Sehnsucht

Und wie ich liebe, …

Und wie ich liebe, nicht –
was nie war, doch begehre,
das Licht, das um mich strahlt,
doch nie gewesen, nie geschah.

Und wie ich liebe, nicht –
so laut geschrieen, ungesagt,
die Herzen bis zum Himmel ragt,
doch nie gesehen, ohne Licht.

Und wie ich liebe, nicht –
die flüsternde Leidenschaft,
in Lücken tief im Herzen klafft,
ungesehen, ungesagt, dahingerafft.

Und wie ich liebe, nicht –
ein Fall in Arm, Warm und Sucht,
nur eine Flucht in Phantasie,
doch passiert die Liebe nie.

Und wie ich liebe, nicht –
vom frei sein zu leben, schweben,
schwere Sehnsuchtslasten heben,
ohne Beben, heimlich, stumm.

Und wie ich liebe, nicht –
drum Worte auch verenden,
wird die Liebe sich nicht wenden,
nur schweigend im Kusse enden.

Und wie ich liebe, nicht –
das Wort, im warm, im Kuss,
ungewollt und nie geschah,
wo das Herz verlassen muss.

Und wie ich liebe, nicht –
man merkt, es will nicht enden,
hoffen auf Hoffnung, Zukunft, Licht,
bis zum Schluss dem Himmel senden.

(c) Amy Herzog

Sinnverhext…

Gespeist die Sinne in der Tiefe,
als wenn ich lautstark danach riefe,
doch bleiben Worte mir nicht frei,
weil’s noch verhext im Innern sei.

Vertraut wohl noch im Angesicht,
im Sinnenrausch der Liebe spricht,
verzaubert bloß in weiter Fern,
der fremde glühendheiße Stern.

Ergeb‘ ich mich in dieser Pracht,
gar wundervoll verheißte Nacht,
der Duft des Donners hält zu fest,
und sinnverhext nicht gehen lässt.

© Amy Herzog

Die Zeit der Wolken…

Die Zeit verfliegt mit all den Wolken,
und fern mir du mit ihnen schwebst,
ich blicke Tag für Tag zum Himmel,
und frag‘ mich, wo du dort noch lebst.

Die Zeit fliegt schneller durch die Nacht,
und ich frag mich, wann kommst du an?
Und wann wird meine Wolke schweben,
die trägt mein Herz zu deinem heran?

Die Zeit kann hier nicht alles sehen,
mein Herz von Sehnsucht gar zerfressen,
und sag, kannst du durch Wolken sehen?
Kannst du noch meinen Schmerz ermessen?

© Amy Herzog

Allein…

Allein bin ich hier und allein will ich sein,
allein unter Wolken und Bäumen so klein,
Geborgenheit suchend im Schatten daheim,
und leichter noch schwebend im Winde allein.

Allein will ich sein und allein bleib ich hier,
die Einsamkeit haltend an leiser Begier,
doch schreibe ich all das nur auf ein Papier,
denn ich bleibe allein und ganz ohne ein wir.

Allein bleib ich hier und allein halt ich fest,
suche ich darin doch mein wärmendes Nest,
und wenn mich die Wolke dort oben nur lässt,
dann weine ich still und allein mit dem Rest.

Der Rest soll es sein und die Seele zerbricht,
verendet im Schatten der Bäume mein Licht,
zum Ende da denke ich nochmal an dich,
allein bleib ich hier, bis die Einsamkeit sticht.

 

© Amy Herzog

Im Herzen…


Im Herzen lebt die Ewigkeit,

weil mein Gefühl dort alles speist,

ein klopfen spielt uns Melodien,

die mit uns in die Traumwelt reist.

 

Im Herzen bleibst du mir erhalten,

weil Zeit im Traum gefangen ist,

ein Kuss begleitet durch die Nächte,

wo keine Sehnsucht nur vermisst.

 

Im Herzen blüht Unsterblichkeit,

weil niemand dich dort leben sieht,

die Masken, sie beschützen ewig,

und all die Liebe, die dort siegt.



© Amy Herzog

Nur im Traum…

 

Mein Herz, das nach der Liebe schreit,

nach Wärme, die es einst gespürt,

unsagbar laut und kreischt ins Nichts,

es ward nur hinters Licht geführt.

 

Mein Herz, es irrt durch diese Nacht,

verzweifelt sucht es nach dem Sinn,

und atme ich die Sehnsucht tief,

der Fall geht tiefer, doch sag‘, wohin?

 

So irrt mein Herz durchs Labyrinth,

aus Fragen, die noch leis‘ gestellt,

und gleite doch im Traum der Nacht,

in deinen Arm, der nur dort hält.



© Amy Herzog

Stumme Herzen…

Im Nebel durch die schwarze Nacht,
ein Herz dort immer leiser schlägt,
der Wind, der gestern noch bewacht,
das Liebeslied nicht länger trägt.

Die Zukunft, die darin verstummt,
im kalten Regen fällt der Sinn,
wo auch der And’re Ton nicht summt,
das eine Herz weiß nicht wohin.

Ein Herz, das ohne Winde singt,
im Nebel durch ewigliches Leid,
das And’re Herz woanders klingt,
verstummt bis in die Ewigkeit.

 

© Amy Herzog

Wandel der Zeit…

Bleiben mir nur noch die Spuren im Sand,
sie schreiben in Worten was wirklich war,
die Wärme, die Sonne, die Liebe zu spüren,
wie schlagende Herzen sich waren so nah.

Doch treibt dann doch der wehende Wind,
wie er voller Kraft alle Spuren verwischt,
und wie aus dem Herzen, so kalt es verbleibt,
nun auch die Erinnerung an Hoffnung erlischt.

Und bleiben am Ende die Muscheln im Schrank,
sie verstauben samt Wärme im Wandel der Zeit,
die Herzen, die schlugen und liebten so nahe,
sie rasten in Sehnsucht, der Weg scheint zu weit.

 

© Amy Herzog

Sehnsuchtsgefahr…



Wenn ein Herz nur wünscht und träumt,

das was der Schrei der Sehnsucht will,

dann läuft es schlussendlich Gefahr,

und bleibt zum Ende ruhig und still.

 

Wenn Sehnsucht dann am Herzen nagt,

dann schlägt und pocht es viel zu laut,

doch die Hoffnungslosigkeit zerfrisst,

das Herz wird samt der Sehnsucht taub.

 

Und wenn ein Herz betäubt verbleibt,

im Dunkeln ohne Zweck und Sinn,

dann hat es einst wahrhaft geliebt,

doch weiß von nun an nicht wohin.



© Amy Herzog

Sehnsuchtsherzen…

Die Vorsicht, die im Nacken sitzt,
der Irrsinn doch noch treibt,
die Aussichtslosigkeit, die drückt,
und Angst an allem reibt.

So lächerlich der Leichtsinn klingt,
ein Traum, der nicht verstirbt,
Erfahrung viel zu lieblich singt,
und doch den Rest verdirbt.

Unmöglich – flüstert die Vernunft,
wo Schmerz schon laut zitiert,
und Einsicht irgendwann erscheint,
wenn Einsamkeit quittiert.

Und sei mal auf das Herz gehört,
man könnt’s auch gehen lassen,
nur wo es dann alleine weint,
dort schreibt es dann: vermissen.

Die Angst doch über allem sitzt,
wo Tränen nicht versiegen,
doch Träume darin untergeh’n,
wo Sehnsuchtsherzen liegen.

 

© Amy Herzog

Geträumte Nähe…

Wartend einsam Nächte ziehen,
dass die Brut im Hirn versinkt,
lächelnd träumen, siegreich fliegen,
bis die Lust am Wein gewinnt.

Geister fliegend schweben lassen,
bis die Körper sich umklammern,
geistlos trunkenvoll gelassen,
hören letztlich auf zu jammern.

 

© Amy Herzog

Zeiten zählen…

 

Verweht ist all der weiße Schnee,

der meine Sehnsucht lange quält,

ein Herz darunter eingeschlossen,

doch fortan frei die Stunden zählt.

 

Der Tag erstrahlt im satten Grün,

in dem Minuten schnell vergeh’n,

die Schönheit steht vor meiner Tür,

bald kann ich sie von weitem seh’n.

 

Der Sand am Abend in der Uhr,

Sekunden träufelnd schnell verbraucht,

mein Herzblut fließt in deinen Arm,

das Leben sei ihm eingehaucht.

 

Nur eine Kerze brennt noch hell,

die Ewigkeit hält daran fest,

sodann kann ich nicht länger zähl’n,

weil du die Zeiten stehen lässt.

 

© Amy Herzog

Vermissen der Sonne…


Wie sehr mir doch die Sonne fehlt,

Das Herz sich nach der Wärme sehnt,

Nur liegt auf mir der schwarze Schnee,

Das Herz an die Erinnerung gelehnt.

 

Das Herz schlug in dem warmen Takt,

Die Sonne stimmt einst klangvoll ein,

Doch ohne Wärme sieht der Schnee,

Das Herz verstummt und bleibt allein.

 

Wie sehr mir doch die Sonne fehlt,

Die Wärme, die den Schnee besiegt,

Erinnern schweigt durch Gegenwart,

Mein Herz zu fern der Sonne liegt..

 



© Amy Herzog

Flügelschläge…

Sehnsucht schreit und platzt,
der Flügelschläge Töne laut,
wo Lust noch zitternd kratzt,
und Feuer diese Herzen baut.

Wie schwerelos benommen,
in Leidenschaft und wilder Gier,
ein sanft und leises kommen,
am dunkel-fernen Orte hier.

Da führt die leise Stimme,
durch den geheimen Pfad,
wodurch ich mit ihr Summe,
doch ihr am Ende erlag.

Die Flügelschläge schlafen,
durch träumend Bilder wild,
erinnernd schwelgend trafen,
und wurden danach mild.

 

© Amy Herzog

Schwarzes Herz

Kämpfend im Fluss
bin ich im Herzen schwarz
Sehnsucht nach Leben
Schmerz und Haut und Kuss

Ertrinke ich im Fluss
wie staubiges Land

– und suche ich dich…

Denn ich bin ewig
zur Liebe verdammt

© Amy Herzog

Gefühlter Wahnsinn…

Aus meiner Feder fließt kein Wort,
der Wahnsinn nur noch tropft,
und ich bin nur ein Schatten dort,
wo ein Gefühl anklopft.

Und ein Gefühl dazu verdammt,
im Schatten nur zu schweigen,
kein Wort aus dieser Feder stammt,
der Wahnsinn muss es zeigen.

Der Wahnsinn suchet etwas Mut,
und klopft sich an dich ran,
er zeigt dir welch Gefühl er trägt,
und hofft, es kommt auch an.

 

© Amy Herzog

Ich sehne mich, dir nah zu sein,
nach deiner Wärme, deinem Licht,
im Nacken nur ein leises Wort,
das niemals diese Liebe bricht.

Spüre ich dein Flüstern nah,
die deine Seele in mich schreit,
die Sehnsucht, sucht sie nicht nur mich,
auch dir ist sie nicht weit..

 

© Amy Herzog

Mittag..

Der Mittag scheint mir wie die Nacht,
dort wo mein Herz noch leise lacht,
ein Traum, die Hoffnung überwacht,
dass Schmerz und Leid hat keine Macht.

Doch grell der Himmel wie ich seh,
und das was fehlt tut hier zu weh,
wär’n Tränen nicht so kalt wie Schnee,
dann würden sie zu Meer und See.

Die Seele hier noch zitternd fleht,
dass Hoffnung nicht zu weit weg geht,
doch Rauch und Asche um mich steht,
das Gold’ne Herz vom Wind verweht.

Und Stunden sich in Schwärze färben,
wo Angst und Sehnsucht um mich werben,
lieg‘ liebend, starr und leer auf Scherben,
wartend im letzten Seelensterben.

 

© Amy Herzog

Nur ein leerer Schrei…

Und könnt ich die Sekunden füllen,
mich in deine Wärme hüllen,
in deinen Worten immerzu,
dort wo ich finde Seelenruh‘.

Und würden meine Tage hell,
als sei’s das Wort, das ich nur will,
unterm Baum im Schatten liegen,
mich in deinen Armen schmiegen.

Und würden Jahre bald vergeh’n,
die Sonne mehrfach untergeh’n
so schau ich doch und sitz mit dir,
in Wirklichkeit, im jetzt und hier.

Und ist mein Herz ein voller Krug,
voll Liebe jeder Atemzug,
dann trinke und seie besoffen,
ich passe auf, wenn dein Herz offen.

Und wär die Wärme viel zu heiß,
dein Kuss beschenket mich mit Eis,
und wär’s das letzte meines Seins,
egal, denn ich wär dennoch deins.

Und könnt ich ewig Zeilen bauen,
weil sie nur nach Sehnsucht schauen,
die in meinem Herzen thront,
dort wo noch leise Hoffnung wohnt.

Und winde mich in Phantasie,
dein Wort, so selten, niemals nie,
die Stunden zieh’n an mir vorbei,
Sekunden, nur ein leerer Schrei..

 

 

© Amy Herzog

Kern…

Wo der Sturm ins Brachland wächst,
und die Zeilen der Zeiten vergisst,
was im Staube so bitterkalt zerfällt,
am Ende der Spur doch vermisst.

Die Sehnsucht nach Sonne und Sand,
findet’s in Phantasie und verrückt,
ob der Zündstoff für’s Feuer reicht,
entscheidet am Rande das Glück.

Ein Klopfen so laut doch zu leis‘,
hämmert aus den Tiefen der Kern,
aus kalter Schale entstanden,
bist du ihm doch nur noch zu fern.

So reiße im Grund deine Spur,
und schicke das Meer auf die Reise,
nimm Salz aus verschlossener Truhe,
und lausche dem Sande ganz leise.

 

© Amy Herzog

Wärme ohne Schmerz..?

Die Wärme brachte das Gefühl,
der Wind wehte die Liebe mit,
dein Wort am Ende setzte dann,
dem Herzen einen tiefen Schnitt.

Die Kälte fror das Herzchen ein,
es setzte ein der kalte Schmerz,
und als ich dann zu wein‘ begann,
spürte ich gebrochen mein Herz.

Der Schnee rieselte sanft hinab,
und legte sich so schützend auf,
unter der Decke fühle ich nicht,
nehme den Schnitt leblos in kauf.

Das tote Herz, es spürt dich noch,
denn du hängst weiter tief darin,
doch fühlt es diese Schmerzen nicht,
als schenkte Schnee mir einen Sinn.

Schwelgend in der Erinnerung,
sehnt sich nun mein kaltes Herz,
nach deiner Wärme, die es taut,
doch gibt es diese ohne Schmerz?

 

© Amy Herzog

Für ein wenig Mut…

Wir nennen es das Paradies,
die Träumer, die das Glück verließ,
ich hörte, für ein bisschen Mut,
wird dort drüben alles gut.

An Tränen können wir nicht denken,
sollen die Sterne einfach lenken,
und die Ewigkeit uns buchen,
während wir das Glück versuchen.

Wir werden unser Eis zerbrechen,
wenn wir raus auf Meere stechen,
Wolken sehen und sie lieben,
Strand und Pech nach hinten schieben.

Einfach gehen, dabei schweigen,
für uns fiedeln leise Geigen,
der neue Tag am neuen Ort,
finden wir uns wieder dort.

Das Leben hier im Rauch und Wein,
wir sehen nichts, doch nicht allein,
danach der Morgen – alles gut,
und all das für ein wenig Mut.

 

© Amy Herzog

Verlockung…

Wo Fluss um jeden Tropfen ringt,
die Sehnsucht schreit nach mehr,
das Gift, das durch die Adern fließt,
verbrennt in deinem Meer.

Verlockend rot wie Unheil singt,
hat’s mich hinein geführt,
die Finsternis, mein Herz bleibt steh’n,
das Feuer hat’s verführt.

Und als ich diesen Mund geküsst,
verschlungen von der Welt,
volltrunken vom Betrug im Schein,
die Seele tiefer fällt.

Der Hagel schlägt auf mich hinab,
verwundet mein Gemüt,
die Seele trank von Gift und Rauch,
wo Liebe nicht erblüht.

 

© Amy Herzog

Lange Nacht…


Die Nacht, sie dauerte viel zu lang,

doch fündig wurde ich hier nicht,

fand weder dich noch mich im Zimmer,

kein einzig hell erleuchtetes Licht.

 

Gedanken, Wünsche und auch Träume,

verstarben mir in dieser Nacht,

sie war wohl lang, doch noch zu kurz,

die Sonne nun über mich lacht.

 

Ich hoffe auf die nächste Nacht,

sie soll mir den Weg weisen,

soll mich in deine Arme führen,

wo wir gemeinsam reisen.



© Amy Herzog

Wunschdenken…


Die größten Wünsche in den Sternen,

Können keine Berge versetzen,

Und wenn sie in der Sehnsucht baden,

Können sie sich schwer verletzen.

 

Sie können die Gedanken teilen,

Und manchmal kommen sie auch an,

Sie können kurz darin verweilen,

Erinnern sich dann doch daran:

 

Nichtmal größte Wunschgedanken,

Kann den Wind gezielter lenken,

All die Steine im Wasser versenken,

Denn es bleibt nur ein Wunschdenken…

 





© Amy Herzog

Vermissen…

Sie lag so sanft in meinem Ohr,
und drang tief in die Seele ein,
bestückt mit Liebe und noch mehr,
fühlte ich mich nicht mehr allein.

Sie nahm mein Herz in ihre Macht,
und sprang als Lächeln stets heraus,
die Menschen fragten sich nur: Hä?
Doch bautest du das warme Haus.

Sie war ein mal die ganze Hoffnung,
ließ mich aber im Schweigen zurück,
behalten hab ich die Verzweiflung,
und auch das Herz zerbrach ein Stück.

Sie fehlt mir nun zu jeder Zeit,
bei Sonne, Mond, an jedem Ort,
verliebte Tränen regnen hier,
und warten auf ein kleines Wort.

Ein Wort, das sich im Ohr verirrt,
und sich ganz sanft im Herzen wiegt,
die Stimme, die in mir erklingt,
und sich an meine Seele schmiegt.

 

© Amy Herzog

Traumwärme…

Dunkelheit klopft an mein Fenster,
die Äste schlagen laut im Wind,
allein liege ich im weichen Bett,
und warte bis ein Traum beginnt.

In mir weint der Wunsch nach Liebe,
weil du in meinem Herzen bist,
ich wünsche dich zuweilen fort,
denn hier wirst du zu sehr vermisst.

Manchmal flimmern kalte Lichter,
an Wänden tun sich Träume auf,
schlafe in erträumter Wärme ein,
und falle tief in deinen Rausch.

Und alle Wünsche sind nun fort,
denn ich schlafe in deinem Arm,
sei es gerade der letzte Traum,
dennoch ist es hier nun warm.

 

© Amy Herzog

Von Wahrheiten…

Ich verbleibe nicht mehr im Bett,
denke nicht weiter über dich nach,
frage mich nicht, was wäre wenn,
und liege Nachts nicht mehr wach.

Ich ersticke nicht mehr im Qualm,
meiner längst verglühten Zigarette,
lasse ihn mit Gedanken verziehen,
du bist nicht länger meine Mitte.

Wandle nicht mehr in die Kneipe,
und ertränke mein Hirn im zu viel,
die Wahrheit wird verschlossen sein,
denn mein Kopf bleibt stabil.

Welche Worte verließen den Kopf?
Ach, ich denke nicht mehr an dich,
und ich meine es so, du weißt ja,
zu dir war ich stets so ehrlich.

Nun ist es spät, und ich liege wach,
der Alkohol kam mir zugeflogen,
die Wahrheit rutscht gleich heraus,
war nämlich alles nur gelogen.

– Ich denke an dich.

 

© Amy Herzog

HerzSchreiben…

Schweigen dröhnt in meine Seele,
die Sprache, die das Herz versteht,
es kann nicht hören oder sehen,
doch dafür spüren wie du gehst.

Das Hirn hält große Wünsche klein,
raubt ihnen die Luft schon im Keime,
das Herz wird somit nie enttäuscht,
zuhöchst vielleicht im kleinen Reime.

Doch irgendwo tief in der Brust,
ich weiß nicht, steht es Still,
oder schlägt doch die Liebe laut,
sagt mir, wohin sie gehen will.

Fein zerhackt im dunklen Teil,
des Gehirnes schwarzer Tiefen,
dort leben wir irgendwo gemeinsam,
das Herz, es schreibt das in Briefen.

 

© Amy Herzog

Fließende Sehnsucht…

Und wie die Sehnsucht fließt,
aus schwarzer Tinte und Blut,
sich über mein Blatt ergießt,
aus blütenweißer Flut.

Ein Kuss aus sanften Worten,
schweigt Lust noch am Papier,
sie lächelt leise verstohlen,
und zeigt sich am Klavier.

Doch heimlich tanzt sie schon,
sie klingt und schreit nach mehr,
in schweigenden Visionen,
die Tinte fließt ins Meer.

Übertönt das Rauschen,
Musik in Worten versinkt,
nur einer kann ihr lauschen,
die Lust fast einsam klingt.

 

© Amy Herzog

Vom fehlenden Traum…


Gestern Nacht haben wir noch geredet,

Eng gekuschelt und lauthals gelacht,

Die Zeit mit dir verging nur zu schnell,

Im Traum durch die glänzende Nacht.

 

Heute schlägt die Uhr schon Mitternacht,

Der Mond zählt fleißig kleine Schafe,

Und ich? Ich warte, warte, warte,

Bis ich endlich wieder mit dir schlafe.

 

Heute Nacht ist es irgendwie anders,

In meinem Bauch tanzen Schmerz und Leid,

So ganz genau weiß ich es zwar nicht,

Aber es fühlt sich an wie Einsamkeit.

 

Mein Herz ist vorhin schon ausgezogen,

Es schlägt leise nur noch neben mir,

Sehnsucht klopft, zuckt und pulsiert,

Bis es endlich wieder schläft mit dir.

 

Hab wohl nur zu viel nachgedacht,

Wollte mich in Träume nicht legen,

Hätte ja sein können, dass du klingelst,

Stehe neben mir der Hoffnung wegen.

 

Nun warte und warte ich wie auf den Zug,

Dabei bin ich schon viel zu leer,

Doch ich warte, dass der Traum nochmal klopft,

Denn das Herz ist inzwischen sehr schwer.




© Amy Herzog

‚Was wäre wenn?‘

Ich frage nicht mehr, was wäre wenn,
Du bist schon längst nach Haus gefahren, denn,
Da warten noch tote Fliegen am Fensterbrett,
Und die Eiswürfel schmelzen in deinem Bett.

Du musst in der Sonne nicht bei mir sein,
Denn das Licht ist nicht hell und wir sind zu klein,
Wir liegen viel lieber Nachts wach im Bett,
Unter Eiswürfeln ists nämlich schon ganz nett.

Der Regen platscht in uns’re Gehirne rein,
Wir trinken Wein, doch er wäscht nichts rein,
Und im durchtrennten Bett sind wir erfroren kalt,
Denn unsere große Liebe wurd‘ gestern schon alt.

Dann stehn wir wieder auf, gehen in die Stadt,
Um Gefühle zu essen und werden doch nie satt,
Zu Hause dann, stelln wir Eimer auf, es nimmt seinen Lauf,
Fangen tote fliegen im Wasser mit Leben auf.

Einmal frage ich dich noch, was wäre wenn,
Würden tote Fliegen schon im All verbrenn,
Würden wir Eiswürfel einfach gemeinsam erhitzen,
Und nur von der Liebe betrunken im Leben sitzen.
© Amy Herzog

Denke nicht an dich…

Nie wieder schreibe ich dir ein Gedicht,
klebe Notizzettel an den Kühlschrank,
nie siehst du mein verlassenes Gesicht,
einfach alle Zettel bleiben verbrannt.

Frage mich nicht nach deinen Worten,
deine Notizen an mich suche ich nicht,
sehne mich nicht nach dir, deinen Orten,
meine Sehnsucht verbleibt im Feuerlicht.

Dunkle Nächte werden nicht mehr lang sein,
ich tanze nicht mehr im Rhythmus der Uhr,
warte nicht länger auf deinen Anruf, nein,
beende deinen in meinem Inneren Aufruhr.

Denke zu keiner Zeit mehr an dich, nein,
auch nicht, wenn ich gerade noch schreibe,
ich stehe nur neben mir, beobachte klein,
während ich sitzend dort doch um dich weine.

Doch denke ich dabei nie wieder an dich,
schreibe nur weit entfernt meiner Selbst,
tanze nur weiter, weil die Uhr nicht entwich,
während du in meinen Gedanken verfällst.

© Amy Herzog

Sehnsuchtsflucht…

Ich sehne mich nicht nach dir,
nein! Nicht nach deiner Nähe,
meine Sehnsucht singt still,
sehnsuchtsvoll, wenn ich wäre.

Verzehre mich nicht nach dir,
nach warmen Worten, nein!
Deine Worte können mir nichts,
sie sind und bleiben zu klein!

Mein Sein bleibt in Dunkelheit,
dein Wort bleibt mir fern,
sieht man etwa, dass ich lüge?
Ich kann mich erinnern..

An dein Wort, in jeder Nacht,
jedes kleine Wort in Sehnsucht,
schreit – nach mehr, nach allem,
ganz besonders nach Flucht..

Ich sehne mich nach dir,
nach deinen Worten – still,
in Dunkelheit, in Erinnerung!
Sie sind es, was ich will..

© Amy Herzog

Herz gespalten…


Kann mich nicht tragen, nicht halten,

Meine Gedanken nicht mehr verwalten,

Meine Haut malt immer tiefere Falten,

Ich bin dabei, gänzlich zu erkalten…

 

Im Innern kann die Ruhe nie walten,

Mein Herz ist geteilt in zwei Hälften,

Könnt ich’s doch einfach ausschalten,

Nur mich allein in Freiheit entfalten.

 

Doch ich kann mich nicht gestalten,

Gefühle ertragen und den Mund halten,

Die Zeit, als noch die Regeln galten,

Die werden nicht mehr eingehalten.

 

Wir könnten uns drüber unterhalten,

Würd der Mund nicht still gehalten,

Nein, das Herz hat sich gespalten,

Nur die Sehnsucht kann noch halten.



© Amy Herzog

Wirre Gedanken…

Die wirren Gedanken ranken sich,
klettern Dächer hoch, verirren,
verwirren, treffen Dunkelheit,
und versuchen sich zu entwirren.

Versuchen ein Licht zu finden,
lindern, Schmerzen, Heilung,
zu trinken, aus Regen schöpfen,
zu baden in reinster Hoffnung.

Könnten sie nur lauter schreien,
diese stillschweigenden Gedanken,
an Worten kleben, singen, tanzen,
nicht nutzlos in die Höhe ranken.

Doch hier bleiben Worte, still,
an Dächer geschrieben, lesen,
das kann keiner, sie Weinen,
weinen bitter über ihr Wesen.

Das Haus, es wird brüchig,
flüchtig nehmen Menschen,
die Fassade, die mal schöner,
gehüllt nun wahr in Wünschen.

Doch das Wort, es lebt,
rankt sich weiter hoch, bebt,
lässt das Haus zerfallen, egal,
bis das Licht Gedanken webt.

© Amy Herzog

Ich bleib‘ im Traum…

Häng hier an dicken Seilen fest,
und fühle mich noch wohl im Nest,
zwar – ja gewiss, die Traurigkeit,
doch häng‘ ich in dieser Ewigkeit.

In meinem Traum so fest gebunden,
hab ich die Liebe hier gefunden,
was sollt ich dann da draußen suchen,
da gibt’s ja doch nur Zeit zum fluchen.

Drum träum ich einfach noch viel mehr,
schreibe aus Tränen, Blut und Meer,
die Sonne, warum sollt sie fehlen,
hier kann ich sie mir einfach stehlen.

Doch eines will zugegeben sein,
das Sein ist und bleibt hier Schein,
drum, wenn der Traum dann doch mal endet,
das Blatt sich unbekannt dann wendet.

Was ist dann schlimm an Ewigkeit,
bis auf die Welt, die draußen schreit,
da bleib ich einfach hier im Traum,
du kannst ja auch mal vorbei schaun.

© Amy Herzog

Ungewisse Sehnsucht…

Glücklich lächelt sie in sich hinein,
das Gefühl ihr dabei niemals wich,
mit ganzem Herz und ganzer Seele,
grundlos und beinah lächerlich.

Wurde ihr Herz nie sanft berührt,
doch sehnt sie sich noch danach,
sie lächelt nur, als sei sie verführt,
von dem, der ihr Herz einst brach.

Seine Worte haben sie berührt,
sie zogen sie in die Leidenschaft,
und er, was macht er nur mit ihr?
Lässt ihr die Lücke, die offen klafft.

Doch sie, sie lächelt in sich hinein,
ihre Augen strahlen gar vor Glück,
im Innern, da sehnt sie sich nach ihm,
von außen, da schreckt sie zurück.

© Amy Herzog

Traum im Schrank…

In der tiefen Nacht schläft mein Herz so fern,
Rechnet mit Liebe, Träumen und Wundern,
Mein Körper ruht, und die Seele kann entdecken,
Ganz ohne die wirkliche Welt zu wecken.

Sie findet in jeder so wertvollen Nacht,
Sterne und all das was noch über sie wacht,
Alles worüber ihr Herz in Wahrheit lacht,
Einfach all das, was sie so glücklich macht.

Die Träume stehen ihr in der Nacht brillant,
Erst am Tage gehen sie mit Gedanken zum Schrank,
Legen die Träume, die Liebe und das Glück,
In eine dunkle, verstaubte kleine Ecke zurück.

Dann warte ich in meinen Gedanken verloren,
Auf das, was nur im Traum bleibt verborgen,
Dass es kommt und mich in den Traum entführt,
Und am helllichten Tag meine Seele berührt.

© Amy Herzog

Augen aus eisblauem Meer…

In Deinem Herzen
sah ich eine Lücke klaffen,
und ich nahm es in die Hand,
zu unbedacht hat es stets Gefühlt,
stand mit dem Rücken zur Wand.

War es dann sich selbst überlassen,
allein in der verregneten Dunkelheit,
verteilte Worte in Deinem Herzen,
sie linderten Deine Schmerzen,
stärkten Deinen Geist,
tief wurde es berührt,
manchmal gar alle Sinne verführt.

Doch zählte ich die Stunden nicht mehr,
verlor mich selbst mitsamt meines Herzens
tief in Deinen Augen aus eisblauem Meer.

Mein Herz wurde schwach,
immer schwächer von Stunde zu Stunde,
irgendwann mich selbst
an Deiner Wärme gar verbrühte,
nur scheinen konnte ich noch Stark,
wo ich in meiner Brust die Schmerzen spürte.

War schier endlos in der Zeit gefangen,
umklammert von Sehnsucht,
von Träumen und der inneren Flucht.
Fand mich wieder in einem Gewühle,
meiner sprießend wachsenden Gefühle.

War mein Herz doch gleichzeitig leer,
ich fühlte mich nicht mehr, war gefangen,
in Deinen Augen aus eisblauem Meer.

© Amy Herzog

Träume der Nacht…

Tief gefangen in Träumen der Nacht,

Reichst du mir an dein warmes Herz,

Meines schlägt wie wild und es lacht,

Vergessen ist kurz all dieser Schmerz.

 

Mit einem weinenden Auge genieße ich,

Bade in einem roten Meer aus Wärme,

Gleich klingelt der Wecker, weckt mich,

Vorbei sind all diese HerzensTräume.

 

Dann werde ich wach und du bist fort,

Verborgen bleibst du leider in der Nacht,

Hier am hellen Tage gibt es keinen Ort,

An dem mit dir mein Herz auch lacht.

 

Mit jedem morgen erinnere ich mich,

An den Traum von der letzten Nacht,

Eigentlich ist das Wecken lächerlich,

Denn ich bin mit Schmerzen erwacht.

 

Könnte ich doch nur ewig schlafen,

Auf ewig mit dir im Traumland Leben,

Malen Bilder aus verrückten Visionen,

Und werden einfach nur darin wohnen.



© Amy Herzog

warten auf den Traum…

 

Von tausenden Menschen umgeben,

verweilst nur du in meinen Träumen,

was würde ich noch darum geben,

keinen Traum mehr zu versäumen.

 

Doch ich wache hell durch Nächte,

wünsche kennt nur noch der Mond,

die Sterne zeichnen große Ängste,

der Wunsch nur tief im Traume wohnt.

 

Lasse mich von Sehnsucht tragen,

verweile hier bis zum langen Schlaf,

bis ich dich kann im Traume fragen,

wann ich in deinem Arm liegen darf.


© Amy Herzog

Unerreichbares Bild…


Kein Blut mehr, nur noch du pulsierst,

Dein Bild lebt fest in meinem Herzen,

Mein Körper erstarrt kurz und gefriert,

Wie kann Sehnsucht nur so Schmerzen.

 

Deine Worte sind in meinen Gedanken,

Spielst wie wild mit meiner Phantasie,

Visionen wärmen, Lügen, liegen oben,

Raubst nur du mir den Verstand wie nie.

 

Unerreichbar und doch bist du nah,

Dein Bild so hell, doch sehe ich nicht,

Du bist da, hier, wo sonst niemand war,

Bringst mir mit dir ein fremdes Licht.

 

Bitte zeige dich mir nur ein einziges Mal,

Sei nicht nur ein verschwommenes Bild,

Lass uns gemeinsam die Bilder malen,

Und ganz offen tanzen wir dann wild.


© Amy Herzog

Die Seelenlose…

Reichte dir mein Hirn, mein Herz,
Und legte mich in deinen Arm,
Fühlte mich mit dir so sicher,
Geborgen, angekommen, warm.

Die Seele hab ich dir geschenkt,
Als du ein Seelenloser warst,
Hast sie kurz gepflegt, gehegt,
Bis du sie dann zerbrochen hast.

Jetzt bin ich die Seelenlose,
Verloren hier im Schein des Lichts,
Du bist fort mit meiner Seele,
Und ich verbleibe hier im Nichts.

Nur die Sehnsucht hab ich noch,
Mit ihr die dunkle Erinnerung,
An dich, an uns, und an ein ich,
Das weiterlebt hier ohne Grund.

Ein letzter Wunsch, der bleibt mir noch,
Das du im Glück lebst mit der Seele,
Wenn ich dann hier verschwunden bin,
Und als Nichts nach oben Schwebe.

© Amy Herzog

inspiriert von Maccabros

Lachen & Weinen…


Ein Auge lacht, das andere weint,

Bin dir so nah, dann wieder weit,

Im Traum sind wir so eng vereint,

In echt, da fehlt es uns an Zeit.

 

Gibst mir halt, dann wieder Luft,

Mein Herz dann nur im Traume ruft,

Und bin ich aus dem Traum erwacht,

Du hörst mich, dann mein Auge lacht.

 

Doch meist bleibt alles nur betäubt,

Du mich dann nicht mal kurz beäugst,

Kannst du mich nur lachen sehen,

Weil Sehnsuchtstränen vorbei ziehen.

 

© Amy Herzog

Süße Sehnsucht…

Süße tiefe kleine Sehnsucht,
Da lebst du in meinem Herzen,
Breitest Gier, Begierde, Lust,
In mir mit deinen breiten Flügeln.

Ziehst mich hin und her und zurück,
Ziehst mich ins lächelnde Glück,
Reißt mich in die Tiefen der Tränen,
Mal im ganzen, dann wieder ein Stück.

Lässt mich sterben, dann wieder Leben,
Dann plötzlich kann die Erde beben,
Da hilft kein schweigen, auch kein reden,
Nur ein miteinander schwebend Leben!

© Amy Herzog

Dein Gemälde…


Schließe meine Augen sanft

Und schwebe in Gedanken

Sie wandern durch die Tiefe Nacht

Bis sie in deinen Armen landen

 

Schreit dich laut die Sehnsucht an

Nur kannst du sie nicht hören

Dein Gemälde reicht kein Platz

Sie würden darauf stören

 

Dann tue ich, als wäre nichts

Doch schlägt mein Herz so schnell

Gedanken drehen sich um dich

Bleibt das Gefühl geheimnisvoll


© Amy Herzog