelen frisst.

© Amy Herzog

Blut, unendlich viel Blut…

So kleiner Schritt.
Griff zum Skalpell.
Nur ein Schnitt.
Es Bahnen zieht.
Schneller fließt.
Wie tausend Flüsse.
Sich vereinen.
Zärtlich warm.
Dem Arm entlang.
Immer schneller.
Handrot gefüllt.
Durchnässt von Blut.
Sehnsucht erfüllt.
Dunkelrotes funken.
Unendlich viel.
Es hört nicht auf.
Gleich am Ziel.
Der Boden voll Tropfen.
Bilden mehr Pfützen.
Warte noch kurz.
Rauche eine Zigarette.
Nur eine Bitte
Hör nicht auf.
Blut, lauf aus.

© Amy Herzog

Die Seiltänzerin…

Hoch in den Lüften tanzt sie federleicht,
spielt ein Theater, fingiert das Lächeln.
Sie spürt es nicht, doch die Zeit verrinnt,
zu lang schon lässt sie die Augen verschlossen.

Das hauchdünne Seil ist bestimmt nur für nie,
wo sie auch sucht, sie verweilt dort allein.
Doch schlimm ist das nicht, sie lebt Harmonie,
fragend ist nur wer würd hörn, würd sie schrein?

Manchmal lässt sie ja die Neugier nicht los,
schaut hinunter zur Erde, tief in den Abgrund.
Von so weit hoch oben, scheint’s hoffnungslos,
wenn sie käme, hinab, was wär dann der Grund?

Plötzlich ein Windstoß hoch über den Wolken,
das erste mal, das sie so schwebt in Gefahr.
Kann sie sich gerade mit einem Arm halten,
verziehen schon Bilder, wie ihr Leben dort war.

Die Panik verfliegt, als sie einladend sieht,
ein schwarzes Wesen den Arm nach ihr streckt.
Der Tod stellt sich vor, sie hat keine Furcht,
er sagt, er schenkt ihr freie Erlösung direkt.

Gerade als sie den Arm greifen will, den,
welchen sie sich so lang hat ersehnt.
Hört sie ganz leise von links irgendwen,
sagt der, dass sich dieses Geschenk nicht lohnt.

Ein letztes mal riskiert sie hinüber, den Blick
zu der Stimme, die nun sagt, bleib am Seil.
Das schwarze Wesen, es ist nur ein Trick,
will treiben zwischen dich und das Leben den Keil.

Steig wieder auf, und versprechen werd ich dir,
es gibt ein Ende und du kannst gehen, für immer.
Balanciere am Seil, nur immer weiter so hier,
und ich schenke dir Leben und manchmal auch Kummer.

Jetzt liegt es an ihr, wem will sie nun folgen,
Tod oder Leben, welchen Preis will sie zahlen.
Eine Entscheidung werden wohl wir nie erfahren,
entweder oder, sie wird es ertragen haben.

© Amy Herzog

Begier…

Geheimnisvoll im Dunkel lauert,
wo sich wohl ein Opfer kauert,
hat sie erst eines im Visier,
stillt sie alsbald ihre Begier.

© Amy Herzog

Sinnenrausch…

Wollüstig glühende Phantasie,
dem Sinnenrausch verfallen.
Entfacht ist sie, die Magie,
die lässt prickelndes Verspüren.
Intensiviertes Verlangen,
nach der Melodie, die eine,
um Befriedigung zu erlangen.

© Amy Herzog

Fleischeslust…

Leise streift dein Atem,
an meinem Hals vorbei,
doch ich kann nicht warten,
hör doch mein Geschrei.

Immer näher deine Lippen,
sanfte küsse erregen,
gleicht einem Ausflippen,
dieses höher fliegen.

So lasse ich mich fallen,
in deinen warmen Schoß,
gib mich dir hin mit allem,
vom Kopfe bis zum Fuß.

Bewegungen verfliegen,
im Rhythmus der Zeit,
lass mich auf dir liegen,
dann sind wir gleich bereit.

Verbunden sind wir nun,
in Fleischeslust fast blind,
immer schneller wir es tun,
diese Leidenschaft beginnt.

© Amy Herzog

Vermissen – nichts…

Vermisse Worte,
deine Worte,
die ich nie hörte…
Vermisse Nähe,
deine Nähe,
die ich nie spürte…
Vermisse Lächeln,
dein Lächeln,
das ich nie gesehen…
Vermisse dich,
kenne dich nicht…
Vermisse mich,
kenne mich bitte…

© Amy H.

Geweckt…

sanft verschlafen
wach ist sie
die augen noch verschlossen
ein kuss am hals
erregt wie nie
gefühle überschlagen
ist das erste was sie spürt
die eure lust so stählern
zwischen ihren beinen rasch
ihr immer näher rückt

© Amy Herzog

Rauschendes Wasser

das wasser so klar
sichtbar und doch
beinah ist es unsichtbar
das wasser es rauscht
murmelt so still davon
fließend es eintaucht
wässrig flotte tropfen
klein so wie groß
bei loderndem feuer
können sie kämpfen
und werden siegen
wasser fließt davon
durch die erde
und wieder von vorn
wiederholt sich
dieser klangvolle song

© Amy H.

Liebe…

sehen, fühlen wie sie,
die menschen.
lieben, blind, einfach so
auf wolken schweben.

nichts als kälte,
hinter jedem wort.

© Amy Herzog

Kalt…

in bunt zerstörten

illusionen, richten

perfide gedanken

lästige empfindungen.

lassen verloren stehen

im herzstein, kalt,

sehen…

© Amy H.

Erwachen…

Man denkt,
die Reise des Erwachens
sei beendet.
Diese schwierige,
aber wunderschöne Reise.
Tatsächlich wartet,
danach nur das Grausame.
Wie lange dieser Teil der
Reise auch gehen mag…
Und man endlich,
ganz und gar erwacht.

© Amy Herzog

Verlangen nach dir…

unbeschreiblich
ist mein, verlangen
nach dein, bei dir sein
ich will, nein muss
sei ganz mein.
spüren will ich dich
nah bei mir
haut auf haut
ganz tief in mir.
zittern vor lust
schreien so laut
bändige mich, du musst
stillen diese lust.

© Amy Herzog

Manchmal ist es 

einfach richtig schlimm.

Liege da, im Dunkel,

warte.

Dann denke ich

die Seele ist dein, nimm

Behalte sie, ich will

sie nicht mehr. 

© Amy Herzog

Seelenmusik…

höret was die musik
euch bereitet
lasst sie in euch
gebühren geleitet
nehmt auf
stück um stück
lasst es wirken
in euch lodern
auch riskieren
es wird
nicht dauern
und ihr spürt
dass dieser klang
die seele berührt

© Amy H.

Staubkorn im Wind

Unsichtbar du schwebst,
hoch oben geschwind,
fällst rasend hinab,
am Abgrund verbleibst.

Der nächste Stoß,
erneutes hoch schweben,
und wieder fliegst du,
unendlich hoch oben.

Rast durch die Wüste,
legst Meilen zurück,
bevor du kommst an,
beim Winde der Küste.

Ziehst deine Strecken,
durch Städte und Land,
siehst Schönheit und Hass,
kannst alles erblicken.

Quer durch die Welt,
suchst du dein Ziel,
wo du dann aufschlägst,
das unsichtbare Zelt.

Doch wie leider so oft,
wirst du wieder verjagt,
bleibst stets unerwünscht,
wenngleich du’s anders hoffst.

So eilig geschwind,
suchst du den Platz,
wo bleibst du willkommen,
du Staubkorn im Wind.

© Amy Herzog

Vereinigung…

Ein Blick genügt, schon ist es geschehen,
in meine Gedanken dich eingeschlichen.
Tag sowie Nacht nur Sehnsüchtgiges denken,
so denk ich, könnt ich dich doch einfach packen.

Eine Berührung, ist einmal vergangen,
steigert in uns sogleich das Verlangen.
Spüren, berühren, mich zerrt es zu dir,
du und ich näher, wir werden zu wir.

Einen Kuss später, entfacht sind die flammen,
liegen wir da, ganz eng nun beisammen.
Die Körper umfasst und sinnlich geküsst,
stillen die Sehnsucht in tiefer Lust.

© Amy Herzog

Masochistische Sehnsucht…

Der lauter Schrei
nach Euch – sticht zu
Immer wieder, immerzu

Der Schmerz, das sei
Das ihr mir gebt
Mein Herz, es weint
Nach mehr – bis ihr geht

Genieße es, das Euch
In mir, bis dass ich
Am Ende doch noch –

Erfrier…

© Amy Herzog