Wenn Schattenwesen
Seelen lesen,
fressen,
um zu leben,
Leben, sollten Menschen
nicht vergessen,
sich in der Sonne
zu verstecken.
© Amy Herzog
Wenn Schattenwesen
Seelen lesen,
fressen,
um zu leben,
Leben, sollten Menschen
nicht vergessen,
sich in der Sonne
zu verstecken.
© Amy Herzog
Die Gefühle,
sie sind da
und doch sind sie
so unscheinbar,
zu unnahbar
und dabei unberechenbar.
Doch sie sind da,
sie sind real,
warum sie sind,
das ist nicht klar.
Wünsch ich nur,
er würde wissen,
einfach sagen
ich solls lassen.
Sagen, dass ich soll
sie hassen,
doch kann er es
einfach nicht wissen,
könnt er’s auch nicht
wirklich fassen.
Wie konnten
sie denn erst
passieren?
Wie konnt ich mich
in ihm verlieren?
Zu unreal ist dieses
fühlen,
doch spüre ich
sein heißes Glühen.
Wenn er nur ahnte,
was mich sehnte,
sag mir, lass mich
und vergehe..
© Amy Herzog
Schreiben ist frei?
Wirklich, unendlich,
ganz und gar frei?
Oder doch nur geheim..?
Das ich nicht lache..
Steht doch da noch der Wächter
meiner Gedanken.
Sehnsüchte,
die niemand kann erahnen
könnte doch jemand,
würde er mich nur
ermahnen.
Sind sie zu schlimm?
– vielleicht,
doch was ist das schon
wäre die Ernte
nur bitterer Hohn.
Frei zu schreiben
so niederträchtig es sein mag
den Gedanken in allem Fall
freien Lauf zu lassen,
darüber kann ich nur lachen
und weiter träumen.
© Amy Herzog
Wie Honig süß
verkleben Triebe
so lebt in mir
im Traum die Liebe
Doch wünsch ich mir
bald zu erwachen
zu spüren
der wahren Liebe
Peitschen
Bunt zeigt sich mir
der Liebe Reize
die sie mir dann
das Herz zerreiße
aus der schönen Liebesnacht
bin ich doch eben
schon erwacht
Hier und jetzt
im wahren Leben
so sollen
die Gefühle beben
sich in mir die Triebe regen
ehe sie den Abgrund zeigen
das Herz zerbrochen
zurück lassen
und es in den
Abgrund werfen
© Amy Herzog
Der letzte Zigarettenrauch,
zieht durch die kalten Lippen,
hockend in der Ecke wartend,
in die Leere starren.
Die letzten Tränen in Kristall,
sie sind schon längst vergossen,
kann ich des Wassers rauschen,
noch immer lauter hören.
Ist das Feuer schwach erfroren,
gänzlich wird es ausgeloschen,
so zeige schnell dein heißes Blut,
verbrenne mich mit deiner Glut.
Wird es hier nur immer nasser,
– doch kämpfe –
vertreib das Monster Wasser,
rette diese Leidenschaft,
verbrenne sie mit deiner Macht.
© Amy Herzog
Ich will nur weg
Ich weiß nicht wohin
Nur irgendwohin…
Wo Sonne nur scheint
Und’s ewig noch schneit
An den Ort da hin…
Egal wo das ist
Ich komme dort hin
Ich eile geschwind…
Nicht mal lebe wohl
Sag ich hier, egal
Ich bin nun mal so…
Wie könnt ich sein froh
Dem Leben entgegen
Die Erde zu Füßen…
Da würd ich begrüßen
Nach Hause zu fahren
Nie wieder zu müssen…
© Amy Herzog
Tag und Nacht
im Wechsel spielen,
während Zeiten
sich verziehen,
liege ich
und schreibe hier,
schier endlos lange Sätze
hier.
Und ich spüre
niemals Bange,
denn so fühle ich sehr lange,
dieses wundervolle Stück,
vom träumerischen Glück.
© Amy Herzog
Ich schreie innerlich
Schreie so sehnsüchtig
Jeden Tag lauter
Immer lauter
Und wird es auch
Immer unerträglicher
Das ist egal
Denn ich schreie weiter
Bis es auch für dich
Wird endlich hörbar
Und ich in deinen Armen liege
Nur für eine Nacht
Allein dir gehöre
© Amy Herzog
Umgeben von Menschen-
massen,
die einen nie
allein ruhen lassen.
Schweigsam
schreiend stehe ich
inmitten der Menschen,
die nicht hören
mein einsam
sein.
© Amy Herzog
Wartend auf ein Zeichen
vom Universum.
Doch ist auch kein Zeichen,
ein Zeichen.
Wenn hier nichts mehr hält,
das Zeichen, das zeigt,
dass das Zelt
längst woanders
steht.
© Amy Herzog
Mit einem Menschen
einmal mehr zu teilen
als nur Oberflächlichkeiten.
Nicht nur zu zeigen,
die zahlreichen Masken.
Und am Ende
dennoch da zu stehen,
mit einem Lächeln.
Wo sind sie,
die gnadenlosen
Ehrlichkeiten?
Ich bin es leid,
diese Menschen,
mit all diesen Lügen.
Wie sie jeden betrügen,
den sie angeblich lieben.
Nur um sie nicht zu verletzen,
diese ebenso Verlogenen
Gefühle.
Nur einmal einen Menschen
finden,
der nicht nervt,
mit all diesem dummen blinden,
diesen ach so verletzten
Gefühlen.
Nur einmal teilen,
gnadenlose Ehrlichkeiten..
© Amy Herzog
In jeder langen finsteren Nacht,
bin ich schreckhaft aufgewacht.
Spürte ich noch was ich war,
doch zugleich auch was geschah.
Jede Nacht starb ein Stück Seele,
zurück blieb nur die leere Hülle.
Schon lange nicht mehr das was war,
bin nicht mehr warm, nur Kälte starr.
Mein warmes Blut, es ist gefroren,
nur deines spüre ich noch glühen.
Niemand sieht, niemand versteht,
was auf der Welt noch vor sich geht.
Doch sind die Menschen mir willkommen,
sofern ihr Blut noch nicht geronnen.
Blind wie sie sind zieh ich sie an,
zieh sie direkt in meinen Bann.
Spiele etwas und lass sie liegen,
wenn ich bekam, was mein Begehren.
Der toten Seele ist egal,
was der Mensch hat für ne Qual.
Ich will nur an ihr glühends Leben,
allein nur das ist mein Begehren.
© Amy Herzog
Deine Worte,
deine machtvollen Worte
brannten sich mit heißem –
Eisen in meine Seele.
Als stammten sie von mir,
du hast sie geraubt –
mich bestohlen!
Sie mir einfach genommen,
oder hast du begonnen?
Muss ich mich besinnen?
habe ich dir einfach
die deinen genommen?
© Amy Herzog
Niste mich ein,
wie kleine Bakterien
in deinen Gedanken,
fühle ich mich wohl.
Doch weißt du nicht
was los mit dir ist
beginnst zu schwanken
an dir zu zweifeln
und musst dich
ergeben.
© Amy Herzog
Ihr Wille ist sein
So gehört sie nur ihm
Mit Haut und Haaren
Schmiegt sie sich an
Fest in seinen Armen
Er verziert ihren Rücken
In leidenschaftlicher Lust
Mit seinen Narben
Auf ewig wird sie ihn
So mit sich tragen
© Amy Herzog
Verwirrt spüren
alles
zu vieles
so ungeschützt
entkleidet bin ich
verwundet
nackt
Voran schreitend
bleiben
was ich bin
der Spiegel
kotzt
und schickt
zurück
© Amy Herzog
Leise Pfoten schwarzer Katzen
Schleichen leis auf hölzern Boden
Unbemerkt bis in das Herz
Und glätten dort die Wogen
© Amy Herzog
Im Dunkel meine Augen
sie bleiben verschlossen
lasse letzte traurige Klänge
durch den Korridor hallen.
Es rauscht und pfeift
noch ganz leise der Wind
durch kleine Spalten am Fenster
und wird stärker geschwind.
Neige langsam den Kopf
und blicke gebannt
während der letzte Klang
des Klaviers verstummt.
Versuche zu sehen
das tönende Geschehen
nur ein letztes Mal noch
aus dem Fenster zu blicken.
Es stürmt und blitzt
der kalte Regen rinnt
die Wolken sinken tiefer
in Trauer die Welt versinkt.
Mit aller Naturgewalt
drängt das Wasser herein
stürmt der Monsun überflutend die Welt
findet er Wege bergauf und talein.
Kein Weg bleibt bestehen
kein Fluss der sich hält
ein einziges Meer
wurde aus dieser Welt.
Die Ernte verdorben
die Welt bald gestorben
überflutet von Wasser
die Tränen vergossen.
Meine Stimme verstummt
die Musik bleibt still
das Klavier in meinem Herzen
bleibt für immer ertränkt.
Die freudenstrahlende Erde
werde nie wieder strahlen
bei solch Wassermassen
ist die Sonne vergangen.
© Amy Herzog
Werd ich sein dir je genug
Sind Gedanken nur Betrug
Sollte ich sein einfach klug
Nein das ist dir nicht genug
Dennoch lausche ich dir zu
In der Nacht in aller Ruh
Bleibe still und bleib geheim
Schreibe ich einfach im Reim
Sehend wie das Licht erlischt
Die Welt so langsam schlafen geht
Gedanken haben mich erwischt
Der Wind hat sie nicht fortgeweht
Kreisen sie sich sanft um dich
Ein Lächeln zeichnet sich glücklich
Dein ruhiges schwingen spüre ich
Bist du allzu einzigartig
© Amy Herzog
Deine Seele so nah
Schimmert sie klar
Umgeben von Farben
Überdecken sie Narben
Spüre ich deine Ruhe
Deine leise Musik
Die den inneren Schmerz
Für alle verdeckt
Doch ich sehe dich
Bei dir bin ich nah
Spürst du es doch
Es ist so glasklar
Lasse es nur zu
Nichts werde ich tun
Habe keine Angst
Nah bin dir längst
Behandle dich gut
Nur habe den Mut
Sei du auch bei mir
Und niemals verlier
© Amy Herzog
Wenn ich denke
diese Sehnsucht
ich halte sie nicht mehr aus
dann kommt morgen
der neue Tag
an dem ich denken kann
ich halte es nicht mehr aus
Innerlich bitte ich
so sehr
kann kaum atmen
ich halte es nicht mehr aus
ich will nicht mehr
nicht mehr denken
am neuen Tag
ich halte es nicht mehr aus
Ich bin nicht geschaffen
für andere Menschen
sollte allein bleiben
ohne Gefühle
fühle zu viel
viel zu wässrig
halte sie nicht mehr aus
diese Gefühle
© Amy Herzog
Unverbesserlich
liebe ich – nicht
nein ich liebe nicht
nein ich rede nicht
Tränenreichlich
weine ich – nicht
nein ich weine nicht
nein verletzt bin ich nicht
Ständig neu
liebt mein Herz – nicht
nein es liebt nicht
nicht ständig – nein
Kleinigkeiten
die das Herz
durchlaufen
Werfen zurück
Unverbesserlich
Tränenreichlich
Liebe ich
nicht.
Nein.
Nie.
Nein.
Ehrlich..
Aber ich sage nichts.
© Amy Herzog
Fürchte dich nicht der Nächten
Sind es doch die Sterne
Die in tiefer Dunkelheit
Hell erstrahlt mit uns lachen
Und fürchte dich nicht der Dunkelheit
Mag sie unendlich sein
Das Bild gezeichnet
Von Einsamkeit
Doch sieh in die Sterne
Ertragen sie diese
Unendliche Ferne
Ferne die wir niemals
Ertragen müssen
Nein
Sie lassen uns gar sehen
Wie nah wir uns sind
Lassen uns spüren
Die Nähe zu uns
So schau in die Dunkelheit
Ein Blick in die Ferne
Fürchte dich nicht
Ein Blick in die Sterne
Und wir sind uns nahe
© Amy Herzog
Im Ende sind die Blumen grau,
zerbricht in der Kälte,
gefroren im Tau.
Stumme Tränen weinen
zu Diamant versteint.
Die Tränen währen ewig matt,
kein Lichte sie erhellt.
© Amy Herzog
Im Anfang blüh’n die Blumen bunt
zu Wind und Wetter,
in jeder Stund.
Ein Lachen weit,
ein Strahlen hell,
nichts ahnend, dass’s bald
schreien will.
© Amy Herzog
Er packte sie,
küsste sie,
warf sie aufs Bett.
Er nahm sich,
was er wollte,
steigerte seine Lust,
riss ihr die Kleider
vom Leibe komplett.
Kontrolle über sie,
nur das wollte er.
Mit zärtlichem Biss,
steigerte sich ihre Lust,
ihre Schmerzen zu sehen
nur das Er genoss.
Sie vertraue ihm blind
mit verbundenen Augen,
ertrug jede Strafe,
die er für sie hatte.
Für ihn würde sie
heut zur Königin werden,
bis hoch in den Himmel
für ihn sogar fliegen.
Sie stöhnte und schrie,
er züchtigte weiter,
durch ihr lustvolles Geschrei,
fühlte er sich geehrter.
So packte er sie,
wieder und wieder,
nahm keine Rücksicht,
wurde nur fester.
So gab sie sich ihm
und wurde zu seiner,
erfüllt von der Lust
gab sie sich ihm hin.
© Amy Herzog
Wie im Frühling Blumen blühen
Wie die Bauern Samen sähen
Beginnt die Liebe leis zu wachsen
Schleicht hinein wie Katzen Tatzen
Wie der Sommer sich erhitzt
Bei der glühend Sonne schwitzt
Wird die Liebe heiß wie Feuer
Gefühle werden täglich stärker
Wie im Herbst die Blätter fallen
Und die Vögel langsam ziehen
Wird der Himmel langsam grauer
Wächst in Liebenden die Mauer
Wie der Winter wird zu Schnee
Wie gefrorenes wird zum See
Wenn die kalte Liebe stirbt
Spürt das Herz, dass es noch lebt
© Amy Herzog
Kraftlos sitze ich nur da
Und ertrage die Schmerzen
In tief gehegter Hoffnung
Dass sie nie verblassen
Wie könnte ich Leben
Ohne den süßen Schmerz
Was hätte es dann noch
Mein blutkrankes Herz
Reiße die Wunden
Tag für Tag auf
Denke an alles
Im großen Hauf
Verdammt zu wandeln
Auf dem schmalen Grat
Zwischen Leben und Tod
Ohne jede Tat
© Amy Herzog
Dein zartes Antlitz seh ich hier
Versteinert deines Blickes
Ängstlich stehst du hier vor mir
Verteidigst du des Endes
Öffne mich dir innerlich
So sehe ich dich rot
Geleite ich dich so glücklich
Zum blutend roten Mond
© Amy Herzog
Mir ist, dass du zu kommen scheinst
Voller Demut senk ich nieder
Höre ich dich näher kommen
Dezidiert im Raum erscheinst
Ziehst mich hoch an dich heran
Tiefe Blicke treffen sich
Sagst du nur mit leiser stimme
Mir gehörst du nun fortan
Schenke dir mein tiefes Vertrauen
Legst mich fest in deine Ketten
Folge gehorsam deinem Willen
Das Wir können uns erfreuen
Seist du nur in meinem Leben
Könnt ich dir auf ewig dienen
Begegnen wir uns aufrichtig
Und werden wir uns tiefer lieben
© Amy Herzog
Im Arm liegen
und an nichts denken
ohne Worte zu verschwenden
nur die Nähe fühlen
Kann ich nur träumen
und will ich nicht leugnen
allein will ich verbleiben
über lange Zeiten
Nur kurz fühlen
einmal die Nähe spüren
dann weiter ziehen
und neue Wege finden
© Amy Herzog
Sanft schwebende Schatten
Dunkel schwerelos wachen
Schimmernder Rauch in zart
Sich dieses Gefühl bewahrt
Herabstoßend schlagende Blitze
Hinterlassen schmerzende Hitze
Schmerzen die kaum zu ertragen
Nichts kann dagegen helfen
Doch sind es die Schmerzen
Die an ein Leben erinnern
Es gar am Leben erhalten
So soll der Schmerz bleiben
Das Gefühl aber will bleiben
Durchzogen im dunklen Schatten
Es darunter muss fühlen
Das es könnte bald sterben
© Amy Herzog
Ich komme nicht mehr umhin
Mich den Gedanken zu entziehen
Denke immer wieder an dich
Und auf meinem Gesicht
Zeichnet sich ein Lächeln
Mir scheint es unerklärlich
Die Anziehung, die du versprühst
Ich frage mich, was wäre wenn
Du wüsstest wie sehr
Du meine Gedanken verführst
In stiller Sehnsucht
Verbleibe ich hier
Denkend an dich
Und an ein Wir
© Amy Herzog
Blicke ich in den Spiegel,
sehe ich ein Monster.
Es bereitet mir keine Ängste,
denn ich sehe es gern.
Das Leid was ich schaffe
und still beobachte
ist meine Kunst.
Am erwachten Wesen
haften alte Erinnerungen.
So scheint es immer weiter fern,
zu sein wie kein Monster.
Doch werden sie blasser,
verschwinden und das Monster,
wird immer besser.
© Amy Herzog
Verweilen die Zeiten
ihre Spuren im Sande
beinah versäumend
wie Winde und Meer
an ihnen vorbeirannte.
Ziehen sie die Mächte
und greifen nach Sternen
ehe sie schneller
die kleinen Zeiten
immer weiter vergehen.
Der Griff in die Sterne
lässt Träume entfachen
wie so sanft sich berühren
die zart umschlungenen
Lippen im Küssen.
Rhythmisch im Takt
der schnellen Sekunden
die letzten Momente
verbundener Liebe
wärmender nutzen.
Und teilen die Sucht
eins pulsierend gefangen
in leidenschaftlicher Lust
der bitteren Sehnsucht
nun küssend die Zeiten.
Für diese Zeiten
so klein sie auch sind
bleibet sie stehen
inexistent
und küssen geschwind.
© Amy Herzog
Ich hasse kein Wort,
kein Wort macht mir Angst,
nur jene, die sie benutzen,
bereiten mir Sorgen.
© Amy Herzog
Wen zu treffen
der versteht,
beim kleinsten Makel
nicht gleich geht.
Nähe verachtet
und Nähe liebt,
wohlige Wärme
in Freiheit gibt.
Gute Gespräche
vergessen die Emotionen,
gelassene Gemüter
vermeiden Illusionen.
Schreiben im Dunkeln
so ganz allein,
so schätze ich es
nur nicht immer zu sein.
© Amy Herzog
In der Nacht fühlen wir uns wohl,
dem Tage sagen wir lebewohl,
vertreiben all die schönen Nächte,
bis zuletzt die ganzen Ängste.
In Freiheit wandeln wir umher,
viel zu gern wüsst‘ ich woher,
durchkreuzen Orte nah und fern,
und suchen nach uns’ren Opfern.
Genießen Ruhe ohne Wut,
in Ruhe trinken wir das Blut,
in nächtlich schöner Harmonie,
Vampyre nein, die schlafen nie.
© Amy Herzog
Kalt bin ich,
bedeckt mit Schnee
und Eis.
Hörte es nicht auf,
der Schnee
fiel immer mehr.
Stieg auf
und ich,
ich bin weiß.
Versteinerte Blicke
blieben zurück
und ich frage:
Bei all dem Eis
schlägt es noch,
mein Herz?
Nein,
es ist kalt
und so vergehen die Tage.
Kalt, kalt, kalt…
© Amy Herzog
Des weg des Lichts
wo Schatten schläft
so schau
und suche Farben.
Lausche still
es knirscht, es klirrt
die Haut
zerbricht für Narben.
Sieh her, sieh tief
so Mühe dich
die Augen sehen
Liebe.
Reiche dir
die Kerze an
auf dass verblasst
die Lüge.
© Amy Herzog
Wo sind sie,
die Sterne?
Wann funkeln sie
dort oben in der Ferne?
Das Laut vertreibt
das Licht verschlingt,
zwischen grauen Mauern
eingezwängt.
Lass sie fallen,
reiche Luft.
Beschleicht das Land,
des ländlich Duft.
In nächster Nacht
da strahlen sie,
die Sterne hoch
so hell wie nie.
© Amy Herzog
Lautes rauschen tönt das Meer,
fühlt es sich doch noch so leer,
prachtvoll winkend Wellen schlagen,
niemand würd die Nähe wagen.
Wirkt es doch so faszinierend,
im Rhythmus starr hypnotisierend,
lädt es gleich zum Baden ein,
erweckt den Schein sicher zu sein.
Die Leere, die das Meer wach hält,
zum Ruhen jede Seele zählt,
mit Leid und Liebe frisst es Seelen,
die Seelen, die das Leid hinzehren.
Der Körper wird vom Meer erdrückt,
je fester, desto mehr entzückt,
streicheln kalte Messerstiche,
unter Wasser letzte Blicke.
Langsam wird die Seele still,
hat sie endlich was sie will,
den Wellen setzt sich nicht zur Wehr,
im Leid gefangen nun nicht mehr.
© Amy Herzog
War ich doch einst
nur eine von vielen
klein in der Einzigartigkeit,
die allen anderen gleicht.
Im Lichte aufrecht und perfekt
stand und stehe ich noch heute
inmitten dieser gesichtslosen Meute
von einfallslosen Masken.
Nur hast du mich fallen gelassen,
betäubt zum Monster gewandelt
und mein Inneres zerrissen
im Schlamm liegen gelassen.
So muss ich dich hassen
das kann ich nicht.
Gezwungen in Liebe
will ich dich nicht.
Glücklich will ich dich sehen
nur einmal spüren und wissen,
tu es, mach es gleich
und beschreite dein Begehren.
Beende dein prachtvolles Werk
und schicke mich fort,
gewähre mir nach dem Sex
noch die letzte Zigarette.
Dann ist es so weit
ich bin längst bereit
auf ewig verloren
im Himmel der Nacht.
© Amy Herzog
Lasse sie vor dir niederknien
erwartend der Strafe
bettelnd
um Gnade flehen
Mit einem Tuch
verbinde ihre Augen
gehört sie nur dir
nur dir kann sie vertrauen
Halte sie fest
immer fester ihre Arme
küsse und beiße
und gib ihr den Rest
Umschlinge sie sanft
mit deinen Fesseln
lasse sie im Glauben
sie überall zu verhauen
Küsse, verführe und nehme dir
wehrlos ist sie
nehme dir alles,
was du willst von ihr
Nimmt sie deine Strafen
nach deinem Wille
ficke sie einfach,
bis sie kann nicht mehr laufen
Jetzt gehört sie nur dir
dann befiehlst du ihr
ihre Höhe zu spüren
zu deinem Vergnügen
© Amy Herzog
Seelenruhig die Nacht genießen,
im ruhigen Ton die Worte fließen,
keine Zeit um Tränen zu vergießen,
gedanklich Glück und Blumen sprießen.
Liegend hier mit einem Blatt,
mein Bleistift hat es niemals satt,
schreibt er über’s Papier so glatt,
im Grauton kurvig-glänzend matt.
Schwung um Schwung die Worte formen,
in Freiheit schreiben die Gedanken,
vom düstern Tod bis Blumenranken,
mit allen Farben stilvoll Tanzen.
Bis das Licht die Nacht vertreibt,
sich jedes Wort ganz frei ergibt,
in freier Nacht ist alles erlaubt,
mein Bleistift alles fein mit schreibt.
© Amy Herzog
Nur ganz kurz kostete ich
des Teufels Feuer
und brach mir das Genick.
War’s mir geheuer,
nein, ich Liebe Euch
und Euer Blut.
Ich war nur bleich
und was bin ich schon,
Ihr seid Leben
und sogleich
rann Euer Blut’s Geheimnis
in meines, in mein Streben
nach Euer Leben.
So lasst mich kosten,
mein Herr,
demütig knie ich vor Euch
und Euer Leben.
Schenkt mir Euer Blut,
es soll fließen,
lasst mich nicht sterben.
© Amy Herzog
Ein letztes spüren kalten Windes,
rhythmisch in des hohen Grases,
fegend durch mein langes Haar,
worunter einst noch Leben war.
Blickend in die weite Ferne,
sehend außer dunkler Leere,
des Nebels Undurchdringlichkeit,
der mir zeigt es ist jetzt Zeit.
An den Rand des Abgrunds schreiten,
die Augen weit geöffnet halten,
dort unten spielt das laute Spiel,
das Wellenspiel das letzte Ziel.
Mit einem Lächeln im Gesicht,
spüren wie das Herz zerbricht,
nur einen Schritt zum letzten Mal,
beendet dieser dann die Qual.
Im Fluge durch den weichen Nebel,
breiten sich die meinen Flügel,
machen sich bereit zu tauchen,
in kalten Wellen zu ertrinken.
Dunkel, kalt und ohne Luft,
Lichter sehend, niemand ruft,
schlafe ich nun langsam ein,
im Wellenspiel so ganz allein.
© Amy Herzog
Sanft streichelnde Schatten
Spiegeln sich an der Wand
Wandern hoch und hinab
Scheinen beinah eingebrannt
So stark sie auch sind
So sind sie auch fern
Bleiben einsam geheim
Hinterlassen keinen Lärm
Diese Schatten sind alles
Von Wahrheit zur Illusion
Was sie auch tun die armen
Teufel erhalten keinen Lohn
Erhaben von unendlicher Macht
Tanzen sie Machtvoll so weit
Spielen Schein für Unwissende
Tanzen geheim voll Einsamkeit
Doch ist ihr Sein so begrenzt
Mag ihr tun noch unendlich sein
An Wänden können sie handeln
Alles andere bleibt für immer Schein
© Amy Herzog
Diese dunkle Nacht dauert ewig an,
sie geht bis zum Hier und jetzt
dauert an, ungewiss bis irgendwann,
bis dass das alles Herz zerfetzt.
In Sanftheit Wesen schwebend schweifen,
dass die Katzen lauernd starren,
ohne Tages Wesen niemals schlafen,
des Katzes starrer Blick ausharrend.
Wesen der Nacht regieren den Tag,
ihren Tag beherrscht von der Nacht,
all die Menschen gleich im Sarg,
und die Nacht im schmerze ewig lacht.
Vergeht die Nacht doch irgendwann,
können Menschen sich wieder erheben,
Wesen vertreiben machtvoll die Sonn,´
bis die Menschen sich wiederbeleben.
© Amy Herzog