Lyrik

Sie flattern nur…

Sie wissen nicht warum,
und sie wissen nicht wo hin,
sie flattern einfach nur,
doch ohne jeden Sinn.

Flattern durch mein Hirn,
vorbei an meinem Herz,
hinterlassen ein Lächeln,
stets bereit für den Schmerz.

Heute sind sie bunt,
schon morgen wieder schwarz,
sie haften nur in mir,
wie zähflüssiges Harz.

Meist warten sie im Bauch,
schlafen tief und fest,
erweckt durch die Begegnung,
geben sie mir den Rest.

Dann sind es wilde Wesen,
die einst so zahmen Tierchen,
die bunten Schmetterlinge,
sie bringen mich zum lachen.

Bis wie wieder schlafen,
dann sind sie wieder schwarz,
dann suchen sie die Tränen,
und brechen mir das Herz.

Wartend auf den Menschen,
die einzige Begegnung,
die ihnen Farbe bringt,
und mit ihm eine Hoffnung.

Es kommt der Tag an dem,
sie ewig bleiben bunt,
und wenn es so weit ist,
dann kennen sie den Grund.

© Amy Herzog

Die Uhr tickt…


Sehe wie sie tickt,

Die Uhr an der Wand,

Spüre, wie sie die Zeit nimmt,

Und mein Leben sekündlich,

Treibt an den Wegesrand.

 

Trinke meinen Kaffee,

Und ziehe mich langsam an,

So als hätte ich ewig Zeit,

Doch die Ruhe täuscht,

Der Weg ist nicht weit.

 

Schaue nochmal hin,

Die Welt, sie ruft nach mir,

Zieht mich in alle Richtungen,

Läuft und rennt schnell,

Nur nicht zu dir…

 

Erst am Abend,

Sehe ich sie wieder,

Die Uhr tickt noch immer,

Nur ist es wieder später.


Und dich habe ich verpasst,

Wir alle sind hier nur Gast,

Wieder hatte ich heute,

Die rast nur fast…

 

Und dich habe ich

Leider dabei verpasst…


© Amy Herzog

In den Wellen…

Sitze am Rande des Ozeans
und schreie laut:
Halte diese Wellen an!
Lasse mich nicht zu nah an sie heran,
wenn ich falle, dann fang,
doch niemand hört..
Ich habe keine Wahl,
schwimme hinaus in die Wellen,
vorbei an leuchtend grüßenden Quallen,
sie lachen, ich bin zu weit geschwommen,
zurück muss ich allein,
hier in den Wellen,
bringt es nichts zu schreien.

© Amy Herzog

Wer?

ich bin ein Boot
gesegelt hinaus ins Meer
und alle lauten Töne dieser Welt
sind nur noch ich und irgendwer
lassen mich vom Spiegel fallen
ich bin bei mir und du bei mir
höre nur noch Stimmen
aus der frischen Luft
nun sag mir doch…
wer sind wir?

© Amy Herzog

Tränen im Traum…

Nachts ist da nur scheinbar nichts,
Nur ein Schein gebrochenen Lichts,
Nichts, was mich geschützt behält,
Achtet, dass mein Herz nicht fällt.

Die Zeit schlägt drei Uhr Mitternacht,
Und ein Traum wird mitgebracht,
Ein Kampf um all das falsche fühlen,
Gegen das Herzbetäubende Glühen.

Was gebe ich dann auf für mich,
Denn was ich fühle geht an dich,
Bin verloren und kann nur weinen,
In meinem Traum bettelnd schreien,
Und dann im Leben drüber schreiben.

Hier in diesem schwarzen Loch,
Kann ich nur das schreiben noch,
In dieser Seelenfressenden Kluft,
Wo jeder Traum im Keim verpufft,
Und niemand da noch mit mir hofft.

Dann weine ich in meinem träumen,
Niemand kann mich dann erwachen,
Nichts darin bringt mich zum Lachen,
Aber hier kann ich dich auch küssen,
Und ich weine, weil wir gehen müssen.

Weil mit jedem Kuss die Seele stirbt,
Der Traum stirbt, der Wunsch verdirbt,
Doch jeder Kuss ist Wert zu fühlen,
Falsch des Nachts heimlich glühen.

Ich bin bei dir, in meinem Traum,
Kann mich nicht erwachen – nur kaum,
Ewig brauchts, denn es reißt mich fort,
Entreißt mich von dir, vom Tränenort.

Die Niemalsmensch, so werde ich wach,
Bin wach und klettere hoch aufs Dach,
Blick zu Sternen und kann träumen,
Von dir, vom springen, leise singen.

Davon, ewig im Traum zu leben,
Zwar zu weinen, aber richtig fühlen,
Viel zu viel zu fühlen, ohne Fehler,
Nicht zu klein sind unsere Bilder.

Doch breche unter diesem geheim-
Gefühl, dass in mir nur randaliert,
Im Traum gibt’s kein ewig leben,
Mein Scherben Herz nur weiter gefriert.

Doch wünsche mir, was anders wär,
Ein Leben, dass nicht ist zu schwer,
Eine Seele voll, nicht vollkommen leer,
Ein Leben im Traum tränenlos nunmehr.

 

© Amy Herzog

(warme) Worte…


Rieseln

Deine Worte

Wie Sand im Wasser

Durch mein sein

Führst mich kurz an

Warmweichen

Orten vorbei

Berührst mein Herz

Meinen Verstand aber

Irgendwo verloren

Liegen lässt

Um dann im Schein

Zu verenden

Und doch an deinen

Wundervollen Worten

zu hängen


© Amy Herzog

Einmal kurz…


Einmal kurz den Willen stillen

Gefühlsparfum zum Abend sprühen

Hochangeregt Weingläser füllen

Und der Lust zu zweit verfallen

 

Ein mal deinen Atem spüren

Deine Haut auf meiner fühlen

Leidenschaft mit Sinnen spielen

Ohne noch die Zeit zu zählen

 

Einmal kurz dein Herz berühren

Lust und Wein im Spiel verführen

Körper eng umschlungen glühen

Erst am Morgen wieder kühlen


© Amy Herzog

Schmerzpflanze… 


Sehe dich in meinem Herzen,

Dinge, die mir so sehr Schmerzen,

In Hoffnung auf den Atemzug,

Der dich in mein Leben trug.

 

Atme täglich keine Luft,

Nur die Hoffnung aus der Kluft,

Bin gefangen in Gefühlen,

Die in meinem Leben wühlen.

 

Falle täglich etwas tiefer,

Höre nur noch deine Lieder,

Seh nur noch ein gemaltes Bild,

Wo kein Mensch je Leben wird.

 

Atme täglich nur die Hoffnung,

Schwelg‘ in der Erinnerung,

In diesem Leben ist kein Platz,

Pflanzt im nächsten diesen Schatz.

 

Wartend kann ich nur noch atmen,

Auf helle Hoffnung einfach warten,

Lächeln, hoffen, trotz der Schmerzen,

Die du täglich pflanzt im Herzen.

 

© Amy Herzog

deine blätter (2) – furcht

 

fürchte mich

denn deine blätter wehen

weit davon

– rennen vor mir weg !

du ,

mein gold’nes blatt

warst mit ihnen

(oder?)

muss ich mich denn fürchten?

oder…

lass mir doch deine farben da…

vereinzelt und im stück

dann können deine blätter wehen

ich aber bleibe furchtlos zurück !

 

© Amy Herzog

deine blätter…


vereinzelt

fallen deine blätter

gelbgoldbunt

in meine visionen

streifen sanft mein herz

mit ihren herbstdüften

nehmen mir den schmerz

und lassen mich

lächeln


© Amy Herzog




Lachen & Weinen…


Ein Auge lacht, das andere weint,

Bin dir so nah, dann wieder weit,

Im Traum sind wir so eng vereint,

In echt, da fehlt es uns an Zeit.

 

Gibst mir halt, dann wieder Luft,

Mein Herz dann nur im Traume ruft,

Und bin ich aus dem Traum erwacht,

Du hörst mich, dann mein Auge lacht.

 

Doch meist bleibt alles nur betäubt,

Du mich dann nicht mal kurz beäugst,

Kannst du mich nur lachen sehen,

Weil Sehnsuchtstränen vorbei ziehen.

 

© Amy Herzog

Süße Sehnsucht…

Süße tiefe kleine Sehnsucht,
Da lebst du in meinem Herzen,
Breitest Gier, Begierde, Lust,
In mir mit deinen breiten Flügeln.

Ziehst mich hin und her und zurück,
Ziehst mich ins lächelnde Glück,
Reißt mich in die Tiefen der Tränen,
Mal im ganzen, dann wieder ein Stück.

Lässt mich sterben, dann wieder Leben,
Dann plötzlich kann die Erde beben,
Da hilft kein schweigen, auch kein reden,
Nur ein miteinander schwebend Leben!

© Amy Herzog

liebeswort…

ein liebeswort
erfüllt das hungrige
(hoffnungstragende)
herz…
der bittere
nachgeschmack
– dann –
hält bereit den
(quälend)
bittersüßen schmerz…

© Amy Herzog

Dein Gemälde…


Schließe meine Augen sanft

Und schwebe in Gedanken

Sie wandern durch die Tiefe Nacht

Bis sie in deinen Armen landen

 

Schreit dich laut die Sehnsucht an

Nur kannst du sie nicht hören

Dein Gemälde reicht kein Platz

Sie würden darauf stören

 

Dann tue ich, als wäre nichts

Doch schlägt mein Herz so schnell

Gedanken drehen sich um dich

Bleibt das Gefühl geheimnisvoll


© Amy Herzog

Spiele nicht mit dem Herzen…

Du bist so taub und auch noch blind,
im Kopfe noch ein halbes Kind,
siehst Du nicht die meinen Blicke,
mein Herz Dir immer nähe rücke.

Dein Antlitz wohl nett anzuschauen,
doch wollt‘ ich auf die Seele bauen,
mein Herz begehrt, es ist bei Dir,
doch spielst Du noch und bist nicht hier.

Spiele nicht damit herum,
es lächelt zwar, doch sei’s drum,
so lausche her und halt’s in Ehre,
so wie mein Herz das Dein verehre.

Mein guter Herr, vernimm die Worte,
verirr Dich nicht an fremde Orte,
lass mich Dir mein Herzblut schenken,
und spielend nicht an morgen denken.

© Amy Herzog

Albtraum…

Reime geformt aus einem Traum
Kein Mond, keine Sterne, kein Licht
Nur Tränen, Leid und der Seelentot
Mir die Knochen bis zum Halse bricht

Erwacht am Morgen in kalten Pfützen
Selbsthass, Angst – verstummtes Leben
Bin festgefroren und kann nicht brennen
Leben, Welten nur ohne mich rennen

Wache auf und trockne die Tränen
Es war nur erträumt, nicht das wahre Leben
Der Traum tut bald schon nicht mehr so weh
Spiele mit Feuer und trink einen Kaffee

© Amy Herzog

suche…

in der nacht
suche
ich nach deinem wort
nach deiner wärme
suche im traum
im nebel –
nichts als schaum…

finde sie nur
in meinem wort
fließend aus meinen
händen –
die blasse melancholie
…bis es taut…

© Amy Herzog

Herzgedanken… 


Steht man zu den Herzgedanken

Sollte man sie nicht bekriegen

Spricht man Worte immer aus

Wird im Leben man auch siegen

 

Schaltet man Gedanken aus

Grenzt sie ab auf die Distanz

Bleiben Worte ungesagt

Schwinden die Gefühle ganz

 

Sind sie einmal gänzlich fort

Bleibt die Seele ewig kalt

Schwindet Herzenswärme nun

Ist man jeden Tag nur alt



© Amy Herzog

Verbotene Frucht…


Sehne mich nach dir,

Du verbotene Frucht,

Bist so in der Ferne,

Und doch meine Sucht.

 

Glänzt in den Träumen,

Mit gold’nem Haar,

Da wo ich noch einst,

Nur die traumlose war.

 

Komm in den Himmel,

Ein Treffen am Mond,

Und lass uns dort tanzen,

Wo sonst niemand wohnt.

 

Niemand kann sehen,

Und selbst wenn doch,

Wir tanzen in Trance,

Und in Leidenschaft noch.



© Amy Herzog



Bilder malen…


malen unsere

bilder in den schnee

und bleiben da

in diesen träumen

für immer…

 

bis das leben

erkennt dass der

schnee nur ein

teil des ganzen

so vergänglich

ist…

 

dann rennen wir los

ohne zu denken

und lenken

uns in neue bilder

wer weiß vielleicht

werden diese

wilder…


© Amy Herzog

Mutierte Gefühle…

 

Das Monster

Entspringt der eisigen Kälte

Fällt aus Windungen

In den See

Heraus

Schleichen mutierte

Gefühle schlagen Metastasen

Und wenn sie entschwinden

Tun sie noch weh

© Amy Herzog

Strand…

Wir fahren einfach an den Strand,
vergraben uns im warmen Sand,
schmecken meeresblaue Freiheit,
überdecken unsere Feigheit.

Wir legen uns ans grüne Meer,
hören keine Menschen mehr,
fischen Träume aus der Luft,
erfüllen uns an ihrem Duft.

Wir blicken in die hellen Sterne,
in die unerreichte Ferne,
sammeln ein paar Muscheln,
hören’s noch zu Hause rascheln.

Wir müssen leider wieder Heim,
doch da woll’n wir gar nicht sein,
lass uns einfach hier liegen,
lass uns an einander schmiegen.

Wir bleiben einfach immer hier,
wenn auch nur auf ein, zwei Bier,
werfen die Muscheln zurück,
liegen einfach hier im Glück,

Wir bleiben hier am Stand,
hier vergraben im Sand,
und blicken in die Sterne,
leben einfach unsere Träume.

© Amy Herzog

Schmerzendes Herz…

Nah bin ich der Ohnmacht,

Erfüllt von deiner Macht,

Dein Herz, es lacht,

Während meines ängstlich,

Weint durch die Nacht.

*

Ich wünscht,

Ich könnt noch Rennen,

Durch die Flammen der Kerzen,

In erstickenden Schmerzen.

*

Was bin ich denn schon,

Ein Spielzeug im nichts,

Dein Herz, es brennt dort,

Inmitten des Lichts…

*

Ich bin hier,

In der Lücke des Lebens,

Und was bleibt mir?

Die kurze Zeit mit dir,

In deinem Spiel…

Ich danke dir.

*

Tief in mein Herz,

Zieht weiter der Schmerz,

Jetzt kannst du mit ihr Lachen,

Und ich ergebe mich den Dingen,

Die mich an dich erinnern,

Im schmerzenden Herzen,

*

Und beginne zu schlafen…..

*

© Amy Herzog

 

Narben…

Und dann beginne ich zu zählen
Die Narben, die mich immer quälen
Suche ihren Sinn und Zweck
Wünsche mir den Weg zurück

Zählen macht mich immer müde
Die Narben nicht mal alle finde
Kann mich nur darin verlieren
Gedanken wagen einzufrieren

Der Sinn verschwand einst mit der Zeit
Die kleine Träne noch verweilt
Wo war nur meine Menschlichkeit
Die Wunden gingen viel zu weit

Die Klinge, sie war nicht mein Freund
Die Freiheit hat sie mir geraubt
Doch werd‘ ich stark auch mit den Tränen
Sie mich am Ende nicht verletzen

Schreite weiter durch mein Leben
Viel hat es mir doch noch zu geben
Die Narben erfüllen keinen Zweck
Ich tanz‘ mit Tränen, aber nicht zurück

© Amy Herzog

Inspiriert von ‚Zerbrochene Spiegel‘

Hältst mich fest…

Hältst mich ab
vom Abgrund – fest!
Lässt mich hier
im Regen stehen.

Auf deiner Wiese
wächst kein grün für mich,
doch willst du mich
nur Lebend sehen…

Doch frag‘ ich mich,
wie soll es gehen?
Wohin soll ich dann
weiter ziehen…?

Hältst mich ab
vom Abgrund – fest!
Doch bleibt das nur
ein kleiner Rest.

Hier im Regen,
muss ich schwimmen,
allein, weil du
mich nicht gehen lässt.

© Amy Herzog

 

Verbunden

Ein stummer Blick uns trifft
Zarter Rauch zittert zwischen uns
Benetzt unser Fleisch in dunkler Stille
Wittert Wille, sieht den brennenden Mond
Hetzt uns durch die Nächte, der sanfte Tod
Nur Lippen bluten, summen sanft die Lust
Im Kuss verschmolzen, wird unsere Haut zu Gold
Können wir nicht denken, Düfte nur trinken
So schlurft an uns der neue Morgen
Vorbei, denn wir sind verbunden

© Amy H.

Durst! 

 

Ich rieche hier Lust!

Nach einem Schatten, der schreit:

Begierde! Sehnsucht! Wasser! Luft!

Tief aus seiner Seele tropft

Der Hunger nach Hitze

Des kalten Betons..

*

Inmitten der Nacht,

Der kalten Mitternacht

Ruft die See, „komm und trinke,

Atme meine Lust, wachse Schatten

Nur der Mond ist erwacht“

Und stille diesen Durst!

© Amy Herzog


Ohnmacht…

Schwindel treibt mich in die höre

Die Welt, sie scheint verschwommen

All die Farben drehen schwimmend

Bis die Ohnmacht lässt mich träumen

© Amy Herzog

Der eine Moment…

In Deinen Worten habe ich mich verirrt
Meine Seele liegt in Deiner so verwirrt
So unwissend und doch so geborgen
Wohl behütet in Deinen sanften Träumen

Sei es die Sekunde, nur der kleine Moment
Nur ein Windhauch in der ewig langen Zeit
Aus den Weiten der Welt nur ein kleines Fragment
Liebe ich dennoch die Wärme, die verweilt

Ich fürchte mich nicht vor Deiner Welt
Schreibe mit Seelenzerflossener Tinte
Mein Herz, Du kannst Liebe damit basteln
Auch wenn Du am Ende mir reichst eine Flinte

So hat sich doch jeder Moment gelohnt
Diese Kurze Zeit im flüssigen Glück
Und sollt‘ es nicht reichen bis zum Mond
Ich wünsche einfach den Moment zurück

© Amy Herzog

Glühwürmchen im Herzen…

 

Lieg ich glücklich nur im Gras

Unterm strahlend Sternenlicht

Lasse mich von Sternen wärmen

Seh‘ im hellsten dein Gesicht

 

Und unter diesem Sternenzelt

Kann ich mich dir so nahe fühlen

Als tanzten tausend Glühwürmchen

In meinem lachend, liebend Herzen

 

© Amy Herzog

Sehnsucht nach deiner Haut…

Sehnsucht
nach deiner Haut
auf meiner, deinen Lippen,
die meine sinnlich Küssen
schreie laut – Verlangen!
Wärme, Nähe, tiefe Blicke ziehen
mich zu dir, nach deinem Willen,
nur du kannst meine Lust
noch stillen.

© Amy Herzog

Liebe bleibt…

*

Blicke in dein Herz

Fühle deine reine Seele

Spreche ohne Worte

Ohne Schmerz

Nur sanft

*

Zum erkalteten Herz

*

Deine Antworten

Sind so voller leere, giftig

Ich schwebe, bin süchtig

In deinen Gedanken

Nur noch flüchtig

Lebendig

*

Löse mich auf

Deine Seele wird dunkel

Träume, wünsche, liebe bleiben

Nur in meinen Gedanken

In meinem Herzen

*

Während Schmerzen leben

*

Überleben…

In eigenen Tränen ertrinken…

Keine Luft, keine Freude, kein Licht,

Keine Wärme, keine Menschen,

Einfach Nichts, nur der Wunsch

Nach Hoffnung auf ein Leben,

Versuchend in den Tränen

Zu überleben.

In den Schlaf…

 

In den Schlaf weinen,

Im Traum dann laut schreien,

Einfach gehen, springen, fliegen

Aufwachen und verschweigen

Und manchmal falsch lächeln

Um die Maske bemühen…

 

© Amy Herzog

In der ein-geredeten Dunkelheit

Wartet eine stumme Zerrissenheit

Im vom Leben abgelenkten See

Auf das was an diesem Ort fehlt

Tut ihr selbst un-gesagt nur zu weh

© Amy Herzog

 

*

Verbleiben meine sanften Worte 

Verhüllt im kleinen Sehnsuchtstropfen 

Wurden sie oft nur vom Wind getragen

Und doch sind sie gestürzt, zerbrochen 

Nun Reisen sie durch kalten Regen

Durch starken Wind… Und hoffen..

wir…

 

Stürmisch

Im Mondschein

Schweben wir auf

Bunten Herbstblättern

Durch den Sternenschein

 

Wild

Zerzaustes Haar

Umspielt sich im Kusse

Vergessen Raum und Zeit

Wir können zusammen sein

© Amy Herzog

Kalte Seelen…

 

Die kalte Seele

Schwebt sinnlos umher

Trinkt Herzblut aus Gläsern

Und fällt der Verdammnis hinterher

– Wartend auf wahre Wärme

Menschlichkeit, Küsse und Nähe

Unter tausend kaltkristallen Seelen

Doch so schnell sie alle fallen

(Und keine Wärme fängt)

Warten am Ende nur kalte Krallen

Welche die Seelen in Einsamkeit

Auf Ewigkeit gefangen halten

© Amy Herzog

Im Abgrund…

 

Im Abgrund

Der Schattenwelt

Kalt verlassener Seelen

Warten hoffnungslos

Leere schwarze Hüllen

Auf ewiges schweben

Und doch schreien

Die zarten Seelen

Gegen ihre Hüllen

Leise an:

„Gib nicht auf!“

Wir können gemeinsam

Leben!

© Amy Herzog

Das Karussell…

Gedanken kochen
Laute Stimmen brodeln
Im bunten Karussell
Lassen Nerven brennen
Drehen durch stumme Zeiten
In wortlos schreienden Ruinen
Doch es steht niemals still
Das bunte Karussell

© Amy Herzog

glänzender Regenbogen
im Springbrunnen strahlt
hell über den großen See
wartet der kühle Wind
in den kleinen Wellen
auf winterlichen Schnee

© Amy Herzog

Letzter Gesang…

 

Einsam schwebt sie mit dem Wind

Singt eine Drossel ihr einsames Lied

Schwebt vom Nebel im dunklen Regen

Könnt sie nur fliegen wohin es beliebt

 

Doch sie kreist am Abgrund entlang

Wartend auf den hohen Wellengang

Bis ihre Flügel schlafen in Wellen

Fallen, sinken mit dem letzten Gesang


© Amy Herzog


Vergraben…

 

Den Schnabel tief vergraben im Kleid

Reiß mir aus Gedächtnisreibereien

Dinge die weinen, schreien aus

Verschenke sie an Farben die Quaken

Auf dass sie etwas besseres

Damit erschaffen…

© Amy Herzog

Dafür gibt es kein Wort…

Schreibe ein Gedicht..

Wie denn,
wenn es dafür kein Wort gibt?
Wie soll ich aufschreiben,
was soll mich in diese Richtung treiben,
was in mir wütet, wenn es dafür
einfach keine Bezeichnung gibt?

Kratze mit letzten Kräften
Fragmente auf längst verbrauchte Zettel
und versuche sie zusammenzusetzen,
versuche ein Bildnis zu schaffen,
dieses Innere zu visualisieren,
es ans Licht zu bringen.

Es geht nicht.
Es lässt kein Licht
in meine Seele.
Es will, es liebt, es ehrt,
wie ich mich am Boden wälze
und quäle.
Und währenddessen
wütet es heiter immer weiter.

Greift mit scharfen Klauen
brachial durch meine Seele,
reißt sie in tausende Fetzen,
lässt mich links liegen,
nicht mal mehr im Dunkel,
einfach nur im Nichts.

Lässt mich Schwäche kotzen,
lässt mich Sehnsucht hungern,
nimmt mir die Identität,
das Leben lässt es mich nicht verdienen
nur in Luftschloss Phantasien
gibt es mir die unverdiente Realität.

Hier im Nichts.
Nur Leid soll mich noch treiben,
damit lässt mich dieses Monster zurück,
damit lässt es mich leben.

Dafür gibt es kein Gedicht,
dieses Monster, es hat kein Gesicht,
es frisst nur, frisst mich,
und ich, ich kann nur warten und hoffen,
dass es mich am Ende
doch nicht mehr im Stich lässt.

Weiter Weg?

Getrieben von Sehnsucht
im stillstehenden Wind,
nach dem Sinn ohne Verstand,
reise ich weiter – bis weit,
bis das Leben vereist
über die Zeit, über den Rand.

Was ist noch Zeit,
wenn sie zu schnell rennt,
und das Gefühl still steht?
Ist der Weg dann noch weit?
Wenn ich nicht mehr weiß,
wohin der Weg geht.

© Amy Herzog

Kaltes warten leerer Seelen…

Das Herz klingt leise
„Ich könnte dich lieben“
während einsame Seelen
die ewige Leere trinken
die Zerrissenheit besingen
warten auf bessere Zeiten
die den Wert der Liebe steigen
doch ist bis dahin die Welt
in kalter Erkenntnis gefroren

© Amy Herzog

ertrinken…

kalt

das salz drückt
meine seele verstummt
nur ein leiser schrei
nach hilfe summt
mit den wellen
ins nichts

tot

© Amy Herzog

Baden im Traum…

Ein Wort, das in mir wächst und reift
Mit Flügeln schlägt und hell gedeiht
So zart in Liebe kaum greifbar
Doch in Gedanken vollkommen klar

Verschönert es mir den Traum zu rein
Die Wünsche gaben ihn zum Schein
In Wahrheit bist du Seele fern
Im Traum da hatte ich dich gern

Jetzt wach ich auf und blicke nach
War es wahr oder war ich schwach
Erfüllt mich gleich hier dieser Schmerz
So unbekannt hat er mein Herz

Lieg‘ ich hier wieder zerbrochen
Fern der Traum auf wahren Erden
Ich wollt‘ ich könnte ewig schlafen
Im Traum mit dir in Liebe baden

© Amy Herzog

Schmerzende Worte…

Die Bedeutung deiner Worte
Hast du selbst nie gekannt
Hast sie durch dein Schweigen
In meine Seele eingebrannt
Sie vergessen, sie verdrängt und verdreht
Sie in meine Realitäten geweht
Bis mein Herz am Ende
Die Welt nicht mehr sieht

Hast mir Ängste gelassen
Meine Seele zertreten
Sie im Dunkel zurück gelassen
In Ketten gefangen
Mit Wünschen, die sich
nicht erfüllen sollen
Nur tiefe Wunden reißen
Immer tiefer bleiben Narben
Die nur für mich sichtbar sind

Doch halte ich mich fest
Mein verschmutztes Herz
Halte mich in meinen Scherben
Bis zerbricht dieser Schmerz
Summe ich nur leise durch die Nacht
Meine kleine zarte Melodie
Auf dass der Mond sieht, scheint
Und noch über mich wacht

© Amy Herzog

*

Der Wind

Trägt deine Seele nah

Wärmt, stillt, ruht

Zaubert ein Lächeln

Wo Regen war

*


© Amy Herzog