suche

In der Kälte..

Gefangen in der Kälte meines Herzens,
gebe ich mich dieser machtlos hin,
frage noch im Regen durch den Sturm,
schläft in dieser Ferne noch ein Sinn?

Trinke jede Nacht von dieser Sehnsucht,
als führte mich der Traum in einen Arm,
und doch erfriert im Sonnenlicht das Herz,
war’s in jener Nacht kalt oder warm?

So treibt mich eine Träne durch den Tag,
im Regen blickt der Nebel Einsamkeit,
fragt sich weiter nur mein kaltes Herz,
wohin führt jener Weg zu welcher Zeit?

© Amy Herzog

Maskenball..

Auf dem Maskenball des Tages,
schläft im Herz die Dunkelheit,
reißt mich in die tiefsten Nächte,
zurück bleibt kalte Einsamkeit.

In der Kälte schlägt es weiter,
sucht das Herz sein kleines Glück,
doch der Einbruch jeden Tages,
wirft mich aus dem Traum zurück.

Bleibt mir in der Eiseskälte,
nur der Wunsch nach Sonnenlicht,
doch im Schutze meiner Maske,
fand ich dieses Glück noch nicht.

© Amy Herzog

Gefürchteter Halt.

Und suche ich noch einen Halt,
so drückt die Furcht im Sinn.
Nur flüstere ich immer leiser,
weil ich doch längst zu Ende bin.

Und kam der Tod nicht zu Besuch,
war ich’s ihm niemals Wert?
Doch lächle ich am Ententeich,
bis sich mein Geist verwehrt.

Und suche ich noch einen Halt,
so schreibt mein Füller Licht.
Obwohl ich längst zu Ende bin,
so endet die Furcht nicht.

Und wenn ich mich nicht finde,
der Tod dann mich besucht?
Nur beißen meine Zähne mich,
der Halt doch nur verflucht.

© Amy Herzog

?

Es ist doch längst ruhig!
Doch ist meine Ruhe echt?
Oder ist es nur die Stille,
die mich langsam erdrückt?

© Amy Herzog

Sternenwege..

Unter abertausend hellen Sternen,
da reise ich durch viele kleine Zellen,
und lausche tief in eine dunkle Stund,
welch Sehnsuchtsfragen sie mir stellen.

Unterm Monde scheine ich zu klein,
so unsichtbar bin ich doch in der Zeit,
doch auch in diesen Zellen stets allein,
als wär der Weg zum Traume viel zu weit.

Unter abertausend hellen Sternen,
da lausche ich auch deinem Atem hier,
im hellen Schein erspüre ich den Weg,
zum Traum aus meinen Zellen zum Wir.

© Amy Herzog

 

Waldtraum..

Raschele mit den leuchtenden Blättern,
schrie ich mit Leibeskräften dem Wald.
Hoffte doch auf warm wehende Winde,
so brächten sie blühende Gefühle bald.

Und zeige mir den wolkenlosen Himmel,
dachte ich stumm im nassen Schlamm.
Nur fliege mit in die tiefschwarze Nacht,
in der ich den Fluss der Träume besang.

Oh wärmende Sonne so tanze im Wind,
reiche die Hand in die singende Nacht.
Tanzen auch Sterne im lebenden Traum,
bleibt es mein Herz, das im Walde lacht.

© Amy Herzog

Regenmacht…

So wird er nicht versickern,
der Regen, den ich trinke,
nur wird er mich auch nähren,
während ich doch versinke?

So scheint er doch zu wichtig,
beginnt in mir schäumen,
nur kann ich mich noch sehen,
durch all das Wasserträumen?

So schwimme ich nur mit ihm,
lass‘ seelenruhig ertrinken,
der Traum, er könnt‘ doch leben,
oder zum Leb‘ wohl winken.

© Amy Herzog

Sommerfrost

Sommerfrost auf meinem Herzen,
blühen doch die Wälder ihren Duft,
als brannten lichterloh die Kerzen,
und ruften nur nach ihrer Liebesluft.

Wie rein und klar der Wind doch weht,
so sehne ich die Wärme mir herbei,
wohin der Weg des Herzens dann auch geht,
wartet nur ein Bild auf seine Malerei.

Und blühet bald der Wald in Farbenpracht,
so spüre ich, der einst so frostig Schnee,
die Pinsel malen durch die eine Nacht,
den uns’ren allerwärmsten Liebessee.

© Amy Herzog

Reisender…

So bist du gegangen, weit fort von mir,
doch lebst du im Herzen auf ewig hier,
wanderst über Meere, Berge und Tal,
durch Stunden und Nächte ohne die Wahl.

So bist du gegangen, der Suche voran,
sag nur, ja sage mir, wann kommst du an,
bin ich zu müde mit langsamen Schritt,
und ging deine Reise nur ohne dich mit.

So bist du gegangen, und finde die Ruh,
ich schaue solange den Träumen noch zu,
bis sich im Herbste das Blatte sich wendet,
dann sind uns’re Zeiten für alles beendet.

© Amy Herzog

Haltender Mond…

Und wie meine Seele in der Dunkelheit,
verzweifelt versucht die Liebe zu finden,
doch trägt mich die Sonne zu kurze Zeit,
und der Mond kann Herzen nicht binden.

Und wie mein Flüstern dein Gehör sucht,
so bleibt meine Stimme längst verstummt,
das Herz noch in jeder Nacht Sterne bucht,
doch jeder Wunsch nur in der Ferne summt.

Und wie meine Hände deinen Halt suchen,
wo doch die Sonne an jedem Tag untergeht,
so könnte ich niemals den Mond verfluchen,
ist er doch der Haltende, der mit mir fleht.

© Amy Herzog

Riese!

So Riese, hältst dich fest,
und rennst noch gegen Zeit,
nur sieh! – wie sie dich gehen lässt,
und dein Weg wird zu weit.

So Riese, wirst du klein,
erdrückt gar von der Zeit,
kannst nur im Tränenfluss allein,
ertrinken an dem Leid.

So Riese, lass dich los,
und halt‘ die Hand der Zeit,
so fest! – erbaust dein eig’nes Floß,
und lebst in Heiterkeit.

© Amy Herzog

lieblich kühler Wanderer…

Oh, lieblich kühler Wanderer,
so sei mir nah in finstrer Nacht,
schwebst über blaue Meere hoch,
mit deiner reinen Herzensmacht.

Oh, sinke nicht für mich hinab,
sei meine Herzenslast zu schwer,
nur atme auch mit ferner Brust,
das Salz für mich aus deinem Meer.

Oh, lieblich kühler Wanderer,
traf mich in ferner Zukunft bald,
ereilt uns nur in andrer Nacht,
ein Kuss an deines Meeres Wald.

© Amy Herzog

Kälte oder Liebe?

Meine Hände weich gebettet,
in dem Herz, das Liebe schenkt,
liegt mein Herz nur in der Mitte,
unwissend, wer deines lenkt.

Dieser Mitte kalte Winde,
warm wohl nur für den Moment,
wenn er dann die Augen blickt,
die Zeit danach nur nicht erkennt.

Diese Zeit aus warm und kalt,
wohin wird das Herz noch lenken,
mein Herz aus der Mitte tragen,
Kälte oder Liebe schenken?

© Amy Herzog

Durch wehende Winde…

Durch wehende Winde
bis in die Nacht
– hoch hinab
was ich wohl finde
welches Feuer entfacht…?

© Amy Herzog

Am Ende…

Im rauschenden endlosen Rauch,
der durchzogen von lüsternen Blicken,
während Herzen inmitten der Liebe,
sich wälzen in erkennenden Tritten.

Die Träume zusammengebraut,
wo mein emsiges Herz noch beneidet,
deine Fähigkeit restloser Täuschung,
und mein Schweigen in Schmerzen kleidet.

Doch bevor mich die Sehnsucht ergreift,
wo die Steine ins Endlose fliehen,
versterben die Glühwürmchen bald,
um mit Träumen in Sterne zu fliegen.

Durch die Nacht treiben noch Fragen,
doch die Seifenblasen platzen zu laut,
während Herzen inmitten der Kälte,
jede Antwort am Ende vergraut.

 

© Amy Herzog

Wohin..?

 

Das Wort, das meine Seele erdrückt,

und mein Gefühl darin erstickt,

die Träne aus dem stummen Schrei,

doch Zeit gnadenlos weiter tickt.

 

Das Wort, das meine Seele erdrückt,

die Last so klein und ungesehen,

ein Wunsch greift ziellos Sternen nah,

als wär das Wort dann ungeschehen.

 

Ein Wort, das meine Seele erdrückt,

es sucht Befreiung und den Sinn,

in Dunkelheit und Einsamkeit,

weiß meine Seele nicht wohin..

 


© Amy Herzog

Wo Nichts ist?

Wo Nichts ist, dort kann nichts sein,
ja nicht mal Leere kann regieren,
einfach Nichts bleibt hier erhalten,
nichts kann diesen Ort passieren.

Wo Nichts ist, dort wird nichts sein,
die Zukunft findet niemals Plätze,
und ohne einen Weg nach vorn,
legt auch nach hinten niemand Sätze.

Wo Nichts ist, wird nichts gefunden,
so sagt man, doch es könnte sein,
denn irgendwas müsste geschehen,
in welches Nichts fall‘ ich hinein?

 

© Amy Herzog

Ratlose Verwirrung…

Der Atemzug im Nichts versinkt,
wenn dieses Licht zum Morgen küsst,
Gedanken, die allumfassend sind,
die Seele nur die Luft vermisst.

Und wenn die Seele in der Not,
wo der Moment im Sande dehnt,
doch zeigt die Morgensonne auch,
wonach sich dieses Herz so sehnt.

So wählt die Seele diesen Pfad,
der sie nur zu ersticken droht,
sie folgt dem weißen Sandes Rat,
und findet alsbald aus der Not.

 

© Amy Herzog

 

 

Im Nebel…

Stehe im trüben dichten Nebel,
und sehe trist ins kalte Grau,
höre nur ein paar Vögel singen,
verzerrt hinter dem Grau in blau.

Schau‘ hinauf hoch in den Himmel,
auf der Suche nach etwas Licht,
blicke nur in beschlagene Spiegel,
mich selbst seh‘ ich darin doch nicht.

Im Nebel scheine ich ganz allein,
eingeschlossen, zu tief in ihm,
nicht mal ich schein‘ dort zu sein,
bis all die Schwaden sich verzieh’n.

Aus dem Nebel kann nichts flieh’n,
der Nebel lässt auch mich nie frei,
doch werde ich verzeihen ihm,
denn dort lebt es sich sorgenfrei.

 

© Amy Herzog

Gedankengarten…

Ich springe über die Gedanken,
und stellt mir einer stets ein Bein,
so fall‘ ich tief in diesen Garten,
und verirr‘ mich tief hinein.

In diesem Garten ist es dunkel,
ein Irrweg, weder fern noch weit,
so wünsche ich mir dort ein Licht,
das mich von diesem Weg befreit.

Der Weg scheint nicht mal allzu weit,
doch kann ich ohne Licht nicht seh’n,
und hoffe ich im Garten hier,
nur etwas Land in Sicht zu seh’n.

 

© Amy Herzog

Neuer Weg…


Die Wolke hat sich aufgelöst,

ein Blick auf’s freie Wort,

die Sonne zeichnet einen Weg,

am einst so finst’ren Ort.

 

Der alte Staub fällt langsam ab,

verweht im Meereswind,

und Liebesküsse tauschen sich,

wo Glück von neu beginnt.

 

Und mag der Weg ein weiter sein,

nicht so weit wie man denkt,

der Himmel blau, der Staub verweht,

bleibt wichtig, dass Herz lenkt.



© Amy Herzog

Kern…

Wo der Sturm ins Brachland wächst,
und die Zeilen der Zeiten vergisst,
was im Staube so bitterkalt zerfällt,
am Ende der Spur doch vermisst.

Die Sehnsucht nach Sonne und Sand,
findet’s in Phantasie und verrückt,
ob der Zündstoff für’s Feuer reicht,
entscheidet am Rande das Glück.

Ein Klopfen so laut doch zu leis‘,
hämmert aus den Tiefen der Kern,
aus kalter Schale entstanden,
bist du ihm doch nur noch zu fern.

So reiße im Grund deine Spur,
und schicke das Meer auf die Reise,
nimm Salz aus verschlossener Truhe,
und lausche dem Sande ganz leise.

 

© Amy Herzog

Dein Herz…

Blicke auf die kalte Stadt,
so voll, und doch so leer,
ich suche dich und finde nicht,
ich, ich werd‘ zu schwer.

Schlage leise durch die Nacht,
und fließt das weinend Blut,
geheime Sehnsucht flüstert nur,
ertrinkt in Trauerflut.

Flüster ich durch Wind und Stein,
die Hoffnung und den Kampf,
ich, das kleine Herzchen hier,
vergeht nicht mit dem Dampf.

Ich schlage lauter nur für dich,
dass du mich findest hier,
weinend schreit die Sehnsucht bis,
du bist, dein Herz, bei mir.

 

© Amy Herzog

Ich suche…

Ich suche noch in meinem Traum,
den Weg aus kalter Einsamkeit,
wo Steine keine Mauern bilden,
und Herzen lieben Zweisamkeit.

Ich suche noch in meinem Traum,
nach deinem Band, wohin es führt,
durch deine Haut, hinein ins Herz,
wo meine Seele wird verführt.

Ich suche noch in meinem Traum,
die Sicherheit in deinem Arm,
den Ort der schönen Wirklichkeit,
in welcher es für uns ist warm.

 

© Amy Herzog

Ohne dich…

Ich trenne mich von meinem Geist,
und reise weiter ohne mich,
lebe in Freiheit ohne Grenzen,
und verlasse dann auch dich.

Ich nehme nichts was wichtig ist,
und lasse Altes nur zurück,
all das zieht mich in die Tiefe,
wo ich finde nicht das Glück.

Ich suche weiter ohne Geist,
und finde irgendwann auch mich,
und alles was mal wichtig war,
das finde ich nur ohne dich.

 

© Amy Herzog

Lange Nacht…


Die Nacht, sie dauerte viel zu lang,

doch fündig wurde ich hier nicht,

fand weder dich noch mich im Zimmer,

kein einzig hell erleuchtetes Licht.

 

Gedanken, Wünsche und auch Träume,

verstarben mir in dieser Nacht,

sie war wohl lang, doch noch zu kurz,

die Sonne nun über mich lacht.

 

Ich hoffe auf die nächste Nacht,

sie soll mir den Weg weisen,

soll mich in deine Arme führen,

wo wir gemeinsam reisen.



© Amy Herzog

Wunschdenken…


Die größten Wünsche in den Sternen,

Können keine Berge versetzen,

Und wenn sie in der Sehnsucht baden,

Können sie sich schwer verletzen.

 

Sie können die Gedanken teilen,

Und manchmal kommen sie auch an,

Sie können kurz darin verweilen,

Erinnern sich dann doch daran:

 

Nichtmal größte Wunschgedanken,

Kann den Wind gezielter lenken,

All die Steine im Wasser versenken,

Denn es bleibt nur ein Wunschdenken…

 





© Amy Herzog

Wunschbrunnen…

Ich schaue hoch und frage mich,
wo kommen wir eigentlich her,
doch die Sterne schweigen und meinen es so,
als suchte ich nichts im weiten Meer.

Also gehe ich los auf die Reise,
und komme vorbei an dem Brunnen,
es ist schwarz und glitzert wie Wunschzauberei,
als hätte mein Traum dort begonnen.

Ich werfe eine Münze, doch nichts passiert,
also lasse ich mich hinein fallen,
ich dachte, wenn es wirklich mein Traum ist,
dann wird es mir dort gefallen.

Und ich fliege durch Luft und Liebe,
als hätte ich nur das gebraucht,
doch ich sehe, hier unten wartest du nicht,
und mein Leben ist aufgebraucht.

 

© Amy Herzog

Vermissen…

Wenn die Erde vom Licht geküsst,
der Tau am Fenster sich verzieht,
Laternen, die nun schlafen gehen,
mein Hirn ins Labyrinth geriet.

Verlaufe ich den ganzen Tag,
verrenne mich in dunklen Ecken,
denkend halt‘ ich dann nur inne,
könnte mich hier jemand wecken.

Doch ich finde keinen Weg,
Lichter scheinen heller dort,
hier im Hirn ist alles dunkel,
du scheinst an einem anderen Ort.

Begleitest mich nur in Gedanken,
erbaust in mir dein Labyrinth,
in dem wir stets beisammen,
doch weiter noch entfernter sind.

Und suche ich in jeder Ecke,
jedem Winkel, jeder Windung,
sind nur stachelige Büsche,
grau und ohne jede Ordnung.

Weine, lache, werd‘ verrückt,
dein Bild mich dabei gar entzückt,
sei ein Weg mir doch geglückt,
wäre ich mit Glück geschmückt.

Doch ich suche Stundenlang,
bis der Mond die Erde küsst,
dann erst kann auch ich zu Bett,
ich habe dich genug vermisst.

© Amy Herzog

Gedankenlose Hände… 

Als läge ein schwerer Stein auf den Händen,
Können sie nicht schreiben, was sie denken,
Wagen sich nicht mit dem Herzen zu bewegen,
Und schon gar nicht offen mit dem Mund zu reden.

Dann wird es wieder leicht, das drehen und wenden,
Einfach die Worte mit dem Herzen zu vollenden,
Nicht daran zu denken, was die anderen denken,
Die Hände können richtig nur mit dem Schicksal lenken.

Sie brauchen nichts, nur das ganze Leben,
Ein Herz, das bereitwillig will lieben und Beben,
Die Gedanken tragen den Stein in weite Ferne,
Zurück bleibt die Freiheit allein, so hat sie es gerne.

Und so lenken gedankenlose Hände zum Glück,
Blicken nach geschriebenen Worten niemals zurück,
Legen sich entspannt in ein weiches überall,
Und lenken die Liebe nicht, wohin sie nicht will.

© Amy Herzog

Wartezeit, Richtung Freiheit. 


 

Ich weiß von der meinen Wartezeit,

weiß, wie falsch ich hier doch bin,

sie folgt mir seit der Vergangenheit,

treibt mich weiter in die Zukunft,

und wartet auf die staubige Ewigkeit.

 

Begleitet von stechender Einsamkeit,

atme ich genüsslich die Naivität ein,

ersticke an meiner Anwesenheit,

die Welt lacht sich schamlos kaputt,

und bleibt in ihrer Beschaffenheit.

 

Ich kürze diese ewige Reisezeit,

das Leben funktioniert ohne mich,

die Welt ist dafür zwar nicht bereit,

aber nur, weil sie mich nicht kennt,

sie genießt lieber die wenige Freizeit.

 

Lassen wir die Rückfahrmöglichkeit,

ich fahre lieber schneller geradeaus,

ich danke für die Gastfreundlichkeit,

die nur die Gutmenschen verdienen,

das bin ich dann in der Zwischenzeit.

 

Ich sage es mit ‚etwas‘ Sicherheit,

ich weiß, wie falsch ich hier doch bin,

sollt von Beginn an nur sein befreit,

von mir, ich, ertrage mich am wenigsten,

bin dann mal weg, und suche Freiheit.

 



© Amy Herzog

Suche die Seelen…



Ein Tanz in weißer Seide zur Nacht

Die Sehnsucht spielt leise im Wind

Auf dass die Erkenntnis weiter ruht

Und Gedanken in Freiheit sind

 

Tanzen die Klänge bis zum Mond

Kühle Freiheit weht durch das Haar

Führt kurz ein in eine ferne Welt

In welcher Geborenheit geschah

 

Hier ist man unter Seelenlosen

In Freiheit, wo nie welche war

In jener Nacht sind die kalten Schatten

Mit dem ganzen Herzen so nah

 

Zum Morgen steigt die Sonne hinauf

SchattenNacht verdrängt von Lichtern

Zum Abschied sagen sie nur noch sanft

„Tanz im Lichte wo Seelen lauern“

 

© Amy Herzog


Träume der Nacht…

Tief gefangen in Träumen der Nacht,

Reichst du mir an dein warmes Herz,

Meines schlägt wie wild und es lacht,

Vergessen ist kurz all dieser Schmerz.

 

Mit einem weinenden Auge genieße ich,

Bade in einem roten Meer aus Wärme,

Gleich klingelt der Wecker, weckt mich,

Vorbei sind all diese HerzensTräume.

 

Dann werde ich wach und du bist fort,

Verborgen bleibst du leider in der Nacht,

Hier am hellen Tage gibt es keinen Ort,

An dem mit dir mein Herz auch lacht.

 

Mit jedem morgen erinnere ich mich,

An den Traum von der letzten Nacht,

Eigentlich ist das Wecken lächerlich,

Denn ich bin mit Schmerzen erwacht.

 

Könnte ich doch nur ewig schlafen,

Auf ewig mit dir im Traumland Leben,

Malen Bilder aus verrückten Visionen,

Und werden einfach nur darin wohnen.



© Amy Herzog

Eine Seele im Nebelwald…

Eine Seele, die den Abstand sucht,
Gleichzeitig um etwas Liebe ruft,
Sich nachts im Bett nur ewig quält,
Und dann nur falsche Wege wählt.

Eine Seele, lägst zu Eis gefroren,
Hat sich im Irrgarten verloren,
Einsam sucht sie etwas Wärme,
Sieht nur lauter schwarzer Bäume.

Eine Seele, sinkt in Einsamkeit,
Zum sterben ist sie nicht bereit,
Sucht sie nur ein warmes Leben,
Doch in Kälte muss sie schweben.

Eine Seele, sehnt sich nach Wärme,
Liegt diese nur in weiter Ferne,
Hofft, dass sie ohne Leben kann,
Bis irgendwann, nur wann, nur wann.

Eine Seele, sie kann immer hoffen,
Doch hat sie diese nie getroffen,
Erkenntnis hier nur widerhallt,
Im einsam, kalten Nebelwald.

© Amy Herzog

Sie flattern nur…

Sie wissen nicht warum,
und sie wissen nicht wo hin,
sie flattern einfach nur,
doch ohne jeden Sinn.

Flattern durch mein Hirn,
vorbei an meinem Herz,
hinterlassen ein Lächeln,
stets bereit für den Schmerz.

Heute sind sie bunt,
schon morgen wieder schwarz,
sie haften nur in mir,
wie zähflüssiges Harz.

Meist warten sie im Bauch,
schlafen tief und fest,
erweckt durch die Begegnung,
geben sie mir den Rest.

Dann sind es wilde Wesen,
die einst so zahmen Tierchen,
die bunten Schmetterlinge,
sie bringen mich zum lachen.

Bis wie wieder schlafen,
dann sind sie wieder schwarz,
dann suchen sie die Tränen,
und brechen mir das Herz.

Wartend auf den Menschen,
die einzige Begegnung,
die ihnen Farbe bringt,
und mit ihm eine Hoffnung.

Es kommt der Tag an dem,
sie ewig bleiben bunt,
und wenn es so weit ist,
dann kennen sie den Grund.

© Amy Herzog

suche…

in der nacht
suche
ich nach deinem wort
nach deiner wärme
suche im traum
im nebel –
nichts als schaum…

finde sie nur
in meinem wort
fließend aus meinen
händen –
die blasse melancholie
…bis es taut…

© Amy Herzog

Das Karussell…

Gedanken kochen
Laute Stimmen brodeln
Im bunten Karussell
Lassen Nerven brennen
Drehen durch stumme Zeiten
In wortlos schreienden Ruinen
Doch es steht niemals still
Das bunte Karussell

© Amy Herzog

glänzender Regenbogen
im Springbrunnen strahlt
hell über den großen See
wartet der kühle Wind
in den kleinen Wellen
auf winterlichen Schnee

© Amy Herzog

Letzter Gesang…

 

Einsam schwebt sie mit dem Wind

Singt eine Drossel ihr einsames Lied

Schwebt vom Nebel im dunklen Regen

Könnt sie nur fliegen wohin es beliebt

 

Doch sie kreist am Abgrund entlang

Wartend auf den hohen Wellengang

Bis ihre Flügel schlafen in Wellen

Fallen, sinken mit dem letzten Gesang


© Amy Herzog


Falsch geboren…

Schwarz vor Augen
mein Herzschlag versteckt
müde vom Leben – nicht
in dieser feinen Welt geboren
ist vor mir der Respekt

Falsch geboren
wo bin ich nur hingezogen
worden, verschleppt, allein, verdreckt
im kalt-nassen Schlamm
als kleines hungerndes Lamm

Ohne Anspruch
auf Vollständigkeit
reiht sich Nacht für Nacht
die kalte Erkenntnis breit
unter diesem Sonnenschein
einfach nur falsch zu sein

© Amy Herzog

Weiter Weg?

Getrieben von Sehnsucht
im stillstehenden Wind,
nach dem Sinn ohne Verstand,
reise ich weiter – bis weit,
bis das Leben vereist
über die Zeit, über den Rand.

Was ist noch Zeit,
wenn sie zu schnell rennt,
und das Gefühl still steht?
Ist der Weg dann noch weit?
Wenn ich nicht mehr weiß,
wohin der Weg geht.

© Amy Herzog

Kaltes warten leerer Seelen…

Das Herz klingt leise
„Ich könnte dich lieben“
während einsame Seelen
die ewige Leere trinken
die Zerrissenheit besingen
warten auf bessere Zeiten
die den Wert der Liebe steigen
doch ist bis dahin die Welt
in kalter Erkenntnis gefroren

© Amy Herzog

Liebe suchend! 

Mein Herz zerbricht getrieben,

Es schreit, es weint, es sucht,

– Es will lieben!

Mit allen Kräften sucht es blind,

Es rennt, es stürzt, es fällt,

– Tiefer gegen jeden Wind!

Sucht es durch die Menschenmassen,

Menschen, die es so sehr hassen,

– Schaden, schneiden und es meiden,

Sucht es dennoch immer weiter!

Wird es kleiner, schwächer müde,

– Stellt sich auf, vor jede Lüge!

Erträgt den tiefersitzend schmerz

Doch weiter sucht es durch den Sturm!

– Mein kleines, schwaches herz!

Voller Hoffnung, voller Lasten,

Will es nichts weiter, nur eines sicher!

– endlich finden!

Den einen Menschen, den zum lieben!

Den Menschen den ich lieben kann,

Von heute an, bis irgendwann!!

Geheimer Schmerz…

Geheime Schmerzen
in glänzenden Flüssen
sie bleiben verborgen
in meinem Herzen

Dunkelrot die Flüsse
zeichnen warme Bilder
versteckter Schmerzen
auf zarte Leichenblässe

Suchend nach Wegen
schreiend still
verzweifelt
im Regen

© Amy Herzog

Unendliche Sehnsucht!…

Die Sehnsucht unendlich
vom Schrei schon laut bedeckt!

Von heute bis ewig
sag, wann wirst auch du
vom Schrei geweckt?

© Amy Herzog

Tränen des Schmerzes…

Tränen ziehen über ihr Gesicht
zu verzweifelt ist die Suche
nach diesem Licht
das einem Jeden
noch zu dunkel scheint

Spürt sie wie er
durch ihre Adern fährt
doch immer mit einem Lächeln
erträgt sie diesen Schmerz

Sehnsüchtig der Schmerz
so fließt er durch die Adern
hart wie Stein
durchstößt er ihr Herz
beim durchwandern

Lang hat sie ihre Tränen
zurück gehalten
doch sie kann nicht stehen
nicht atmen
lässt doch niemand
Gnade walten

Ihr Herz
der kalte Stein
spitz und scharf
schneidet er täglich tiefer
in ihr Fleisch

Hinterlässt sie die Spuren
ihrer blutenden Wunden
dies sind die Spuren
der verzweifelten Suchen

© Amy Herzog

Sehnsucht…

Ich schreie innerlich
Schreie so sehnsüchtig
Jeden Tag lauter
Immer lauter
Und wird es auch
Immer unerträglicher
Das ist egal
Denn ich schreie weiter
Bis es auch für dich
Wird endlich hörbar
Und ich in deinen Armen liege
Nur für eine Nacht
Allein dir gehöre

© Amy Herzog

Nur ein mal…

Mit einem Menschen
einmal mehr zu teilen
als nur Oberflächlichkeiten.
Nicht nur zu zeigen,
die zahlreichen Masken.
Und am Ende
dennoch da zu stehen,
mit einem Lächeln.

Wo sind sie,
die gnadenlosen
Ehrlichkeiten?

Ich bin es leid,
diese Menschen,
mit all diesen Lügen.
Wie sie jeden betrügen,
den sie angeblich lieben.
Nur um sie nicht zu verletzen,
diese ebenso Verlogenen
Gefühle.

Nur einmal einen Menschen
finden,
der nicht nervt,
mit all diesem dummen blinden,
diesen ach so verletzten
Gefühlen.

Nur einmal teilen,
gnadenlose Ehrlichkeiten..

© Amy Herzog