Liebe

Im Schreien der Geigen…

 

Im Rhythmus des Basses
schreien laute Geigen
unsere Körper vibrieren
schwerelos zittern
und verblassen..

Ausblenden
des Unwichtigen
und um uns die Geigen
sind wir uns nah
immer näher..

Schreien immer lauter
immer schneller
tanzende Küsse
fallen in Trance
immer tiefer..

Rauschend nieselnde
Wasserfälle
rauf und runter
reimen wir noch?
Ist doch egal
ohne Physik..

Nur Chemie
verbunden sind wir
zu einem verschmolzen
mehr und mehr
im schreien
der Geigen..

© Amy Herzog

Im Raum.

Die Nacht sich mit dem Kusse legt,
eröffnet sich mir sanft ein Traum,
die Sehnsucht um die Seele spielt,
ein Weg, er führt mich hin zum Raum.

Ein Raum gebaut nur für uns zwei,
in dem du ruhig und selig döst,
die sternenklare Nacht mir zeigt,
in diesem Raum, Problem gelöst.

Dort lege ich mich zu dir hin,
und streichele sanft durch dein Haar,
ein Niemand der uns stören kann,
und draußen bleibt, was jemals war.

Doch dauert diese Nacht zu kurz,
der Traum durch meine Finger rinnt,
am Tage, wo kein Raum erbaut,
und Herzen nur gebrochen sind.

So klauen wir uns Stein um Stein,
erbauen uns den wachen Raum,
wo Näh‘ und Wärme sind verliebt,
und leben einfach nur im Traum.

 

© Amy Herzog

Niemals leer…

Hinter blauem Schleier der Zeit,
das erste mal, ich ward entführt,
als sich unsere Lippen berührten,
eingeschlossen, das Herz verführt.

Ein Moment der Leidenschaft,
dort war es still, dort gab es dich,
versunken tief im schwarzen Meer,
Genuss und Liebe und auch mich.

Lass uns tauchen, tiefer noch,
zurück ins weit und freie Meer,
nur dich und mich in einem Lied,
der Kuss von Liebe war nie leer.

 

© Amy Herzog

Nackt…

Worte, durch Haut und Fleisch,
an Augen, Hirn und Herz vorbei,
so schnell, doch seis nicht geklagt,
wir sind Mensch – wir sind frei.

Tanzen durch Tage und Nacht,
im Rhythmus des Wortes Kontakt,
knien Seelen im Regen, im Meer,
wir sind zweisam – wir sind nackt.

Geschützt liegt uns’re Furcht,
um uns, in strafend Blickes Arm,
so tief, doch bleibend wir nackt,
wir sind stark, in Liebe – warm.

 

© Amy Herzog

Liebendes Auf und Ab…

Im Wechsel zwischen Trauer und Glück,
wünsche ich mir mein Leben zurück,
Gedanken, die mein Herz verschlingen,
verwelktes Leben – um Luft muss ich ringen.

Doch kann ich diesen Schmerz nur lieben,
kann er mich noch am Leben erhalten,
zu oft kann ich nur kraftlos liegen,
wenn die Gedanken an dich siegen.

So hört doch endlich damit auf,
Gedanken, die ihr seid zu Hauf,
gib mir mein schmerzend Herz zurück,
und lass mich spüren etwas Glück…

 

© Amy Herzog

Für Niemanden…

Deine Stimme
wohnt noch immer in meinem Ohr
und vielleicht bin ich ignorant – aber
sticht kaum noch hervor
der Rest der Welt

Und dein Buch
so geöffnet vor meinem Auge
beinahe ein Fluch – würde deine Schrift
nicht so wundervoll glänzen
im Schein der Kerzen

Wie immer atme ich
lebe, sterbe, falle in dein Wort
und du fängst mich

Für nichts und niemanden
würde ich dich hergeben
selbst wenn da was wichtiges ist
das jemand vermisst

Nein – niemand ist mein

 

© Amy Herzog

Ich atme…

Ich atme dich und deine Worte,
selbst das Schweigen kommt mir nah,
ein Lächeln wurde dort geschenkt,
wo vorher nur die Wüste war.

Ich atme dich und deine Nähe,
wodurch ich auch die Tränen fand,
und wo noch gestern Lächeln war,
steh ich heute am Klippenrand.

Ich atme weiter ein dein Licht,
verletzt und schweigend hoffnungslos,
und wünsch mir doch die Wüste nicht,
selbst ohne Liebesrettungsfloß.

Ich atme lieber Salz und Sand,
und sinke bis zum schwarzen Grund,
wenn ich dafür dein Lächeln seh,
bis ich verliere ganz den Mund.

 

© Amy Herzog

Unhandlich…

Die Liebe ist blind und taub gestellt,
reisend durch den stürmischen Schnee,
an fließenden Tränen gefriert das Herz,
und vermisst dabei den wärmenden See.

Doch ist diesem Herzen das alles egal,
es kämpft weiter durch Logik und Sinn,
reist es nur weiter gegen Wahrheit und Zeit,
und der Verstand weiß kaum noch wohin.

Jede kleine Erkenntnis endet in Dummheit,
und Sehnsucht kostet quälende Schmerzen,
Verzweiflung und Hoffnung stehen den Tanz,
mit den Worten eines unhandlichen Herzen.

 

© Amy Herzog

Regenwolke…


Der Regen, er vergießt die Tränen,

Die meinen wirken nur noch klein,

Und irgendwann wird jede Wolke,

Ganz und gar verschwunden sein.

 

Die Wärme deiner Hände spüren,

Wie sie mir schenken reines Licht,

In ruh kann ich die Augen schließen,

Hier fürchten muss ich bei dir nicht.

 

Die Seelen sprechen ohne Worte,

Wir lauschen nur dem lauten Regen,

Und halten uns gemeinsam warm,

Bis wir die Herzen schlafen legen.

 

© Amy Herzog

Ein Vogel singt…

War der Tag zu dunkel oder hell,
ich weiß es nicht, ich schweige nur,
ein Vogel singt das Lied für mich,
und ich lege ihm seine Spur.

Die Worte singt er nicht für mich,
doch schreib ich sie in dem Gedicht,
das Reimen liegt uns beiden sehr,
selbst mit den Tränen im Gesicht.

Die Tränen, die hier fließen nun,
es fließt die Wahrheit aus dem Herz,
die Wahrheit, still, und lausche ihr,
der Traum verschwand hinter dem Schmerz.

Ich schreibe dir, der Tag war hell,
und schweige ich auch hier für dich,
die Goldammer, sie singt ihr Lied,
es zwitschert laut, „Ich…“

 

© Amy Herzog

Sturmgebraus…

Durch die ruhige dunkle Nacht,
fällt sanft der kühle Regen,
Laternen spiegeln mir den Weg,
der Wind bläst mild entgegen.

Der Wind, er zieht an mir vorbei,
er singt noch viel zu leise,
mein Herz doch übertönt ihn noch,
und schickt ihn auf die Reise.

Aus meinem Herzen tönt es nun,
es schlägt im Sturmgebraus,
es hielt den Wirbelsturm zurück,
doch bricht er nun heraus.

Der Sturm, er wirbelt alles auf,
er raubt mir den Verstand,
begleitet durch die dunkle Nacht,
ein Licht, denn ein Gefühl entstand.

 

© Amy Herzog

Mein Ozean…

Und ich blicke in dein Herz,
es funkelt blau und grün so klar,
dein warmer ruhiger Ozean,
ich fühle mich dir gerne nah.

Ich lege mich in deinen Arm,
du bist mein Schiff auf hoher See,
die Wellen schlagen höher nun,
doch ich vertrau, es tut nicht weh.

Du schwimmst mit mir zu weit hinaus,
und sagst mir nur, es wird schon gut,
dein Herz, es reißt mich tief hinein,
ich fürchte mich doch vor der Flut.

Ich hoffe, du mein Schiff bist stark,
und bringst mich trocken wieder Heim,
dein Ozean, so groß doch fremd,
ich wollte dir nur nahe sein.

 

© Amy Herzog

Gebrochenes Herz. 


‚Mein Herz, es kann nicht länger leiden‘,

Zerbrochen weint ein Herz das so,

Doch dann beschleicht ein warmer Wind,

Und zeigt, das Leid ist anderswo.

 

Doch zieht das Leid den Endloskreis,

Noch war es fort, schon wieder dort,

Das Herz wird dabei endlos brechen,

Denn ein Stück Erde fehlt am Ort.

 

Das Herz, das Fass ohne den Boden,

Ich sehe, wie es Flüsse weint,

Doch wenn die Liebe kommt und bleibt,

Ist Leid viel kleiner als es scheint.

 

 



© Amy Herzog

Zimmer…


Und wird es uns einmal zu kalt,

Die Sicht dort draußen viel zu klar,

Wir nicht mehr sehen, wer wir sind,

Und nur noch das, was gestern war.

 

Dann suchen wir ein warmes Zimmer,

Wo wir uns immer wieder finden,

Die Kälte, sie wird draußen sein,

Während wir uns an Träume binden.

 

Und wird es uns hier drin zu heiß,

Dann ist das hier kein ’nur für immer‘,

Es ist ein Traum, ein Zufluchtsort,

Nur unser kleines warmes Zimmer.





© Amy Herzog

Fahrtwind…

Was tief in meiner Seele ruht,
das bleibt auch dort verborgen,
mein Schweigen lässt es länger leben,
und stets in Wärme geborgen.

Zuweilen nährt es sich am Herz,
doch bleibt der Traum mein Traum,
ich spüre ihn noch durch den Schmerz,
grenzenlos in Zeit und Raum.

Selten wagt mein Mund zu sagen,
was tief die Seele spürt,
und wenn das Glück nach Hause kommt,
mich all das zu dir führt.

Und fahre ich dir immer näher,
dann wage ich doch nicht zu sagen,
nur das Gefühl, was so tief ruht,
ist im Fahrtwind leichter zu tragen.

 

© Amy Herzog

Vermissen…

Sie lag so sanft in meinem Ohr,
und drang tief in die Seele ein,
bestückt mit Liebe und noch mehr,
fühlte ich mich nicht mehr allein.

Sie nahm mein Herz in ihre Macht,
und sprang als Lächeln stets heraus,
die Menschen fragten sich nur: Hä?
Doch bautest du das warme Haus.

Sie war ein mal die ganze Hoffnung,
ließ mich aber im Schweigen zurück,
behalten hab ich die Verzweiflung,
und auch das Herz zerbrach ein Stück.

Sie fehlt mir nun zu jeder Zeit,
bei Sonne, Mond, an jedem Ort,
verliebte Tränen regnen hier,
und warten auf ein kleines Wort.

Ein Wort, das sich im Ohr verirrt,
und sich ganz sanft im Herzen wiegt,
die Stimme, die in mir erklingt,
und sich an meine Seele schmiegt.

 

© Amy Herzog

Nur wir.

Wir sitzen hier in deiner Wohnung,
und neben uns steht ein Klavier,
ich spiele dir noch ein paar Lieder,
dann trinken wir bis Abends Bier.

Draußen rauschen noch die Autos,
doch wird es Nachts allein bei dir,
in Gedanken entflammen die Kerzen,
hier sind wir nur, hier sind wir nur wir.

Ein Blick hier, und ein Wort dort,
wo nur das ist, was zu uns gehört,
mit kribbelndem Bauch in Sicherheit,
ist nichts mehr hier, was uns noch stört.

Sinnlich duftet es hier nach Verbot,
wir atmen und lieben uns über Stunden,
verdecken einen Moment lang die Herzen,
und die darin so tiefen Wunden.

Keinem werden wir etwas verraten,
wo wir in Luft und Liebe war’n,
wir laben uns an unserem Traum,
und unsere Seelen lachen so warm.

Und wird es uns des Nachts zu heiß,
so machen wie die Fenster auf,
und ist es dann zu schmutzig und laut,
nimmt unser Lied so seinen Lauf.

So schnell wie es begonnen hat,
muss ich zum Morgen wieder Heim,
doch nehme ich das Gefühl mit,
wir zwei sind nie wieder allein.

 

© Amy Herzog

Seelenlieder…

Wenn unsere Lippen sich berühren,
das Herz, es pocht und springt,
wir atmen Glück und Liebe ein,
ein Vöglein Liebeslieder singt.

Es ruht in mir der kleine Wunsch,
der Kuss nach Wärme schmeckt,
und wenn ich meine Augen schließe,
die Sehnsucht mehr und mehr erweckt.

Der Herzschlag durch die Luft vibriert,
die Mauern stürzen nieder,
ein Kuss, der alle Türen öffnet,
wir hören Seelenlieder.

 

© Amy Herzog

Traumwärme…

Dunkelheit klopft an mein Fenster,
die Äste schlagen laut im Wind,
allein liege ich im weichen Bett,
und warte bis ein Traum beginnt.

In mir weint der Wunsch nach Liebe,
weil du in meinem Herzen bist,
ich wünsche dich zuweilen fort,
denn hier wirst du zu sehr vermisst.

Manchmal flimmern kalte Lichter,
an Wänden tun sich Träume auf,
schlafe in erträumter Wärme ein,
und falle tief in deinen Rausch.

Und alle Wünsche sind nun fort,
denn ich schlafe in deinem Arm,
sei es gerade der letzte Traum,
dennoch ist es hier nun warm.

 

© Amy Herzog

Das Gefühl, das bleibt.

Gefühle, die ich niederschreibe,
wenn ich hier im Dunkel verbleibe,
treibt mich tiefer an düstre Orte,
aus tiefen Gefühlen werden Worte.

Mein Herz wandert wie benommen,
du hast es mir im Wort genommen,
Gefühle, die unbeschreiblich sind,
sie machen mich zuweilen blind.

Nur das Wort, das du mir gibst,
das Wort, das du besonders liebst,
es ist auch das, was in mir spricht,
mir zeitgleich doch das Herz zerbricht.

Doch sehe ich entfernt ein Licht,
von Herz zu Herz durch deine Sicht,
entschwindet mit uns an ferne Orte,
übrig bleibt nur das Gefühl im Worte.

 

(c) Amy Herzog

Richtungen…


Wie du gehst und dich bewegst,

Immer weiter in Richtung vorbei,

In meinem Herzen die Rätsel legst,

Wär ich doch nur wieder frei.

 

Seist du meine Mitte, mein Licht,

Weil mich ein Augenblick verirrte,

Die deinen Worte trinke ich nicht,

Weil es doch nur das Hirn verwirrte.

 

Ehe die Nacht vom neuen beginnt,

Gehe ich in Richtung ungeschehen,

Mein Herzblut nur noch kurz gerinnt,

Und Gefühle mit den Stürmen verwehen.

 

© Amy Herzog

Von Wahrheiten…

Ich verbleibe nicht mehr im Bett,
denke nicht weiter über dich nach,
frage mich nicht, was wäre wenn,
und liege Nachts nicht mehr wach.

Ich ersticke nicht mehr im Qualm,
meiner längst verglühten Zigarette,
lasse ihn mit Gedanken verziehen,
du bist nicht länger meine Mitte.

Wandle nicht mehr in die Kneipe,
und ertränke mein Hirn im zu viel,
die Wahrheit wird verschlossen sein,
denn mein Kopf bleibt stabil.

Welche Worte verließen den Kopf?
Ach, ich denke nicht mehr an dich,
und ich meine es so, du weißt ja,
zu dir war ich stets so ehrlich.

Nun ist es spät, und ich liege wach,
der Alkohol kam mir zugeflogen,
die Wahrheit rutscht gleich heraus,
war nämlich alles nur gelogen.

– Ich denke an dich.

 

© Amy Herzog

HerzSchreiben…

Schweigen dröhnt in meine Seele,
die Sprache, die das Herz versteht,
es kann nicht hören oder sehen,
doch dafür spüren wie du gehst.

Das Hirn hält große Wünsche klein,
raubt ihnen die Luft schon im Keime,
das Herz wird somit nie enttäuscht,
zuhöchst vielleicht im kleinen Reime.

Doch irgendwo tief in der Brust,
ich weiß nicht, steht es Still,
oder schlägt doch die Liebe laut,
sagt mir, wohin sie gehen will.

Fein zerhackt im dunklen Teil,
des Gehirnes schwarzer Tiefen,
dort leben wir irgendwo gemeinsam,
das Herz, es schreibt das in Briefen.

 

© Amy Herzog

Wunschstrand…

Der Mond, er leuchtet uns den Weg,
scheint hell durch unser Fenster,
bringt uns Traum und Wünsche mit,
vertreibt alles und auch Monster.

Wir liegen Arm in Arm im Bett,
brauchen die Worte nicht mehr,
wir denken uns den Strand herbei,
dort drüben rauscht das Meer.

Durchs Fenster fliegen Glühwürmchen,
sie werden zu unseren Sternen,
wir hegen und pflegen die Illusion,
auf Lebenszeit, die wir uns klauen.

An dem Wunscherfüllungsstrand,
ein Tag uns niemals erreicht,
das Leben wird hier ewig sein,
in Bildern, sie schweben leicht.

Und in der ewig dauernden Nacht,
wir Liebe aus unsern Herzen trinken,
Worte schwimmen um uns herum,
wir können in unsere Arme sinken.

 

© Amy Herzog

Jedes Tönchen…

Der Boden unter meinen Füßen,
mit einem Mal verschwand er fort,
als landete ich auf einem Kissen,
geformt aus deinem warmen Wort.

Jeder Ton gleicht einem Traum,
in dem ich aufgefangen werde,
als schliefe ich in weißen Schaum,
der für mich zum Heiler wurde.

Die Silben gleichen einem Sturm,
ein Wirbelwind um meine Seele,
stehe im Schutze auf dem Turm,
in deinem Wort – ich schwebe.

Ganz und gar bin ich berauscht,
im Traum wie am realen Tag,
mein Ohr jeden Ton belauscht,
mein Herz dem ganz erlag..

 

© Amy Herzog

Seine Stimme…

 

Seine Stimme weich und sanft,

Leise flüsternd dringt sie ein,

Raubt mir jede Zeit und Luft,

Ohne ganz bei mir zu sein.

 

Ist sie fort oder mir nahe,

Sie wirkt viel zu hypnotisierend,

Ich weiß nicht, bin verwirrt und war,

Mit ihr in mir kurz abwesend.

 

Versuche mich zu konzentrieren,

Seine Stimme zu genießen,

Sie bis auf jeden Klang studieren,

Und meine Augen zu schließen.

 

Schwirrt sie weiter unbemerkt,

Kontrolle gibt sie mir nicht,

Geh ich mit ihr doch so gestärkt,

Im Herzen spüre ich sein Gesicht.


© Amy Herzog

 

 

Weil ich dich gern habe!

Gar süchtig bin ich schon danach,
Worte kämpfen mit dem Verstand,
Treffen zwar meine Augen nur sanft,
Doch der Körper geht bis an den Rand.

Beim verschlingen deiner Zeilen,
Schaumig, sanft und so voller Kraft,
Durchströmen mich die großen Wellen,
Ein Gefühl aus deinen Worten geschafft.

Wonne, Sonne, Lichter und Glück,
Entflammen Worte die Herzenswärme,
Quer zünden diese Flammen in mir,
Deshalb lese ich sie auch so gerne.

Und breiten sich die Flammen aus,
Gezündet nur aus deinen Gefühlen,
Brechen in einem Lächeln heraus,
Worte – welch ein Herzensschmaus.

 

© Amy Herzog

Gefühlsmusik…

Sitz die Nacht still am Klavier,
und denke mich im Klang zu dir,
tanze schweigend über Tasten,
lasse Noten für mich sprechen.

Verbinde schreiende Gefühle,
bis ich keine Stunden zähle,
forme sie in Liebesworte,
schwinge mit an ferne Orte.

Der Ort ist nur erfüllt vom Glück,
als gäbe es dort kein Zurück,
schreiben Worte bis hin zu dir,
was ich wirklich für dich fühl.

Die Musik spricht Wahrheiten,
kein blabla, kein Rätselraten,
sie spricht nur das, was ich fühle,
das du sie hörst, ist was ich hoffe.

© Amy Herzog

Schlag deines Herzens…

Ich spüre den Schlag deines Herzens,
durch meine Brust schlägt er so wild,
sehe dein Lächeln und deine Trauer,
vor mir dein so wunderschönes Bild.

Der Wind weht sanft durch dein Haar,
und auf meiner Haut streichelt er warm,
trägt unsere Seelen näher beisammen,
lässt uns behutsam fallen, Arm in Arm.

Spüre deine Seele und all deine Gefühle,
als seien wir ein Körper im selben Blut,
verbundene Herzen schweben im Wind,
und trinken die Liebe in kochender Glut.

© Amy Herzog

Überdeckter Zauber…

Deine Musik, sie ist wunderschön,
Zu hören, was ich zuvor nie hörte,
So lässt sie mich doch wilder tanzen,
Und zerstört dabei all meine Ängste.

Und eigentlich sind sie wunderschön,
Deine Bilder, die ich zuvor sie sah,
So lassen sie mich Farben sehen,
Und bringen mich dir unendlich nah.

Die Worte, ich kann in ihnen liegen,
Wie in Wolken gewickelt, prickeln,
Quer durch meinen Körper wandern,
Und meine Seele täglich entzücken.

Meine Tränen, sie sind nicht traurig,
Nur allein sie, nein, sie sind es nicht,
Erst wenn ich dabei an dich denke,
Sehe ich das Schöne im anderen Licht.

Und so verschwindet deine Schönheit,
Überdeckt dein Zauber mein Lächeln,
Er lässt mein Herz in Tränen weinen,
Und erloschen werden gezündete Fackeln.

© Amy Herzog

Der rechte Weg…


Wo du bist, dort will auch ich sein,

Nun frag ich dich, wo bist denn du?

Wär ich doch nicht noch viel zu klein,

Dann könnt ich dich sehen, immerzu.

 

Der Weg ist mir so schrecklich fremd,

Zeigst du mir bald den rechten Weg?

Schreiten voran wo das Feuer brennt,

Bis hin zum klarblauen See am Steg.

 

Dort sehen wir uns, pünktlich um acht,

Tauchen ein in den See aus Träumen,

Bleiben, bis der Mond nicht mehr wacht,

Und werden den Rest dann versäumen.




© Amy Herzog

Gemeinsam schämen…

Für meine Gefühle schäme ich mich,
Sie schlagen kreuz und quer, verkehrt,
Aus meinem Hirn zum Herzen an dich,
Doch habe mich noch stark gewehrt.

Sie fließen weiter, blind und unbedacht,
Schreiben über Block, Blatt und Papier,
Die Worte strömen hinaus bis zur Nacht,
Und selbst jetzt stehen sie weiter hier.

Eines nur haben Hirn und Herz gemein,
Sind sie sonst so verschiedener Meinung,
In Angst versteckt beginnen sie zu wein‘,
Fürchten sich vor der unsanften Landung.

Sie tragen stets eine gute Verkleidung,
Ein Lächeln überdeckt große Scham,
Versperren jedem Herzen den Zugang,
Und überleben im Schmerz mühsam.

© Amy Herzog

Augen aus eisblauem Meer…

In Deinem Herzen
sah ich eine Lücke klaffen,
und ich nahm es in die Hand,
zu unbedacht hat es stets Gefühlt,
stand mit dem Rücken zur Wand.

War es dann sich selbst überlassen,
allein in der verregneten Dunkelheit,
verteilte Worte in Deinem Herzen,
sie linderten Deine Schmerzen,
stärkten Deinen Geist,
tief wurde es berührt,
manchmal gar alle Sinne verführt.

Doch zählte ich die Stunden nicht mehr,
verlor mich selbst mitsamt meines Herzens
tief in Deinen Augen aus eisblauem Meer.

Mein Herz wurde schwach,
immer schwächer von Stunde zu Stunde,
irgendwann mich selbst
an Deiner Wärme gar verbrühte,
nur scheinen konnte ich noch Stark,
wo ich in meiner Brust die Schmerzen spürte.

War schier endlos in der Zeit gefangen,
umklammert von Sehnsucht,
von Träumen und der inneren Flucht.
Fand mich wieder in einem Gewühle,
meiner sprießend wachsenden Gefühle.

War mein Herz doch gleichzeitig leer,
ich fühlte mich nicht mehr, war gefangen,
in Deinen Augen aus eisblauem Meer.

© Amy Herzog

Lautstarke Klänge…

Hast die Noten in mein Hirn dirigiert,
Spielst mit beschwingten Gedanken,
Waren sie gerade noch strukturiert,
Doch nun geraten sie ins Wanken.

Geigen, Trompeten und Kontrabass,
Klingen lauter beinah um die Wette,
Liebe, Trauer, Eifersucht und Hass,
Ein schweigen will, dass ich sie rette.

Laute Töne schwingen wild umher,
Weder oben noch unten ergibt Sinn,
Sie schmerzen im Herzen allzu sehr,
Und der des Endes Anfang Beginn.

Lasse einen Moment nur Ruhe walten,
Lauschen leise den Klängen der Natur,
In den grünen Wiesen kurz inne halten,
Das Gefühlschaos verliert seine Spur.

Ein Bach klimpert leise durch Gestein,
Ich höre nur die Liebe sanft erklingen,
Können wir hier in Ruhe einfach sein,
Darum bitte ich, ehe Töne wieder schwingen.

© Amy Herzog

warten auf den Traum…

 

Von tausenden Menschen umgeben,

verweilst nur du in meinen Träumen,

was würde ich noch darum geben,

keinen Traum mehr zu versäumen.

 

Doch ich wache hell durch Nächte,

wünsche kennt nur noch der Mond,

die Sterne zeichnen große Ängste,

der Wunsch nur tief im Traume wohnt.

 

Lasse mich von Sehnsucht tragen,

verweile hier bis zum langen Schlaf,

bis ich dich kann im Traume fragen,

wann ich in deinem Arm liegen darf.


© Amy Herzog

Unerreichbares Bild…


Kein Blut mehr, nur noch du pulsierst,

Dein Bild lebt fest in meinem Herzen,

Mein Körper erstarrt kurz und gefriert,

Wie kann Sehnsucht nur so Schmerzen.

 

Deine Worte sind in meinen Gedanken,

Spielst wie wild mit meiner Phantasie,

Visionen wärmen, Lügen, liegen oben,

Raubst nur du mir den Verstand wie nie.

 

Unerreichbar und doch bist du nah,

Dein Bild so hell, doch sehe ich nicht,

Du bist da, hier, wo sonst niemand war,

Bringst mir mit dir ein fremdes Licht.

 

Bitte zeige dich mir nur ein einziges Mal,

Sei nicht nur ein verschwommenes Bild,

Lass uns gemeinsam die Bilder malen,

Und ganz offen tanzen wir dann wild.


© Amy Herzog

Komm wir laden uns ein, …

Komm wir laden uns ein,
machen uns keine Gedanken,
trinken bloß ein Glas Wein,
und beginnen zu wanken.

Dann lachen wir uns an,
und flüstern „komm näher“,
küssen, lieben und lenken,
unsere Gedanken dann später.

So geh’n wir durch die Welt,
hier gibt es keinen Morgen,
keinen Richter, keinen Henker,
und auch keine Sorgen.

Wir brauchen weiter nichts,
nur unsere Wärme, die Nähe,
und alles was nicht warten kann,
kann warten, als ob nichts wäre.

Wir sind einfach nur offen,
unsere Herzen in Decken,
und wenn es dann soweit ist,
kann uns niemand mehr wecken.

© Amy Herzog

zukunft…


Gefühle sind nicht immer planbar,

So lauschen wir ins Herz hinein,

Was auch immer vorher war,

Stürzen wir in die Zukunft rein.

 

Es könnt dann werden wunderbar,

Und dazu gibt es ein Schluck Wein,

Wir unterm Himmel, sternenklar,

Schauen wir bis zum Sonnenschein.


© Amy Herzog

Sie flattern nur…

Sie wissen nicht warum,
und sie wissen nicht wo hin,
sie flattern einfach nur,
doch ohne jeden Sinn.

Flattern durch mein Hirn,
vorbei an meinem Herz,
hinterlassen ein Lächeln,
stets bereit für den Schmerz.

Heute sind sie bunt,
schon morgen wieder schwarz,
sie haften nur in mir,
wie zähflüssiges Harz.

Meist warten sie im Bauch,
schlafen tief und fest,
erweckt durch die Begegnung,
geben sie mir den Rest.

Dann sind es wilde Wesen,
die einst so zahmen Tierchen,
die bunten Schmetterlinge,
sie bringen mich zum lachen.

Bis wie wieder schlafen,
dann sind sie wieder schwarz,
dann suchen sie die Tränen,
und brechen mir das Herz.

Wartend auf den Menschen,
die einzige Begegnung,
die ihnen Farbe bringt,
und mit ihm eine Hoffnung.

Es kommt der Tag an dem,
sie ewig bleiben bunt,
und wenn es so weit ist,
dann kennen sie den Grund.

© Amy Herzog

Einmal kurz…


Einmal kurz den Willen stillen

Gefühlsparfum zum Abend sprühen

Hochangeregt Weingläser füllen

Und der Lust zu zweit verfallen

 

Ein mal deinen Atem spüren

Deine Haut auf meiner fühlen

Leidenschaft mit Sinnen spielen

Ohne noch die Zeit zu zählen

 

Einmal kurz dein Herz berühren

Lust und Wein im Spiel verführen

Körper eng umschlungen glühen

Erst am Morgen wieder kühlen


© Amy Herzog

Verbotene Frucht…


Sehne mich nach dir,

Du verbotene Frucht,

Bist so in der Ferne,

Und doch meine Sucht.

 

Glänzt in den Träumen,

Mit gold’nem Haar,

Da wo ich noch einst,

Nur die traumlose war.

 

Komm in den Himmel,

Ein Treffen am Mond,

Und lass uns dort tanzen,

Wo sonst niemand wohnt.

 

Niemand kann sehen,

Und selbst wenn doch,

Wir tanzen in Trance,

Und in Leidenschaft noch.



© Amy Herzog



Bilder malen…


malen unsere

bilder in den schnee

und bleiben da

in diesen träumen

für immer…

 

bis das leben

erkennt dass der

schnee nur ein

teil des ganzen

so vergänglich

ist…

 

dann rennen wir los

ohne zu denken

und lenken

uns in neue bilder

wer weiß vielleicht

werden diese

wilder…


© Amy Herzog

Hältst mich fest…

Hältst mich ab
vom Abgrund – fest!
Lässt mich hier
im Regen stehen.

Auf deiner Wiese
wächst kein grün für mich,
doch willst du mich
nur Lebend sehen…

Doch frag‘ ich mich,
wie soll es gehen?
Wohin soll ich dann
weiter ziehen…?

Hältst mich ab
vom Abgrund – fest!
Doch bleibt das nur
ein kleiner Rest.

Hier im Regen,
muss ich schwimmen,
allein, weil du
mich nicht gehen lässt.

© Amy Herzog

 

Glühwürmchen im Herzen…

 

Lieg ich glücklich nur im Gras

Unterm strahlend Sternenlicht

Lasse mich von Sternen wärmen

Seh‘ im hellsten dein Gesicht

 

Und unter diesem Sternenzelt

Kann ich mich dir so nahe fühlen

Als tanzten tausend Glühwürmchen

In meinem lachend, liebend Herzen

 

© Amy Herzog

wir…

 

Stürmisch

Im Mondschein

Schweben wir auf

Bunten Herbstblättern

Durch den Sternenschein

 

Wild

Zerzaustes Haar

Umspielt sich im Kusse

Vergessen Raum und Zeit

Wir können zusammen sein

© Amy Herzog

aufgewacht… 

Zu viel Wein im Zungenkuss
Zu viel Liebe, Leben, Luft
Alles dreht im Karussell
Reißt du mich in deine Gruft?
Nein, am Ende aufgewacht
In deinen Armen, in deinem Bett
Wohl behütet herzberauscht

© Amy Herzog